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[Verschwörer]


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 Synopsis
Die Excalibur befindet sich im Erdani-Sektor, es ist der 13. Mai 2267.

Captain Gideon und Lt. John Matheson sitzen aufmerksam in einer Transportkapsel als erwarteten sie etwas. Da fragt Gideon Matheson, ob er es auch rieche. Matheson riecht nichts. Gideon kann das kaum glauben. Sie hätten es jetzt bereits drei Mal checken lassen und nichts gefunden, stellt Matheson fest, als Gideon die Mitteilung von der Brücke erhält, man habe ein Notsignal aufgefangen. Gideon weist Matheson an, noch ein Team zu schicken um herauszufinden, woher dieser Gestank käme.

Eine Rettungskapsel im Design einer "fliegenden Untertasse" dümpelt im Weltraum. Die Bauart ist völlig unbekannt, an Bord befinden sich zwei Lebensformen. Während die Kapsel eingeholt wird, bereitet sich Gideon auf einen Erstkontakt vor.

Gideon und Matheson stehen mit einem Sicherheitsteam vor der eingeholten Kapsel. Als sie geöffnet wird sieht man einen Mann und eine Frau, eindeutig Aliens, aber in Menschenkleidung des 20.Jahrhunderts. Der Mann hat eine Waffe in der Hand und befiehlt den Leuten in einwandfreiem Englisch (oder der Sprache der jeweiligen Synchonisation) keinen Schritt näher zu kommen. Er nimmt einen Sicherheitsoffizier als Geisel und gibt die Anweisung, sein Schiff aufzutanken und abflugbereit zu machen, den Offizier werde er mitnehmen Gideon, der sich als Captain des Schiffes vorstellt, ist nicht bereit, das zuzulassen. Dann werden jemand anderes mitgehen müssen, sagt der Mann. Gideon will wissen, warum er das tut, wo sie ihnen doch schließlich das Leben gerettet hätten. Er wäre nicht bereit, lässt der Mann ihn wissen, ihn entkommen zu lassen, wie all die anderen. Dieses Mal wolle er einen Beweis mitnehmen.

Unterdessen ist Matheson auf Sichtkontakt mit dem Alien gegangen. Jener schaut auf seine Pistole, die sich in eine Schlange verwandelt. Er reagiert panisch und lässt die Waffe fallen. Jetzt wird er, ebenso wie die Frau, von den Sicherheitskräften überwältigt. Sie sollen zur Brücke abgeführt werden um befragt zu werden. Indem sie weggeführt werden, schreit die Frau Gideon an. Befragen würde er das also nennen, ob das die neue Bezeichnung für Folter und Mord sei? Er konnte sie töten, aber nicht die Wahrheit.

Gideon sieht, dass Matheson sich sehr angestrengt hat und fragt ihn ob er in Ordnung sei. Matheson bestätigt, dass es eine Kraft raubende Aktion sei. Gideon will wissen, ob er bei seiner telepathischen Attacke auch etwas von den Gedanken der Fremden gesehen habe. Matheson erklärt, es sei erlaubt, Projektionen zur Verteidigung zu erzeugen, jedoch nicht, zu scannen. Er werde nicht derjenige sein, der einen Anlass gäbe, das Psi-Corps wieder einzurichten. Er werde sich strikt an die Vorschriften halten. Er habe lediglich Emotionen wahrgenommen. Sie seien verwirrt, verzweifelt und hätten furchtbare Angst. "Vor wem?" will Gideon wissen. "Vor uns", erwidert Matheson.

Auf dem Weg zur Brücke beäugen vorbeilaufende Crewmitglieder Durkani – den Mann - und Lyssa –die Frau- ebenso erstaunt, wie jene ängstlich reagieren. Sie wechseln einige Worte in ihrer Muttersprache und Lyssa stellt fest, dass sie trotz allem froh sei, dass sie es getan hätten.

In einer Rückblende sieht man Lyssa in einem Büro, wie man es aus alten Detektiv-Filmen kennt. Das Büro ist verwüstet, Unterlagen wurden verbrannt. Sie erhält einen Ruf von Durkani, dem sie sagt, dass man tatsächlich alle Beweismittel vernichtet habe. Da wäre nun nur noch das, was sie beiseite geschafft hätten. Was sie nun tun sollten, will sie wissen. Durkani bittet sie, zu dem bekannten Ort zu kommen, sie könnten nicht zurück, sie müssten nun, um alles beweisen zu können, ins All, dorthin wo "sie" seien. Er schaut dabei aus dem Fenster auf einen kleinen Shuttle-Flieger.

Matheson berichtet Gideon, dass Dr. Chambers festgestellt hat, dass die Fremden sich erheblich von Menschen unterscheiden. Gideon wundert sich, warum sie Erd-Kleidung tragen und seine Sprache sprechen. Es sei auf alle Fälle nicht ihre Muttersprache, weiß Matheson, dass hätten die EEGs eindeutig bewiesen. In den Unterlagen der Erde sei nie über eine solche Spezies berichtet worden. Gideon beschließt nun, die Fremden selbst zu befragen.

Unterdessen entschuldigt sich Lyssa bei Durkani, dass sie ihm nie wirklich geglaubt habe. Sie hätte sich einfach nicht vorstellen können, dass diese Fremden wirklich existierten

Gideon, nun bei Lyssa und Durkani, fragt, ob alles in Ordnung sei mit ihnen. Er könnte ihren Flieger auftanken lassen, aber sie hätte ihm noch keinen guten Grund gegeben, es zu tun. Durkani stellt fest, er würde Gideon gerne glauben wollen, dass seine Sorge um sie echt sei, aber die Vergangenheit würde ihm etwas anderes nahe legen. Gideon will verwundert wissen, was er mit Vergangenheit meint, es gäbe keinerlei Unterlagen darüber, dass ihre Völker jemals Kontakt miteinander hatten. Darüber wundert sich Durkani nicht.
Woher sie seine Sprache so gut könnten, fragt Gideon nun. Durkani erklärt, er habe sie aus geheimen Aufzeichnungen, die tief unter ihrer Hauptstadt gelagert würden. Er habe Jahre gebraucht, um an sie heran zu kommen. Kollegen, denen er sie vorspielte, hätten sie für zufällige Geräusche gehalten. Dann hätte, fragt Gideon jetzt genauer, sein Volk also Kontakt mit Menschen gehabt? Und der einzige Beweis dafür sei Durkanis Sprachkenntnis? Die könnte er sich doch ebenso gut aus aufgezeichneten Radiosendungen angeeignet haben, die von der Erde aus seinen Planeten erreicht hätten. Es habe Beweise gegeben, stellt Durkani fest, aber die seien stets beiseite geschafft worden – Gideon kenne die Wahrheit doch so gut wie er.

Was er damit meine, will Gideon wissen. Die Menschen, erklärt Durkani, hätten seinen Planeten sei Hunderten von Jahren besucht, Existenzen zerstört, den Planeten ausgebeutet und Personen in hohen Regierungskreisen positioniert, die das vertuschen würden. Durkani widme sein Leben der Aufdeckung dieser Verschwörung des Schweigens. Wenn es eine solche gäbe, stellt Gideon fest, hätte er gewiss davon gehört. Er gibt Durkani jedoch eine Chance. Wenn er seine Behauptungen irgendwie beweisen könne, werde Gideon sie zu ihrem Planeten zurückbringen für weitere Untersuchungen. Er bietet an, dass jemand alles, was sie aus ihrer Rettungskapsel brauchten, bringen werde, und verlässt sie.
Er habe an seinen Augen gesehen, sagt Durkani zu Lyssa als Gideon weg ist, dass er tatsächlich nichts wisse. Vielleicht würde seine Regierung die Sache ja ebenso geheim halten, wie ihre. Aber ob sie Gideon nun vertrauten, oder nicht, sie müssten die Chance ergreifen, wenn sie je zurückkehren wollten.

Derweil robbt ein Versorgungstechniker ziemlich frustriert durch eine Röhre in der Nähe der Transportbahngleise, um nach der Quelle für den von Gideons wahrgenommenen obskuren Gestank zu suchen.

Im Konferenzraum zeigt Durkani Gideon seine Beweise. Seine Regierung habe Sonden zu anderen Sternen geschickt, aber immer behauptet, es gäbe kein Leben dort. Dann wären irgendwann Beobachtungen gemacht worden von merkwürdigen Phänomenen und Flugobjekten am Himmel. Er zeigt Gideon ein solches Bild das der Captain sofort als Zeppelin erkennt, einen Flugkörper, wie er erklärt, den er auch selber nur noch von Bildern kenne. Durkanis Regierung habe von einer Sumpfgasblase gesprochen – Gideon nickt wissend.
Es gab auch gezeichnete Bilder von einem Fugobjektabsturz irgendwo in einer einsamen Landschaft. Aus dem Objekt seien zwei etwa zwei Meter hohe Wesen ausgestiegen mir kleinen runden Augen und mit Haaren bedecktem Kopf. Auch das habe die Regierung negiert, aber dieses Mal hätte Dukani einen Beweis gehabt. Er zeigt Gideon einen verbogenen Golfschläger. Das müsse entweder eine Waffe oder ein Freizeitgerät sein. Das, bemerkt Gideon, käme darauf an, wie das Spiel verliefe.

Dann wartet Dukani noch mit einem Bild auf, das eine Sonde von der Erde gemacht hätte.
Es zeigt Mount Rushmore. Die Abbildung der Gesichter habe die Regierung als Illusion, die durch ein Spiel von Licht und Schatten entstanden sei, abgetan. Er hätte sie aber ersucht, noch eine Sonde dort hingeschickt zu haben, und auf dem damit aufgenommenen Bild waren die Gesichter nicht zu sehen. Gideon bestätigt, dass es Bilder von der Erde seien, seine Regierung aber dennoch nichts mit Dukanis Volk zu tun hätten. Dukani erzählt, dass er jahrelang nach den Beweisen gesucht habe, dann aber hätte sich die Situation zugespitzt und sie hätten fliehen müssen.

Eine Rückblende zeigt Durkani und Lyssa wieder in einem Büro bei der Suche als zwei Fahnder hereinkommen. Durkani kann einen überwältigen und zu Boden gehen lassen. Er stellt fest, dass der Mann eine Maske trägt. Durkani zieht sie ab und sieht in ein Menschengesicht. Doch auch dieses erweist sich als Maske, unter der ein Mann seines Volkes hervorkommt. Er weiß nicht, was das alles bedeuten soll, ist siech aber sicher, dass sie der Wahrheit zu nahe gekommen und daher in Gefahr sind. Nachdem Durkani und Lyssa aus dem Büro geflüchtet sind, kommt ein anderer Mann herein, schaut sich um und lächelt.

Sie seien dann mit dem Raumschiff aufgebrochen, erzählt Durkani weiter, um der Sache auf den Grund zu gehen und Beweise zu suchen. Gideon fragt sich nun, was für einen Sinn diese verrückte Geschichte haben soll und wie die Menschen darin verstrickt sei sollten. Man habe, erklärt Durkani, die Menschen verantwortlich gemacht, wenn in ihrer Welt etwas geschah. Wenn die Ausgaben für die Erziehung und Bildung ihrer Kinder gekürzt wurden dann deshalb, weil die Menschen gefordert hatten, dass sie nicht zu klug wurden. Wenn Kürzungen im Wohnungsbau vorgenommen wurden, dann weil man das Geld für unterirdische Basen brauchte. Sie hätten die Erden-Kleidung aufgezwungen bekommen, damit sich die Menschen unerkannter unter ihnen bewegen sollten.

Durkani bittet Gideon, zum Beweis seiner Vermutungen mit auf seine Welt zu kommen. Gideon sagt, er werde in Ruhe darüber nachdenken und ihm am folgenden Tag Bescheid geben. Damit wird Durkani wieder aus dem Raum geführt.

In seinem Quartier betrachtet Gideon noch einmal der Bilder als Matheson ihm mitteilt, dass die Langstreckenscanner ein anderes Schiff registriert hätten. Gideon macht sich, nachdem er sich über den überbevölkerten Sektor beschwert, der ihn nicht zum Schlafen kommen lasse, auf den Weg zur Brücke.

Das näher kommende fremde Schiff wird kontaktiert. Es meldet sich jemand, der, ohne dass es Gideon noch sonderlich verblüffen würde, seine Sprache spricht. Es handelt sich um dern Spezialagenten Kendarr, der die beiden Mitglieder seines Volkes abholen will um sie in seiner Heimat exekutieren zu lassen.

Als Gideon und Matheson auf die Ankunft seines Shuttles warten, bittet Gideon Matheson, ihn zu erinnern, wie sie in diese Sache hineingeraten seien. "Durch eine humanitäre Geste", antwortet Matheson. So etwas sollte man in Zukunft unterlassen, findet Gideon. So sei es eben, stellt Matheson fest, keine gute Tat bliebe ungesühnt. Das, sagt Gideon, müsse er sich gelegentlich auf eine Tischdecke sticken lassen.

Als Kendarr an Bord gekommen ist billigt Gideon ihm zu, mit Durkani und Lyssa zu sprechen, aber nur das. Er versteht nicht, warum sie exekutiert werden sollen. Kendarr stellt fest, dass es doch sicher auf der Erde auch Verbrechen gebe, auf die die Todesstrafe stünde. In seiner Heimat gehöre dazu, ein Schiff zu kapern und die Grenzen des eigenen Sonnensystems zu überschreiten. Es gäbe gefährliche Rassen da draußen. Sie selber seien nicht in der Lage, in den Hyperraum zu gelangen. Solange sie technisch nicht fortgeschrittener seien müssten sie falsche Kontakte vermeiden.

Das ist Gideon soweit verständlich, aber er kann nicht einordnen, wieso sie ihre Bürgern bestrafen für den Kontakt mit Aliens und gleichzeitig behaupten könnten, es gäbe kein Leben außerhalb ihres Planeten. Das zu erklären, sagt Kendarr, würde zuviel Zeit in Anspruch nehmen. Noch etwas versteht Gideon nicht. Sie wüssten offensichtlich seit vielen Jahren von anderen Rassen, hätten Transmissionen verfolgt und aufgenommen. Warum seien es dann ausgerechnet die Menschen, mit denen sie doch niemals Kontakt gehabt hätten, von denen all diese Beweise genommen hätten. Irgendwas sei an der Geschichte doch merkwürdig. Kendarr versichert Gideon, dass das schon noch früh genug geklärt würde.

Gideon lässt Durkani und Lyssa holen um sie mit Kendarr zu konfrontieren. Durkani wundert sich nicht über sein Auftauchen. Kendarr sagt, er werde herausfinden, wie viel Durkani und Lyssa über seine Organisation wissen und sie werden niemals mehr in die Heimat zurückkehren. Da setzt Durkani Kendarr plötzlich eine Waffe an die Schläfe, fordert Gideon auf, die Rettungskapsel aufzutanken und binnen einer Stunde startklar zu machen und Matheson, sich aus seinem Kopf heraus zu halten. Dann nehmen Lyssa und er Kendarr mit und flüchten.

Die drei Fremden sind unterdessen bei der Transportröhre angelangt. Ein paar Kapseln rasen an ihnen vorbei. Hier könnten sie, stellt Durkani fest, zumindest einen schnellen Tod finden und Kendarr mit sich nehmen.

Im Konferenzraum findet eine Sicherheitsberatung statt. Gideon fragt Matheson, ob die Kapsel aufgetankt sei. Er wolle sie also tatsächlich ziehen lassen, wundert sich Matheson. Gideon erklärt ihm, dass er nicht gedenke, sich in den Konflikt einzumischen, sie seien schließlich unverschuldet da hineingeraten und es sei nicht ihre Sache. Aber er will wissen, wie es möglich war, dass die Waffe nicht gescannt wurde. Man kann es nicht erklären, es sei nach allen bekannten Waffen gescannt worden und das Volk sei technisch nicht so weit, eine neue, bessere Waffe entwickelt zu haben.

Gideon fordert, dass die Sache aufgeklärt werden müsse. Er erfährt jetzt, wo sich die drei Fremden befinden und schickt ein Sicherheitsteam in einer Transportkapsel dort hin, während er selbst mit einem anderen Team durch die Versorgungstunnel zur Röhre gelangen will. So können die Fremden nicht entkommen.

Bei der Transportröhre fragt Lyssa, ob Kendarr im Angesicht des Todes nicht sein Gewissen erleichtern wolle. Kendarr lächelt nur und sagt, er habe nur seine Befehle als Soldat ausgeführt und was er tat sei zum Besten aller gewesen. Durkani ist verärgert. Die Wahrheit zu verschweigen, die Lügen, der Betrug, das sei ein Verbrechen. Kendarr stellt fest, dass die Wahrheit noch niemals irgendwem genützt habe.

Gideon und Matheson sind unterdessen mit ihrem Trupp in den Versorgungsschächten unterwegs als der Captain den Gestank wieder wahrnimmt. Sie Blick fällt auf ein Abwasserrohr und er stellt fest, dass sich ein Verbindungsstück gelockert hat. Matheson kann es immer noch nicht nachvollziehen, bis Gideon an dem Rohr wackelt, sich die Verbindung vollends löst und eine braune stinkende Pampe herausläuft. Befriedigt stellt er fest, dass er Recht hatte.

Bei den drei Fremden angekommen fordert Gideon Durkani auf, die Waffe herauszugeben. Durkani ist überzeugt, ohne Kendarr werde er das Schiff nicht verlassen können. Gideon aber verspricht ihm, ihn und Lyssa ziehen zu lassen und dafür zu sorgen, dass Kendarr sich nicht einmischt. Kendarr fürchtet, Durkani werde ihn töten, doch Gideon macht ihm klar, dass er auf seinem Schiff nicht dulden werde, dass so etwas geschieht. Nun kommt von der anderen Seite die Kapsel mit dem anderen Team angerauscht und hält unmittelbar hinter den Fremden an. Es gibt nun kein Entkommen mehr.

Er wolle, erklärt Gideon jetzt, niemanden töten. Sie sollten lediglich das Schiff verlassen und ihre unselige Verschwörungstheorie mitnehmen. Da er keine Wahl hat, gibt Durkani seine Waffe ab und er und Lyssa werden abgeführt.

Auf dem Flugdeck dürfen Durkani und Lyssa in die aufgetankte und abflugbereite Kapsel steigen. Lyssa ruft Kendarr zu, dass sie noch nicht miteinander fertig seien. Sie werden zuhause jedem erzählen, was sie erlebt hätten. Kendarr lächelt nur und bemerkt, das könnten sie ruhig tun, es werde ihnen doch niemand glauben, sie hätten keinerlei Beweise. Früher oder später, sagt Durkani, werde die Wahrheit herauskommen. Die Wahrheit, quittiert Kendarr, sei aus der Mode. Damit verlässt die Rettungskapsel das Schiff.

Nachdem die Waffe der Fremden untersucht wurde steht fest, dass sie funktionslos ist, deshalb haben die Scanner sie nicht entdeckt. Kendarr lacht. Sein Leben sei natürlich nie in Gefahr gewesen, räumt er ein. Er habe gewollt, dass Durkani die Waffe erhält und Gideon überzeugt sei, dass es sich um eine ernste Angelegenheit handelt. Er habe seinen Auftrag nun erfüllt und werde Gideon die ganze Geschichte wissen lassen.

Sein Volk, berichtet Kendarr, habe eine lange Geschichte von Verdacht und Paranoia hinter sich, die zu vielen Kriegen geführt habe, meistens zu Bürgerkriegen. Sie seien entstanden, wenn die Regierung Versprechen nicht eingelöst habe. Wenn man Verantwortliche gefunden habe seien sie meistens getötet worden. Was das nun mit den Menschen zu tun habe, fragt Gideon. Vor etwa 200 Jahren, erklärt Kendarr, habe man die ersten Radiowellen aufgefangen und so von der Existenz anderer Völker erfahren. Zunächst habe man das geheim gehalten, es sei aber schnell klar geworden, dass sich hier die perfekte Lösung für die internen Probleme verbarg.

Matheson hat es erfasst: wann immer in ihrem Volk etwas schief ging, hätten sie die Menschen verantwortlich gemacht. Das, bemerkt Kendarr, sei nicht persönlich zu nehmen, sie hätten sich einfach eines der Völker herausgegriffen. Nachdem sie das getan hatten, wären Beweise geschaffen worden, die man dann verleugnet habe. Das hätte wunderbar funktioniert. Je mehr man etwas verleugne, umso überzeugter seien andere, dass es wahr sei. So konnten sie entspannen. Wenn das Budget gekürzt wurde seien die Fremden dafür verantwortlich gewesen. Wenn etwas falsch lief, die Außervölkischen steckten dahinter. Die Menschen zogen die Fäden. Kendarrs Leute waren nur Marionetten, die nichts tun konnten. Seitdem habe es keinen einzigen Krieg mehr gegeben.

Matheson will nun wissen, warum Kendarr Durkani verfolgt hätte. Kendarr erläutert es ihm. Eine Verschwörung brauche Leute, die misstrauisch seien, die sie aufdecken wollten. Und solche müssten verfolgt werden. Er habe Durkani niemals töten wollen. Ganz im Gegenteil, man brauche ihn, um die Verschwörungstheorie am Leben zu halten. Durkani sei frustriert gewesen. Alle Hinweise hätten ins Leere geführt. Daher habe man ihn auf diese Fährte gelockt und es sei ein Glück gewesen, dass die Excalibur an diesem Ort gewesen sei. Kendarr dankt Gideon und Matheson für den Dienst, den sie seinem Volk erwiesen haben.

Nun aber müsse er sie verlassen, sagt Kendarr, er habe seinen Auftrag erfüllt. Eines allerdings habe er bei dem Studium der Menschen festgestellt. Es gäbe ein paar ganz ausgezeichnete Errungenschaften, Pizza zum Beispiel, oder Eiscreme. Man könne regelrecht süchtig werden, genau wie danach: Kendarr zieht eine Zigarette aus seiner Tasche und zündet sie mit einem Lächeln an. Dann lässt er den Männern noch eine grüßende Geste zukommen, dreht sich um und steigt in seine Kapsel.

Die Excalibur springt eine Weile später aus dem Hyperraum in den Orbit eines erdähnlichen Planeten. Sie sind Kendarrs Funksignalen gefolgt und nun in Feuerreichweite. Ob er den Planeten angreifen wolle, will Matheson von Gideon wissen. Das einzige, das er vernichten wolle, antwortet Gideon, sei die Lüge. Er hat eine Reihe von Planetensonden ausstatten lassen mit der neuesten Version der Interstellaren Enzyklopädie und einer Aufzeichnung dessen, was sich an Bord der Excalibur abgespielt hat. Damit würde er die so genannte Verschwörung enttarnen. Die Sonden sollen in unbesiedelte Gebiete verbracht werden, er wolle damit schließlich niemanden verletzen.

Gideon ist überzeugt, dass die Aufklärung einen ganz schönen Wirbel verursachen werde. Warum er das täte, fragt Matheson. Vielleicht, erwidert Gideon, weil das was geschehen sei, seinen Gerechtigkeitssinn verletze. Möglicherweise würden sie früher oder später Kontakt mit diesem Volk aufnehmen und er wolle nicht, dass die Erde für etwas verantwortlich gemacht werde, womit sie nichts zu tun hätte. Außerdem schätze er es nicht, wenn man mit ihm spiele, ihn benutze oder manipuliere. Diese Lektion würde ihnen das klar machen. Aber sie hätten sich damit, bemerkt Matheson, in die Angelegenheit eines anderen Volkes eingemischt. Möglicherweise, sagt Gideon, aber sei´s drum, sie hätten der Wahrheit ans Licht verholfen und die würde für sich allein sprechen.

Gideon übergibt Matheson das Kommando um die Excalibur in den Hyperraum, und ihrem nächsten Ziel entgegen zu bringen.