|
Die Crusade-Episoden in logischer Reihenfolge
Die Excalibur macht Halt auf Babylon 5, da Captain Gideon dort "wichtige Verhandlungen" führen soll. Auch Max Eilersen bekommt zu tun, seine Exfrau, die gerade auf der Station lebt, steckt in tiefen Schwierigkeiten. Während nun Gideon sich mit "widerborstigen" Aliens herumschlagen muss, sucht Eilerson nach Auswegen aus einer vertrackten Situation.
Auf Babylon 5 angekommen, soll Captain Gideon für die Suche nach einem Heilmittel wichtige Verhandlungen führen. Erster Verhandlungspartner sind die Brakiri, die eine Art Schutzmacht der Lorkaner sind, deren Planeten die Crew der Excalibur gerne untersuchen würde. Dort, so hofft man, könnten sich wichtige Informationen über ein Heilmittel gegen die Drakh-Seuche befinden. Die Brakiri stellen sich jedoch quer und berufen sich auf den Vertrag ihres Volkes mit den Lorkanern, nach dem sie diese unter anderem vor dem Besuch von "Außenweltlern" zu beschützen haben.
Als Lochley daraufhin sich direkt an die auf der Station befindlichen Lorkaner wendet, sind diese zwar zunächst zu Verhandlungen bereit, stellen sich schließlich aber genauso quer wie ihre Schutzmacht. Da Gideon nicht so ohne Weiteres aufgeben will, geraten er und Lochley sogar noch in Lebensgefahr...
Max Eilerson trifft auf der Station unterdessen seine Exfrau Cynthia Allen. Diese steckt in den Fängen eines Kredithais, der binnen kurzer Zeit von ihr 100.000 Krediteinheiten haben will - Zins (50.000) und Tilgung (50.000) eines Kredits, den sie ein halbes Jahr zuvor bei ihm aufgenommen hatte. Eilerson sieht zwar ein, die Schulden zu tilgen, den Zins jedoch hält er für überzogen und sucht daher nach einem Weg, dem Kredithai "klar zu machen", dass er auf die Zinsen verzichten muss. Dabei gerät das Leben seiner Exfrau in große Gefahr...
Für alle, die mehr wissen möchten, steht eine ausführliche Inhaltsangabe bereit.
von Matthias Pohlmann
Dies ist wohl die Subtext-Folge schlechthin unter den viel zu wenigen Crusade-Folgen, die zu sehen waren. Eilersons Andeutungen am Anfang der Folge - zB über Dinge, die länger andauern, als sie sollten - sind dann später der reine Genuss. Ebenso die Subtexte zwischen Gideon und Lochley - sehr gelungen.
Max Eilerson bekommt bei dieser Gelegenheit auch noch eine etwas positivere Seite seines Charakters verpasst, nachdem er zuvor doch meist eher als "charmantes Ekel" einzustufen war. Aber es ist schön, zu sehen, dass auch er ein Mensch mit Gefühlen ist - und offensichtlich große Probleme damit hat, diese zu zeigen und mit diesen umzugehen. Die Tiefe dieses Charakters nimmt hier deutlich zu und so reiht er sich mit dieser Folge in die Charaktere ein, um deren zu frühes Ende man trauert. Gerne hätte jedenfalls ich noch mehr über diesen Max Eilerson erfahren, alleine, es war bisher jedenfalls nicht möglich.
Auch die Gideon/Lochley-Geschichte weiß zu gefallen. Zwar geht das Ganze eigentlich doch ziemlich schnell - nach TNT-Reihenfolge sogar "überschnell", jedoch scheint es zu den beiden Charakteren zu passen, sich in einer Ausnahmesituation wie der, in die sie im Verlaufe dieser Folge kommen, "gehen zu lassen" und zusammen zu finden, um dann - gegen die Stimme der Herzen - wieder auseinander zu gehen - jedenfalls anscheinend - oder sogar nur scheinbar? |