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rezensiert von Susi Feistel
Anm.: Diese Rezension bezieht sich auf die englischsprachige Originalversion "The Lion, the Witch and the Wardrobe" und nicht die deutsche Übersetzung.
Schon als kleiner Junge war Clive Staples Lewis, der lieber Jack genannt wurde, begeistert von Märchen, Mythen und Sagen. Sein irisches Kindermädchen erzählte ihm diese Geschichten und schon damals entstanden die ersten Ideen für „Narnia“. Vierzig Jahre lang bis zum Zweiten Weltkrieg war das Ideen sammeln, das Einzige was Lewis wegen Narnia getan hat.
Dann, als wegen der deutschen Bombardierungen die Städte evakuiert und die Kinder auf’s Land gebracht wurden, hatte auch Lewis in seinem Landhaus vier Kinder zu Gast. Durch die Geschichten, die diese Kinder erzählten, beschloss auch er seine Ideen endlich aufzuschreiben. Es dauerte weitere zwölf Jahre mit mehreren Aussetzern bis das Buch "The Lion, The Witch and The Wardrobe" fertig war. Seine Freunde, u.a. auch JRR Tolkien, rieten ihm von einer Publikation ab – ein Kinderbuch könnte seinen Ruf als seriöser Autor schädigen.
Die Geschichte des Buches handelt von vier Kindern: Peter, Susan, Edmund und Lucy, die während der Bombardierungen im Landhaus von Professor Kirke (siehe "Das Wunder von Narnia") unterkommen. In einem der vielen Zimmer entdecken sie einen magischen Wandschrank, der in die Welt von Narnia führt. Dort gibt es freundliche Faune und Dryaden, sprechende Tiere und diverse andere Fabelwesen.
Doch nicht alles ist gut in Narnia: Die böse weiße Hexe (siehe "Das Wunder von Narnia") hat einen Zauber über das Land gelegt. Es ist immer Winter, aber niemals Weihnachten. Weil Edmund unter den Bann der bösen Hexe geraten ist, müssen die anderen drei sich überlegen, wie sie gegen die Hexe antreten können. Und wenn sie schon mal dabei sind, können sie auch gleich Narnia mit befreien.
Tolkien kritisierte, dass zu viele, zum teil fantastische Elemente das Buch überladen würden: Fabelwesen, sprechende Tiere, Kinder als Hauptfiguren, eine böse Hexe, der Weihnachtsmann, der Löwe Aslan... doch wenn man das Buch liest, scheint dieser Kritikpunkt unwichtig. Sobald man akzeptiert, dass es sich um eine Phantasie-Welt handelt, ist es egal wie viele ungewöhnliche Figuren vorkommen. Im Gegenteil – gerade die Vielfalt an Gestalten ist ein definitiver Pluspunkt der Bücher (mein persönlicher Favorit ist der Marshwiggle Puddleglum aus "Der silberne Sessel"). Man weiß nie was einen als Nächstes erwartet.
Während sich die Kinder auf die Konfrontation mit der Hexe vorbereiten, erreicht sie die Nachricht, dass auch der Löwe Aslan, König von Narnia, erscheinen wird. Sie treffen sich mit ihm und Edmund kann aus den Händen der Hexe befreit werden. Die Hexe bittet Aslan um Verhandlungen. Nach einem uralten Gesetz gehört Edmund oder ein entsprechender Ersatz der Hexe. Um den Jungen zu retten, liefert Aslan sich selbst an die Hexe als Ersatz aus.
Hier kommt wieder ein deutlicher Punkt, in dem Lewis Aspekte aus der Bibel einbringt. Während im "Wunder von Narnia" die Schöpfungsgeschichte angedeutet wird, ist es in der "König" die Kreuzigung und Wiederauferstehung von Jesus: In einem Ritual tötet die Hexe Aslan. Er stirbt allein, nur Susan und Lucy sind in der Nähe und finden ihn tot auf. Zunächst sieht die Situation hoffnungslos aus, doch bei Morgengrauen wird Aslan wieder belebt – durch uralte Magie, die vor Anbeginn der Zeit entstand.
Zusammen mit allen guten Wesen von Narnia besiegen die Kinder und Aslan die böse Hexe. Der Löwe bestimmt die Kinder zu den neuen Herrschern über Narnia und ein goldenes Zeitalter bricht an. Erst viele Jahre später, als die vier ihre Herkunft schon fast vergessen haben, kehren sie durch einen Zufall wieder in unsere Welt zurück – und es ist kein Jahr vergangen...
Insgesamt ist es ein rundum gelungenes Kinderbuch, mit ein paar ernsteren Untertönen. Die Kinder sind glaubwürdig, die Charaktere sympathisch und die Hexe wirklich eiskalt böse. Die Geschichte ist zwar einfach und linear, dafür aber spannend und liebevoll geschrieben. An vielen kleinen Details merkt man, das dieses Buch Lewis sehr am Herzen lag. Dass er es trotz aller Warnungen und Kritik veröffentlicht hat, ist, wie die Geschichte bewiesen hat, die richtige Entscheidung gewesen.
C.S. Lewis: "Der König von Narnia"
Roman, Softcover, 168 Seiten
Ueberreuter
ISBN 3-8000-2044-0
Leserrezensionen
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03.01.06, 02:03 Uhr
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omfik
unregistriert
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Dieses Buch hab' ich als Kind mehrmals gelesen. Ich finde es absolut toll (viel toller als z.B. Harry Potter). Die ganze Buchserie ist empfehlenswert. Schade nur, dass dieses Buch schon verfilmt wurde. Die Kinder werden der Möglichkeit beraubt, diese phantasievolle Welt auf eigene Faust zu entdecken.
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14.01.06, 22:06 Uhr
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hopeful
unregistriert
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Auch als jugendlicher und erwachsener sind die Narniabücher der absolute wahnsinn, es ist spannend und man ist sofort in einer anderen welt-in narnia. Besonders cool sind die christlichen aspekte die fabelhaft in eine fantasiewelt transformiert wurden. C:s. Lewis ist nicht ohne Grund einer meiner Lieblingsautoren!
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