|
Babylon 5 Episodenguide |
5x11 "Phoenix Rising"
[Vergesst Byron nicht]
| « |
|
» |
 |
|
 |
|
Bester gibt den Cops seiner Bluthundeinheit, die die abtrünnigen Telepathen fassen sollen, Anweisungen zur Vorgehensweise. Diejenigen, die Byron verlassen hätten, seien gefährlicher als die anderen, die sich im Braunen Sektor verschanzt hätten. Dennoch seien es Telepathen, ihre Familie, und man möge versuchen, Blutvergießen möglichst zu vermeiden. Er gibt den Psi-Cops ihre genauen Aufträge und befiehlt, die Situation bis zum nächsten Tag geklärt zu haben.
Gegen Ende seiner Ausführungen kommt Captain Lochley dazu. Sie wirft Bester vor, die Jagd zu genießen, er entgegnet jedoch, es sei seine Aufgabe, die Normalen vor abtrünnigen Telepathen zu beschützen. Darüber hinaus sei es seine Mission, den Abtrünnigen zu helfen dass sie verstünden, alle Telepathen seien auf derselben Seite.
Als die Einheit ihre Positionen einnehmen will, öffnet sich in einem Korridor eine Aufzugstür und die Leiche eines in einen Hinterhalt gelockten Bluthundes ist zu sehen, der unter den Worten "Free Byron!" an die Wand genagelt wurde.
Unterdessen nimmt Byron Kontakt mit Präsident Sheridan auf. Er unterbreitet ihm, dass er, falls die Gedankenpolizisten die Station verlassen würden, seine Anhänger davon überzeugen könne, sich zurückzuziehen. Sheridan verhandelt noch mit ihm, als Bester hereinkommt, an den Monitor tritt und ironisch bemerkt, Byron halte niemals seine Versprechen. "Es ist vorbei", richtet er das Wort an Byron. "Nein, es gibt noch andere Wege", entgegnet Byron und bricht die Verbindung ab. Als Lyta von Byron wissen will, was Bester mit seiner Bemerkung über die Versprechen gemeint habe, weicht Byron einer Antwort aus, dazu sei jetzt keine Zeit.
Bester ignoriert Sheridans Ärger über dessen Einmischung und liefert einen Bericht über das Vorankommen ab. Als Bester gegangen ist, äußert Sheridan Lochley gegenüber seine Verwunderung, dass man nichts von Garibaldi gehört habe. Noch gefährlicher als ein lauter Garibaldi sei einer, von dem man nichts höre.
Als Bester in sein Quartier kommt, wird er von Garibaldi empfangen, der seine PPG im Anschlag hat. Er fordert Bester auf, zur BabCom-Station zu gehen und ein ein vollständiges Geständnis zu diktieren über dass, was er Garibaldi antat. Bester gibt gelassen alles zu, will es aber nicht aufzeichnen. Die PPG immer noch fest auf Bester gerichtet droht Garibaldi ihm. Bester stellt ihm frei, zu schießen. Garibaldis Gesicht lässt seinen Kampf erkennen, den Abzug zu ziehen, doch er ist dazu nicht imstande.
Nun fragt Bester ungerührt, für wie dumm und beschränkt Garibaldi ihn eigentlich halte. Er erläutert Garibaldi, dass er einen "Asimov" in dessen Gehirn verankert habe. Es handele sich um eine neurale Blockade, benannt nach dem Schriftsteller Isaac Asimov, in dessen Büchern Roboter die Direktive programmiert bekamen, niemals gegen Menschen vorzugehen und es auch nicht zuzulassen, wenn es ein anderer tat. Das bedeutet, Garibaldi kann Bester nicht selber schaden oder zulassen, dass er zu Schaden kommt. Er wird den Wunsch verspüren Bester töten zu wollen und seine Wut erleben, aber er kann es nicht ausführen. Als Bester daraufhin das Quartier verlässt richtet Garibaldi seine PPG noch einmal vergeblich auf Besters Rücken und schießt dann aus Verzweiflung auf die BabCom-Station.
Byron äußert sich frustriert über seine Leute von denen er gehofft hatte, dass sie nicht gewalttätig würden. Lyta aber wechselt das Thema. Sie will nun endlich wissen, was es mit Besters Äußerung auf sich hatte. Byron erzählt ihr, dass er als P 12 Telepath im Psi-Corps aufwuchs. Lyta stutzt einen Augenblick und stellt fest, dass er dann Psi-Cop gewesen sein müsse. Byron bestätigt ihre Annahme. Mehr noch, er sei Besters Protegé gewesen. Eines Tages seien sie mit dem Omega-Schwadron im Einsatz gewesen um einen Transporter zu stellen, der abtrünnige Telepathen schmuggelte. Man habe die Telepathen in einer Rettungskapsel ausgesetzt, Bester habe ihm jedoch befohlen, den Transporter zu zerstören um ein Exempel zu statuieren. Er habe den Befehl zunächst nicht ausgeführt bis Bester ihn nachdrücklich wiederholt hätte mit dem Hinweis, es seien doch "nur Normale". Schließlich habe er keine andere Wahl gehabt, als den Befehl auszuführen. Bei der nächsten Gelegenheit jedoch sei er dem Corps entflohen und habe geschworen, einen besseren Weg für die Telepathen zu finden.
Währenddessen werden die Telepathen, die sich von Byron abgesondert haben, in ein Feuergefecht verwickelt in dem sie nicht bestehen können. Einer von ihnen beschließt daher, Geiseln zu nehmen um ihre Forderungen durchzusetzen. Er weiß auch, wo sie das tun können.
Im Medlab möchte Garibaldi von Dr. Franklin erfahren, ob er von einer Möglichkeit wisse, telepathische neurale Blockaden zu brechen. Doch bevor Franklin antworten kann, stürmen die Telepathen herein und nehmen die Anwesenden als Geiseln. Über eine Babcom-Verbindung drohen sie, die Geiseln, als erstes Garibaldi, zu töten, falls sie nicht ihren Heimatplaneten und freies Geleit bekämen. Byron, der die Übertragung mitverfolgt, bittet Lyta, die sich auf der Station auskennt, eine Möglichkeit zu finden, zum Medlab zu gelangen. Er müsse dorthin um das Töten zu stoppen.
In der Zwischenzeit haben einige Telepathen den Telekineten Peter von seinem Krankenlager geholt. Er soll helfen indem er einen Zugangsweg bewacht. Dr. Franklin versucht zu intervenieren, da das aus medizinischer Sicht nicht vertretbar sei, wird jedoch von den in die Enge getriebenen Telepathen deutlich in die Schranken verwiesen. Peter wehrt unterdessen einen Angriff Zack Allens ab, indem er alle möglichen Gegenstände auf ihn zu fliegen lässt. Zack zieht sich irritiert zurück.
Bester kann Sheridan gegenüber eine gewisse Genugtuung nicht verhehlen, denn, so lässt er den Präsident wissen, er habe den Fehler gemacht, den Telepathen zu vertrauen. Nun ist es, auch wenn Garibaldis Leben in Gefahr ist, Besters Zuständigkeit, die Krise zu meistern. Lochley erklärt Sheridan nachdem Bester gegangen ist, dass die Erd-Regierung ihm diese Befugnis erteilt hat. Sheridan sorgt sich allerdings um Garibaldi. Lochley macht ihm klar, dass sie auf keinen Fall den Forderungen von Terroristen nachgeben dürfen.
Lyta geht unterdessen zusammen mit Byron die Wände in ihrem Sektor ab. An möglichen Durchgängen, wie Lüftungsschächten, bleibt sie stehen und spürt ihrem Verlauf nach, um einen Weg zum Medlab zu finden.
Garibaldi, blutig und verängstigt, schaut in die Runde, während Byron und Lyta bei Peter ankommen, der ihnen zweifelnd versichert, er habe immer nur das Richtige tun wollen. Garibaldi versucht die Terroristen zu überreden, mit ihnen zusammenzuarbeiten. So würde das alles niemals funktionieren, aber er könne sie aus dieser Situation herausholen, verspricht er, doch niemand reagiert. Da erscheint Sheridan auf dem Bildschirm und erklärt, dass es nicht der Politik der Allianz und der Station entspräche, terroristischen Forderungen nachzugeben. Würden sie nur einmal nachgeben sei dem Terror Tür und Tor geöffnet. Er gibt den Telepathen 10 Minuten, um sich zu ergeben, anderenfalls würde man gewaltsam vorgehen müssen. Garibaldi nickt resignierend. Man hört das Geräusch einer sich aufladenden PPG und Thomas, der Wortführer, richtet seine Waffen auf Garibaldi. Da wird eine andere PPG abgefeuert und Thomas geht getroffen zu Boden. Byron, der in der Tür des Medlab steht, schließt verzweifelt die Augen, er hat Thomas erschossen.
Sheridan geht unruhig auf und ab, die 10 Minuten sind verstrichen und er fragt sich, warum das Medlab sich nicht meldet. Er erzählt Lochley von Garibaldi. Er sei mit Sinclair gekommen. 5 Jahre habe er nun auf dieser Station überlebt, habe den Alkohol in den Griff bekommen, sei fast durch einen Schuss in den Rücken getötet worden. Wenn ihm etwas passiere könne er sich das niemals verzeihen. Lochley versucht, ihn mit den Worten, er habe das Richtige getan, zu beruhigen. Ihr Com-Link piept, eine Übertragung aus dem Medlab wird angekündigt.
Auf dem Bildschirm erscheint Byron. Er bietet an, sich mit den Schuldigen dem Stationspersonal zu ergeben. Bester und seine Bluthunde dürften nicht eingreifen. Im Gegenzug müsse man den friedlichen Telepathen freien Abzug gewähren. Das sei die einzige Möglichkeit, die Angelegenheit ohne weiteres Blutvergießen zu beenden. Nachdem Byron versichert hat, dass sich garantiert alle Schuldigen stellen werden, sind Sheridan und Lochley schließlich zu dieser Lösung bereit.
Bester ist wütend. Sie hätten ihre Zuständigkeit überschritten, erklärt er Lochley, die ihn aber aufklärt, dass es um Gewalt gegen das Stationspersonal gegangen sei und die Regierung ihr die Verantwortung übertragen habe. Die Telepathen, stellt Bester fest, würden sich nun dem Stationspersonal ausliefern und nicht dem Psi-Corps. Er aber wolle zumindest Byron. Lochley bedauert, da müsse er sich an die Verantwortlichen bei der Erdregierung wenden. In dem Moment kommt Zack mit einem Koffer, den Byron ihm gab. Er enthält die Identicards und die unterschriebenen Geständnissen der schuldigen Telepathen. Sheridan schaut Bester herausfordernd an. Es sei vorüber, sagt er, und wenn er damit ein Problem habe, solle er sich an die Erdregierung wenden, er habe keine Zeit dafür. Bester dreht sich um und verlässt den Raum.
Im Braunen Sektor verabschieden sich die Telepathen stumm von ihrem Traum. Bester geht unterdessen zu einem der versiegelten Eingänge, zieht seinen Handschuh aus und legt die rechte Hand auf die Platte. Er ruft Byron telepathisch. Byron wendet sich von seinen Leuten ab und geht in einen Gang, wo er Bester mental gegenübertritt. Bester bittet Byron, trotz allem was gewesen ist, zurückzukommen. Schließlich seien sie immer noch eine Familie, es könne keinen anderen Weg geben. Doch, entgegnet Byron, den gäbe es, spätestens seit heute. Als Lyta auf ihn zukommt sagt er zu ihr, sie sollten jetzt gehen, solange sie noch könnten.
Bester versammelt seine Bluthunde und erklärt ihnen, dass sie einen Auftrag hätten. Zumindest Byron würden sie in ihren Gewahrsam nehmen. Unterdessen stellt Byron sich mit den schuldigen Telepathen Lochley, Sheridan und den Sicherheitsleuten. Da kommt Bester heran und verlangt, die Gefangenen an ihn herauszugeben. Die Telepathen werden unruhig und aufsässig, obgleich Byron versucht, sie zurückzuhalten. Es fallen nun Schüsse von Seiten der Cops, Byron wird in den Arm getroffen und ein Rohr wird beschädigt, aus dem eine feuergefährliche Chemikalie ausläuft.
Sowohl Byron als auch Lochley befehlen, das Feuer einzustellen. Byron ergreift eine PPG und schaut auf die Chemikalie, die sich auf den Boden ergießt. Er solle das nicht tun, ruft Sheridan entsetzt. Doch Byron stellt fest, dass es kein zurück gäbe. Sie seien nicht mehr, was sie einmal waren, sie seien jetzt dass, was sie - er richtet seinen Blick auf Bester und seine Cops - aus ihnen gemacht hätten. Er wendet sich an Lyta. Er habe ihr gesagt, irgendwann werde sie ihn verlassen müssen, jetzt sei der Zeitpunkt gekommen. Lyta sträubt sich, sagt ihm, dass sie ihn liebt, doch er wiederholt, sie müsse jetzt gehen um seine Seele zu retten. Sie müsse für die anderen Telepathen da sein, die die Station verlassen werden. Als sie zögernd losgeht bittet er sie, sich nicht umzudrehen. Sie geht weiter in Richtung Sheridan und Lochley und als die übrigen schuldigen Telepathen näher an Byron herankommen, lädt er seine PPG, beginnt eines ihrer Widerstandslieder zu singen und zielt auf die Flüssigkeit am Boden. Sheridan greift nach Lyta und brüllt, alle mögen rennen und sie laufen hinaus, bevor Byron schießt und er und seine Telepathen in der Explosion umkommen.
Während er die grauenvollen Aufräumarbeiten beobachtet fragt Sheridan Bester, ob er nun zufrieden sei. Bester erwidert irgendwie apathisch, er hätte niemals geglaubt, dass Byron ihn und das Corps so sehr hasste.
Dr. Franklin findet Sheridan und fragt ihn, wo Garibaldi sei. Er mache sich Sorgen, da Garibaldi so bestürzt und niedergeschlagen gewesen sei.
Die übrig gebliebenen Telepathen verlassen die Station, Besters kann nur untätig zusehen. Lyta eilt herbei und ruft ihnen zu, dass sie warten sollen. Sie berührt einen Telepathen nach dem anderen und gibt ihnen telepathisch Kontaktinformationen, um sichere Zufluchtsorte zu finden, die für sie bereitstehen, wo auch immer sie hingehen. Es ist Byrons letztes Geschenk an sie, damit sie weiterhin frei bleiben. "Vergesst Byron nicht", sagt sie jedem dabei.
Garibaldi betritt sein Quartier mit einer Flasche. Er schenkt ein Whiskyglas voll, zögert zunächst noch einen Moment und trinkt es schließlich aus.
|
|
|