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Fantasy (diverse)



Joanne K. Rowling

Harry Potter und der Feuerkelch

rezensiert von Yves Leiendecker

Kurzinhalt:
Halbzeit: Es ist sein 4. Jahr in Hogwarts, der Schule für Zauberei und Hexerei. Doch diesmal sieht es nach einem noch aufregenderen Jahr für Harry aus, als es die drei vorherigen Jahre waren. Dieses Jahr findet ein trimagische Turnier statt indem Hogwarts gegen zwei andere Zauberschulen antreten wird. Doch wer wird Hogwarts vertreten…?

Langinhalt (Spoiler):
Es soll sein 4. Jahr werden in der Zauberschule Hogwarts, als Harry von seiner befreundeten Zaubererfamilie, den Weasleys, zum Finale der Weltmeisterschaft im Zauberersport Quidditch eongeladen wird. Von der Ehrentribüne aus sehen
sie das Endspiel der Iren gegen die Bulgaren mit deren berühmten Hüter Victor Krum. Zur Verwunderung aller Zuschauer und trotz eines erfolgreichen Schnatz-Fangs verliert die Bulgarische Nationalmannschaft.

Nach dem Spiel übernachten die Freunde mit vielen anderen der Zuschauer die nicht abreisen auf einem eigens eingerichteten Zeltplatz in verzauberten Zelten. Die Nachtruhe wird jedoch vom ruf „Morsmordre“ unterbrochen und am Himmel strahl ein riesiger grüner Totenkopf mit einer Schlangenzunge. Es ist das dunkle Mal, das Zeichen von Lord Voldemort und seinen Anhängern.

Auf Hogwarts gibt es dann für Harry die nächste Überraschung: Dieses Jahr wird es kein Schulpokal im Quidditch geben. Stattdessen wird ein trimagisches Turnier veranstaltet. Nach einer jahrhunderte langen Pause treffen die drei bedeutendsten europäischen Schulen aufeinander um ihre Schulchampions gegeneinander antreten zu lassen.

Dabei unterstützten Ludo Bagman und Bartemius Crouch vom Zaubereiministerium die drei Schulleiter Albus Dumbledore aus Hogwarts, Igor Karkaroff aus Durmstrang und Olympe Maxime aus Beauxbatons. Die Auswahl der Schüler, die für ihre Internate daran teilnehmen, erfolgt durch einen besonderen Feuerkelch. Zur allgemeinen Überraschung wird außer Cedric Diggory aus dem Haus Hufflepuff in Hogwarts, Viktor Krum aus Durmstrang und Fleur Delacour aus Beauxbaton noch ein vierter Schüler nominiert, der sich gar nicht bewarb, weil er das Mindestalter von siebzehn Jahren noch nicht erreicht hat: Harry Potter. Das trimagische Turnier besteht aus drei Aufgaben, denen sich alle Champions stellen müssen. Nur einer wird am Ende den Pokal in den Händen halten können und zum Sieger werden.

Doch Hogwarts wäre nicht Hogwarts, wenn alles reibungslos ablaufen würde. Nicht nur, das Harry neben dem trimagischen Turnier auch noch den Schulalltag meistern muss, auch Dobby lässt ihm keine Ruhe. Im Schulbetrieb hat sich so einiges getan. So ist Alastor „MadEye“ Moody neuer Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste geworden und er scheint besonders auf Harry achten zu wollen und lässt ihm den ein oder anderen Tip fürs trimagische Turnier zukommen.

Ärger macht vor allem die Klatschreporterin Rita Kimmkorn vom Tagespropheten, die zahlreiche Artikel über hogwarts und Harry veröffentlicht. So unterstellt sie Harry und Hermine ein Affäre und findet etwas über die Beziehung zwischen Viktor Krum und Hermine raus.Wegen der haltlosen Behauptungen und der teilweise beleidigenden Artikel untersagt Albus Dumbledore der Reporterin das Betreten von Hogwarts. Doch die Artikel nehmen kein Ende und keiner weiß woher Rita Kimmkorn ihre Quellen hat. Nur Hermine merkt dann was los ist. Rita Kimmkorn ist eine nicht registrierte Animagi. Sie hat als Käfer alle Vorgänge auf dem Schloss mitbekommen. Doch dann gelang es Hermine sie in einem Marmeladenglas zu fangen und die Artikel enden.

Das Trimagische Turnier selbst besteht aus drei Aufgaben. Harry Potter, der sich bereits in den ersten beiden bewährt hat, hilft im letzten Durchgang Cedric Diggory, der dadurch im selben Augenblick wie er den Trimagischen Pokal im Labyrinth erreicht. Da erweist sich der Pokal als Portschlüssel. Cedric und Harry gelangen durch den Portschlüssel auf einen Friedhof. Cedric Diggory wird dort von Lord Voldemorts Diener Wurmschwanz getötet, Harry Potter an den Grabstein für Tom Riddle gefesselt. Tom Riddle Senior, Lord Voldemorts Vater, war von seinem eigenen Sohn umgebracht worden. Aus Tom Riddles Gebeinen, Blut von Harry und einer Hand, die er sich abhackt, braut Wurmschwanz eine Mixtur, durch die Lord Voldemort seine beim Angriff auf Harry Potter vor vierzehn Jahren verlorene Macht wiedergewinnt.

Wurmschwanz erhält von ihm eine bewegliche Hand aus Metall. Seinen übrigen Anhängern, die auf dem Friedhof erscheinen – darunter die Väter von Harry Potters Mitschülern Draco Malfoy, Vincent Crabbe und Gregory Goyle – wirft er vor, ihn während der letzten vierzehn Jahre im Stich gelassen zu haben. Dann will er Harry mit einem Avada-Kedavra-Fluch töten, doch sein Zauberstab verbindet sich mit dem Harry, denn beide enthalten eine Feder desselben Phönixes. Die Schatten von Lord Voldemorts Opfern – darunter Harry Potters Eltern – verhelfen Harry zur Flucht, und es gelingt ihm, mit seinem Zauberstab, dem Trimagischen Pokal und Cedrics Leiche nach Hogwarts zurückzukommen.

In Hogwarts findet Harry heraus, dass es sich bei Professor Moody in Wahrheit um Bartemius Crouch Junior handelt, den tot geglaubten Sohn des gleichnamigen Richters vom Zauberministerium. Bartemius Crouch Senior verurteilte zahlreiche Todesser – Anhänger von Lord Voldemort – zu lebenslanger Haft im Gefängnis von Askaban. Einer von ihnen war sein eigener Sohn. Barty Crouch Junior, der nach wie vor zu den Anhängern Lord Voldemorts gehört und nach dem Endspiel bei der Quidditch-Weltmeisterschaft mit Harry Potters Zauberstab das Dunkle Mal an den Himmel zauberte, nahm mit Hilfe eines Zaubertranks Alastor Moodys Gestalt an, sorgte dafür, dass Harry durch den Feuerkelch als Teilnehmer beim Trimagischen Turnier nominiert und vom Trimagischen Pokal entführt wurde. Nach seiner Entlarvung versucht Crouch, Harry zu töten, aber das wird von Dumbledore, McGonagall und Snape verhindert.

Albus Dumbledore und Harry unterrichten Cornelius Fudge über die über Vorfälle, doch der Minister für Zauberei will nicht wahrhaben, dass Lord Voldemort seine Macht zurückgewonnen hat und ist deshalb auch nicht bereit, besondere Vorkehrungen zu treffen.


Kritik:
Nach dem dritten Teil fing der Hype um Harry Potter and und mit dem 4. Band kam Harry Potter immer mehr in die Öffentlichkeit. Vor Erscheinen des vierten buches warteten Fans stundenlang bis es endlich Mitternacht wurde um dann ihr eigenes Exemplar zu kaufen oder an einer der Zahlreichen Lesungen teilzunehmen. Der Potterhype hatte ganz Deutschland im griff vor allem als dann mit „Haryr Potter und der Stein der Weisen“ der erste Teil in die Kinos kam.

Nach dem 3. Band musste man länger als das sonst übliche Jahr warten bis Band 4 in die Läden kam. Das lag nicht nur an der Schwangerschaft der autorin sondern auch an der unheimlichen Dicke des Buches. Mit 767 Seiten war es für ein Kinder-/Jugendbuch unglaublich dick und auch das bisher dickste der Reihe. Jedoch ist es trotz allem nicht so dunkel geworden wie der dritte band.

Einen großen Teil des Buches umfasst das Quidditch Endspiel Irland gegen Bulgarien. Von vielen Fans wird dies als ein zentrales Element im Buch gesehen und vor allem stillt es den Durst der Fans nach mehr QUidditch als den üblichen Schulmeisterschaften. Jedoch wirkt das ganze in vielen Teilen aufgesetzt. Es wurden zwar viele Verzeigungen (Winky, der leere Stuhl…) geschaffen aber es sind schon wieder zu viele. Es entsteht der Eindruck, dass hier zwingend eine Verbindung zwischen dem eigentlichen Plot und der WM hergestellt werden sollte.

Auch die Szene auf dem Friedhof ist für viele Fans ein Kritikpunkt. Die Szene sei Potter untypisch und nehme viel Fahrt aus dem Handlungsbogen. Es würden zu viele scheinbar endgültige Dinge geschehen, die für zukünftige Bänder die Geschichte zu sehr vorgeben würde. Jedoch ist zu sagen, dass grade diese Szene zeigt, dass Harry Potter zwar ein Kinderbuch ist, jedoch auch eine Zielgruppe hat die ein gewisse Maß an Spannung verlangt. Was die Szene zusätzlich glaubwürdig macht sind die Potter-typischen Verknüpfungen zu Elemente aus den vorhergegangenen Bänden wie z.B., dass beide Zauberstäbe denselben Kern haben [Harry Potter und der Stein der Weisen], die jedoch nicht als erzwungen sondern logisch schlüssig und vor allem fördernd wirken.

Der größte Kritikpunkt jedoch war, dass der Band ein sehr offenes Ende hatte und man gut 18 Monate auf den 5. Band warten musste. Für Potter-Fans eine halbe Ewigkeit und so manch einer wünschte sich einen Zeitbeschleunigungszauber zu kennen.

Joanne K. Rowling: "Harry Potter und der Feuerkelch"
Roman, Hardcover, 766 Seiten
Carlssn

ISBN 3-5515-5193-6

Weitere Bücher von Joanne K. Rowling:
 - Harry Potter und der Gefangene von Askaban

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