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Ein Shuttle mit der Aufschrift „Just Married“ dockt auf der Station an und John Sheridan und Delenn kommen kurz danach aus der Landebucht. Sie werden in einem für eine große Party geschmückten Raum von einer kreischenden Menge empfangen. Sie wirken teils überrascht, teils „gequält“. Auf Garibaldis Begrüßung „Willkommen daheim“ erwidert Sheridan, dass er vermute, dass das Ganze Garibaldis Idee war. Nachdem sie einige Sheridan, Franklin und Garibaldi einige Fozzeleien ausgetauscht haben, beendet Sheridan die Konversation mit der Bemerkung, er würde ihnen das „zurückzahlen“, wenn er einen Weg dafür finden sollte.
Das Brautpaar verlässt die Party und wird dabei mit Konfetti beworfen, als Londo und G’Kar zur Party stoßen. Londo fragt, wer gestorben sei. Da Garibaldi und Franklin von dieser Frage etwas überrascht sind, erklärt ihnen Londo, dass dies die Art sei, wie man auf Centauri Prime Staatsbegräbnisse begehe, Heiratszeremonien hingegen sehr schlichte und getragene Anlässe seien. Er ist der Meinung, dass die hier gesehene Art des Feierns zu Beginn einer Hochzeit ein sehr schlechtes Zeichen für die Zukunft sei.
Garibaldi und Franklin sagen dazu nichts, sehen sich nur an und gehen von dannen. Londo meint darauf hin zu G’Kar: „Vielleicht war es etwas, das ich gesagt habe?“, was G’Kar mit „Vielleicht ist es alles, was Sie sagen.“ Quittiert, die Augen rollt und zu den anderen geht.
Auf dem Weg (wohl) in Sheridans Quartier sieht das Brautpar eine Ehrenwache auf dem Korridor stehen, was die beiden zu einem schnellen Rückzug veranlasst. Delenn meint, sie habe ja gewusst, dass es besser gewesen wäre, zuerst nach Minbar zu gehen – Sheridan meint aber, dass man den Leuten keinen Vorwurf machen könne. Clark sei weg, die Erde und der Mars seien frei, da sei es klar, dass die Leute feiern wollten. Sie beide würden in den Augen der Leute wohl als Symbol der Befreiung da stehen. Delenn erwidert darauf, dass sich die Leute selbst feiern sollten, da alle gemeinsam das erreicht hätten. Das Ganze sei ihr zu unbescheiden. Sheridan versucht daraufhin ihre Bedenken zu zerstreuen: „Ich würde mir darum keine Sorgen machen. Was zählt, ist, was wir hier zusammen getan haben. In hundert Jahren wird es nicht mehr wichtig sein, wer wir waren. Man wird sich wahrscheinlich nicht einmal mehr an uns erinnern.“ Delenn stimmt dem zu.
Garibaldi und Franklin kommen auf das Brautpaar zu, das sich daraufhin eingekreist fühlt und sich doch in Richtung der Ehrenwache aufmacht. G’Kar nähert sich ebenfalls, wartet einen Moment, beeilt sich dann aber doch, zu den anderen zu stoßen und flüstert ein „Wartet“. Ein sehr ernst drein blickender Londo bildet die Nachhut.
Nun sieht man zwar noch die gleiche Szene, aber aus dem Off kommentiert. Während der Kommentar noch läuft, bricht der Ton ab. Nun sieht man ein großes Display und eine Computerstimme meldet einen Fehler durch Energieüberlastung. Es gibt ein Reset und auf dem Bildschirm erscheint ein Menü, das die Jahre 2262, 2362, 2762 und 3262 sowie „Auto Play“ und „Current“ anzeigt. Der unbekannte Betrachter wählt „Auto Play“, was einen chronologischen Blick auf die Ereignisse aus dem Jahr 2262 zu zeigen verspricht.
2262
Das Display zeigt den 2. Januar 2262 an. Ein Moderator wiederholt die Ereignisse der vergangenen Wochen, wie den Bürgerkrieg auf der Erde, den Tod von President Clark, die Unabhängigkeit des Mars und die Gründung der Interstellaren Allianz. Er fügt hinzu, dass die Gesamtheit der Ereignisse ziemlich überwältigend gewesen sei. Daher beruft er sich auf das „selah“ des Alten Testaments, das das Innehalten und Reflektieren meint und sagt, dass in der kommenden Show genau dies passieren soll.
Als erstes ruft er den ISN-Korrespondenten auf Babylon 5. Dieser sagt: „Größe ist etwas, das oft von denen begehrt wird, die es am wenigsten verdienen. Dementsprechend ist Größe oft etwas, das diejenigen erreichen, die es am wenigsten erstreben, aber am meisten verdienen. Diese Worte scheinen Captain John J. Sheridan am besten zu beschreiben.“ Danach werden Bilder aus Sheridans Leben gezeigt – vom Babyalter über die Jugend, seiner Heirat mit Anna bis zu mehreren Stationen seiner militärischen Laufbahn. Der Korrespondent erzählt dazu von der herausragenden Karriere Sheridans und fragt, ob er geeignet sei, die Allianz zusammen zu halten.
Diese Frage wird daraufhin im Studio vom Moderator an eine ganze Gruppe von „Experten“ weitergegeben. Senator Elizabeth Metarie, Leif Tanner, ein Autor und Journalist vom Mars und Henry Ellis, ein ehemaliger Redenschreiber. Ellis ist der erste, der das Wort ergreift und zeigt sich als Gegner Sheridans. Er zweifelt dessen Qualifikation an, die Allianz zu führen und sagt deren Untergang voraus. Senatorin Metarie meint, dass man Sheridan erst die Chance geben solle, sich zu beweisen, Tanner stimmt dem zu. Die Senatorin erklärt, dass Ellis einst Clarks Redenschreiber gewesen ist und dass er und die Mitglieder seiner Partei nun, im Wahljahr, Sheridan als Gefahr für ihre Hoffnung sehen, die Mehrheit im Senat zu gewinnen. Also würden sie alles tun, um ihn zu diskreditieren.
Der Moderator fragt daraufhin seine Experten nach ihren Voraussagen zur Allianz, ob diese irgendetwas verändern würde und was wahrscheinlich das erste Problem für die Allianz sein würde. Tanner ist der Meinung, dass die Allianz bereits etwas verändert hätte und nennt als Beispiel dafür die Debatte im Senat um die Unabhängigkeit des Mars zu Zeiten der Präsidentschaft Clarks. Die Senatorin meint, dass das kommende Jahr kritisch werden dürfte, da so viele Rassen, die sich teilweise noch bekriegen, unter einen Hut zu bringen seien. Es gebe auch noch einige andere mögliche Probleme, sie glaube aber, dass Sheridan diese in den Griff bekomme. Ellis glaubt, dass Sheridan und Delenn das Ganze mit militärischen Mitteln in den Griff zu bekommen versuchen werden und schließt mit der Meinung, dass Sheridan machthungrig und unvorbereitet auf seine Aufgabe sei.
2362
Ein Moderator kündigt aus Anlass des hundertjährigen Jubiläums der Allianz eine Talkrunde mit herausragenden Forschern an. Der Moderator selbst ist dabei der Historiker Dr. James Latimere von der Universität von York. Dabei sind noch Dr. Barbara Tashaki, eine Politikwissenschaftlerin von der Universität Tokio und der Psychiater Dr. William Exeter von der Universität von New York. Die erste Frage, die gestellt wird ist die, welche Rolle man der Station Babylon 5 dabei zuschreibt, 100 Jahre des Friedens geschaffen zu haben. Die beiden Gäste sind sich dabei darüber einig, dass die Station eher ein Symbol als ein Akteur gewesen sei. Sie kritisieren die Allianz ziemlich scharf. Tashaki meint, dass die Allianz allen glauben machen wolle, dass die Anstrengungen einiger weniger Leute verantwortlich gewesen seien für das, was geschehen sei. Sie stellt jedoch in Abrede, dass ein Einzelner einen wirklichen Wechsel herbeiführen könne – Einzelne könnten nur andere dazu inspirieren, dies zu tun.
Exeter meint, dass viele die Notwendigkeit gesehen hätten, Helden zu schaffen und Sheridan und Delenn seien da eben die einzigen gerade verfügbaren Kandidaten gewesen. Insgesamt würde deren Rolle deutlich überschätzt, das Ganze sei nur gute PR, aber sie hätten es (eigentlich) vermasselt. Tashaki führt weiter aus, dass es die Kraft der Geschichte gewesen sei, die die Situation gerettet habe, nachdem im ersten Jahr des Bestehens der Allianz so viele Menschen gestorben seien. Sie erwähnt dann einen „Vorfall“ mit Sheridans Sohn, den der Moderator aber nicht weiter verfolgt sehen will.
Die nächste Frage an die beiden: „Wenn ihre Einschätzung korrekt ist, an welcher Stelle sind Sheridan, Delenn und die anderen Beteiligten dann auf den falschen Pfad gegangen?“
Tashaki hat zunächst Schwierigkeiten, hier einen Beginn festzumachen, wiederholt dann aber ihr Statement über die vielen Toten im ersten Jahr der Allianz. Der Moderator versucht, Delenn und Sheridan zu verteidigen, aber Exeter stimmt Tashaki zu und spricht von einer Telepathenkolonie, die Sheridan auf Babylon 5 zugelassen habe – einen Fehler, den Sheridan selbst später als den Schlimmsten bezeichnet habe, den er je begangen habe. Möglicherweise habe Sheridan damit den Telepathenkrieg (mit)verursacht.
Es wird eine Aufzeichnung von einem Vorfall auf Babylon 5 kurz nach Gründung der Allianz abgespielt, in der John Sheridan sich an Geiselnehmer wendet und sagt, dass er nach Rücksprache mit Captain Lochley nicht mit ihnen verhandeln werde. Es gebe zwei Möglichkeiten: Die Geiselnehmer geben auf oder man wird die Situation gewaltsam lösen. Er setzt eine Frist von zehn Minuten. Die Aufzeichnung endet mit dem Geräusch von PPG-Feuer.
Exeter sieht in dieser Aufzeichnung einen Beweis, dass Sheridan krankhaft, eiskalt und machthungrig gewesen sei und alles aus dem Weg geräumt habe, das sich gegen ihn gestellt habe. Tashaki widerspricht insofern, als sie sagt, dass eine wirklich geisteskranke Person nicht hätte einen solchen Mythos um sich selbst erschaffen können wie Sheridan das getan habe. Sie führt diesen Mythos auch auf eine brillante PR-Kampagne der Allianz zurück.
Nun wird darüber diskutiert, wie man mit Sheridans Tod umgegangen sei. Man erfährt, dass geglaubt wird, Sheridan sei auf Minbar gestorben und dass die „Geschichte“, die die Allianz in Bezug auf seinen Tod „in die Welt gesetzt hat“ nur dazu dienen sollte, den Mythos aufrecht zu erhalten, aber viele dies noch glaubten.
Nun wechselt das Thema auf Delenn und man diskutiert die Lebenserwartung der Minbari. Auch hier glauben die „Experten“, dass die Aussage der Allianz, Delenn sei noch am Leben, nur ein weiterer Mythos um John und Delenn sei. Die Anwesenden glauben einfach nicht, dass eine Minbari 140 Jahre lang leben kann und gehen davon aus, dass dieser Mythos, dass Delenn als Einsiedlerin noch lebe nur aufrecht erhalten werde, um die Allianz auf Linie zu halten.
Nun fragt der Moderator, ob die Allianz eine positive Kraft gewesen sei und Exeter meint, dass dies schon so gewesen sei, aber Begeisterung ruft dies weder bei ihm noch bei seinen Kollegen vor. Exeter glaubt nicht, dass die Beteiligten so perfekt gewesen seien, wie deren Biografen und viele Historiker einem glauben machen wollten. Tashaki sieht Sheridan als größenwahnsinnig an und findet es undenkbar, einem solchen Menschen einen so wichtigen Platz in der Geschichtsschreibung zu geben. Sie wird von einem Alarmsignal unterbrochen, da es einen Sicherheitsverstoß im Gebäude gegeben habe.
Eine sehr alte, in weißer Kleidung und mit Hilfe eines großen Stockes gehende Delenn betritt den Raum – begleitet von zwei anderen Minbari. Alle Talkbeteiligten sind fassungs- und sprachlos. Sie sagt zu ihnen: „John Sheridan war ein guter und liebenswürdiger und anständiger Mensch“ und wendet sich ab, um zu gehen. Der Moderator jedoch hält sie auf, indem er fragt: „Delenn, Sie sind den ganzen Weg hier her gekommen, nur um das zu sagen?“
Delenn: „Sie sind genauso weit gekommen, um weniger zu sagen.“
Tashaki: „Das ist außergewöhnlich. Es gibt so viel, was wir Sie fragen wollen. So vieles, das wir gerne wissen würden.“
Delenn: „Sie wollen überhaupt nichts wissen. Sie wollen nur reden. Das was sie wissen, ignorieren Sie, weil es ihnen nicht passt. Das, was Sie nicht wissen, erfinden sie. Aber das ist alles nicht wichtig – außer, dass er ein guter Mensch war“ (ihre Augen füllen sich mit Tränen) „ein liebenswürdiger Mensch, der sich sogar um die Welt sorgte, als diese sich überhaupt nicht um ihn sorgte.“ Sie wendet sich wieder ab, um zu gehen.
Exeter: „Wir haben natürlich erwartet, dass Sie so etwas sagen...“
Delenn dreht sich nochmals um und Exeter dreht sich aus ihrem Blick – sie verabschiedet sich, geht und die gesamte Talkrunde sieht beschämt zu Boden.
2762
Ein Mann namens Daniel (wie man später erfährt) bereitet eine Simulation des Konferenzraums auf Babylon 5 vor. Er trägt an seiner Uniform ein Emblem, das sehr an das der SS erinnert. Wie man erfährt, nimmt er dies für die Regierung auf und man hört weiter, dass die Station selbst vor 480 Jahren zerstört worden sei. Die Aufnahme diene dazu, einige Dinge an die veränderte Politik der Erdregierung anzupassen – es gehe darum, zu zeigen, dass die Interstellare Allianz nicht den Interessen der Erde diene. Dazu sollten historische Figuren „geändert“ werden, um die jetzige Erdenpolitik zu legitimieren.
Er erschafft danach Hologramme von Sheridan, Delenn, Dr. Franklin und Garibaldi. Diese bekommen dann das psychologische Profil der jeweiligen Person. Nachdem er die Hologramme programmiert hat, stellt Daniel ihnen einige Fragen, um zu überprüfen, ob die Programmierung korrekt ist.
Nun beginnt er, die den Hologrammen ein „Update“ mit der derzeitigen politischen Situation zu programmieren und erwähnt dabei das Jahr 2762. „Delenn“ zeigt sich verwundert, so lange am Leben geblieben zu sein, so dass Daniel ihr erklärt, dass die realen Personen längst tot seien und die Hologramme zur Produktion einiger Videoaufzeichnungen erschaffen worden seien. „Sheridan“ unterbricht ihn und klagt ihn an, Propaganda zu erschaffen um den Bruch der Erde mit der Interstellaren Allianz zu legitimieren. Daniel zieht da den Begriff „gute Tatsachen“ vor.
„Garibaldi“ fragt nach dem Grund für den Bruch und Daniel sagt ihm, dass die Position der Menschen geschwächt worden sei – „verschmutzt“ durch zu viele Ideen von außerhalb. Die Erde bräuchte Raum, um zu expandieren – die Ranger und die Interstellare Allianz seien da ein Hindernis. „Garibaldi“ wirft Daniel vor, aus ihnen die „bösen Jungs“ machen zu wollen, die ihre eigenen Interessen verfolgten und „Delenn“ fügt hinzu, sie wollten anscheinend die Allianz unterminieren, indem sie deren Gründer angreifen.
„Sheridan“ beginnt nun (durch das „Update“) sich an Dinge zu erinnern, die er tatsächlich nie gesehen hatte. Dass sich die Erdregierung gespalten hat, dass man um Land, Ressourcen und Macht kämpft und an der Schwelle eines weiteren Bürgerkriegs steht. „Dr. Franklin“ sieht das auch und wirft Daniel vor, einige Kolonien erobern zu wollen, die in Opposition zur Erde stünden.
Daniel ändert das holografische Programm nun so, dass sie sich alle in einem großen Gang auf der Station befinden. Daniel „reprogrammiert“ „Sheridan“ erneut – danach läuft dieser zwischen einer Reihe von Sicherheitsleuten und einer Reihe aus Aliens und Menschen hindurch. „Sheridan“ sagt: „Willkommen auf Babylon 5. Ich weiß, dass Sie sich unseren Truppen ergeben haben in der Hoffnung, Gnade zu finden. Die Interestellare Allianz ist aber nicht dazu da, zu den Schwachen gnädig zu sein. Im Universum gibt es nur zwei Arten von Spezies – Eroberer und Eroberte. Durch Ihr Blut und das ihrer Kinder werden wir uns unseren Weg durch die Galaxis bahnen. (...) Ihre Leben sind nicht die ersten und werden auch nicht die letzten sein.“ (spricht nun, als ob er wahnsinnig wäre) „Wenn eine Milliarde sterben muss, um unser Reich weiter bestehen zu lassen, dann soll es eben so sein.“ („Delenn“ kann nicht glauben, was sie da hört und sieht) „Sie sind nur die Anzahlung. Bereit machen! Laden! Schießen” (Man hört PPG-Feuer)
„Delenn“ ist erschrocken darüber, zu was sie fähig zu sein scheinen. „Garibaldi“ meint zwar, dass „sie“ zu gar nichts fähig seien, da sie nicht hier seien sondern nur ihre Gedankenmuster, aber „Delenn“ ist nicht bereit, das als Entschuldigung anzuerkennen.
„Delenn“ wechselt in den Standby-Modus und man wechselt ins „Medlab“, wo „Dr. Franklin“ munter an Kindern experimentiert, indem er diesen außerirdische Organe einpflanzt, um eine Spezies zu züchten, die den Bedürfnissen der Allianz entspricht. Er fügt an, dass diese Kinder nur kurz leben überleben könnten, aber die Hoffnung bestehe, dass sie durch erhöhten Drogenkonsum länger am Leben bleiben könnten.
„Garibaldi“ bewegt sich auf „Dr. Franklin“ zu, während dieser spricht. „Garibaldi“ scheint das einzige Hologramm zu sein, das sich bewegt und mit der Umgebung interagiert. Nachdem „Dr. Franklin“ seinen Vortrag beendet hat und wieder „aus dem Verkehr gezogen wurde“, wendet sich „Garibaldi“ an Daniel und sagt diesem, dass er wisse, dass Daniels Leute planten, einen Präventivschlag gegen ihre Feinde durchzuführen. Daniel schafft es nicht, ihn zum Schweigen zu bringen.
„Garibaldi“ bietet Daniel zusätzliche Informationen über Sheridan an, die Daniel vor dessen Vorgesetzten gut dastehen lassen würden. Dieser zeigt sich interessiert, doch zuvor hat „Garibaldi“ einige Fragen zu dem geplanten Angriff auf die Gegner der jetzigen Machthaber. Dieser gibt ihm diese Informationen und sagt dazu, dass sie die Zivilbevölkerung angreifen würden und man mit 50-60 Millionen Opfern zu rechnen habe.
Als Daniel daraufhin von „Garibaldi“ dessen Informationen haben will, schlägt dieser ihm nur vor, so schnell wie möglich zu verschwinden. Daniel ist wenig erbaut von diesem Vorschlag, doch „Garibaldi“ sagt ihm, dass er es geschafft habe, die Technik so einzustellen, dass alles, was Daniel über den Angriff gesagt habe, überallhin ausgestrahlt wurde, so dass die „Feinde“ nun die Pläne kennen würden und wahrscheinlich ihrerseits gerade Raketen los schickten. In diesem Moment ertönt ein Alarm und Daniel versucht, die Simulation zu stoppen, was ihm aber nicht gelingt. Er gerät in Panik und flieht aus dem Raum – direkt bevor eine Rakete einschlägt.
3262
Ein Mönch ist wohl gerade dabei, einen Bericht abzugeben, als es an seiner Tür klopft. Er scheint sich über diese Störung nicht zu freuen, öffnet die Tür aber schließlich und begrüßt Bruder Michael, der ein großes gebundenes Buch bei sich trägt. Michael hat anscheinend gerade eine Glaubenskrise. Er ist sich seiner Rolle und seiner Bestimmung nicht sicher. Der erste Mönch – Bruder Alwin – versichert ihm, dass Gottes Plan ein Geheimnis sei und nicht irgendeinem Fahrplan folge. Es scheint die Aufgabe der Mönche zu sein, Wissen der Vergangenheit, das nach dem „Großen Brand“ 500 Jahre zuvor verloren gegangen war, zu finden und aufzuzeichnen.
Michael äußert Zweifel an dem Wissen, das sie retten sollen und meint, dass die „Geschichten“ in jenem Buch, die er illustriert habe, nichts als Fabeln seien. Er öffnet das „Buch des Lorien“, dem Letzten der Allerersten. Man sieht ein Bild von Lorien auf einer Seite und Michael zweifelt daran, dass dieser je existiert habe. Alwin hingegen glaubt, dass Lorien irgendwo in den Sternen existiert.
Michael öffnet danach das Buch des „seligen Sheridan“, der lebte, starb und von den Toten auferstanden war, um dann in den Himmel gebracht zu werden. Es folgt das Buch von „Ivanova der Starken“ und das von „Delenn der Weisen“. Michael vermutet, dass dies alles Fabeln seien.
Michaels Glaubenskrise wurde bei der Illustration eines Rangers ausgelöst und er erinnert sich an die Prophezeiungen von „Delenn der Dritten“, die besagen, dass die Anla’shok wieder auf die Erde kommen werden, um in ihrer größten Stunde beim Wiederaufbau der Erde zu helfen. Michael fragt sich, warum die Ranger noch nicht gekommen seien, Alwin jedoch meint, er solle fest glauben und außerdem könnten die Ranger bereits unter ihnen sein, ohne dass sie es wüssten.
Alwin drängt Michael förmlich aus der Tür und kehrt dann zurück, um seinen Bericht fertig zu stellen – er ist ein Ranger. Man sieht dann auch, dass er die traditionelle Kleidung der Ranger besitzt und schließt seinen Bericht damit, dass Bruder Michael einen exzellenten Rekruten abgeben werde – in weiteren 20 Jahren. Er schließt mit dem Mantra der Ranger „Wir leben für den Einen, wir sterben für den Einen.“
Anhang
Der Computer hat nun die Zusammenstellung der Aufzeichnung einer Million Jahre beendet und wartet auf Anweisungen. Ein unbekanntes humanoides Wesen steht am Ende einer langen Plattform und antwortet. „Unser Auftrag ist beendet. Übertrage die Aufzeichnungen zur neuen Erde. Benutze erweiterte Tachyonensequenzen, um die rechtzeitige Ankunft zu den Feierlichkeiten sicherzustellen.“
Der Computer informiert darüber, dass die Sonne in fünf Stunden eine Supernova werden würde und empfiehlt die Evakuierung. Das Wesen sagt: „Sag den anderen, sie sollen sich keine Sorgen machen. Ich wollte das um keinen Preis verpassen. (...)“ Die Anzeige auf dem Computer erlischt. Das Wesen sagt. „So endet nun die Welt. Im Feuer schwelgend, aber nicht in Dunkelheit. Ihr werdet weiterleben. Die Stimme all unserer Vorfahren, die Stimme unserer Väter und unserer Mütter bis zur letzten Generation. Wir haben die Welt erschaffen, von der wir denken, dass Du sie für uns gewünscht hast und nun verlassen wir die Wiege ein letztes Mal.“ Das Wesen dreht sich um und geht davon. Dabei wird er zu einer Art Energiewesen und begibt sich in einen Schutzanzug ähnlich dem, den Kosh einst auf Babylon 5 getragen hatte. Ein Schiff fliegt weg von der Sonne. Es erinnert ein wenig an die Vorlonenschiffe und hat ein Ranger-Abzeichen an der Seite. Es springt gerade in den Hyperraum, als die Sonne explodiert.
Babylon 5, 2262
Delenn liegt in einem flachen (!) Bett. Sie ist wach und dreht sich zu Sheridan um, der ebenfalls wach, aber gedankenverloren ist. Sie berührt sein Gesicht, lächelt und dreht sich dann ihm gegenüber.
Delenn: „Du solltest schlafen. Wir haben morgen früh beide Termine.“
Sheridan: „Ich weiß. Ich hab nur über alles nachgedacht. Alles, was wir getan haben unnd was ich vorhin gesagt habe. Und ich hab mich gefragt, ob man sich an uns erinnern wird in hundert Jahren oder in tausend und ich glaube, dass das eher nicht der Fall sein wird.“
Delenn: „Aber das ist nicht wichtig.“ (kuschelt sich an ihn) „Wir haben getan, was wir getan haben, weil es richtig war. Nicht, damit man sich an uns erinnert. Die Geschichte wird ihren eigenen Weg gehen. Das tut sie immer.“
Die beiden küssen sich und Delenn kuschelt sich näher an ihn. Er legt seinen Arm um sie, lächelt überglücklich und zieht sie ein wenig näher.
Die Episode endet mit den Worten:
DEDICATED TO ALL THE
PEOPLE WHO PREDICTED
THAT THE BABYLON
PROJECT WOULD FAIL IN
ITS MISSION.
FAITH MANAGES.
(All denen gewidmet, die vorhergesagt hatten, dass das Babylon Projekt seine Mission verfehlen würde. Der Glaube kann Berge versetzen.)
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