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Babylon 5 Episodenguide |
4x09 "Atonement"
[Das Traumorakel]
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Zack Allen lässt die Anprobe seiner neuen Uniform nicht ohne Mäkeleien über Stoff und Sitz über sich ergehen. Schließlich gesteht er Lennier, dass es ihm nicht gefällt, jetzt schon den Platz von Garibaldi einzunehmen.
Delenn begrüßt eine Minbari Delegation am Zoll und bittet sie darum noch einen weiteren Tag mit Sheridan verbringen zu dürfen. Sie würde ihm dann sagen wohin sie gehe, aber nicht warum. Besser sei es, widerspricht der Führer der Delegation, wenn sie Sheridan eröffnen würde, dass sie nicht zu ihm zurückkehren dürfe, falls das Traumorakel nicht gut verlaufe.
Ivanova ist auf dem Weg zu einer religiösen Drazi-Feier. Zu diesem Anlass trägt sie ihren grünen Draziführerschal („The Geometry Of Shadows/ Eine Frage der Farbe“).
Im Medlab passt Dr. Franklin G'Kar die neue Augenprothese an. G'Kars Entsetzen darüber, dass sie nicht seine richtige Augenfarbe habe, wandelt sich in Neugierde, als Franklin ihm mitteilt, das Auge sende auch dann Signale an seinen Sehnerv, wenn er es aus seiner Augenhöhle entferne. Sofort nimmt G'Kar das Auge heraus und schaut sich erfreut selbst an.
Auf seinem Weg zu Delenns Quartier kommt Sheridan an einem Lift vorbei, den Ivanova gerade, sich ziemlich zerzaust und ramponiert auf einen Stock stützend, verlässt. "Nein - bitte nicht - keine Fragen," blockt sie sofort und humpelt weiter. Sheridan schüttelt nur mit dem Kopf und betritt Delenns Quartier. Sie begrüßt ihn im „kleinen Schwarzen“. Er ist erfreut, aber auch verwirrt. Sie möchte mit ihm Essen und erinnert ihn an die Minbari-Tradition, bei der die Frau den Mann drei Nächte beim Schlafen beobachtet, bis er sein wahres Gesicht zeigt. Sie bittet Sheridan, dies ihre dritte Nacht sein zu lassen, da sie Morgen fort müsse. Er stimmt erfreut zu, entnimmt ihrem Verhalten aber, dass sie ihm etwas verschweigt.
Sheridan kommt aber nicht mehr dazu es anzusprechen, da er zunächst zu einem Treffen mit Franklin und Marcus muss. Er schickt die beiden zu einer Mission auf den Mars, um dort den Feldzug gegen Clark vorzubereiten, dessen Lügen über die Station ihm reichen. Franklin bietet ihm an, dort auch Nachforschungen über den Verbleib von Sheridans Vaters anzustellen, doch Sheridan lehnt das ab, da man so auf sie aufmerksam werden könnte, und sie damit nur den Widerstand gefährdeten
Als die gemeinsame Nacht endet streichelt Delenn noch einmal das Gesicht des schlafenden Sheridan und macht sich auf den Weg zum Abflug, wo Lennier schon auf sie wartet. Er werde an ihrer Seite bleiben, wie er es gesagt hätte, macht er jeden Einwand sofort zunichte („All Alone In The Night/Alarm in Sektor 92“).
So fliegt Delenn mit Lennier nach Minbar, wo sie vor die Clanoberen treten muss. Der Clanführer, Callenn, ist nicht erfreut über ihre Beziehung zu Sheridan. Eine Partnerschaft mit einem Außerirdischen sei seit dem ersten Kontakt der Minbari mit anderen Rassen verboten. Er verlangt, ihre Entscheidung zu ergründen und wolle nicht übereilt richten, sie müsse sich dem Traumorakel stellen um die Gründe für ihr Handeln zu erkennen und vorzutragen, habe aber letztlich der Entscheidung ihres Clans zu gehorchen.
Lennier schließt sich ihr als Sekundant an, um sie zu beschützen. Sie nehmen beide einen Schluck aus dem zeremoniellen Kelch und treten in einen mit wallenden Nebeln erfüllten Raum. Lennier erkennt, dass Delenn nicht das erste Mal in diesem Raum ist. Als Akolyt war sie Sekundant bei Dukhat. Sie beginnt noch einmal die Zeit zu durchleben, als sie bei dem Größten der Minbari wachte und erinnert sich ihrer Angst. "Du hast dich im Traumorakel vor nichts zu fürchten außer vor dem, was du mitbringst", sagte er ihr damals.
Nun erlebt sie sich auf einem Schiff, das angegriffen wird. Dukhat liegt tot in ihren Armen ( In the Beginning/Der erste Schritt). Sie schreit auch jetzt wieder. Delenn, der das Entsetzen im Gesicht steht, wird von Lennier getröstet.
Delenn taucht wieder ein in die Vergangenheit. Sie wird von Dukat aufgefordert, ihm zu folgen, als er schnellen Schrittes einen Korridor hinunter an ihr vorbeiläuft. Sie blickt unsicher zu den anderen Akolyten, dann folgt sie Dukhat demütig in die Kammer des Grauen Rates. Dort stehen die Mitglieder auf ihren Plätzen und Dukhat erzählt Delenn, dass der Graue Rat entschieden habe, keinen Kontakt mit einem kürzlich entdeckten Volk, den Menschen, aufzunehmen. Er nennt sie törichte Feiglinge, zieht Delenn in die Mitte des Kreises und fragt sie, was sie tun würde. Sehr zögerlich antwortet sie, dass sie diese Menschen für ein Geheimnis halte, dass das Universum ihnen als Geschenk darreiche. Dukhat ist begeistert. „Diese törichte junge Akolytin", lässt er den Rat wissen, „besitzt das Merkmal schlichter Neugierde, welches ihr verloren habt." Sie hätten vergessen, tadelt er, welche Freude das Öffnen eines Päckchens machen würde. Nachdem er sie so vor den Mitgliedern des Rates unmöglich gemacht hat, verlässt er mit ihr die Kammer. Auf dem Korridor bleibt er stehen und wendet sich ihr zu. Er weist sie, die ihren Blick demütig gesenkt hält, an, ihm in die Augen zu sehen. "Ich kann keine Assistentin gebrauchen, die mich nicht ansieht", sagt er. "Außerdem würdest du ständig gegen Hindernisse laufen." Delenn strahlt vor Freude.
Als Vorsitzender des Rates erlebt Dukhat Jahre später, wie Delenn in den Rat aufgenommen wird. Als sie den heiligen Schwur ablegt und ihre Hand an das Triluminarium hält, leuchtet es plötzlich auf. Die anderen Ratsmitglieder sind sichtlich überrascht und irritiert.
In ihrem Quartier beantwortet Dukhat später ihre Fragen über das Triluminarium. Es wurde von Valen mitgebracht und einer Geschichte zufolge kam Valen weit aus der Zukunft. Er beginnt gerade zu erklären, warum er Delenn als seine Schülerin ausgewählt hatte, als sie von einem Alarm unterbrochen werden.
Sie sehen eine Flotte unbekannter Schiffe, die Delenn als Menschen erkennt. Plötzlich erblicken sie mit Grauen, dass die Schiffe beider Rassen von einer Gruppe Seelenjäger begleitet werden, die nur auftauchen, wenn irgendwo mit vielen Toten zu rechnen ist („Soul Hunter/Der Seelenjäger“). Dukhat befiehlt die Waffensysteme, die nach alter Sitte zur Respektbezeugung aktiviert wurden, zu deaktivieren. Die Erdschiffe eröffnen jedoch bereits das Feuer und in der folgenden Schlacht wird Dukhat getötet. Der Rat ist zwischen Rache nehmen und abwarten geteilt, und Delenns Stimme gibt den Ausschlag. In ihrem grenzenlosen Schmerz, der sich in ebenso gewaltigem Zorn entlädt, befiehlt sie, die Menschen ohne Gnade zu verfolgen. Obwohl sie ihren Moment der Wut später bereut, ist es zu spät. Der Krieg wird zu einem heiligen Krieg, erbarmungslos und alles vernichtend.
Lennier äußert die Ansicht, dass ihre Beziehung mit Sheridan zeige, dass sie immer noch nach Absolution für ihre Schuld am Tode so vieler Menschen suche. Sie fragt ihn entsetzt, ob er das wirklich glaube. "Nein, aber es ist das, was der Clan sagen wird, wenn wir ihm sagen, was das Träumen gezeigt hat", antwortet er. Callenn fordert sie auf bis zum Morgen zu ruhen, um dann zu berichten, was sie gesehen haben. Dann würde eine Entscheidung gefällt.
Delenn ist verzweifelt. Bei dem Versuch zu schlafen sieht sie wieder und wieder Dukhat in ihren Armen sterben und zum ersten Mal nimmt sie wahr, dass er versucht, ihr etwas zu sagen, aber sie kann die Worte nicht verstehten. Sie entscheidet sich, noch einmal in den Orakelraum zu gehen. Der Clanführer versucht vergeblich sie aufzuhalten. Sie und Lennier haben bereits aus dem Kelch getrunken. Delenn fordert Callenn auf, ihr zu folgen, um zu verstehen und reicht ihm den Kelch. Callenn ist verstört, als sie den Raum betreten, aber Delenn beruhigt ihn mit Dukhats Worten: "Vor dem Träumen müssen wir uns nicht fürchten, nur vor dem, was in uns ist."
Es wiederholt sich die Angriffsszene, Dukhat liegt sterbend in Delenns Armen. „Hören Sie!“ fordert sie Lennier und Callenn nun auf. Und sie hören die letzten Worte des sterbenden Dukhat zu Delenn: "Ich habe dich ganz bewusst ausgewählt Delenn. Dein Erbe... du bist ein Kind des großen Valen."
Stunden später erscheint Lennier mit einer uralten Rolle, die er aus den Archiven des Rates entwendet hat und die Delenns Annahme beweist. Lennier hat immer noch nicht ganz verstanden. Delenn erklärt ihm, dass menschliche und Minbari-DNS bereits seit langer Zeit vermischt seien, da Valen eigentlich Jeffrey Sinclair war. Nach seiner Umwandlung habe er geheiratet und Kinder gehabt. Sie selbst sei eine der Nachkommen, was erkläre, wieso das Triluminarium bei ihr geleuchtet habe, denn es reagiere auf Valens DNS. Es gäbe schon lange keine Reinheit in der Rasse der Minbari mehr, die gerettet werden könne. Daher sei es unsinnig ihre Verbindung mit Sheridan aufzugeben.
Callenn, der gesteht, dass er das längst wisse, bittet sie es nicht publik zu machen. Es würde die Gesellschaft zutiefst beunruhigen und zu unüberschaubaren Konsequenzen führen können. Er schlägt einen Kompromis vor. Er werde dem Clan eröffnen, dass sie einem uralten Brauch aus den kriegerischen Tagen von Minbar folge, demnach der Sieger einer Fehde dem Verlierer als Friedensgeste eine Tochter aus dem Clan als Braut schicke, als Symbol des Lebens. Da die Minbari die eigentlichen Sieger im Erd-Minbari-Krieg waren, könne man diesen Brauch auf Delenn und Sheridan anwenden.
Zurück auf Babylon 5 wird Delenn als sie andockt von Sheridan begrüßt. Er will wissen, ob sie alles habe regeln können, was sie ohne weitere Erklärung bestätigt, um sich dann nach Marcus und Franklin zu erkundigen.
Tief im Inneren eines durchs All rumpelnden Transportschiffes treibt Marcus, der sich brüstet, eine schöne Stimme zu haben, mit seinem soeben angestimmten Gesang Franklin langsam in den Wahnsinn.
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