Babylon 5 Universum


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:: 1x08 Appearances And Other Deceits
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:: 1x10 The Memory Of War
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:: 1x22 End Of Line


Crusade Episodenguide


1x11 "The Needs Of Earth"

[Praxis 9]


 ź Synopsis :: Review :: HintergrŘnde :: Notizen :: Synchrobug :: Zitate :: Eure Meinung (6)  

Regie:
Mike Vejar
Drehbuch:
J. Michael Straczynski

Hauptdarsteller:
Gary Cole (Captain Matthew Gideon)
Tracy Scoggins (Captain E. Lochley)
Daniel Dae Kim (Lt. John Matheson)
David Allen Brooks (Max Eilersen)
Peter Woodward (Galen)
Marjean Holden (Dr. Sarah Chambers)
Carrie Dobro (Dureena Nafeel)

 Logische Reihenfolge

Die Crusade-Episoden in logischer Reihenfolge


 Kurzinhalt
Ein Ranger unterbreitet Captain Matthew Gideon eine M├Âglichkeit, auf nicht ganz legalem Wege, und deshalb ohne Unterst├╝tzung durch die Allianz, an h├Âchst umfassende Daten heranzukommen, die das gesamte Wissen eines Volkes umfassen. Gideon begibt sich gemeinsam mit Dureena, die als Diebin bei dieser Aktion sehr hilfreich sein wird, in den Kuppeln des Planeten Praxis 9 auf Beutefang.


 Inhalt
Captain Gideon ist in seinem Quartier und schaut einen Pornofilm als Dr. Chambers hereinkommt. Gideon erkl├Ąrt ihr, er habe von Eilersen einen Kristall erhalten, dessen Daten er brauche, aber Eilersen benutze immer die gleichen Kristalle und dieser enthielte offenbar noch altes Material, das eigentlich nicht f├╝r ihn bestimmt war. Sie schauen eine Weile und Chambers mutma├čt, dass Gideon diese "Informationen" vermutlich irgendwann einmal gegen Eilersen verwenden k├Ânne. Nur einmal? - Gideon ist am├╝siert - das da w├╝rde f├╝r viele Male reichen.

Im Konferenzraum hat ein Minbari-Ranger eine Information f├╝r Gideon, die jedoch nicht ganz unkritisch sei. Angesichts der Bedrohung f├╝r sein Volk erkl├Ąrt sich Gideon bereit, jede Ma├čnahme auf sich zu nehmen. Dann, sagt Trullan, habe er etwas f├╝r ihn. Im Ernstfall m├╝sse er allerdings bestreiten, irgendetwas mit dieser Information zu tun zu haben, Gideon sei v├Âllig auf sich gestellt.

Bevor sich das Team zur Besprechung versammelt spricht Eilersen Gideon an und erkl├Ąrt ihm, der Kristall, den er von ihm bekommen habe, sei wahrscheinlich defekt. Als Gideon abwiegelt redet Eilersen noch weiter auf ihn ein, bis Gideon sagt, das habe Zeit bis nach der Besprechung.

Gideon erkl├Ąrt seinem Team die Situation. Natchok Var von Mirada 7 - er zeigt dessen Bild - habe alle wichtigen Daten seines Volkes auf einen Datenkristall kopiert und seinen Planeten verlassen, um den Kristall, mit den Daten Jahrhunderte alten Wissens von unsch├Ątzbarem Wert, an den Meistbietenden zu verkaufen. Dr. Chambers wei├č, dass Var auf Praxis 9 gefangen genommen wurde und man auf die Miradi warte, die ihn abholen wollten. Gideon stellt fest, selbst wenn die Daten keine medizinischen Informationen enthielten, w├╝rden sie ganz sicher Ausk├╝nfte geben ├╝ber V├Âlker, von denen sie noch nie geh├Ârt h├Ątten, und so langes Suchen ersparen. Es sei nat├╝rlich ein Unterfangen am Rande der Legalit├Ąt ihn zu befreien und mit ihm zu verhandeln. Die Miradi seien zwar unterwegs, um den Mann abzuholen, die Excalibur sei jedoch n├Ąher dran und somit vor ihnen da. Wenn allerdings etwas schief ginge h├Ątten sie keinerlei R├╝ckhalt.

Gideon fragt, ob die anderen dem Vorhaben zustimmen. Eilersen ist dagegen. Er will keine Aktion au├čerhalb der Legalit├Ąt unterst├╝tzen. W├Ąhrend er argumentiert h├Ąlt Gideon einen Datenkristall in seinen H├Ąnden, mit dem er herumspielt. Dieses f├╝r Eilersen allzu deutliche "Argument" l├Ąsst ihn schlie├člich, mit am├╝siertem Blick von Dr. Chambers, seine Einw├Ąnde "vergessen" und er stimmt zu.

Lt. Matheson erl├Ąutert Gideon die Gegebenheiten. Praxis 9 sei eine planetare Handelskolonie, gebaut unter neun Kuppeln, da die Atmosph├Ąre des Planeten hochgiftig sei. Gideon beschlie├čt, sich ein St├╝ck entfernt von den Kuppeln absetzen zu lassen und "durch die Hintert├╝r" in die Kuppeln zu gelangen. Er will auf jeden Fall allein fliegen. Dureena, widerspricht sofort. Sie werde mitkommen. Er brauche sie um dort hinein zu kommen. Sie kenne den Planeten wie ihre Westentasche. Gideon muss das einsehen und erkl├Ąrt sich einverstanden.

Das Shuttle ist im Anflug auf den unwirtlich wirkenden r├Âtlichen Planeten. Dureena und Gideon machen sich in ihren Raumanz├╝gen auf den etwa 6 Meilen langen, schwierigen Weg durch die dunstige, von Blitzen durchzogene Atmosph├Ąre.

An den Kuppeln ankommen finden sie eine Luftschleuse. Zum ├ľffnen der T├╝r ist ein Zugangscode notwendig. Dureena kennt ihn. Sie bem├╝ht sich, die Zahlen einzutippen, hat jedoch wegen der dicken Handschuhe erhebliche Schwierigkeiten Gideon lehnt entschieden ab, dass sie sie auszieht, in dieser hochgiftigen Atmosph├Ąre k├Ânnte das zu schweren Sch├Ąden f├╝hren. Dureena jedoch ist sich sicher, es zu schaffen und auf ihr Zeichen zieht Gideon ihr, nachdem sie einige Male kr├Ąftig durch- und tief eingeatmet hat, den Handschuh aus. Dureena tippt fieberhaft die sehr lange Zahlenreihe ein. Am Ende ihrer Atemluft, als sie bereits zu japsen und Husten beginnt, ├Âffnet sich die T├╝r.

Wieder in normaler Kleidung sind Gideon und Dureena, die immer noch husten muss, auf einer lebhaften Stra├če innerhalb der Kuppeln unterwegs. Dureena erkl├Ąrt Gideon, sie bef├Ąnden sich an einem Treffpunkt der Underdogs. Hier w├╝rden so ziemlich alle illegalen Gesch├Ąfte ablaufen, die man sich vorstellen k├Ânne.

Wie sie es nun anstellen sollten, sie h├Ątten ja nicht viel Zeit, an den Mann heranzukommen, will Gideon jetzt wissen. Zun├Ąchst, antwortet Dureena, m├╝sse man die Leute ablenken. Das Beste w├Ąre, Gideon w├╝rde die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Gideon geht auf einen ziemlich massiv wirkenden Alien zu. Er bittet ihn, das nicht pers├Ânlich zu nehmen und verpasst ihm einen Kinnhaken. Das bringt den Alien aber nur zu einem mitleidigen L├Ącheln und Gideon stellt fest, er h├Ątte es vielleicht etwas kleiner angehen lassen sollen. Er bekommt auch umgehend einen Schlag zur├╝ck und im Nu entwickelt sich ein gewaltiger Tumult mit Schl├Ągereien.

Dureena nutzt unterdessen die Situation und untersucht sorgf├Ąltig ihre Umgebung. Sie hat einen Kollegen aus der Diebesgilde ausfindig gemacht, der, nachdem Gideon mit einigen Blessuren auftaucht, ihnen den Weg zeigt.


FŘr alle, die mehr wissen m÷chten, steht eine ausfŘhrliche Inhaltsangabe bereit.

 Episodenreview
von Gisa von Delft

Crusade goes "Fahrenheit 451" - diese Folge ist ohne Frage eine meiner Favoritinnen.
Abgesehen davon, dass es gut in den Crusade-Kontext eingebunden ist, ist das eigentliche Thema h├Âchst interessant und fesselnd.

Chambers┬┤ Ausf├╝hrungen, dass wissenschaftliche Erkenntnisse fr├╝her oder sp├Ąter von jedem Volk, dass die Mathematik beherrscht, errungen werden k├Ânnen, Kunst aber etwas h├Âchst Individuelles ist, sind ein Volltreffer. Kunst ist etwas, dass ein Leben wirklich bereichert. Bereichert in dem Sinne, dass sie zum nackten ├ťberleben nicht notwendig w├Ąre, dass Leben ohne sie aber eben nackt ist. Wissenschaftliche Errungenschaften machen das Leben sicher angenehm, was aber, wenn man nun all diese Annehmlichkeiten hat? Sie k├Ânnen ein Leben nicht mit Sinn erf├╝llen. Dazu braucht es eben die Kunst.

Sterben werden wir alle irgendwann, das ist das einzig Sichere! Um Wievieles ├Ąrmer w├╝rden wir aber sterben - und die Zeit bis dahin verbringen - wenn es die Kunst nicht g├Ąbe?! Keine B├╝cher, keine Musik, keine Bilder, keine Geschichten - egal ob sie m├╝ndlich von einem zum anderen weitergegeben, oder in B├╝chern gedruckt, oder in Filmen (oder Fernsehserien;)) ├╝bermittelt werden. Sie inspirieren, geben Hoffnung, halten aufrecht - da stimme ich mit Dr. Chambers absolut ├╝berein. Wie arm w├Ąre ein Volk, das dass nicht h├Ątte!

Die Geschichte darum ist in dieser Episode gut aufbereitet. Die Charaktere (Apriori Flentak ist zweifellos meine Lieblings-Namenskreation) ├╝bermitteln ihre Standpunkte glaubw├╝rdig. Wenn man Var im Medlab liegen sieht wei├č man, dass er nichts B├Âses im Schilde f├╝hren kann.

Am Rande sind dann auch wieder wichtige Informationen zu den Protagonisten eingebunden, die in der jms-Reihenfolge nat├╝rlich viel mehr Sinn machen, wie Dureenas Sklavendasein und Gideons Problem, einziger ├ťberlebender einer Katastrophe gewesen zu sein. Auch das Zweifeln Mathesons daran, ob er das Richtige tat und aus welchen Motiven er handelte, ber├╝hrt und ist (wieder mal) zutiefst menschlich.

Bedauerlich ist hier, wie so oft, die nicht (korrekt) stattfindende ├ťbersetzung des Episodentitels, der so ├╝beraus viel aussagt.

F├╝r mich ist diese, jms nach an 2. Stelle zu schauende, Episode ohne Z├Âgern f├╝nf Sterne wert.