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rezensiert von Susi Feistel
Anm.: Diese Rezension bezieht sich auf die englischsprachige Originalversion "The Magician’s Nephew" und nicht die deutsche Übersetzung.
In der Zeit von Sherlock Holmes treffen sich am Zaun, zwischen zwei der unendlich vielen Reihenhäuser in London, die Nachbarskinder Digory Kirke und Polly Plummer zum ersten Mal. Es ist Sommer, Schulferien und damals gab es weder Fernseher noch Computer. Was gibt es besseres als auf Entdeckungstour durch die dunklen Winkel der Häuser zu kriechen...
Digorys Onkel Andrew ist ein seltsamer Zeitgenosse. Er schließt sich stundenlang in seinem Arbeitszimmer ein und murmelt unverständliches Zeug. Gerade in eben dieses Arbeitszimmer platzen die beiden Kinder bei ihrer Tour hinein und treffen auf den mysteriösen Onkel...
Bis zu diesem Punkt ist das Buch ein relativ unspektakuläres Kinder-in-den-Schulferien-Buch. Doch kurz darauf ist man tief in Fantasy versunken: Onkel Andrew hat ein paar magische Ringe, von denen er aber nicht genau weiß, was sie bewirken. Er trickst die Kinder aus und benutzt sie als intelligente Testobjekte. Kaum haben Polly und Digory die Ringe an ihren Fingern, finden sie sich in einer anderen Welt wieder. Sie treffen auf eine böse Hexe, die ganze Städte und ihre Bewohner auf einen Wink hin auslöscht.
Die Flucht vor der Hexe gestaltet sich reichlich chaotisch, um nicht zu sagen gefährlich. Schließlich landen Digory, Polly, die Hexe und sogar Onkel Andrew in einer weiteren magischen Welt. Dort erleben sie die Entstehung von Narnia mit. Am Ende, wenn alle wieder zuhause sind, schafft Digory die Voraussetzung für "Der König von Narnia".
Im Sinne der Geschichte von Narnia ist "Das Wunder von Narnia" das erste Buch der Reihe. C.S. Lewis hat es aber, zusammen mit "Der letzte Kampf", dem Abschluss der Reihe, als Letztes geschrieben. Beide Bücher bilden den Rahmen um die anderen Geschichten. Nur in diesen beiden werden Digory und Polly namentlich erwähnt, nachträglich angehängt, um das Werk abzurunden.
Und so liest es sich auch: Als ob der Autor Lücken stopfen wollte, seine besten Ideen aber schon umgesetzt hatte. Es ist das "Prequel" zum eigentlichen Hauptwerk "Der König von Narnia", welches Lewis zuerst geschrieben hat und in dem viele seiner besten Ideen und Charaktere vorkommen.
Auch im Vergleich zu dem "Ritt nach Narnia" oder auch "Prinz Kaspian von Narnia" wirkt dieses Buch etwas blasser und eher unausgeglichen. Die Kinder Digory und Polly sind zwar sympathisch und natürlich, haben aber kaum Eigenheiten, wie es später Peter, Edmund oder Lucy haben.
Dennoch ist das Kinderbuch reich an Phantasie und gut zu lesen, auch für ältere Semester. Mit Aslan und der Schöpfung von Narnia bringt Lewis Einiges an christlichem Gedankengut unter. Mit der Nebenhandlung um Digorys Mutter scheint er den Tod seiner eigenen Mutter (Sie starb als Lewis zehn war) zu verarbeiten.
Das Buch sollte auf keinen Fall ausgelassen werden, auch wenn ich persönlich empfehlen würde, es erst nach "Der König von Narnia" zu lesen. Erst mit dem "König" bekommt man ein Gefühl für die Welt, die in das "Wunder" geschaffen wird; welche Rolle die Charaktere, die dort vorkommen, spielen (werden).
Wenn man bedenkt, dass die Narnia-Bücher in den fünfziger Jahren erschienen sind, dann sind sie wirklich etwas Besonderes. Fantasy-Literatur dieser Art steckte damals noch in den Kinderschuhen. "Der Herr der Ringe" von J.R.R. Tolkien kam erst vier Jahre nach dem ersten Narnia-Buch heraus, ein Jahr vor "Das Wunder von Narnia". Kaum jemand interessierte sich für fantastische Literatur.
Tolkien und Lewis, die befreundet waren, ebneten mit ihren Werken den Weg für abertausende Fantasy- und SF-Bücher. Doch während ihre Nachfolger oftmals schnell wieder in der Versenkung verschwanden, hielten sich die beiden "Klassiker" bis heute. Sie haben ihre Klasse und Beständigkeit über die Jahrzehnte hinweg bewiesen.
C.S. Lewis: "Das Wunder von Narnia"
Roman, Softcover
Ueberreuter 144
ISBN 3-8000-2043-2
Leserrezensionen
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03.01.06, 18:07 Uhr
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siweL<---
unregistriert
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Dieses Buch ist nur mit einem Wort zu Beschreiben ==)Geil(== denn es wird nicht nur die Geschichte der Entschtheung von Narnia erklärt sondern auch noch viele andere Kleinigkeiten (wie z.B. die Geschichte wie der Schrank enstanden ist womit in den späteren Ausgaben noch viele Kinder in die Welt Narnia reisten)die man wärend der anderen Bücher-wenn man sie liest-auch wiederfindet.
Fazit: Dieses Buch ist einfach nur gut und auch Kinder Können dieses und die anderen Narnia-Bücher ohne Probleme durchlesen da es leicht zu verstehen und ist und auch nicht zu viele Seiten hatt.
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