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Die Chroniken von Narnia



C.S. Lewis

Der letzte Kampf

rezensiert von Susi Feistel

Anm.: Diese Rezension bezieht sich auf die englischsprachige Originalversion „The Last Battle“ und nicht die deutsche Übersetzung.

In den ersten sechs Geschichten von Narnia ist man sich sicher, ein Kinderbuch zu lesen. Es gibt die Bösen und die Guten, Schwarz und Weiß. Es ist eine freundliche Welt, in der Kinder den Tag retten. Magie, Fabelwesen und ein sprechender Löwe als König – das ist Alltag in Narnia. Zumindest bis jetzt.

In „Der letzte Kampf“ wird das Kinderbuch erwachsen. Es gibt zwar immer noch das Böse, doch es kommen jetzt die vielen Grautöne hinzu. Der Glaube an das Gute geht verloren. Es wird ernst und Narnia verliert seine Unschuld

Doch zurück zum Anfang: In einem Stück Wald, am Rande von Narnia, lebt der Affe Shift mit dem Esel Puzzle. Shift ist ein fieser, aber cleverer Affe, der seinen ‚Freund’ von morgens bis abends ausnutzt. Eines Tages finden die beiden ein Löwenfell. Shift überredet Puzzle dazu, das Fell überzuziehen. Mit viel gutem Willen kann man ihn für einen Löwen halten. Das bringt Shift auf einige Ideen…

Einige Zeit später erreichen König Tirian, ein Nachfahre von Kaspian, beunruhigende Nachrichten. Man habe den Löwen Aslan in den westlichen Wäldern gesehen. Doch der Löwe sei alles andere als freundlich. Tirian, der Aslan noch nie in seinem Leben gesehen hat, macht sich auf den Weg, das Mysterium zu ergründen. Er findet eine bizarre Situation vor: Die Bewohner Narnias schuften im Akkord, angetrieben von Menschen aus Calormen (siehe „Der Ritt nach Narnia“), fällen Bäume und schiffen sie nach Süden ein. Doch mit jedem der uralten Bäume, der fällt, stirbt ein Faun oder ein Dryad.

Tirian greift ein, doch er wird sofort von Calormenen gefangen und festgesetzt. Erst am Abend wird jedoch das wahre Ausmaß der Katastrophe klar: Der Affe Shift, der die Arbeiten angeordnet hat, beruft sich auf Befehle Aslans – und im Halbdunkel führt er ihn vor. Alle Wesen Narnias glauben, Aslan zu sehen und folglich seinen Befehlen zu gehorchen...

In diesem Moment merkt man, wie ernst es steht. Die Wesen von Narnia arbeiten im Akkord, lassen sich schinden von den profitgierigen Calormenen, sie ignorieren ihren verehrten König – alles im Namen des falschen Aslan. Allein um den Löwen zu sehen, lassen sie sich von Shift schikanieren.

In der Nacht, gefesselt und allein gelassen, ruft Tirian verzweifelt nach Hilfe. Im Traum erscheint Tirian am Tisch von Digory Kirke (siehe „Das Wunder von Narnia“) und dort sind auf wundersame Weise gerade alle Freunde von Narnia versammelt: Digory und Polly, Peter, Edmund und Lucy, sowie Eustace und Jill. Am nächsten Morgen bekommt Tirian die ersehnte Hilfe – Eustace und Jill befreien ihn und sie bringen sich alle in Sicherheit. Es beginnt die Planung, wie dem Affen und seinen Machenschaften beizukommen ist…

Wer glaubt, dass es jetzt besser wird, hat noch einen langen Weg vor sich. In den anderen Büchern war dies immer der Zeitpunkt, an dem sich alles zum Besseren wandte. Und für eine kurze Zeit gibt es auch einen Hoffnungsschimmer – die drei bekommen Unterstützung, sogar Puzzle können sie auf ihre Seite ziehen.

Kurz darauf kommt der Moment, an dem man merkt, dass „Der letzte Kampf“ nicht gut ausgehen kann. Tirian, die Kinder und Puzzle treffen auf eine Gruppe von Zwergen, die von Calormenen in die Sklaverei geführt werden. Ohne lange zu zögern, greifen die Helden ein und befreien die Zwerge. Doch als Tirian ihnen mit Hilfe von Puzzle zeigt, wie sie hereingelegt wurden, sind sie nicht begeistert. Sie haben ihren Glauben in den wahren Aslan verloren und kehren jedwedem Glauben den Rücken zu. So steht Tirian trotz aufgedecktem Schwindel weiterhin mit leeren Händen da.

Selbst an dieser Stelle ist man noch nicht am Tiefpunkt angelangt. Doch der Ausgang des Buches, der hier nicht verraten werden soll, überrascht den Leser doch sehr. Wenn man aber bedenkt, dass Lewis dieses Buch mit „Das Wunder von Narnia“ zum Schluß als Rahmen um die anderen Bände geschrieben hat, so ist das Ende ganz klar. Wiederum fließt sehr viel vom seinem christlichen Glauben ein.

„Der letzte Kampf“ ist ein würdiger Abschluss der Narnia-Reihe. Es gibt noch mal ein Wiedersehen mit allen geliebten Charakteren. Und man kann sich tränenreich und glücklich von ihnen verabschieden.

Die Welt von Narnia ist die kleine Wundertruhe von Jack Lewis. Dort hat er alle seine Kinderträume und -fantasien in Sicherheit untergebracht, er hat seinem Glauben an das Gute und an Gott ein Zuhause gegeben. Und was das Wichtigste ist: Er hat seine Wundertruhe mit der Welt geteilt.

C.S. Lewis: "Der letzte Kampf"
Roman, Softcover, 427 Seiten
Ueberreuter 2004

ISBN 3-8000-5004-8

Weitere Bücher von C.S. Lewis:
 - Das Wunder von Narnia
 - Der König von Narnia
 - Der Ritt nach Narnia
 - Der silberne Sessel
 - Die Reise auf der Morgenröte
 - Prinz Kaspian von Narnia

Leserrezensionen

Leserrezensionen
11.04.09, 11:49 Uhr
MICHI
unregistriert


Voll cooles Buch !
Es lohnt sich