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Babylon 5 Episodenguide |
5x15 "Darkness Ascending"
[Am Rande des Abgrunds]
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Garibaldi kommt geschunden und blutig auf den Zocalo, der völlig verwüstet ist. Überall sieht er Trümmer, Flammen und Leichen. Einer der Toten ist Sheridan. Er hat einen Kopfschuss und neben ihm steht mit Blut geschrieben: "Sie haben mich enttäuscht." Auch Zack Allan ist tot, die Blutnachricht lautet: "Wo waren Sie?"
Dr. Franklin ist schwer verwundet. "Wir hätten Sie hier gebraucht ..." keucht er noch, dann wird auch er erschossen. Gelächter hallt über den Zocalo. Ein zweiter Garibaldi, mit einem großen Gewehr, tritt aus den Trümmern hervor und sagt, er sei an allem schuld. Der erste Garibaldi wendet sich ab, doch etwas kriecht aus der Bar heraus und beginnt ihn zu verschlingen.
Garibaldi erwacht abrupt aus seinem schrecklichen Traum. Vor seinem Bett steht Lyta mit weiß leuchtenden Augen. Sie habe beschlossen, erklärt sie, das, was die Vorlonen ihr angetan haben, nicht mehr zu verstecken, und sie teste gerade ihre Fähigkeiten. Garibaldi hätte jedoch nicht aufwachen sollen. "Das alles ist nur ein Traum ", sagt sie. Noch einmal wacht Garibaldi auf und er ist allein in seinem Zimmer.
Doch dann erscheint Lise Hampton und sie ist real. Sie will Garibaldi sehen, der sein Versprechen, nur für kurze Zeit auf Babylon 5 zu bleiben nicht gehalten hat. Da sie ihn vermisst, ist sie jetzt zu ihm gekommen.
Delenn nimmt in Sheridans Büro, wo sie gerade allein einige Unterlagen holt, einen Anruf von Lennier entgegen. Er unterrichtet sie über drei weitere Angriffe auf Schiffe der Allianz, wofür es weder Zeugen noch Beweise gegeben habe. Zwanzig Stunden vor jedem Angriff empfingen sie jedoch verschlüsselte Centauri-Signale. Es werde allerdings noch einige Zeit dauern, bis er in der Lage sei, sie zu entschlüsseln.
Lennier will wissen, ob Sheridan über seine Mission informiert ist. Delenn verneint und genau in diesem Moment erscheint Sheridan am Eingang des Raumes. Als er sieht, mit wem Delenn spricht, hält er inne und hört die letzten Worte an. So erfährt er, wo sich Lennier aufhält und womit er sich befasst.
Unterdessen spricht Lyta mit einem Geschäftsmann. Lyta will eine Vereinbarung mit ihm treffen, mit einem seiner Forschungsschiffe, das zweihundert Telepathen befördern kann, unbekannte Planeten für dessen Firma zu erforschen. Sie würden ihre telepathischen Fähigkeiten nutzen, erklärt sie, um erste Kontaktaufnahmen zu erleichtern und um wesentlich effizienter Erfolge zu erzielen. Im Gegenzug wollen sie eine Kolonie gründen, wenn sie einen geeigneten, unbewohnten Planeten finden.
Der Geschäftsmann findet die Idee zwar interessant, will sich aber darauf nicht einlassen. Beim Einsatz abtrünniger Telepathen würde die Versicherung erlöschen und der Vertrag mit dem Psi-Corps würde verletzt, was sie sich nicht leisten könnten. Auch kein anderes Erdenunternehmen könnte das. Nachdem der Mann gegangen ist, hat Lyta eine andere Idee. Sie vereinbart ein Treffen mit G'Kar.
Vir bespricht die anliegenden Aufgaben mit Londo. Der Hof möchte einen Zeitplan der Transporte von Allianz-Welten nach Centauri Prime. Londos findet das sehr ungewöhnlich, da der imperiale Hof sich noch nie für solche Angelegenheiten interessiert habe. Die weiteren Punkte für diesen Tag, ein Treffen mit dem Finanzminister der Drazi und ein Fototermin mit dem Gaim-Botschafter, wurden abgesagt. Vir vermutet, das hänge mit dem Boykott der Allianz-Sitzungen zusammen. Londo jedoch ist befremdet, dererlei Termine seien eigentlich immer aufrechterhalten worden.
In Garibaldis Quartier entdeckt Lise als sie Tee kochen will eine Whiskey-Flasche. Wütend stellt sie Garibaldi zur Rede. Sie habe schon einmal mit ansehen müssen, was der Alkohol anrichtete, mindestens zweimal habe er schon Michaels Leben ruiniert. Michael aber behauptet, er habe alles unter Kontrolle. Sie fordert, er solle dann zumindest nicht trinken solange sie da sei. Das wäre wenigstens ein Anfang. Garibaldi erklärt sich einverstanden, er schüttet den Inhalt der Flasche in den Ausguss.
An Bord der ‚Maria’ ist Lennier damit beschäftigt, die Übertragungen der Centauri zu entschlüsseln. Als Montoya nach seinen Fortschritten fragt erklärt Lennier, er sei bisher nur in der Lage gewesen, drei Worte zu entschlüsseln: "Antworten Sie nicht!" Er glaubt, dass die Botschaft an eine stationäre Basis geschickt wird. Die Basis müsste also einen Tachyonenstrom aussenden, um die Übertragung zu ermöglichen. Falls man diesen zum Zeitpunkt einer weiteren Übertragung orten kann, ist er zur Basis zurück zu verfolgen. Da empfängt Montoya eine Nachricht von Babylon 5. Die ‚Maria’ wurde von Sheridan selbst zurückgerufen.
Delenn will von Sheridan wissen, warum er den Whitestar 27 zurückgerufen habe. Er erklärt, er habe von der verdeckten Mission erfahren die ohne sein Wissen durchgeführt werde, also hätte er sie abgebrochen, denn er hielte es für unangemessen, Lennier auf diese Mission zu schicken, ohne ihn davon zu unterrichten. Delenn muss zugeben, dass er Recht hat. Allerdings sei es ebenso unangemessen von Sheridan gewesen sei, Lennier nicht auf diese Mission zu schicken. Er sei der Ranger, der am besten dafür geeignet sei. Sheridan habe ihn nur nicht geschickt, um Delenn davor zu schützen, dass Lennier in Gefahr gerät. Sheridan muss das eingestehen, Delenn habe bereits einige ihr nahe stehende Personen wie Marcus und Neroon verloren, er habe sie keinen weiteren Verlusten aussetzen wollen.
In dem Moment erreicht sie die Nachricht von Montoya, dass Lennier die ‚Maria’ mit einem Ein-Mann-Jäger verlassen habe, und bisher nicht ausfindig gemacht werden konnte.
Lennier folgt unterdessen im Hyperraum dem Tachyonstrahl. Da sein Sauerstoffvorrat nicht reichen wird, bis die Basis erreicht ist, die er finden will, versetzt er sich in tiefe Meditation, um soviel Sauerstoff wie möglich zu sparen.
Lyta sucht G'Kar auf und erinnert ihn an das Angebot, Zugang zu ihrer DNS zu erwerben, dass er ihr machte als sie auf die Station kam. Sie will wissen, ob es noch gilt. G'Kar ist verblüfft, nach so langer Zeit daran erinnert zu werden, ist jedoch grundsätzlich noch interessiert. Lyta verspricht ihm den Zugang zu der DNS von vielen Telepathen. Dafür will sie viel Geld, mindestens fünf Langstreckenraumschiffe die je 100 Telepathen aufnehmen können und absolute Diskretion. Bezüglich der Diskretion hat G'Kar Bedenken wegen der Mitgliedschaft in der Allianz. Lyta aber macht ihm klar, dass es hier um ein innenpolitisches Anliegen der Narn ginge, dass nicht in die Zuständigkeit der Allianz falle. Lyta gibt G'Kar Zeit, ihr Angebot zu überdenken.
Garibaldi und Lise sind im "Fresh Air" um zu essen. Lise sagt, sie freue sich auf Garibaldis Rückkehr zum Mars, sie brauche ihn dringend, bei der Leitung von Edgars Industries. Sie will wissen, wie Sheridans reagierte, als Michael ihn von seinem Rücktritt in Kenntnis gesetzt habe. Lise bemerkt an seiner ausweichenden Reaktion, dass er nicht mit Sheridan gesprochen hat. Ein Kellner möchte nun die Bestellung aufnehmen. Auf Lises mahnenden Blick bei den Getränken verlangt Garibaldi einen Kaffee, worauf der Kellner erst nach massiver Wiederholung reagiert. Als Garibaldi den ersten Schluck nimmt erklärt er Lise, es sei der schlechteste Kaffee, den er je getrunken habe. Er steht auf um sich darüber zu beschweren. Als Lise ihn nicht mehr sehen kann, zückt er einen Flachmann aus seiner Tasche und "verbessert" seinen Kaffee.
Sheridan und Delenn erfahren, dass es bislang keine Spur von Lennier gibt. Sheridan befiehlt, die Suche fortzusetzen. Captain Montoya gibt zu bedenken, dass Lennier, selbst wenn er sich in tiefer Meditation befindet, jetzt am Ende seiner Sauerstoffvorräte sein wird.
Unterdessen wird Lenniers Jäger von einem Schiff der Centauri überholt. Lennier aktiviert trotz äußerster Sauerstoffknappheit den Tarnmodus seines Schiffes, dockt es an die Hülle des Centauri-Schiffes und füllt so seinen Sauerstoffvorrat auf. Das Centauri-Schiff springt in den Normalraum und erreicht hier den Sammelpunkt der Centauri-Flotte.
Als sie sich Schlafen gelegt haben, entschuldigt sich Sheridan bei Delenn. Sie habe Recht gehabt, Lennier auf diese Mission zu senden, es sei aber nicht ihr Fehler, dass er vermißt werde, oder womöglich tot sei. Delenn entgegnet, dass sie seinen Tod erst akzeptieren werde, wenn sie seine Leiche gesehen habe.
Am nächsten Morgen erhält Londo eine dringende Nachricht von Centauri Prime. Ein Minister unterrichtet ihn, dass sie wüssten, Sheridan und die anderen Allianzmitglieder wollten die Centauri für die Angriffe verantwortlich machen. Sie seien sogar bereit, Beweise zu fälschen, wenn es notwendig wäre. Londo versichert, dass Sheridan so etwas niemals zulassen würde. Der Minister weist jedoch darauf hin, dass die Narn Zugang zu Centauri-Schiffen und Waffen hätten, die bei ihrem Abzug auf Narn zurückgelassen wurden. Da viele Narn denken würden, dass G'Kar den Centauri zu nahe steht, könnte womöglich eine Beweisfälschung ohne sein Wissen durchgeführt werden. Der Minister fordert Londo auf, seine Position zu nutzen und zu verhindern, dass den Centauri die Schuld angehängt würde. Sollten die Narn versuchen, gegen die Centauri zu agieren, macht der Minister klar, könnte das einen neuen Krieg verursachen.
Lyta möchte G'Kars Antwort erfahren. Er erklärt ihr, dass seine Regierung zugestimmt habe, allerdings unter einer zusätzlichen Bedingung: Lyta und ihre Telepathen müssten von Zeit zu Zeit die Gedanken anderer Botschafter scannen und den Narn Bericht erstatten. Lyta denkt kurz nach, und lehnt ab. Sie sei mittlerweile zu vielen Kompromissen bereit, doch etwas Anstand habe sie noch. So würde das Geschäft nicht zustande kommen. Damit will Lyta das Quartier verlassen.
G'Kar jedoch hält sie zurück. Es gäbe diese Bedingung gar nicht. erklärt er, er habe nur herausfinden wollen, wie weit sie gehen würde. Hätte sie sich darauf eingelassen, wäre das Geschäft geplatzt, denn man hätte ihr nicht trauen können. Nun aber könnten sie fortfahren. Sie werde das Geld, die Schiffe und die Unterstützung der Narn erhalten.
Lennier kehrt, mit dem Centauri Schiff verbunden, zusammen mit einer Reihe anderer Schiffe in den Hyperraum zurück. Als sie erneut in den Normalraum springen aktviert er den Aufnahmemodus. Die Schiffe greifen ohne Vorwarnung einen Konvoi an und zerstören ihn, obwohl er die Kapitulation anbietet. Als die Centauri abziehen, bleibt Lennier zwischen den Trümmern zurück und beginnt ein Notsignal zu senden.
Auf der Station kommt die gute Nachricht an: Die 'Maria' hat Lennier an Bord genommen und fliegt nach Babylon 5. Lennier hat den Beweis, den sie brauchen. Delenn läuft, von ihren Emotionen überwältigt, aus dem Raum und lehnt sich gegen die Wand, nicht wissend, ob sie lachen oder weinen soll. Zufällig kommt Londo vorbei und fragt, ob alles in Ordnung sei. Sie geht schweigend auf ihn zu und umarmt ihn. Londo ist völlig irritiert und fragt, was das zu bedeuten habe. Delenn erklärt ihm, dass sie so etwas nie gemacht hätte und befürchte, dass sie schon bald keine Gelegenheit mehr dazu haben werden.
Als Lennier eintrifft wird er von Delenn und Sheridan begrüßt. Lennier gibt Sheridan die Aufzeichnungen, die er gemacht hat und zieht sich dann zurück um sich auszuruhen. "Viele Monate haben wir auf diese Information gehofft", stellt Sheridan fest, "und nun, wo ich sie habe, möchte ich sie am liebsten ins All befördern. Ich hatte gedacht wir irren uns. Ich hatte gedacht, dass es nicht so sein würde." Delenn geht es genauso. Aber sie haben jetzt die Pflicht, angemessen zu reagieren. Sie beraumen eine nicht-öffentliche Ratssitzung am nächsten Morgen an, um die Beweise zu zeigen. Garibaldi, nach dem Sheridan gesucht hatte, kommt herein. Sheridan lässt ihn wissen, dass er sich schnellst möglichst mit ihm, Franklin und G'Kar treffen will.
Franklin spricht gerade mit Londo über die biologische Datenbank der Allianz, als sie von Vir unterbrochen werden. Er teilt Londo mit, dass für den nächsten Tag eine Ratssitzung geplant sei, ein sicheres Anzeichen dafür, dass sie Beweise hinsichtlich der Angriffe präsentieren würden. Es seien alle Botschafter eingeladen, bis auf Londo. "Oh, das gefällt mir nicht", sagt Londo. "Das gefällt mir überhaupt nicht. Das wird ganz böse enden."
Lise ist dabei, das Abendessen vorzubereiten, als Garibaldi das Quatier betritt. Er beschwört sie, die Station sofort zu verlassen und schnellstmöglich auf den Mars zurückzukehren. Denn wenn kein Wunder geschehe, stellt er fest, werden sie morgen im Krieg mit den Centauri sein.
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