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Crusade Episodenguide |
1x15 "Value Judgements"
[dt. Titel noch nicht festgelegt]
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Die Excalibur liegt vor der Raumstation Tariff´s Kolonie, einer typischen EA-Raumstation, Babylon 5 nicht ganz unähnlich, im Orbit eines Mondes.
Während Eilerson mit seinem IPX-Team bereits auf dem Mond bei einem dort entdeckten archäologischen Relikt ist, schlägt sich Gideon mit dem Gouverneur um den Zugang für die Personen der Erdstreitkräfte herum. Sie sollen für den Zugang bezahlen. IPX, erklärt der Gouverneur, habe mit ihnen eine Sonderabmachung, die Erd-Regierung dagegen nicht.
Gideon überredet den Gouverneur zu einem Pokerspiel. Sollte er gewinnen – woran kein Zweifel besteht, denn es ist Freitag, und freitags gewinnt er immer – muss er die Gebühr nicht bezahlen.
Eilerson und seine Leute haben derweil in einem Minentunnel eine Tür gefunden, die eine Aufschrift trägt, die Eilerson damit übersetzt, dass das was man dahinter finde "eines jeden Leben bereichern" soll. Gideon verspricht, so schnell wie möglich nachzukommen. Während die IPX-Leute dabei sind, die Tür und die Umgebung näher zu untersuchen, geht von der Tür eine Schockwelle aus, die zwei Mitarbeiter schwer verletzt.
Als die Mitarbeiter auf der Excalibur untersucht werden, stellt Dr. Chambers fest, dass eine telepathische Gedankenexplosion die Männer so schwer verletzt hat. Lt. Matheson bestätigt das. Offenbar gäbe es hinter der Tür ein Verteidigungssystem in Form einer telepathischen Blockade. Er habe gehört, dass es ältere Völker gab, die so etwas errichten konnten. Er müsse sich das erst ansehen, bevor er sagen könne, ob sie zu überwinden sei.
Unterdessen spielt Gideon mit dem Gouverneur um den Zugang zum Mond und gewinnt natürlich – es ist ja Freitag. Der Gouverneur ist erstaunt über Gideons Spiel und sagt, man könne fast meinen, es mit einem Telepathen zu tun zu haben. Nebenbei erfährt Gideon dann, dass man Telepathen auf der Kolonie nicht möge, es gäbe nur einen einzigen hier, der Al heiße und von dem man sich fernhalte.
Nachdem Gideon gehört hat, was passiert ist, fliegt er zunächst ohne Matheson auf den Mond, wo Dureena und Eilerson sich den Ort gerade ansehen. Dureena stellt fest, dass das Schloss der Tür nur eine Finte ist, mit der die Leute sich solange aufhalten sollen, bis das telepathische System ausgelöst wird. Sie schlägt vor, doch Matheson herzubringen. Sie wurden allerdings bei ihren Bemühungen beobachtet.
Auf der Station haben sich nun einige Verbrecher versammelt die mutmaßen, dass es in der Höhle auf dem Mond etwas Wertvolles geben muss, das sie in ihren Besitz bringen sollten.
Inzwischen sind auch Chambers und Matheson auf dem Mond eingetroffen. Matheson scannt das Schloss und stellt fest, dass mindestens ein P12 notwendig sei, um die Blockade zu überwinden, er sei aber nur ein P6. Da fällt Gideon der Telepath von der Kolonie ein und sie beschließen, Al zu besuchen.
Auf dem Weg durch die Station macht Gideon Matheson, der sagt, er hätte den Unfall vielleicht verhindern können, klar, dass er ihn bewusst nicht beim ersten Anlauf mit zu der Höhle genommen habe. Sein Schiff sei bei Matheson in den allerbesten Händen wenn ihm selber etwas passiere. Und die Mission wäre wichtiger als das Leben einzelner.
Man sieht ein Appartement mit virtuellem Kamin und aufgestellten Erinnerungsstücken. Man hört eine Stimme, die einen Urteilsspruch verkündet, den Angeklagten aller Ränge und Befugnisse sowie der Mitgliedschaft im Psi-Corps enthebt wegen des Abschlachtens unschuldiger nichttelepathischer Mitbürger während seiner früheren Tätigkeit bei der Metapol. Im weiteren Verlauf kommt ganz langsam Alfred Bester ins Bild, der es sich in einem Sessel gemütlich gemacht hat und durchaus zufrieden ausschaut, als er sich selbst auf "Nicht schuldig" plädieren hört.
Jetzt sind die Stimmen des Excalibur-Teams im Korridor zu hören. Bevor Gideon an Besters Appartement klingeln kann, wird die Tür geöffnet. Bester begrüßt jeden mit Namen. Mathesons Gesicht spiegelt Wiedererkennen und wachsendes Entsetzen. Dann ruft er Besters Namen aus und Gideon schaut erstaunt. Matheson beschwört Gideon, Bester als Kriegsverbrecher in Haft zu nehmen. Bester dagegen lädt die Crew zum Tee ein und geht in sein Appartement zurück, gefolgt von Eilersen. Matheson ist weiterhin entsetzt, einen gesuchten Kriegsverbrecher dürfe man keinesfalls um Hilfe bitten. Gideon aber will zunächst alle Möglichkeiten in Erwägung ziehen und geht ebenfalls, gefolgt von den anderen, Matheson zögert deutlich länger, hinter Bester her.
Gideon macht Bester klar, dass es ein Problem sei, ihn in ihr Vorhaben bezüglich des Fundes zu integrieren wenn er ein Flüchtiger sei. Man debattiert nun ein wenig über die Frage von Besters Schuld. Bester erklärt, dass immer diejenigen, die einen Krieg gewinnen die Geschichte schreiben würden, man Sündenböcke bräuchte und - die der Sicht des Gewinners nach - Schuldigen bestraft würden.
Schließlich unterbricht Eilersen das Ganze und erinnert daran, weswegen sie hier seien. Diese Debatte hätte nicht das Geringste damit zu tun, sie brauchten Bester für eine bestimmte Aufgabe.
Bester stellt natürlich eine Bedingung. Er werde helfen, wenn man ihn auf der Excalibur, wo niemand einen Kriegsverbrecher vermuten würde, mitnähme zu seinem nächsten Ziel. Das will Gideon natürlich zunächst mit den anderen besprechen und Bester verschwindet in einem Nebenraum.
Unterdessen erhält in einem schwarzen Schiff - offenbar Erd-Design – ein Pilot von dem eines zweiten Schiffes die Durchsage, man habe Bester ausfindig gemacht, eine Einsatztruppe zur Gefangennahme sei bereit. Der erste Pilot wird die Meldung an "Top-Dog" weiterleiten.
Dureena hält die Mission für wichtiger als alles andere und da die Informationen der Rangers bezüglich dessen, was in der Höhle zu finden sei, sehr viel versprechend sind, will sie Bester engagieren – zumal ja niemand definitiv wisse, ob die Anschuldigungen überhaupt haltbar seien. Matheson jedoch ist sicher, dass sie das sind und schlägt vor, einen anderen Telepathen her zu ordern, dass bedeute lediglich einige Tage Verzögerung. Gideon ist bereit, sich um Mathesons Willen, schließlich vertraue er ihm, auf diesen Vorschlag einzulassen.
Inzwischen hat aber Bester über ein kleines Kommunikationsgerät die Warnung erhalten, dass ein Verfolgungsteam in der Nähe sei. So geht er zu den anderen und sagt, er sei bereit zu helfen, nicht zuletzt, da er auch etwas für die Telepathen auf der Erde tue, wenn dadurch ein Heilmittel gefunden werde. Als Gideon etwas einwenden will, erpresst Bester ihn indem er ankündigt, wenn er gefangen genommen würde, werde er Matheson als Verschwörer in der Telepathenkrise belasten. Gideon schaut auf Matheson und registriert, dass er einen völlig geschlagenen Eindruck macht.
Sie kehren nun also gemeinsam zur Höhle zurück. Bester gelingt es, das telepathische Siegel zu überwinden. Hinter der Tür finden sie eine leere, in den Stein gehauene Höhle, in deren hinterem Ende ein kleiner Wasserfall auf smaragdgrüne Steine plätschert. Dr. Chambers´ Enttäuschung belächelnd stellt Dureena fest, dass die Menschen völlig die Möglichkeiten der Natur, und damit die natürlichen Heilmittel, vergessen hätten. Daraufhin sammelt sie mit Dr. Chambers Wasser- und Gesteinsproben. Sie verlassen die Höhle, doch Eilerson schaut sich noch um in der Hoffnung, doch noch irgendetwas Wertvolles zu entdecken. Und tatsächlich registriert er im Boden eine kleine Schriftrolle. Er gräbt sie aus und kann nur noch sehr knapp durch die sich inzwischen schließende Tür schlüpfen. Er hoffe, erklärt er Gideon, auf der Rolle irgendwelche Instruktionen zu finden.
Das Team fliegt mit dem Shuttle zurück zur Raumstation. Als sie dort ankommen werden sie von 12, meist bewaffneten, Personen angegriffen. Es ist die Bande, die bei dem Team einen Schatz vermutet. Es kommt zu einem Gefecht zwischen den Gruppen. Während Matheson Gideon vor einer Messerattacke bewahrt, wird er selbst von hinten angegriffen. Der Angreifer wird jedoch von Bester vermittels einer telepathischen Attacke außer Gefecht gesetzt. Matheson schaut in die Runde und alle begreifen, dass Bester soeben Matheson das Leben rettete. Die anderen Angreifer verziehen sich.
Die Excalibur springt in den Hyperraum. Dr. Chambers und Dureena sind mit den Analysen beschäftigt. Als sie nur noch auf die Ergebnisse warten können, kommt Eilersen herein. Er hat die Schriftrolle übersetzt. Man habe, heißt es, den Ort verlassen, da man ihn nicht länger benötige. Sie hätten sich soweit entwickelt, dass sie jetzt zeit- und körperlos seien und perfekt. So würden sie die Quelle zurücklassen. Sie wüssten nicht, woher sie käme und was sie bewirke, sie helfe aber, das Leben zu verlängern und Krankheiten zu lindern.
Bester wartet unterdessen auf dem Flugdeck, wo Matheson zu ihm kommt um ihm mitzuteilen, dass sein Shuttle bereit sei. Bester möchte von Matheson wissen, wie es denn bei den Erd-Streitkräften sei. Matheson berichtet, er sei sehr glücklich, was er im Psi-Corps nicht war. Es sei genau so, wie er es erträumt habe. Trotz all des Misstrauens und der Diskriminierung, fragt Bester. Er genieße jetzt mehr Vertrauen als im Corps, erwidert Matheson. Sein Captain und das Team würden niemals denken, dass er sie betrüge. Das Corps dagegen hätte ihn immer getestet, immer in Frage gestellt. Sie hätten sich halt vor Personen von außen, die sie nicht verstanden hätten schützen müssen, ebenso wie vor Internen, die kein Teil von ihnen sein wollten, verteidigt Bester dieses Vorgehen. Was denn die Alternative sei, fragt er, unter Normalen zu leben, die sie niemals verstehen würden? Er habe der Intoleranz seit mehr Jahren ins Gesicht geblickt als Matheson leben würde.
Aber die Dinge würden sich ändern, stellt Matheson fest und will noch wissen, warum Bester ihm das Leben gerettet habe. Weil Matheson ein Telepath sei, erklärt Bester, und er ein Psi-Cop wurde um die Telepathen zu beschützen. Auch wenn es das Corps nicht mehr gäbe bliebe er das. Er sei so erzogen worden. Es sei das Richtige, die Familie zu beschützen. Und deshalb habe er in der Telepathen-Krise gemordet, fragt Matheson nun. Er habe getan, was notwendig war, sagt Bester. Es habe auf beiden Seiten Opfer gegeben, der Unterschied sei, dass man als Sieger ein Held und als Verlierer ein Krimineller wäre. Er habe alles was er tat für seine Leute getan. Wenn er aber davonrenne müsse er doch schuldig sein, stellt Matheson nun fest. Jetzt lacht Bester. Er erinnere sich noch gut, wenn man jung sei schienen die Dinge einfacher zu sein. Er erinnere sich an seinen Mentor, Sandoval Bey, er hätte nie gewusst, wann man bleiben und wann man rennen müsse, er sei unschuldig gewesen und doch von den Normalen getötet worden. Er dagegen würde weglaufen vor den Normalen, den falschen Leuten mit den falschen Intentionen Telepathen gegenüber.
Gideon fragt Dr. Cambers nach dem Ergebnis der Analyse. Sie kann berichten, dass sie das wirkungsvollste Schmerzmittel gefunden hätten, das es je gab. Damit sei zumindest das Leiden nach Ausbruch der Seuchensymptome deutlich zu mindern, einige Symptome könnten vielleicht sogar unterdrückt werden, was die Lebensspanne um ein halbes Jahr verlängern könnte. Gideon ist zufrieden. Dann hätten sie ja das Richtige getan. Das hätten sie wohl, gibt Dr. Chambers zu, aber sie wisse nicht, ob dass was sie jetzt täten auch richtig sei. Sie würden ihr Wort halten, sagt Gideon, und Bester am Rendezvous-Punkt rauslassen. Auch wenn das Halten eines Versprechen dann das ehrenwerteste sei, was sie an diesem Tag gemacht hätten.
Die Excalibur stoppt und ein kleines Shuttle verlässt das Schiff. Gideon und Matheson beobachten es von der Brücke aus. Er habe nur für 24 Stunden Sauerstoff an Bord, stellt Gideon fest und fragt sich, ob man Besters Schicksal nicht mit einem Schuss aus der Bugkanone besiegeln solle. Matheson hört Besters Worte über seinen Mentor und schüttelt den Kopf. Damit würden sie sich nur auf sein Niveau begeben. Irgendjemand würde ihn schon vor Gericht bringen, wo er seine gerechte Strafe erhielte. Gideon stimmt Matheson zu und die Excalibur setzt Kurs.
Kurz darauf hält ein Psi-Corps-Mutterschiff bei dem kleinen Shuttle an. Ein ehemaliger Psi-Cop begrüßt Bester, den er seit drei Jahren nicht gesehen hat. Es sei ein gutes Gefühl, stellt Bester fest, eine handvoll Großkampfschiffe in guten Händen zu wissen. Der Kollege sagt, sie hätten ihm zu danken. Bester tut das ab. Es sei einfach gewesen, da die Regierung nie zugegeben habe, Kampfschiffe für das Corps gebaut zu haben, könnten sie jetzt ja schlecht Truppen aussenden, diese zu suchen. Und wenn die Zeit gekommen sei hätten sie Waffen, um zurückzuschlagen.
Die beiden schwarzen Schiffe erreichen Tariff´s Kolonie. Man stellt fest, dass Bester wieder verschwunden ist. Einer der Piloten muss "Top Dog" unterrichten. Er errichtet eine Verbindung zum Mars-Dome: "Als wir die Kolonie erreichten war Al Bester nicht hier. Es gibt keine Aufzeichnungen, denen nach er sie verlassen hat." In einem Büro auf dem Mars liegt eine Hand an einem Kommunikationsgerät. "Es tut mir Leid, Mr. Garibaldi", sagt der Pilot über den Link, "er ist wieder entkommen."
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