Babylon 5 Universum


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:: 1x08 Appearances And Other Deceits
:: 1x09 Racing The Night
:: 1x10 The Memory Of War
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:: 1x12 Visitors From Down The Street
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Crusade Episodenguide


1x12 "Visitors From Down The Street"

[Verschwörer]


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Regie:
Jerry Apoian
Drehbuch:
J. Michael Straczynski

Hauptdarsteller:
Gary Cole (Captain Matthew Gideon)
Tracy Scoggins (Captain E. Lochley)
Daniel Dae Kim (Lt. John Matheson)
David Allen Brooks (Max Eilersen)
Peter Woodward (Galen)
Marjean Holden (Dr. Sarah Chambers)
Carrie Dobro (Dureena Nafeel)

 Logische Reihenfolge

Die Crusade-Episoden in logischer Reihenfolge


 Kurzinhalt
Eine Rettungskapsel mit einem Paar, das einem unbekannten Volk angehört, wird von der Excalibur aufgegabelt. Die Frau und der Mann tragen Erdenkleidung aus dem 20. Jahrhundert und warten mit einer eigenartigen Geschichte über eine Verschwörungstheorie auf.


 Inhalt
Gideon erhält von der Brücke die Mitteilung, man habe ein Notsignal aufgefangen. Eine Rettungskapsel im Design einer „fliegenden Untertasse“ dümpelt im Weltraum. Die Bauart ist völlig unbekannt, an Bord befinden sich zwei Lebensformen. Während die Kapsel eingeholt wird, bereitet sich Gideon auf einen Erstkontakt vor.

Gideon und Matheson stehen mit einem Sicherheitsteam vor der eingeholten Kapsel. Als sie geöffnet wird sieht man einen Mann und eine Frau, eindeutig Aliens, aber in Menschenkleidung des 20.Jahrhunderts. Der Mann hat eine Waffe in der Hand und befiehlt den Leuten in einwandfreiem Englisch (oder der Sprache der jeweiligen Synchonisation) keinen Schritt näher zu kommen. Er nimmt einen Sicherheitsoffizier als Geisel und gibt die Anweisung, sein Schiff aufzutanken und abflugbereit zu machen, den Offizier werde er mitnehmen Gideon, der sich als Captain des Schiffes vorstellt, ist nicht bereit, das zuzulassen. Dann werden jemand anderes mitgehen müssen, sagt der Mann. Gideon will wissen, warum er das tut, wo sie ihnen doch schließlich das Leben gerettet hätten. Er wäre nicht bereit, lässt der Mann ihn wissen, ihn entkommen zu lassen, wie all die anderen. Dieses Mal wolle er einen Beweis mitnehmen.

Unterdessen ist Matheson auf Sichtkontakt mit dem Alien gegangen, der auf seine Pistole schaut, die sich in eine Schlange verwandelt. Er reagiert panisch und lässt die Waffe fallen. Jetzt wird er, ebenso wie die Frau, von den Sicherheitskräften überwältigt. Sie sollen zur Brücke abgeführt werden um befragt zu werden. Indem sie weggeführt werden, schreit die Frau Gideon an. Befragen würde er das also nennen, ob das die neue Bezeichnung für Folter und Mord sei? Er konnte sie töten, aber nicht die Wahrheit.

Gideon will wissen, ob Matheson bei seiner telepathischen Attacke auch etwas von den Gedanken der Fremden gesehen habe. Matheson erklärt, es sei erlaubt, Projektionen zur Verteidigung zu erzeugen, jedoch nicht, zu scannen. Er werde nicht derjenige sein, der einen Anlass gäbe, das Psi-Corps wieder einzurichten. Er habe lediglich Emotionen wahrgenommen. Sie seien verwirrt, verzweifelt und hätten furchtbare Angst. "Vor wem?" will Gideon wissen. "Vor uns", erwidert Matheson.

Auf dem Weg zur Brücke beäugen vorbeilaufende Crewmitglieder Durkani – den Mann - und Lyssa – die Frau - ebenso erstaunt, wie jene ängstlich reagieren. Sie wechseln einige Worte in ihrer Muttersprache und Lyssa stellt fest, dass sie trotz allem froh sei, dass sie es getan hätten.

In einer Rückblende sieht man Lyssa in einem Büro, wie man es aus alten Detektiv-Filmen kennt. Das Büro ist verwüstet, Unterlagen wurden verbrannt. Sie erhält einen Ruf von Durkani, dem sie sagt, dass man tatsächlich alle Beweismittel vernichtet habe. Da wäre nun nur noch das, was sie beiseite geschafft hätten. Was sie nun tun sollten, will sie wissen. Durkani bittet sie, zu dem bekannten Ort zu kommen, sie könnten nicht zurück, sie müssten nun, um alles beweisen zu können, ins All, dorthin wo "sie" seien. Er schaut dabei aus dem Fenster auf einen kleinen Shuttle-Flieger.

Matheson berichtet Gideon, dass Dr. Chambers festgestellt hat, dass die Fremden sich erheblich von Menschen unterscheiden. Gideon wundert sich, warum sie Erd-Kleidung tragen und seine Sprache sprechen. Es sei auf alle Fälle nicht ihre Muttersprache, weiß Matheson, dass hätten die EEGs eindeutig bewiesen. In den Unterlagen der Erde sei nie über eine solche Spezies berichtet worden. Gideon beschließt nun, die Fremden selbst zu befragen.

Unterdessen entschuldigt sich Lyssa bei Durkani, dass sie ihm nie wirklich geglaubt habe. Sie hätte sich einfach nicht vorstellen können, dass diese Fremden wirklich existierten

Gideon, nun bei Lyssa und Durkani, fragt, ob alles in Ordnung sei mit ihnen. Er könnte ihren Flieger auftanken lassen, aber sie hätte ihm noch keinen guten Grund gegeben, es zu tun. Durkani stellt fest, er würde Gideon gerne glauben wollen, dass seine Sorge um sie echt sei, aber die Vergangenheit würde ihm etwas anderes nahe legen. Gideon will verwundert wissen, was er mit Vergangenheit meint, es gäbe keinerlei Unterlagen darüber, dass ihre Völker jemals Kontakt miteinander hatten…


Für alle, die mehr wissen möchten, steht eine ausführliche Inhaltsangabe bereit.

 Episodenreview
von Gisa von Delft

In dieser Einzelepisode, die überhaupt nichts mit der Mission zu tun hat, wird ein überaus interessantes Thema aufgenommen. Habe eine Bedrohung von außen und im Inneren werden alle zusammenhalten und dagegen vorgehen – ungeachtet interner Probleme.

Es grenzt schon an eine grandiose Idee, irgendwelche Außenstehende für alles Negative verantwortlich zu machen - und hier funktioniert diese Idee. Ich bin zutiefst überzeugt, dass sie nicht nur in der Fiktion funktioniert, die Geschichte lehrt, dass in Zeiten der Bedrohung durch nicht kontrollierbare Mächte – die Natur beispielsweise – alle Konflikte beiseite bleiben und man sich zusammentut um zu überleben.

Irgendwie sind ja nun diese Aliens - wie eigentlich doch die meisten für Filme oder Bücher erfundenen – genauso dämlich wie die Menschen und so gesehen ist es doch ein bemerkenswerter Kunstgriff der Regierung, eine solche Verschwörung ins Leben zu rufen. Sicherlich hat Gideon Recht, wenn er findet, dass so etwas nichts mit Gerechtigkeit zu tun hat. Aber möglicherweise sind ja – im Falle dieser Episode – die Aliens gar nicht reif genug für Gerechtigkeit. Wenn eine solche Geschichte funktioniert, wenn ein Volk aufhört, sich gegenseitig zu bekriegen, weil es gegen etwas anderes seine Kräfte bündeln muss, dann ist eben dieses Volk wohl noch nicht fortgeschritten genug, ausschließlich Kraft seines Verstandes das gegenseitige Verletzen zu unterlassen ?!

Ein höchst bemerkenswertes Thema ist in dieser Folge sehr sehenswert umgesetzt worden.