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28.08.06, 23:43 Uhr
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Florian Hilleberg
unregistriert
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Peter Schmidts Roman stellt einen rasanten Cocktail aus „Jurassic Park“ und „Die Herrschaft des Feuers“ dar. Dabei hat der Roman nur einen sehr geringen Umfang von gerade mal 204 Seiten, was dazu führt, dass die Handlung in einem irrsinnigen Tempo abläuft und der Leser kaum Zeit hat Luft zu holen und die Handlung zu reflektieren. Genau so wenig wie die Protagonisten, die ebenso von einer Szene in die andere geworfen werden und die gesamte Zeit über sehr farblos bleiben. Auch die Charakterisierung der Akteure bleibt leider überaus klischeehaft und der Leser weiß recht schnell, wer hinter den Ereignissen stecken muss. Dadurch wurde auch das Krimi-Element verschenkt und ungenügend ausgereizt. Aus der Frage nach der Herkunft dieser Ungeheuer hätte man durchaus mehr machen können. Dabei ist das Grundgerüst des Romans durchaus spannend und gelungen: Ein pseudowissen¬schaftlicher Aufhänger, der mit der Angst der Menschen vor unbedachten Genmanipulationen spielt, ein wenig pompös vielleicht, wenn man bedenkt, dass gleich eine ganze Armee von ausgestorbenen Riesenechsen durch die Lüfte gleitet. Das Endzeit-Szenario ist ebenfalls sehr eindringlich beschrieben worden. Militär, welches die Zivilisten mahnt in den Häusern zu bleiben, sich selbst aber recht hilflos gegenüber den Monstern zeigt, was dazu führt, dass sich die beherzten Bürger selbst zu helfen versuchen. Natürlich fehlen auch die Untergangs¬propheten nicht, die dieses Mal in Form von Mitgliedern eines Vereins für Drachen auftreten. Dadurch bekommt der Roman einen Hauch von Mystik. Ein weiterer Reiz dieses Romans ist der, dass der Autor offen lässt in welcher deutschen Stadt das Grauen hereinbricht. So kann man selber entscheiden, ob man sich in der belagerten Stadt wähnt oder nicht. Die Innenillustration mag mir dieses Mal nicht zu gefallen, wirkt es auf mich doch eher wie einem Kinderbuch entliehen, zumal nichts anderes zu sehen ist, als auf dem vielfarbigen Cover. Fazit: Ein spannendes, rasantes Endzeit-Szenario, welches weit hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt und dabei kaum eigene Ideen zu entwickeln vermag. Für einen verregneten Nachmittag aber durchaus geeignet, wenn man Gefallen an den obern erwähnten Filmen findet.
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