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Fantasy (diverse)



Christoph Schneider

Der Erbe der Zeit - Der letzte Krieg - Die letzte Liebe 01

rezensiert von Oda Plein

„Der Erbe der Zeit – Der letzte Krieg – Die Letzte Liebe“. Ein langer Titel für ein besonderes Projekt, denn dieses Buch ist zugleich auch ein klein wenig Hörspiel. Die Leserinnen können es als Buch erstehen, oder als App (iPhone / iPad). Als App bietet die Geschichte von Christoph Schneider die Möglichkeit unterlege Wörter anzuklicken und diese liefern dann die entsprechenden Geräusche. Zusätzlich findet man Stellen, die mit Musik von L’Âme Immortelle, Letzte Instanz, Nightwish und Xandria unterlegt sind. Auf YouTube gibt es einen kleinen Einblick, wie das App funktioniert, hier sollte man aber nicht zu viel auf die Qualität der Sounds geben. Diese sind im Original viel besser.

Das reine Buch, hat 561 Seiten und trägt den Zusatztitel „Das Erwachen“, was deutlich macht, dass es sich um eine Reihe handelt. Fantasy erwartet die Leser/innen und zwar geballte Fantasy. Die Elfe Liz und die Seraphim Milly sind enge Freundinnen, doch ist ihre Freundschaft nicht gerne gesehen und so werden die Beiden getrennt. Liz muss sich in die Lehre bei dem alten Kagul begeben, doch Milly wird von Unbekannten gefangen genommen und so macht Liz sich auf ihre Freundin zu suchen. Gleichzeitig geht es um einen jungen Soldaten, der ohne Erinnerung auf einer Wiese erwacht. Der Soldat und Liz begegnen sich und die Geschichte nimmt ihren Lauf.

Die Story bietet alles an Fantasy, was es jemals gab. Elfen, Dunkelelfen, Drachen, Engel, Götter, Orks und noch vieles mehr. Krieg herrscht, denn die sonst undurchdringlichen Grenzen zwischen Terra (der Welt der Menschen) und Mangela (die Welt der magischen Wesen) sind gefallen. Wissenschaft kämpft gegen Magie. Magie gegen Wissenschaft.
Die deutlichste Botschaft der Geschichte ist, dass die Menschen aus dem was sie erleben nicht lernen und deshalb immer wieder alles zerstören. Es gibt interessante Ansätze, wie die Nirwase, die es in vielfältiger Art gibt und schlimme Feinde der Menschen sind.Christoph Schneider ist die Erklärung, warum es in unseren Märchen so viele magische Wesen gibt gut gelungen. Dennoch gibt es einfach zu viel von allem. Während man lange Seiten lang Charakteren folgt, um mehr über sie zu erfahren, werden dann wichtige Erklärungen mit zwei oder drei Sätzen abgehandelt und es geht weiter zum nächsten Charakter. Figuren wie der Menschenmagier Torwai, der zunächst eine interessante Nebenrolle innehat, mutiert gegen Ende des Buches zum Hauptcharakter, während Liz und der Soldat sich lieber damit beschäftigen Sex zu haben. Das letzte Drittel des Buches könnte bei vielen LeserInnen Unmut wecken, denn es hinterlässt das Gefühl, dass alles was vorher passiert ist, ziemlich unwichtig war. Schade, denn der Autor hat definitiv Talent und sehr viele gute Ideen. Eine etwas andere Struktur, klare Hauptcharaktere und weniger schlecht platzierter Sex hätte diese Reihe zu etwas sehr besonderen gemacht.

Christoph Schneider schreibt lebendige und vielschichtige Charaktere, die wirklich interessant sind.
Der Dunkelelf Quie´rasil und Torwai sind dafür gute Beispiele. Sie haben so viele Seiten und so viele Beweggründe, dass immer schwankt ob man denjenigen böse oder nett finden soll, ihn hasst oder versteht. Dagegen bleiben Liz und der Soldat eher blass und flach. Was sehr schade ist, denn auch diese Figuren haben viel Potenzial, welches hoffentlich in den nächsten Teilen mehr zum tragen kommt.

Das Cover, auf dem Liz und Milly abgebildet sind ist aufwendig gezeichnet. Während die beiden Figuren eng umschlungen im Vordergrund knien, sieht man im Hintergrund graue und triste Ruinen.
Es kommt schon beim Betrachten des Bildes Stimmung auf.

Alles in Allem ist zu hoffen, dass der Autor für die nächsten Teile ein sehr gutes Lektorat hat, welches seine sprühende Kreativität und seine vielen Ideen in eine gute Struktur bringt.

Christoph Schneider: "Der Erbe der Zeit - Der letzte Krieg - Die letzte Liebe 01"
Roman, Softcover, 561 Seiten
Christoph Schneider 2011

ISBN 9-7830-0033-7796

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