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Steven Spielberg

von Jenny Naumann, Timo Hagedorn

 Biographie
"Meine Droge heißt Film", sagt Steven Spielberg über sich selbst. Das ist vielleicht eine Erklärung dafür, dass er zu den wohl talentiertesten Regisseuren, Produzenten und Drehbuchautoren im Filmgeschäft gehört. Außergewöhnlich erfolgreiche Filme wie „Der weiße Hai", "E. T. – Der Außerirdische" und "Jurassic Park" prägten das Regisseurdasein Spielbergs seit den siebziger Jahren. Neben seinem Talent war es auch bereits in jungen Jahren sein Ehrgeiz, der ihm immer hat größere Erfolge erzielen lassen.

Spielberg wurde als Sohn eines Elektroingenieurs und einer Konzertpianistin in Cincinnati geboren und stammt aus einer jüdischen Familie. Er wuchs in einer Stadt in New Jersey auf. Aber auch in Scottsdale – das liegt in Arizona – und dem kalifornischen Saratoga verbrachte er viele Jahre seiner Jugend, wo er auch die High School besuchte. Am California State College in Long Beach absolvierte er ein Englischstudium.

Die Kamera hielt Spielberg schon mit 11 Jahren in den Händen – zunächst beschränkte sich sein Können auf kleine Amateurfilme. Bereits im Alter von nur 13 Jahren inszenierte er jedoch schon einen eigenen 40-minütigen Film: "Escape to Nowhere". Mit diesem Streifen staubte er seine allererste Auszeichnung ab.

1968 schaffte es der damals 22-Jährige zum ersten Mal, einen Film auf der Leinwand flimmern zu lassen: Mit "Amblin'" hat er sich die Türen nach Hollywood selbst geöffnet und direkt einen Sieben-Jahres-Vertrag mit den Universal Studios abgeschlossen. Dort wurde er zunächst mit der Inszenierung von Fernsehfilmen und –serien eingesetzt, unter anderem inszenierte er eine der ersten Folgen der legendären Serie "Columbo". Bereits bei dem Actionfilm Duell, einer Arbeit für das Fernsehen, die 1983 auch in die Kinos kam, trat Spielbergs Fähigkeit zutage, alltäglichen Situationen Spannung zu verleihen. Auch mit dem Film "The Sugarland Express" konnte er für Aufsehen im Fernsehen sorgen.

Auch auf der Leinwand konnte er unzählige Kinobesucher in den Bann seiner aufrichtigen Produktionen ziehen. 1993 mit "Schindlers Liste" und 5 Jahre später mit dem Anti-Kriegsfilm "Der Soldat James Ryan". Für diese Meisterwerke erhielt Spielberg insgesamt drei Oscars für die beste Regie und den besten Film. Neben diesen drei hochkarätigen Preisen konnte er im Laufe der Zeit auch immer wieder Auszeichnungen diverser Jurys abstauben. Dieser Erfolg ist unvorstellbar, wenn man sich vor Augen führt, dass der 1946 in Ohio geborene Steven Spielberg aufgrund seiner Noten an einer Filmhochschule nicht aufgenommen wurde. Sein Ehrgeiz und sein Talent waren so ausgeprägt, dass ihn internationale Kritiker zu Recht als "Wunderkind" bezeichneten. Zu seinem Freundeskreis zählen Regisseure wie George Lucas, Chris Columbus, Barry Levinson sowie die Schauspieler Tom Hanks und Tom Cruise.

Für Spielberg gibt es nur zwei Arten von Filmen: "Man kann zwei Arten von Filmen machen: unterhaltende, die möglichst vielen Menschen gefallen, oder Filme, die mir gefallen und etwas über die Welt aussagen." Zu letzteren zählt eventuell auch seine Neuverfilmung des H. G. Wells Klassikers "Krieg der Welten". Das jedoch solle jeder einzelne des Publikums für sich entscheiden: "Es liegt am Kinopublikum, die Wahrheiten zu erkennen, und jene Dinge, die mit der heutigen Gesellschaft zu tun haben, mit den fiktiven zu vergleichen."