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Christian Montillon

"Der Weg zur Quelle"

Leserrezensionen

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Leserrezensionen
28.08.06, 23:58 Uhr
Florian Hilleberg
unregistriert


Mit diesem Werk schrieb Christian Montillon sein erstes eigenes Hardcover. Bei Band 09 war er Co-Autor von Dario Vandis und bei Band 14 war die Grundgeschichte ja bereits von Susanne Wiemer vorgegeben. Doch in diesem Buch kann der Autor in die Vollen schöpfen, zumal die Handlung im tiefen Mittelalter angesiedelt ist und von einer Person handelt, welche Christian Montillon selber erfunden hat: Andrew Millings. Hier heißt er jedoch noch Arthur und der Leser erfährt wie der geheimnisumwitterte Mann zum Dämonenjäger und darüber hinaus unsterblich wurde. Nebenbei treten auch einige alte Bekannte auf, nämlich niemand anderes als Merlin und der Erbfolger Llewelyn in zweien seiner Inkarnationen. All diese Figuren wurden in einen spannenden historischen Roman eingewoben, dessen Hintergrund wie immer hervorragend recherchiert wurde. Natürlich spielen Zamorra und Nicole in diesem Buch nicht mit, was aber der Spannung keinen Abbruch tut, denn gerade diese Spin-Off-Romane machen ja den Reiz dieser Reihe aus und sollen den Protagonisten der Zamorra-Serie einen Hintergrund und eine Vergangenheit geben, was aufgrund des engen Rahmens in der Heftserie selber nicht immer möglich ist. Dabei wird Arthur als ein sympathischer Zeitgenosse dargestellt, welcher das gesamte Leid der Langlebigkeit durchlebt und reflektiert, denn im Gegensatz zu ihm altert seine Lebensgefährtin und stirbt schließlich, während er selber jung und kräftig bleibt. Doch er nimmt den Kampf auf und bietet zusammen mit Eckehardt den Dämonen die Stirn. Doch die Höllensöhne schmieden ein finsteres Komplott und die Intrigen, die der Autor seine Dämonen spinnen lässt könnten von Asmodis selbst stammen. Auch ich als Leser wurde hinters Licht geführt und in Sicherheit gewiegt. Das einzige Manko an dem Roman war, dass man als eifriger Leser der Zamorra-Hefte natürlich wusste, dass Arthur überleben würde und schlussendlich auch die Unsterblichkeit erringen muss, sonst könnten wir ihn ja in der Gegenwart nicht mehr erleben. Dennoch fiebert man innerlich mit Arthur mit und hofft auf einen glücklichen Ausgang des Geschehens.
Am Ende des Buches war ich sogar der Ansicht, dass selbst diese 250 Seiten dem Autor nicht ausgereicht haben, denn einige Szenen hätten ruhig noch ausführlicher dargestellt werden dürfen. Anhand dieses Buches wird wieder die Vorliebe des Schriftstellers für die legendäre Serie „Macabros“ deutlich, denn jedes Kapitel wird mit einem treffenden Zitat aus der Serie eingeläutet, wobei die Auszüge aus den Romane sogar chronologisch eingesetzt wurden und gewisse Parallelen zwischen den Schicksalen der Dämonenjäger Arthur und Björn Hellmark offenbar werden.
Alles in allem ein hervorragender Roman, welcher Christian Montillons Figur Andrew Millings die nötige Tiefe verleiht, um manche Handlungsweise dieses Charakters besser verstehen zu können und dabei auch noch eine der besten Fantasy-Heftserien ehrt.

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