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4x13 "Rumors, Bargains and Lies"

[Krieg der Kasten]


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 Synopsis
Der Kommandostab kommt zum Frühstück in die Messe. Dort sitzt Sheridan allein, nach beendetem Essen scheint er Selbstgespräche zu führen. Versuche mit ihm ins Gespräch zu kommen scheitern, aber seine gelegentlichen Lachanfälle lassen die anderen immer wieder irritiert verstummen. Man spricht über die äußerst schwierige Aufgabe, die Liga-Welten in einem Bündnis zu vereinigen, die aber irgendwie gelingen muss.

Mit einem triumphierenden Schrei kommt Sheridan schließlich an den Tisch der anderen. „Es gibt nämlich einen viel einfacheren Weg!" ruft er aus. Er habe eine Idee, lässt er sie mit leuchtenden Augen wissen. Er befiehlt Marcus mit drei Whitestar-Schiffen in einen Grenzsektor der Centauri zu fliegen und dort auf weitere Befehle zu warten. Daraufhin verschwindet er. Ivanova steht auf und schnüffelt an seinem leeren Kaffeebecher. „Kein Alkohol", stellt sie fest. Franklin bemerkt lachend, dass soetwas schon passiere, nachdem Delenn nur drei Tage weg sei, ließe ja noch einiges erwarten.

Delenn und Lennier befinden sich auf dem Weg nach Minbar. Lennier berichtet, dass in der Hauptstadt gekämpft wird, der Bürgerkrieg hat begonnen. Delenn ist deprimiert, sie weint bei der Vorstellung, dass die wunderschöne Stadt in Flammen steht und sie möglicherweise verantwortlich ist, da sie den Grauen Rat aufgelöst hat. Es gibt nun keine Prophezeihung mehr, die sie leiten kann, aber sie weiß, dass die Kämpfe sofort aufhören müssen oder es steht ein Jahrtausend des Krieges bevor. Sie will sich mit den Vertretern der religiösen Kaste treffen. Und sie lädt auch ihren alten Feind Neroon von der Kriegerkaste ein.

Botschafter Mollari ist verwirrt als Sheridan ihn bittet bei Nachfragen abzustreiten, dass Whitestar-Schiffe an den Grenzen des Centaurisektors patroulieren, denn eigentlich war deren Präsenz ja dazu gedacht, die Liga von der Wichtigkeit solcher Aktionen zu überzeugen. Londo beginnt einen Exkurs über die eigenartige menschliche Psyche. Sheridan jedoch legt ihm die Hand auf die Schulter, lächelt ihn an und sagt: „Vertrauen Sie mir."

Auf dem Minbari-Schiff marschiert Delenn in angespannter Atmosphere auf Neroon und eine Gruppe Krieger zu, die einer Gruppe der religiösen Kaste gegenüber stehen. Neroons Anwesenheit wird offensichtlich mit Feindseligkeit aufgenommen. Delenn erklärt, er stünde unter ihrem persönlichen Schutz und verlangt, ihn sofort zu sprechen. Seine Adjutanten geben nur zögernd den Weg frei. Die Vertreter der religiösen Kaste regen sie sich über die Ehrerbietung auf, die sie Neroon entgegenbringt. Lennier bremst sie, indem er ihnen sagt, dass sie auf die Erklärung warten sollten, die Delenn ihnen selbst geben werde.

Delenn bittet Neroon, als sie allein sind, um seine Hilfe. Als er sie daran erinnert, dass er sie beim letzten Treffen töten wollte, damit sie nicht die Kontrolle über die Ranger übernimmt, hält sie ihm zugute, er habe trotz ihrer Differenzen immer ehrenhaft gehandelt, da stets das Wohl aller Minbari sein Beweggrund war. Das höre sich ja fast wie ein Kompliment an, stellt er fest. Das könne man so sehen, gibt sie lächelnd zu. Sie macht ihm klar, dass weder die Krieger-, noch die religiöse Kaste diesen Krieg gewinnen dürfe, da dies ihre Gesellschaft aus dem Gleichgewicht brächte. Neroon äußert nun die Ansicht, ihre Welt sei verrückt geworden und man könne das nicht einfach stoppen, sie jedoch hat einen Plan. Obwohl es ihre Kasten gegen sie aufbringen könnte, sagt er ihr zumindest seine zeitweise Unterstützung zu.

Der Drazi-Botschafter fängt Sheridan auf dem Zocalo ab, und fragt ihn nach den Whitestar-Schiffen an den Grenzen des Centauri-Sektors. Sheridan verweigert ihm jedoch jegliche Auskunft und lässt den Botschafter schließlich stehen.

Sheridan nimmt Kontakt mit Marcus auf, der mit den 3 Schiffen an seinem Bestimmungsort angekommen ist und wissen will, was er dort tun soll. Sheridan fragt ihn, ob er etwas Besonderes sehen könne. Marcus erklärt, er sähe nur ein großes Asteroidenfeld. „Gut", sagt Sheridan geheimnissvoll. „Sie werden sich einige Asteroiden aussuchen und sie zerstören." Marcus fällt es schwer zu folgen, aber Sheridan befiehlt ihm ungeduldig, es einfach zu tun. Ivanova versucht ebenfalls zu erfahren, was das bedeuten soll, aber Sheridan stimmt ihr lediglich zu, dass es ein ungewöhnlicher Befehl sei und geht, um mit Franklin zu sprechen.

Derweil versucht der Drazi-Botschafter, von Londo eine Erklärung zur Whitestar-Patrouille zu bekommen, aber auch hier erfährt er nichts, was ihm weiterhelfen könnte. Er ist nun tief besorgt und trifft sich mit den anderen Botschaftern der Liga im Korridor. In dem Moment kommt Franklin auf sie zu, und bittet sie ihre Regierungen zu fragen, ob sie noch Blutkonserven für ihre Spezies schicken könnten, nur für den Notfall, falls einmal irgendetwas Unerwartetes passieren würde, wovon selbstverständlich niemand ausginge.

Die Vertreter der religiösen Kaste versuchen herauszufinden, was Delenn vorhat. Vermutlich wolle sie aufgeben, sagen einige. Jemand hat sogar einen Fetzen ihrer Unterhaltung mit Neroon aufgeschnappt, in dem sie sagte, die religiöse Kaste dürfe nicht gewinnen. Man könne aber eine so geachtete Persönlichkeit wie Delenn nicht beseitigen, das würde die Kaste tief spalten. Darauf stellt der erste fest, dass sie sich selbst zu Märtyrern machen und verhindern müssten, dass das Schiff Minbar überhaupt erreicht. So plazieren sie eine zeitgesteuerte Patrone mit einem Giftgas in einem Belüftungskanal und bereiten sich auf den Tod vor. Sie wissen nicht, dass Lennier ihr Gespräch belauschte.

Kurz vor Sendebeginn der „Stimme des „Widerstands“ betritt Sheridan bedächtig den Studioraum. Er bittet Ivanova ganz nebenbei, doch kurz zu berichten, dass im Sektor 83 / 9 /12 am heutigen Tag nichts vorgefallen sei. Ob sie jetzt auch irgendwelche Lügenpropaganda betreiben sollte, will Ivanova empört wissen, was Sheridan sofort von sich weist. Es sei keine Lüge, da dort tatsächlich nichts passiert sei. Ihre Verwirrung mühsam unterdrückend geht Ivanova im nächsten Moment auf Sendung und bringt die „Information“ nebenbei unter. Diese Nachricht und die Geheimdienstinformation, dass drei der mit Vorlonentechnik ausgerüsteten Whitestars einen scheinbar unsichtbaren Gegner in einem Asteroidenfeld angegriffen hätten, lässt bei den bereits verwirrten Botschaftern der Liga die Alarmglocken läuten.

Neroon wird nach dem Gespräch mit Delenn von einem seiner Leute angegriffen. Delenn ist außer sich. Nachdem Neroon zur Behandlung seiner Verletzung gegangen ist und der Angreifer in Arrest genommen wurde, bittet sie die Vertreter der religiösen Kaste auf Neroon aufzupassen, weil die Kriegerkaste glaube, dass er sich ihr ergeben wolle. Die Mitglieder der religiösen Kaste tauschen irritierte Blicke aus und einer fragt, ob Delenn nicht vorhabe, aufzugeben. „Nein, das wäre dumm und sinnlos", antwortet sie und erklärt, dass keine der beiden Seiten sich der anderen unterwerfen dürfe, da dies zum Chaos führen würde. Sie schüttelt ihren Kopf in Verachtung über die Kriegerkaste, die voller Extremisten sei, die sogar ihre eigenen Leute angreifen. Ihre Kastenmitglieder werden immer verlegener, als sie auch noch dankbar sagt: „Doch ihr, ihr seid wie ein sicherer Felsen unter meinen Füßen." Doch sie wissen, dass es nun zu spät ist, ihre sinnlose Tat zu verhindern.

Doch glücklicher Weise war Lennier nicht untätig. Er klettert mit einer Schutzmaske in das Belüftungssystem und kann die Gaspatrone rechtzeitig erreichen, und sie, gerade als das giftige Gas auszuströmen beginnt, schließen und entfernen. „Sind wir so tief gesunken, dass wir uns gegenseitig nicht mehr trauen können?" fragt er, als die anderen auf ihn zukommen. Dann bricht er von dem eingeatmeten Gas zusammen.
Neroon teilt Delenn mit, dass Lennier von seinem Leibarzt betreut wird, aber bisher unklar ist, wie es zu dem Kontakt mit dem Gift kam. Delenn gesteht ihm, dass sie sich um Lennier sorgt. Sie habe ihn trainiert, wie Dukhat einst sie und sie könne sich sehr auf ihn stützt, ohne ihn sei sie sicher längst gefallen. Neroon gibt nachdenklich zu, dass er nun verstehe, warum Dukhat sie als seine Nachfolgerin ausgewählt habe. Das mag Delenn nun wieder als Kompliment auffassen, wie er lächelnd eingesteht. „Ich weiß nicht, was uns erwartet, Delenn. Ich weiß aber, es war unbedingt richtig, dass wir uns hier getroffen haben."

Die Botschafter der Liga berufen eine Dringlichkeitssitzung des Rates ein. Als Sheridan eintrifft, präsentieren sie ihm ihre Forderungen. Er müsse ihnen den gleichen Schutz zukommen lassen, wie den Centauri. Er lehnt natürlich ab, aber sie bestehen darauf. Er verlangt von ihnen jedoch ein Zugeständnis, nämlich die Erlaubnis, Schiffe an ihren Grenzen aufbringen zu dürfen, und sie bieten freiwillig an, seine Flotte im Fall einer größeren Gefahr zu unterstützen. Er erklärt sich bereit, die Vertragstexte schnellstens aufsetzten zu lassen und geht. Nachdem die Tür des Lifts sich hinter ihm geschlossen hat hört man ein enthusiastisches „JA!“ durch den Korridor schallen.

Als Lennier das Bewusstsein wiedererlangt, erzählt er Delenn, dass er das aus einem defekten Behältnis austretende Gas gerochen habe und keine Zeit blieb Hilfe zu holen, so habe er selber handeln müssen. Auf die Frage, ob es sich um einen Anschlag der Kriegerkaste handeln könne antwortet er gemäß dem Motto „Minbari lügen nicht“, er könne mit Sicherheit ausschließen, das die Kriegerkaste etwas damit zu tun habe. Als Delenn gegangen ist versammeln sich die Vertreter der religiösen Kaste um ihn, um zu erfahren, warum er sie nicht verraten habe. Er erklärt ihnen, dass Delenn in einer Welt lebe, die besser sei, als die Wirklichkeit. Diesen Glauben wolle er nicht zerstören. Er könne nur hoffen, dass sie die Welt in Zukunft ein wenig mehr mit Delenns Augen betrachten würden. Als sie ihm danken, erwidert er ärgerlich: „Ich habe das alles für Delenn getan und nicht für euch!" So ziehen sie dann reuig davon.

Die "Stimme des Widerstands" gibt die Gründung einer neuen Grenzinitiative der Liga bekannt, und erwähnt die Ereignisse auf Minbar mit Besorgnis. Unterdessen berichtet Lennier Delenn, dass Neroon heimlich den Kreuzer verlassen hat. In seiner ersten Nachricht an die Führer seiner Kaste gibt er zufrieden bekannt, er sei im Besitz der Pläne der religiösen Kaste und der Sieg stehe kurz bevor.