Babylon 5 Universum


:: Ein Guide zum Guide


:: Staffel Eins
:: Staffel Zwei
:: Staffel Drei
:: Staffel Vier
:: Staffel Fünf


:: Staffel Eins


:: Staffel Eins


:: 4x01 The Hour Of The Wolf
:: 4x02 Whatever Happened To Mr. Garibaldi?
:: 4x03 The Summoning
:: 4x04 Falling Toward Apotheosis
:: 4x05 The Long Night
:: 4x06 Into The Fire
:: 4x07 Epiphanies
:: 4x08 The Illusion Of Truth
:: 4x09 Atonement
:: 4x10 Racing Mars
:: 4x11 Lines Of Communication
:: 4x12 Conflicts Of Interests
:: 4x13 Rumors, Bargains and Lies
:: 4x14 Moments of Transition
:: 4x15 No Surrender, No Retreat
:: 4x16 The Exercise Of Vital Powers
:: 4x17 The Face Of The Enemy
:: 4x18 Intersection In Real Time
:: 4x19 Between The Darkness And The Light
:: 4x20 Endgame
:: 4x21 Rising Star
:: 4x22 The Deconstruction Of Falling Stars


Babylon 5 Episodenguide


4x08 "The Illusion Of Truth"

[LĂŒgenpropaganda]


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 Synopsis
Sheridan sitzt am Konferenztisch im Kriegsraum als Ivanova hereinkommt. Es sei merkwĂŒrdig, wenn der Raum so leer wĂ€re, bemerkt er und sie erwidert, schließlich sei es ein Kriegsraum gewesen und der Krieg wĂ€re vorbei. Sheridan jedoch ist sich noch nicht so sicher, bei allem was auf der Erde passiert. Durch die QuarantĂ€ne ist Babylon 5 von der Erde abgeschnitten, aber Sheridan versichert Ivanova, dass sie es schon irgendwie schaffen werden. Ivanova fragt, warum er sich dann Sorgen mache. Es gelingt ihm nicht, das zu leugnen. So gesteht er, dass er sich um seinen Vater sorge, der in seinem letzten Brief ein paar Fremde erwĂ€hnte, die ĂŒberall Fragen ĂŒber ihn und seine Familie stellten. Seit dem Embargo habe er nichts mehr von ihm gehört. Sein Vater sei frĂŒher Diplomat gewesen, beruhigt ihn Ivanova, man könne ihn nicht einfach so verschwinden lassen. Dennoch bleibt Sheridan beunruhigt. Ob ansonsten auf der Station alles in Ordnung sei, will er wissen und Ivanova sagt, dass es außer ein paar kleinen Problemen beim Zoll, die Zack geregelt habe, noch keine weiteren Schwierigkeiten gab.

Zack Allen kommt in die Andockbucht, wo sich gerade ein paar Neuankömmlinge weigerten, ihr GepĂ€ck durchsuchen zu lassen. Zack will eine der Kisten öffnen, aber der EigentĂŒmer beharrt darauf, dass es Privateigentum sei. Zack befielt dem Mann zur Seite zu gehen, der jedoch bleibt stehen. Nun feuert Zack seine PPG auf die Kiste ab und geht darauf zu, aber bevor er sie öffnen kann, bewegt sich der Deckel von selbst und ein kleines GerĂ€t schwebt heraus. Zack stellt fest, es ist eine Kamera. „Sehr richtig erkannt", teilt ihm der Mann mit, wĂ€hrend die Kamera Zack und die anderen Sicherheitsbeamten filmt, die mit gezogenen Waffen dastehen. "Eine Kamera. Sie gehört zu unserer AusrĂŒstung. Ich bin Reporter und das ist meine Crew. Ihre Gesichter machen sich gut in meiner Sendung."

Dr. Franklin berichtet Sheridan, dass einige der im KĂ€lteschlaf liegenden Telepathen verlagert werden mĂŒssten, weil es Probleme mit der KĂŒhlanlage gibt. Er solle tun, was nötig ist, sagt Sheridan und er hoffe, Franklin könne etwas fĂŒr sie tun, damit sie nicht mehr lange eingefroren bleiben mĂŒssen. Franklin bezweiflt das, da sie durch die Schattenimplantate in ihren Hirnen weiterhin eine Bedrohung fĂŒr sich und andere darstellten. Sheridan stellt fest, dass sie mit der Hinterlassenschaft der Schatten wohl noch sehr lange beschĂ€ftigt sein werden. Da wird er informiert, dass ihn jemand sprechen möchte. "Ich dachte, wir hĂ€tten das Schwerste hinter uns, die Schatten, die Vorlonen, die KĂ€mpfe..." lĂ€sst er Franklin wissen. „Doch leider kommt jetzt noch etwas ganz Schlimmes auf uns zu: die Reporter."


Sheridan kommt in sein BĂŒro wo der ISN-Reporter Dan Randall etwas verĂ€rgert ist, da Ivanova ihm gedroht hat, ihn durch die Luftschleuse zu befördern, wenn er ihr nicht genau sagt, was sein GepĂ€ck enthalte. Randall gibt zu, dass sie ihre Fracht falsch deklariert haben, da sie fĂŒrchteten ansonsten nicht auf die Station gelassen zu werden. Sheridan versichert, dass er sie auf die Station gelassen hĂ€tte - nur ihre AusrĂŒstung nicht, da ISN das Propagandainstrument von PrĂ€sident Clark sei und Randall niemals eine objektive Geschichte bringen wĂŒrde. Einen objektiven Journalisten gĂ€be es ohnehin nicht, stellt Randell fest. Unter diesen UmstĂ€nden sei es das Beste, die Wahrheit in kleinen Portionen unterzubringen. Randall fragt Sheridan, ob sie zusammenarbeiten können, um Sheridans Standpunkt darzustellen, ansonsten wĂŒrde er allein einen Bericht erstellen.


Garibaldi ist auf der Untersten Ebene und spricht mit einem Mann der ihn anheuern möchte. Als der geht, erscheint Lennier und sie sprechen ĂŒber Garibaldis KĂŒndigung. Jener fragt nach Delenn, der es Lennier nach ausgezeichnet geht, und Garibaldi wechselt schnell das Thema, als Lennier Sheridan erwĂ€hnt. Aber es ist schon zu spĂ€t. „Wenn man vom Teufel spricht", sagt Garibaldi, "dann kommt er sofort." Sheridan stellt Randall Lennier vor, den er bittet, Randall die Station zu zeigen, so dass jener sicher sein kann, dass alles was er erfĂ€hrt die Wahrheit ist. Lennier beginnt Randall herumzufĂŒhren, und wĂ€hrend kein Wort zwischen Sheridan und Garibaldi fĂ€llt, sieht man die Spannung in den Blicken, die sie wechseln. Als Garibaldi sich wieder seiner Arbeit zuwendet hat er ein Flashback: Er ist in einer Zelle und und eine Stimme wiederholt stetig: „Du arbeitest fĂŒr niemanden, außer fĂŒr uns. Du arbeitest fĂŒr niemanden, außer fĂŒr uns."


Im Fahrstuhl fragt Randall Lennier nach dem Schiff, das er bei der Reparatur sah als sie andockten. Viele Schiffe von den Welten der blockfreien Liga seien wĂ€hrend des Krieges beschĂ€digt worden, erklĂ€rt Lennier, und einige wĂŒrden hier repariert, wobei nur das eingesetzte Material berechnet werde.

Sie erreichen die Unterste Ebene, wo die meisten Leute, die auf der Suche nach Arbeit auf die Station kamen stranden, wenn ihnen das Geld ausgeht, so Lennier. Sheridan versuche, das durch die Einrichtung eines Notprogramms zu unterbinden, indem er den Leuten die Möglichkeit gibt, bei Reparaturarbeiten zu helfen. In dem Moment kommen Dr. Franklin und ein Notteam mit einer Trage herangestĂŒrmt, auf der ein Patient liegt, der gerade einen Herzinfarkt hatte. Franklin erklĂ€rt das kurz und ist mit Randalls Vorschlag, spĂ€ter mit ihm zu sprechen, einverstanden. Gerade als Franklin gehen will, wird er ĂŒber seinen ComLink unterrichtet, dass die Gefriereinheit wieder gestartet werden kann. Die Kamera nimmt all das auf.

Im Roten Sektor sehen sie Sheridan und Londo, der sich gerade in seiner wort- und gestenreichen Art ĂŒber einen Heizungsdefekt in seinem Quartier beschwert. Die Kamera nimmt auch das auf.

Randall interviewt Sheridan und Delenn. Er beginnt mit der Frage, ob es ihre Absicht war, sich von der Erde zu lösen. Dem sei nicht so, dementiert Sheridan, sie hĂ€tten sich fĂŒr unabhĂ€ngig erklĂ€rt, um gegen die Bombardements von zivilen Zielen zu protestieren und sie wĂŒrden der Erdallianz wieder beitreten, sobald PrĂ€sident Clark abdanke. Ob er Clark immer noch als Verantwortlichen fĂŒr Santiagos Tod sĂ€he, will Randell wissen. Er glaube, erklĂ€rt Sheridan, jeder der sich den PlĂ€nen Clarks in den Weg stelle wĂŒrde verschwinden. Randall fragt Delenn, wie sie sich bei der ganzen Sache fĂŒhle und sie antwortet, dass solche Dinge ĂŒberall passierten. Randall macht eine Bemerkung darĂŒber, dass sich Sheridan und Delenn in letzter Zeit nĂ€her gekommen seien und fragt, ob das GerĂŒcht stimme, dass sie demnĂ€chst heiraten wollen. Sheridan lehnt einen Kommentar lĂ€chelnd ab. Einige Dinge, so Randell, sprĂ€chen gegen ihre Beziehung, aber Delenn erwidert, dass sich das Herz nicht um willkĂŒrlich gezogene Grenzen oder Ă€hnliches kĂŒmmern wĂŒrde. Die, die sie nicht verstĂŒnden mĂŒssten sie dazu bringen, sie zu verstehen. Randall fragt, ob sie keine Angst hĂ€tten, negative Reaktionen auszulösen und Sheridan antwortet, dass es in der Galaxis keine Macht gĂ€be, die stoppen könne, was sie erreichten.

Zum Schluss geht Randell zu Garibaldi. Er fragt ihn, ob er etwas zu seinem RĂŒcktritt als Chef des Sicherheitsdienstes sagen möchte, doch Garibaldi antwortet, er habe kein Interesse daran. Randall appelliert an ihn, er sei schließlich einer der wenigen aus der FĂŒhrungscrew, die von Anfang an dabei gewesen wĂ€ren. Er bitte Garibaldi, ihm irgendetwas zu erzĂ€hlen. Garibaldi bleibt einen Moment lang still und ĂŒberlegt, der innere Konflikt ist ihm deutlich anzusehen.

Als der Bericht schließlich gesendet wird wollen Ivanova und Sheridan ihn sich in dessen BĂŒro ansehen. Ivanova fragt Sheridan, ob er auch so ein ungutes GefĂŒhl wegen der Sendung habe. Sheridan resĂŒmiert, sie hĂ€tten ihr Bestes getan, alles was sie gesagt hĂ€tten, seien kurze erklĂ€rende Kommentare gewesen. Dadurch dĂŒrfte es schwer sein, den Sinngehalt zu entstellen. Delenn kommt herein und Sheridan schaltet den Bildschirm ein.

"Dies ist ein Sonderbericht von Interstellar Network. Wir senden live aus der ISN-Sendezentrale in Genf. Durch die Sendung fĂŒhrt Sie Alison Higgins."

Kurznachrichten: PrĂ€sident Clark gab bekannt, dass die Truppen der ErdstreitkrĂ€fte rund 75% der abtrĂŒnnigen Marskolonie, die sich vor 259 Tagen losgesagt hatte, zurĂŒckerobert haben und der heutige Tag wurde zu einem Feiertag erklĂ€rt. Es begannen außerdem die Anhörungen im Senat und das Komitee fĂŒr Anti-Erd-AktivitĂ€ten hörte die Aussagen von Zeugen aus den Bereichen Unterhaltung, GeschĂ€fte und Lokalpolitik. Der Tri-Vid Autor Lee Parks gab freiwillig seine Mitwirkung bei der Verschwörung zu, er habe außerirdischen Regierungen geholfen, die Erdregierung zu unterminieren und seine Tri-Vid-Produktion dazu benutzt. Parks, der den Eindruck macht, unter Drogen zu stehen, nennt die Namen dreier anderer, die ihm geholfen haben. Higgins sagt, Parks wĂŒrde in ein Sanatorium gebracht, wo er die notwendige Pflege und Behandlung bekomme, um eines Tages wieder als aktiver und produktiver BĂŒrger in die Gesellschaft zurĂŒckkehren zu können.

Nun beginnt die Babylon 5 Story:

"Guten Abend, Ich bin Dan Randall. Als wir das erste Mal das Informationsministerium ersuchten, uns einen Flug zur Station Babylon 5 zu gestatten, hat man uns abgeraten. Man glaubte, meine Sicherheit und auch die meines Teams nicht gewÀhrleisten zu können. Aber eine Regel des Journalismus lautet, 'Man geht dorthin, wo man die Story findet.' Und doch, auf das was uns erwartete, waren wir nicht vorbereitet."

Randall berichtet, die meisten der menschlichen Bewohner lebten in elenden, verdreckten und wahrscheinlich von Seuchen befallenen Bereichen der Station, wĂ€hrend die besseren Quartiere fĂŒr wichtige außerirdische GĂ€ste reserviert seien und fĂŒr diejenigen, die die Station leiten. Randall hĂ€lt es fĂŒr bittere Ironie, dass ausgerechnet Minbari zu Verwaltern dieser armseligen Menschen gemacht wurden und zeigt einen tonlosen Beitrag wie Lennier ihn durch die Unterste Ebene fĂŒhrt. Jeder Versuch sich aufzulehnen wĂŒrde brutal unterbunden, die AufrĂŒhrer ruhiggestellt und fortgebracht wie es an dem Beispiel eines Verletzten auf einer Trage, der von medizinischem Personal einschließlich des Leiters des Medlab eskortiert wird, zu sehen sei.

WĂ€hrend der Besichtigung der Station, fĂ€hrt Randell fort, sei klar geworden, dass die Vertreter der außerirdischen Regierungen auf Babylon 5 das Sagen haben. Er zeigt die Aufnahme von Captain Sheridan und Botschafter Mollari, und fragt, warum ein hochdekorierter Kriegsheld, der gegen die Außerirdischen gekĂ€mpft und sich dann spĂ€ter von der Erde losgesagt hat, solch ein Benehmen toleriere.

Randall sagt, er habe sich mit Fragen an einen Experten gewandt. Er stellt Dr. William Indiri vor, der die psychiatrische Abteilung der Harvard Medical School leitet und der fĂŒhrende Experte fĂŒr Xenopsychologie und das Minbari-Kriegssyndrom ist. Jener erlĂ€utert, dass viele Veteranen des Minbari-Krieges unter einer Art von MinderwertigkeitsgefĂŒhl leiden wenn sie mit Außerirdischen zusammenkommen. Sie standen unter dem Eindruck, sie wĂŒrden gegen technologisch ĂŒberlegene StreitkrĂ€fte kĂ€mpfen. Von der Erkenntnis technologischer Überlegenheit ist es kein großer Sprung zum ZugestĂ€ndnis grĂ¶ĂŸerer ethischer und moralischer Werte. Randall fragt, ob die Krankheit jemanden dazu bringen könnte, sich gegen sein Volk zu stellen, was Indiri bestĂ€tigt. Viele glaubten in so einer Situation, ein außerirdisches Volk mĂŒsse Gott einfach nĂ€her sein. Das veranlasse viele sich von dem Glaubensprinzip, mit dem sie aufgewachsen seien, abzuwenden.

"Eine weitere Regel des Jounalismus lautet", erklÀrt Randall, "'Niemand tut irgend etwas ohne irgendeinen Grund. Man mag das nicht eingestehen, nicht einmal sich selbst, aber es gibt stets einen Grund. Um zu begreifen, was auf Babylon 5 nach der Trennung von der Erde geschehen ist, muss man erst einmal wissen, warum es geschehen ist." Er zeigt die Aufnahme, die auf der Untersten Ebene gemacht wurde, als Franklin die Mitteilung, die Gefriereinheiten betreffend beantwortete. "Nur ein kurzer Dialog, den wir rein zufÀllig hörten. Die Bedeutung der Worte werden Sie noch erfahren."

Nun geht es um die Schiffe, die sich außerhalb von Babylon 5 befinden. Rndell erlĂ€utert, dass die Schiffe zu einer von Sheridan und Delenn im letzten Krieg eingesetzten Flotte gehören, die von den Steuergeldern der Erdallianz bezahlt wurden. Außerdem sei Babylon 5 mit den modernsten Waffensystemen ausgerĂŒstet worden, kurz bevor sich die Station von der Erde löste, und mit genau diesen Waffen wurden dann Schiffe der ErdstreitkrĂ€fte zerstört. Das wĂ€re ein weiteres Teil in einem höchst ungewöhnlichen und interessanten Puzzle dessen Lösung vielleicht ganz einfach sei.

Aufnahmen von Delenn und Sheridan in Sheridans BĂŒro werden gezeigt. Man hört Randell Delenn nach möglichen negativen Reaktionen fragen. "Es wird schwierig werden", antwortet sie ihm. Randell: "Sie meinen, schwierig gegen die Erde vorzugehen?" "Die, die uns nicht verstehen", sagt sie, "mĂŒssen wir dazu bringen uns zu verstehen." "Jeder, der sich den PlĂ€nen in den Weg stellt, verschwindet", wirft Sheridan ein. Randell: "Es dĂŒrfte Zuhause viele Menschen geben, bei denen Ihre Worte Sorge und Angst auslösen. Es hört sich an, als wĂŒrden Sie die Vermischung von Menschen und Minbari ĂŒber die Sicherheit der Erde stellen." "Es gibt in der Galaxis keine Macht, die das stoppen kann was wir gemeinsam erreicht haben." antwortet Sheridan. "Niemand wird uns aufhalten können."

Das alles, kommentiert Randell, höre sich Besorgnis erregend an, und das mit gutem Grund. Er habe auch mit Garibaldi, dem ehemaligen Chef des Sicherheitsdienstes, sprechen können, der das erklĂ€ren wĂŒrde. Die Aufzeichnung Garibaldis wird gezeigt, der sagt, er glaube, Sheridan leidet an einer Art "Gotteskomplex" und hielte sich fĂŒr eine Art zweiten Messias, der wĂŒsste, was fĂŒr alle das Beste ist. Er denke, Sheridan sei verrĂŒckt geworden. Garibaldi ist sich sicher, wegen dieser Äußerung Ärger zu bekommen, aber einer mĂŒsse es ja sagen.

Randall fĂ€hrt fort, sie seien aufgrund von Informationen in einen gesperrten Bereich von Babylon 5 gelangt. Eine Aufnahme wird gezeigt, in der Randall erlĂ€utert was er sieht: eine große Anzahl von in Betrieb befindlichen Gefriereinheiten. Babylon 5 sollte eigentlich nicht mehr als vier oder fĂŒnf dieser Einheiten haben. Außerdem erscheine keiner der Namen an den Einheiten auf irgendwelchen Listen. Er frage sich, woher die Leute kommen und warum sie hier sind. Randall mutmaßt, es gĂ€be eine Gruppe von Menschen auf der untersten sozialen Stufe, die vom medizinischen Personal in KĂ€lteschlaf versetzt wurde, und die man erst wiederbelebe, wenn man sie brauche.

Randall kĂŒndigt ein letztes Interview an, das aufschlussreich sei durch das, was abgestritten wĂŒrde. Das Video zeigt Franklin, der im Medlab seine Arbeit erklĂ€rt. Randall fragt wie lange die Patienten durchschnittlich im Medlab bleiben und Franklin antwortet, meistens nur ein paar Tage, da sie fĂŒr langwierige Krankheiten nicht eingerichtet wĂ€ren. Randall fragt, ob er Patienten in den KĂ€lteschlaf versetzt um ihnen spĂ€ter helfen zu können. Franklin antwortet, das wĂŒrde nur sehr selten getan, zurzeit befĂ€nde sich niemand im KĂ€lteschlaf.

"Noch eine journalistische Regel", kommentiert Randall die Aufnahmen. "In den meisten FĂ€llen lĂŒgen Menschen nur, um etwas zu verbergen. Wir wissen auf Babylon 5 liegen Menschen im KĂ€lteschlaf. Wir haben sie gesehen und Sie natĂŒrlich auch. Was will man also verbergen?" Aufgefordert von Randall, spekuliert Dr. Indiri, Sheridan leide am Minbari-Kriegs-Syndrom und wolle alle Menschen verĂ€ndern, so dass sie ein bisschen mehr wie Minbari werden.
Randell sieht Delenn als SchlĂŒssel. Sie stehe im Mittelpunkt von allem, was sie aufgedeckt hĂ€tten. Die Minbari, behauptet Randall, hĂ€tten in der Entscheidungsschlacht nur aufgegeben, weil sie einen besseren Weg fanden, die Menschen zu besiegen - nicht mit einer Waffe, sondern mit dem genetischen Code. Ein Programm, das genetische Merkmale von Menschen und Minbari vermischt höre sich phantastisch an, aber es sei schon einmal RealitĂ€t geworden, als Delenn sich verwandelte. Da es bei der Frau, die er liebt funktioniert habe, warum dann nicht auch bei allen anderen? Und falls sie nicht kooperieren wĂŒrden, sei die außerirdische Flotte bereit, gegen sie eingesetzt zu werden. Die Schuld an Sheridans Zustand liege jedoch nicht bei ihm, sondern bei der Erdallianz, die es nicht frĂŒh genug erkannt habe. Das Minbari-Kriegs-Syndrom sei ein ernstes Problem. Dazu kĂ€men bei Sheridan der Stress seines Postens, der Verlust des Elternhauses, das letzte Woche abgebrannt sei und sein verschwundener Vater.

„Unsere Aufgabe ist es, Ihnen Neuigkeiten zu berichten“, beendet Randell seinen Bericht. „Wir erfinden und verĂ€ndern sie nicht. Aber von meinem Standpunkt aus gesehen wird sich die Situation auf Babylon 5 stĂ€ndig verschlimmern. Dem muss ein Ende gesetzt werden. Die verhĂ€ngte QuarantĂ€ne wird helfen, dass nicht noch mehr Menschen BefĂŒrworter dieses schrecklichen genetischen Programms werden. Aber das ist nur eine kurzfristige Lösung. Und was Sheridan angeht, er hat es nicht verdient, dass wir ihm Verachtung, Ärger oder Wut entgegenbringen. Er ist ein Veteran des schrecklichen Krieges und deswegen braucht er unser Mitleid. Wir bei ISN hoffen, dass er nur die allerbeste Behandlung erhĂ€lt damit er eines spĂ€ten Tages wieder Einer von uns wird. Ich bin Dan Randall, ISN. Gute Nacht."

Ivanova lĂ€uft wĂŒtend aus dem Raum. Delenn steht auf und geht zu Sheridan, der die Wand anstarrt. Da er keinerlei Reaktion zeigt, geht sie Ivanova nach. Sheridan schaltet schließlich den Bildschirm aus.