Babylon 5 Universum


:: Ein Guide zum Guide


:: Staffel Eins
:: Staffel Zwei
:: Staffel Drei
:: Staffel Vier
:: Staffel Fünf


:: Staffel Eins


:: Staffel Eins


:: 1x01 War Zone
:: 1x02 The Long Road
:: 1x03 The Well Of Forever
:: 1x04 The Path Of Sorrows
:: 1x05 Patterns Of The Soul
:: 1x06 Ruling From The Tomb
:: 1x07 The Rules Of The Game
:: 1x08 Appearances And Other Deceits
:: 1x09 Racing The Night
:: 1x10 The Memory Of War
:: 1x11 The Needs Of Earth
:: 1x12 Visitors From Down The Street
:: 1x13 Each Night I Dream Of Home
:: 1x14 To The Ends Of The Earth
:: 1x15 Value Judgements
:: 1x22 End Of Line


Crusade Episodenguide


1x08 "Appearances And Other Deceits"

[Erscheinungsbilder]


 « Synopsis :: Review :: Hintergründe :: Notizen :: Synchrobug :: Zitate :: Eure Meinung (5) » 

 Synopsis
Ein unbekanntes, offenbar verlassenes Raumschiff treibt im All. Dann jedoch wird ein Display aktiviert, eine Alienhand betÀtigt Tasten, das Bild der Excalibur wird sichtbar.

Man hört aus Gideons Logbuch, dass seit drei Tagen Berater der Erdregierung an Bord sind um zu sehen, wie die Arbeit vorangeht. Sie sollten ihnen helfen, aber Gideon befĂŒrchtet, er werde sie umbringen bevor sie fertig seien – falls Lt. Matheson ihm nicht zuvorkĂ€me.

Kevin, einer der Berater, der mit seinem Habitus keinen Hehl aus seiner sexuellen Ausrichtung macht, findet, dass die Farbgebung und Ausstrahlung der RĂ€ume völlig unmöglich sei, viel zu lebhaft. Das sei eine wichtige Mission, unterwegs zur Rettung der Erde. Die Leute sĂ€hen dieses Schiff in den Nachrichten, sĂ€hen, wie man weit weg von zuhause versuche, alle von dieser schrecklichen Seuche zu befreien. Kevin stellt fest:" Die Farben sind zu grell. Sie sagen nicht: hier ist die Macht, das hier ist wichtig. Sie sagen: tötet den Zirkus. Alles muss umgestaltet werden." Matheson schĂŒttelt unglĂ€ubig den Kopf und Gideon lehnt kategorisch ab.

Mr. Welles, der andere, seriöser erscheinende Berater, macht Gideon klar, dass er ihn durchaus verstehe, diese Mission aber im Auftrag der Erdregierung durchgefĂŒhrt wĂŒrde. Sie hĂ€tte also jedes Recht, notwendige Schritte zu gehen, um sicher zu sein, dass man die richtigen politischen und sozialen Entscheidungen treffe. Ein großer Teil des Problems sei die Panik. Es sei außerordentlich wichtig, den Menschen zuhause das GefĂŒhl zu geben, dass diese Mission eine Chance habe und sie ĂŒberleben können. Überhaupt ist er wohl Experte in Sachen Überleben, er versichert Gideon, dass wenn jemand wisse, wie man politische Wandlungen ĂŒberlebe, er das sei. Das mag man ihm wohl glauben, schließlich ist er offenbar aus dem Untergang von Nightwatch ganz gut wieder aufgestiegen. Sie wĂŒrden einiges ein wenig Ă€ndern, beruhigt er Gideon, und dann verschwinden.

Unterdessen meldet Matheson, dass die Scanner etwas erfasst haben. WĂ€hrend Gideon den Erstkontakt vorbereitet, will sich Kevin um die neuen Uniformen kĂŒmmern, was wiedermal Mathessons UnglĂ€ubigkeit hervorruft.

Auf dem Bildschirm erscheint nun ein riesiges Raumschiff unbekannter Bauart. Es ist nur eine Lebensform sehr schwach auszumachen, es gibt aber tausende Biosignale. Die Besatzung ist offensichtlich tot. Lt. Matheson steht mit einem EVA-Team bereit, dass Schiff zu durchsuchen. Wellers kann die Sinnhaftigkeit der Aktion nicht verstehen. Gideon erklĂ€rt ihm, dass sie jede Möglichkeit erforschen mĂŒssten um etwas zu finden. Man habe seinerzeit auch nicht gedacht, dass Schimmelpilze Penicillin hervorbringen wĂŒrden.

Matheson berichtet ĂŒber eine BeschĂ€digung des Schiffes, die nur eine Explosion von innen nach außen verursachen konnte. Er geht jetzt hinein, passiert die Energiesektion und seine Augen sind vor Entsetzen geweitet als er in den Hauptteil kommt. Er hat die Crew gefunden. Seines Erachtens sei sie seit ca. einer Woche tot. Es sĂ€he aus, als hĂ€tten sie sich gegenseitig umgebracht. Offenbar hĂ€tte niemand ĂŒberleben sollen, da sei die Zerstörung des Schiffes das sicherste gewesen. Über die GrĂŒnde könne man nur spekulieren. Das Team geht weiter und Matheson entdeckt die Quelle des Lebenssignals, auf dem Kommandodeck ist ein Außerirdischer am Leben, ansonsten gibt es auch hier nur Tote.

Auf der Excalibur wird der Überlebende in eine Druckkammer gebracht. Nachdem es zunĂ€chst so aussieht, als könne man seinen Zustand stabilisieren, gehen die Vitalwerte plötzlich deutlich zurĂŒck. Eine junge Ärztin, die direkt vor der Kammer steht, lĂ€uft, Dr. Chambers Warnung ignorierend, ohne Schutzkleidung hinein, um zu defibrilieren. Als sie die zweite Stufe ansetzen will, greift der Alien nach ihrem Handgelenk und etwas, dass aussieht wie ein Energiestoß, geht auf sie ĂŒber. Sie reißt die Augen auf, unternimmt jedoch einen weiteren Wiederbelebungsversuch. Mittlerweile ist klar, dass der Alien unwiderruflich tot ist und Dr. Chambers ordnet weitere Untersuchungen seines Körpers an und wĂ€scht der jungen Ärztin wegen Nichtbeachtens der Regeln gehörig den Kopf, was jene kleinlaut ĂŒber sich ergehen lĂ€sst.

Doch eines beunruhigt Dr. Chambers noch. Als sie dieses Untersuchungsergebnis sah, habe sie zuerst versucht, die GerĂ€te erneut zu kalibrieren. Sie fragt Gideon, ob er schon einmal in einem Raum mit mehreren Spiegeln gestanden hĂ€tte – man sĂ€he sich dann immer wieder einem nĂ€chsten Raum und noch einem nĂ€chsten und noch einem nĂ€chsten. Das sei es gewesen, was sie aus seinem Gehirn aufgezeichnet habe. Da seien multiple EEGs gewesen, was einfach nicht möglich wĂ€re.

Max Eilersen sitzt mit seinem Notebook im Restaurant ĂŒber seinem Laptop und studiert die Sprache der Aliens, wobei er laut vor sich hin denkt: "Wir brauchen ein Wort. Was ist mit den visuellen Aufzeichnungen von Lt. Matheson auf dem Alienschiff?" Auf dem Bildschirm sind Schriften und Bilder zu sehen.

Janey, die junge Ärztin, trĂ€gt unterdessen etwas in einer fremden Schrift in ein Buch ein. Plötzlich lĂ€uft sie los und berĂŒhrt einen der Labortechniker im Nacken, es ĂŒbertrĂ€gt sich Energie. Dann sagt sie etwas zu ihm in einer höchst befremdlich klingenden Sprache, der Mann nickt und geht davon. Janey sieht durch die Scheibe auf den toten Alien. Dann geht sie weiter und berĂŒhrt den nĂ€chsten Techniker, der ebenfalls die Energie erhĂ€lt und seinerseits weiter geht.

Gideon setzt sich im Restaurant RĂŒcken an RĂŒcken zu Eilerson an einen anderen Tisch
Er begrĂŒĂŸt Eilersen, der ihm offenbart, die ganze Nacht durchgearbeitet zu haben. Es gĂ€be einige Dinge, die er hassen wĂŒrde, erklĂ€rt er, und am meisten hasse er WidersprĂŒche. Und das sei ein großer Widerspruch. Gideon will wissen, wovon er spricht. Die gesprochenen Worte, erklĂ€rt Eilersen, hĂ€tten nichts mit den geschriebenen innerhalb des Schiffes zu tun. Sie hĂ€tten also entweder eine Sprechsprache und eine Schriftsprache, was sehr seltsam wĂ€re, oder jemand anderes als diese Aliens hĂ€tte das geschrieben. Gideon dreht sich nun zu Eilerson um: "Aber es war niemand anderes da." "Genau! Also wer oder was hat diese Zeichen gemalt?" Gideon dreht sich zurĂŒck und beide schauen nachdenklich auf ihre Tische.

Beim Benutzen einer Transportkapsel der Excalibur findet Lt. Matheson an deren WĂ€nder dieselben Zeichen wie im Alienschiff.

Mr. Welles amĂŒsiert sich ĂŒber Kevin, der Gideons Uniform hochhĂ€lt und sie einfach unmöglich findet. "Nun das sind die offizellen Standarduniformen der Besatzungen von Forschungsschiffen und anderen Schiffen der Erdregierung. Sie sollen freie Bewegungen erlauben, sind fĂŒr verschiedene klimatische Bedingungen und haben viele
Außentaschen,"erlĂ€utert Welles. Ein Captain brauche keine Taschen stellt Kevin fest, er habe Leute, die die Sachen fĂŒr ihn tragen. Ein Helfer von Kevin bringt neue Kleidung herein. Er dreht sich um, berĂŒhrt Mr. Welles im Nacken und ĂŒbertrĂ€gt die Energie auf ihn. "Hier, sehen Sie sich das an", fordert Kevin. "SpĂ€ter!" antwortet Mr. Welles mit stenger Stimme. "Ich habe wichtigere Dinge zu tun." Welles geht hinaus und Kevin schaut entrĂŒstet hinterher. Er schimpft ein wenig vor sich hin und widmet sich wieder den Uniformen.

Die bereits "Infizierten" gehen durch das Schiff und ĂŒbertragen die Energie auf weitere Besatzungsmitglieder. Janey betritt das Restaurant und will gerade auf Eilerson zugehen um ihn zu berĂŒhren, als der laut ausruft: "Ja, ja, ich hab's! Mann, das ist das Logbuch des Captains und worĂŒber redet ein Captain mehr als ĂŒber sein Schiff? Also muss das Wort, dass am hĂ€ufigsten im Logbuch vorkommt 'Schiff' sein. Also nehme ich 'mein Schiff', 'ihr Schiff' und alles ergibt sich von selbst. Oh Gott bin ich gut!" Janey bewegt sich langsam auf ihn zu. "Anzeigen der letzten Aufnahme, nur Text!" befiehlt Eilersen. Als er liest, was dort steht, stöhnt er entsetzt "Oh je!" Er aktiviert seinen Kommunikator. "Eilerson an Gideon. Ich treffe Sie in zehn Minuten im Besprechungsraum, ich habe etwas gefunden."

Bevor Janey bei ihm ist springt er auf, greift sein Notebook und eilt hinaus. Janey erwischt nur einen Sicherheitsbeamten, dessen Tablett lautstark zu Boden fĂ€llt, worauf Eilerson sich erschrocken umdreht. Der Offizier zieht, nach einem Blick von Janey, nickend seine PPG und zielt auf Eilerson, der jetzt davonstĂŒrmt. Janey stĂ¶ĂŸt einen befremdenden Schrei aus und alle Infizierten rennen hinter Eilersen her.

Es gelingt Eilersen in einer Transportkapsel zu entkommen. Er gibt Gideon durch, die Sektionen abzuschließen und keine weiterenTransporter mehr durch zulassen. Außerdem benötige er ein Notfallteam, da ein Sicherheitsbeamter, der ihn vor dem Schuss eines Infizierten beschĂŒtzte, getroffen wurde.

Im Besprechungsraum erklĂ€rt Dr. Chambers dass es schlecht um den Verletzten stĂŒnde. Nun wollen sie und Gideon erfahren, was passiert ist. "Alles was ich sagen kann", setzt Eilersen an, "ist was der Captain schrieb. Wir sind befallen. Die Aufzeichnungen zeigen, dass sie etwas an Bord genommen haben, das eine enorm hohe Energie in sich hatte. Organisch, aber unnatĂŒrlich. Nachdem sie es an Bord hatten, haben sich viele dort verĂ€ndert. Mental, innerlich. Diese Energie braucht andere Lebensformen und sucht sich ein neues zu Hause. Sie geht von einem zum anderen und sie wird durch BerĂŒhrung ĂŒbertragen, von einer Person zur nĂ€chsten. So ist auch die Crew befallen worden." Das erklĂ€re auch die Hirnströme des Aliens, stellt Gideon fest. Diese Lebensform scheine ganze Gebiete unter Kontrolle zu bringen und dann zum nĂ€chsten zu gehen. Durch das Versiegeln der Decks konnte eine schnelle Verbreitung zunĂ€chst verhindert werden. Eilersen erklĂ€rt, das genau sei die erste Maßnahme, des Captains des Schiffes gewesen, aber ihm fehlte die Zeit. Am Ende habe er erkannt, die einzige Möglichkeit das zu stoppen, sei die Zerstörung des Schiffes und das Töten aller an Bord befindlichen. Womöglich bleibe ihnen auch keine andere Wahl. Gideon folgt Eilersons AusfĂŒhrungen mit besorgtem Blick.

Die verriegelten Sektionen werden vermittels fliegender Kameras beobachtet. Gideon bittet per Durchsage alle, sich in ihre Quartiere zu begeben, auf weitere Anweisungen zu warten und keinen Kontakt zu anderen Crewmitgliedern aufzunehmen, bis die Situation geklĂ€rt sei. Auf Deck neun und zehn entdecken die Kameras Schriftzeichen an der Wand, dieselbe Schrift, wie auf dem Alienschiff. Gideon bemerkt, dass er es hasse wenn Eilerson Recht habe. Er sei dann fĂŒr Tage unausstehlich. Matheson schmunzelt. Jetzt erfasst die Kamera eine Person: Mr. Welles. Er teilt Gideon mit, dass sie verhandeln mĂŒssten um einen friedlichen Ausweg zu finden. Anderenfalls werde weder er noch die Crew lebend davonkommen.

Eilersen steht am Lager des angeschossenen Waschoffiziers, dessen Leben nicht mehr zu retten ist. Er kann es nicht fassen, dass dieser Mann sein Leben fĂŒr ihn gab. Dr. Chambers erklĂ€rt ihm, dass er als Soldat dafĂŒr ausgebildet worden sei. Es sei seine Aufgabe, und fĂŒr ihn eine Ehre gewesen, zu dienen und zu schĂŒtzen. Dennoch ist Eilersen betroffen, das gerade ihm jemand das Leben gerettet habe und er möchte wenigstens noch seinen Namen erfahren.

Gideon hat Eilersons Report studiert und erfahren, dass die Infizierten den "Geist" des Alien nur durch Körperkontakt weitergeben können. So lĂ€sst er das Schott zuschweißen und tritt dann vor die Glasscheibe, auf deren anderer Seite Wellers mit seinem Gefolge steht. Gideon will wissen, wer oder was sie seien. Wellers erklĂ€rt, es gĂ€be den Einen, den Beginn von ihnen, sie seien nur die Schatten des Beginns. Die Rasse sei gewachsen und habe Völker kolonialisiert. Sie hĂ€tten Planeten verĂ€ndert, indem sie die Wesen dort verĂ€nderten. Was den anderen gehört hĂ€tte, gehöre jetzt ihnen. Die Crew der Excalibur wĂŒrden sie nur zum Transport brauchen um in andere Welten zu gelangen. Sie seien nur zu stoppen, wenn jeder von ihnen getötet wĂŒrde. Sie ließen nicht mit sich handeln.

WĂ€hrend Lt. Matheson die Bilder aus dem Alienschiff zu analysieren versucht, wird er von Kevin betrachtet. Matheson ist davon ziemlich entnervt. Dann aber stellt Kevin tatsĂ€chlich etwas Bemekenswertes fest. Er findet, dass die Bilder mit den toten Aliens fremdartig aussehen. Er sei Designer, erklĂ€rt er, er denke in Linien und Formen. Die Aliens wĂŒrden einander alle berĂŒhren und es sĂ€he nicht, wie Matheson meint, nach einem Kampf aus. Sie wĂŒrden eine Reihe bilden, die zu einer Röhre fĂŒhre. Sie hĂ€tten die Energie durch BerĂŒhrung weitergegeben, informiert Matheson ihn. Aber die Anzahl, stellt Kevin fest, wĂŒrde immer geringer, je weiter sie in die Röhre gingen und dann sei da nur noch einer. Matheson ist fasziniert. Dr. Chambers hĂ€tte bei dem ĂŒbrig gebliebenen Alien multiple EEG-Kurven gefunden, also viele Persönlichkeiten in einem Körper.

Gideon will nun mit Matheson weitere Maßnahmen besprechen. Sie schauen sich den Plan der Excalibur an und und entschließen sich, die Heizung in den entsprechenden Sektoren abzuschalten, er wĂŒrde dann sehr schnell sehr kalt dort, um die Befallenen in einen zentralen Sektor zu bekommen.

Ihr Vorhaben funktioniert und Mr. Welles setzt sich von dem warmen Sektor aus mit Gideon in Verbindung. Er will Gideon zeigen, dass er seine mangelnde Kooperation noch bereuen werde. Er lĂ€sst ein befallenes Crewmitglied zu sich bringen, entzieht ihm die Alienenergie und lĂ€sst ihn erschießen. Als Gideon wĂŒtend reagiert, macht Welles ihm noch einmal klar, dass es sinnlos sei, seinen Körper zu töten. Er wĂŒrde dann auf einen anderen ĂŒbergehen. Er gibt Gideon 10 Minuten Zeit um zu ihm zu kommen, ansonsten wĂŒrden weitere Crewmitglieder sterben.

Gideon weiß, er muss zu den Leuten in die Sektion, und er muss sich etwas einfallen lassen. Gideon sitzt nun in einer Transportkapsel und holt einen Raumanzug hervor. Als er damit in die Sektion der Infizierten kommt, fragt Welles ihn, ob ihn das schĂŒtzen solle. Gideon erinnert ihn, dass der Alien die Krise in der Medbay ausgelöst habe, um Janey ungeschĂŒtzt in den Raum zu locken, denn nur durch BerĂŒhrung als biochemisches Tor könne er eindringen.

Dr. Chambers, Eilersen und Matheson verfolgen die Szene gespannt ĂŒber den Bildschirm.
Solange er die habe, sagt Gideon zu Welles und hĂ€lt eine Waffe hoch, hĂ€tten sie keine Chance. Er mĂŒsse sie nicht töten, sondern nur auf ihre Kniescheiben zielen, wenn sie versuchten, sich zu nĂ€hern. Der Schaden sei dann spĂ€ter zu beheben. Dennoch hĂ€tte er ein Problem, eröffnet Janey dem Captain. Er hĂ€tte nur fĂŒr eine Stunde Sauerstoff, dann mĂŒsse er den Anzug ohnehin ausziehen um nicht zu sterben. Genau so sei es, bestĂ€tigt Welles, er brauche Luft. Das stimme allerdings, gibt Gideon zu, die brauchten alle. Er fĂŒgt hinzu: "Wie Mr. Eilerson immer sagt: Atmen ist menschlich.'"

Eilersen, am Bildschirm, ist entsetzt. Niemals wĂŒrde er solch ein Klischee verwenden, das hĂ€tte er nie gesagt. Dr. Chambers jedoch ĂŒberlegt. Gideon habe nicht gesagt ‚Irren ist menschlich’, wie es ja eigentlich heiße, sondern ‚Atmen ist menschlich’. Vermutlich sollte das ein versteckter Hinweis fĂŒr sie sein, da er wisse, dass sie ihn hören. Auf dem Schiff hĂ€tten die Körper eine Reihe gebildet, bis in die Cryoröhre. Als das Schiff dekomprimierte, hĂ€tten alle den ‚Geist’ in einen Körper zurĂŒckgeschickt. Dann solle es also heißen, sie brauchen Luft, wie alle anderen auch, und wenn die Körper, in denen sie steckten, wegen Sauerstoffmangels sterben, tĂ€ten sie es auch. Jetzt fĂ€llt es Eilersen wie Schuppen von den Augen. Aufgeregt will er wissen, wie lange ein Mensch ohne Sauerstoff ĂŒberleben könne. Ohne Schaden zu nehmen 4 bis 5 Minuten, klĂ€rt Dr. Chambers ihn auf.

Eilerson veranlasst nun, die medizinische Abteilung vorzubereiten und und die Dekrompression der entsprechenden Decks einzuleiten. WÀhrend Gideon allmÀhlich ungeduldig wird und "nun kommt schon, denkt nach", vor sich hin murmelt, laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren.

Da meldet der Computer einen Druckabfall auf Deck 7. Mr. Welles schreit "Nein, Nein!", als die Luft knapp wird und alle durch den Sog umgerissen werden. Alle greifen nach den HÀnden der anderen, am Ende der Reihe steht Mr. Welles und nimmt die gesamte Alienenergie in sich auf wÀhrend die anderen zusammenbrechen.

Nach Luft ringend taumelt Welles in Richtung SchutzanzĂŒge. Als er dort einen Offizier sitzen sieht, schlĂ€gt er ihn nieder, öffnet den Anzugverschluß am Ärmel, ĂŒbertrĂ€gt die Energie und bricht ebenfalls zusammen. Gideon, der ihm gefolgt war, verschließt den Anzug wieder. "Ich habe Ihnen gesagt, sie können mich nicht aufhalten", dringt eine leise Stimme aus dem Anzug des Offiziers. "Hey, irgendetwas stimmt nicht. Ich kann mich nicht bewegen. Ich kann mich nicht bewegen!" schreit der Alien, der sich im Körper eines Toten befindet.

Gideon schleift ihn zu einer Luftscheuse. "Tun Sie das nicht, wir können zusammenarbeiten. Ich weiß, wonach Sie suchen", ruft der Alien verzweifelt. "Ich weiß wo sie es finden können. Tun sie es nicht!" Aber Gideon legt den Körper in die Schleuse und befiehlt Matheson, das Weitere zu tun. Die Schleuse schließt sich und Lt. Matheson befiehlt: "Feuer!" Mit dem Schuss aus der Bordkanone ist der Alien endgĂŒltig vernichtet. Der Druck auf den Decks baut sich wieder auf, Gideon kann seinen Helm abnehmen und die Medteams eilen heran.

Das Alienschiff wird unterdessen von einem Schiff der Erd-Allianz abgeschleppt. Sollten die Datenbanken etwas hergeben, werde man es Gideon wissen lassen.

Gideon verabschiedet sich von Welles, der ihm noch einmal dankt, und Kevin, der bereits die neue Uniform fĂŒr Gideon in HĂ€nden hĂ€lt. Matheson ist sich nicht sicher, ob man in den engen Uniformen atmen könne, was Giseon mit dem Rat: "Atmen Sie in ihrer Freizeit", quittiert.

Eilerson gesteht Dr. Chambers, dass er sich etwas besser fĂŒhle, da der Offizier nun nicht nur sein Leben, sondern im Grunde die gesamte Crew gerettet habe. Er ist immer noch beeindruckt von dem Einsatz, den ein Soldat leistet.

Gideon betrachtet sich in neuer Uniform im Spiegel. "Macht, WĂŒrde, PrĂ€senz", wiederholt er die Worte Kevins. "Ich sehe aus wie ein Hotelpage." Damit zieht er die Jacke wieder aus, setzt sich an seinen Computer und diktiert einen Brief an die Mutter des Offiziers.