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Babylon 5 Episodenguide |
4x21 "Rising Star"
[Die neue Allianz]
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ISN sendet einen Spezialbericht über das Geschehen der letzen Nacht. Man sieht die mit einem Tuch bedeckte Leiche Clarks in seinem Büro, mit einem Schild auf der Brust, auf dem "Traitor to Earth!" (Verräter an der Erde!) steht. Captain Sheridan habe sich Erdoffizieren ergeben und warte ab, ob er angeklagt werde. Trotz seiner Popularität müsse er sich für seine Taten verantworten. Das Bild zeigt Sheridan wartend in einem Raum mit Offizieren der Erdstreitkräfte.
Präsidentin Susanna Luchenko vom russischen Konsortium gäbe in einer Pressekonferenz bekannt, dass die Justiz sich mit denen beschäftigen werde, die während Clarks Regierungszeit Verbrechen begangen hätten und sie rufe die Bevölkerung auf, keine Selbstjustiz zu verüben.
Zum Schluss sendet ISN seine besten Wünsche an die schwerverletzte Susan Ivanova auf Babylon 5.
Unterdessen ist Dr. Franklin auf einem Whitestar unterwegs nach Babylon 5. Er kann dem Schiff keine gebührende Achtung schenken denn er sorgt sich um das, was er vermutlich dort vorfinden wird.
Im Medlab betreten zwei Mediziner das Krankenzimmer und entdecken Markus leblos über Ivanovas Körper gesunken, beide mit der außerirdischen Maschine verbunden.
Als Franklin eintrifft, wird er sofort zu Ivanova gebracht. Sie schiene, so erfährt er unterwegs, geheilt zu sein, Markus sei jedoch bereits tot gewesen, als sie ihn fanden.
Ivanova hockt zusammengekauert und unglücklich in einem Krankenhemd auf dem Boden vor einem Fenster, durch das man einen zugedeckten Körper sieht. Als sie jemanden kommen hört schreit sie ihn an, wegzugehen. "Susan, ich bin's", sagt Franklin behutsam und setzt sich neben sie.
Susan, die sich hin und her wiegt und weint lässt nun ihrer Wut auf Markus, hinter der sich ihre Trauer versteckt, freien Lauf. Sie ist wütend, weil er die Codes geknackt hat, um von dem Gerät zu erfahren, weil er die Regeln gebrochen und weil er nie um irgendetwas gebeten hat. Vor allem aber ist sie wütend, weil er sich für sie geopfert und sie alleine gelassen hat und weil er ihr die Chance nahm, ihn ebenfalls zu lieben. Als sie sich dem Tod ergeben habe, lässt sie Stephen wissen, habe sie jemanden sagen hören: "Ich liebe dich", und sich gefragt, ob das Gott sei. Anstatt weiter dahinzutreiben sei sie in ihren Körper zurückgezogen worden und habe bemerkte, dass Markus neben ihr starb, während sie immer kräftiger wurde. Doch sie sei unfähig gewesen, sich zu bewegen und konnte nichts tun, um es zu verhindern.
Sie habe, gesteht sie nun, nach so vielen schlecht gelaufenen Beziehungen Angst gehabt, zu lieben und wieder verletzt zu werden Sie hätte es dennoch tun sollen, glaubt sie jetzt. Wenigstens hätte sie einmal mit ihm bumsen sollen. Als Stephen sie etwas seltsam anschaut fügt sie hinzu, dass Marcus es zumindest so ausgedrückt hätte. Das sei vielleicht nicht der allerbeste Weg eine Liebe unerwidert zu lassen, räumt Stephen nun ein, aber Susan ist sich sicher: „Jede Liebe bleibt unerwidert, jede Stephen." Dann lehnt sie traurig ihren Kopf an Franklins Schulter.
G'Kar geht in der Andockbucht auf und ab, als Londo zu ihm kommt. G’Kar beschwert sich, da Londo zu spät ist. "Sie kommen zu früh", entgegnet Londo. Die Sticheleien gehen noch ein wenig weiter, bis Vir mit einer geheimen Information für Londo kommt. Er und G’Kar, gesteht Londo ihm, entwickelten eine seltsame Beziehung, von Zeit zu Zeit würde er das genießen. Vir hat die Nachricht zu vermelden, dass der Regent nicht mehr lange zu leben hätte und die Regierung Londo bittet, nach Centauri-Prime zurückzukehren. Als Londo kaum reagiert verdeutlicht Vir: "Man wird Sie zum Imperator ernennen. Ist das nicht wundervoll?" Londo hat diesen Tag mehr gefürchtet als erhofft, was Vir natürlich nicht weiß.
In der Erdzentrale bekommt Sheridan unterdessen unerwartet Besuch von Alfred Bester. Bester streitet Sheridans Vorhaltungen, er habe Garibaldi benutzt und sei gegen Edgars Telepathenvirus vorgegangen, sofort ab. Er gesteht aber ein, dass es ein weises Vorgehen wäre, das Virus zu zerstören, das Gegengift jedoch zu behalten, nur für den Fall. Nicht ohne Häme stellt er fest, der Telepath, der Garibaldis Geschichte vor Gericht bestätigen könnte, müsse aus dem Psi-Corps stammen. "Sie sind wohl überzeugt, Sie hätten alles im Griff!" gibt Sheridan gelassen zurück. Nun kommt Bester aber doch auf den wahren Grund seines Kommens. Er will wissen, ob Carolyn, seine Geliebte, bei den Telepathen war, die auf den Zerstörern benutzt wurden. Sollte es so sein, droht Bester, würde Sheridan den Raum nicht lebend verlassen.
"Der Tod", entgegnet Sheridan, "kann mich schon lange nicht mehr erschrecken." Die Telepathen als Waffen zu benutzen, lässt er Bester wissen, sei die schwerste Entscheidung seines Lebens gewesen. Nur dreißig der hundert Telepathen und nur solche, die keine Familie hatten, seien ausgewählt worden. Das beruhigt Bester aber keinsewegs, Carolyn hatte keine Familie. "Ich weiss, was es heißt jemanden zu verlieren, ihn wiederzufinden und dann ein zweites Mal zu verlieren." Das wünsche er nicht einmal Bester, sagt Sheridan, Carolyn sei noch auf der Station und könne zur Erde gebracht werden, sobald alles sicher sei. Nun fällt offensichtlich eine Last von Bester ab und er bedankt sich bei Sheridan.
So einfach lässt Sheridan das Gespräch jedoch nicht enden. Er wisse, sagt er, Bester werde nun, da Clark gestürzt wurde, neu planen und nicht aufhören zu versuchen, die Regierung zu übernehmen. Aber er werde aufpassen und wenn Bester irgendwann den Krieg zwischen Normalen und Telepathen beginnen würde, werde er verlieren. "Tief getroffen", reagiert Bester, "warten wir's ab." Bevor er den Raum verlässt ermahnt Sheridan ihn, sich nicht zu sicher zu fühlen, da Garibaldi ihn verfolgen werde. Bester verharmlost das, aber Sheridan versichert ihm, dass Garibaldi, was immer er tun werde, auf ungewöhnliche, kreative und sehr unangenehme Weise täte.
Garibaldi stößt unterdessen das Gesicht eines kleinen, dicken Mannes an eine Wand. "Wo ist sie?" will er wissen. Der Mann gibt vor, keine Ahnung zu haben. Garibaldi schleudert ihn nun an eine andere Wand und verdeutlicht ihm seine Situation.
Londo und G'Kar gehen zu Delenn, die offenbar über etwas nachdachte. Sie gratuliert Londo zu seiner Beförderung und er fragt ungehalten: "Sie haben schon davon gehört?“ "Es ist für mich wichtig, über alles informiert zu sein", antwortet sie. Sie bittet sie nun, bevor die Vertreter der Liga einträfen einen Vorschlag zu lesen, für den sie ihre Unterstützung brauche. Nach einem Blick darauf will G’Kar wissen, ob sie das wirklich durchzusetzen gedenke während Londo herzhaft darüber lacht. Als Delenn insistiert, das sei nicht lustig entgegnet Londo lachend, er befände sich selten mit geschichtlichen Größen Seite an Seite, dadurch würde man etwas übermütig. Als die Botschafter der Liga eintreffen sagt er: "Ich hoffe Sie haben frische Unterwäsche mitgebracht, denn wenn Sie das hier gelesen haben, brauchen Sie sie."
Sheridan ist unterdessen etwas unleidlich, dass er eingeschlossen ist, während über ihn entschieden wird. Präsidentin Luchenko macht ihm klar, dass entscheiden werden müsse, ob man ihm eine Ehrenmedallie geben oder ihn erschießen soll, oder beides. Sie kritisiert seine unangenehmen militärischen Aktionen und seine politische Einfältigkeit, doch sie bietet ihm Amnestie für seine Crew und seine Alliierten an, wenn er bereit sei, die Erdstreitkräfte zu verlassen. Anderenfalls werde er vor ein Kriegsgericht gestellt. Sheridan fordert eine schriftliche Amnestieerklärung, dann willige er ein, zurückzutreten.
Mars: Ein Mann betritt ein Lagerhaus. Ein anderer fragt ihn: "Wieviel wollen Sie zahlen, damit Sie die Frau lebend zurückkriegen?" Ein Klopfen an der Tür unterbricht sie. Vor der Tür liegt lediglich ein Päckchen. Als sie es öffnen explodiert es und mehrere Ranger seilen sich von der Decke ab, während Garibaldi und weitere Ranger durch die Tür eindringen. Garibaldi rennt durch das Gebäude und ruft nach Lise. Endlich hört er sie hinter einer Tür und befreit sie. Sie fallen einander in die Arme.
Die Whitestar nähern sich der Erde und Delenn ist sehr zufrieden, dass der Rat ihren Vorschlag akzeptiert hat. "Wenn wir erfolgreich sind, wird man noch in hundert Jahren von diesem Tag sprechen." Verkündet sie Lennier, der sich wünscht, Markus wäre bei ihnen. Dann will er von Delenn wissen, ob sie Ivanovas Kommentar über unerwiderte Liebe mitbekommen habe. Delenn schaut ihn intensiv an, fasst sein Kinn und sagt: "Sie hat Unrecht, das weißt du!"
ISN überträgt die Pressekonferenz in der die Präsidentin Sheridan vorstellt und erklärt, dass letztlich beide Parteien für die Erde gekämpft hätten. Sheridan hebt seinen Konflikt zwischen der Liebe zur Erde und zu seiner Pflicht als Soldat hervor und gibt seinen Rücktritt bekannt. Er hoffe, sagt er, dass dadurch die Wunden schneller heilen würden. Jetzt ergreift G'Kar das Wort und gibt die Auflösung der Liga der blockfreien Welten bekannt. An deren Stelle trete nunmehr eine neue Allianz. Delenn erklärt, dass der Erde die Möglichkeit angeboten werde, dieser politischen und wirtschaftlichen Allianz beizutreten. Alle Mitglieder hätten sich einer gemeinsamen Autorität zu beugen. Die Ranger übernähmen die Aufgabe, die Grenzen zu schützen, dürften jedoch niemals aktiv in einen Krieg eingreifen. Sie sollen Frieden schaffen, ihn aber nicht erzwingen. Während sie spricht beginnt der Raum zu vibrieren. Eine Whitestar-Staffel fliegt über das Gebäude hinweg. Alle Mitgliedsvölker, gibt Delenn noch bekannt, dürften ab sofort Leute zu den Rangers entsenden.
Bei einem anschließenden Treffen in kleinerem Rahmen fragt Präsidentin Luchenko, ob auch etwas Konkreteres als Frieden geboten würde, nur so könne sie auch die Realisten überzeugen diesem Pakt beizutreten. Delenn bietet die künstliche Gravitation an, womit Luchenko zufrieden ist. Wer für die Allianz sprechen werde, will sie wissen. Delenn erklärt, dass sie selbst, Londo und G'Kar nur beratende Funktion hätten, es gäbe jedoch einen gewählten Präsidenten.
Eben jener hat es sich mit den Füßen auf dem Tisch bequem gemacht, als ein General der Erdstreitkräfte in den Raum stürmt und wissen will, wo die Amnestie-Erklärung ist. Die Reporter hätten bereits Kopien, erwidert Sheridan schmunzelnd. Sie verlassen den Raum und am Ende des Korridors erscheint nun Delenn mit jemandem, der Sheridan sehen will. Es ist sein Vater, er ist frei und gesund und sie umarmen einander herzlich. Dann lässt Vater Sheridan Delenn wissen, dass er sich freut sie in der Familie begrüßen zu dürfen.
ISN berichtet, die Erde habe zugestimmt, der Interstellaren Allianz beizutreten. Bei einer Pressekonferenz gibt Präsident Sheridan bekannt, dass es Teil der Vereinbarung sei, dass alle Mitglieder die Rechte ihrer Kolonien respektieren müssen. Deshalb werde dem Mars seine Unabhängigkeit gewährt.
Lise und Garibaldi verfolgen die Sendung vom Bett aus und schieben die Frage, was sie als nächstes tun wollen, noch ein wenig hinaus und widmen sich anderen Vergnügungen.
ISN berichtet weiter, dass Ivanova zum Captain befördert wurde und das Kommando über einen neuen Zerstörer der Warlock-Klasse für eine einjährige Jungfernreise übernommen habe. Sheridan und Delenn, heißt es abschließend, hätten in einer privaten Zeremonie auf der Whitestar 2, auf dem Flug zurück nach Babylon 5 geheiratet.
Londo schaltet die Nachrichten ab. Als G'Kar anfängt Reis von seiner Jacke zu zupfen und in seinen Mund zu stecken, fordert Londo ihn auf damit aufzuhören. Wenn das etwas Gutes wäre, hätte man es wohl kaum auf das Brautpaar geworfen. Man könnte sich wünschen, sagt er schmunzelnd, Mäuslein spielen zu dürfen. G'Kar scheint etwas abwesend zu sein und Londo, der ihn genau mustert, fragt, wo sein künstliches Auge denn eigentlich sei. Das liegt, zwischen anderen Gegenständen auf einer Konsole, auf das Bett des Brautpaares gerichtet.
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