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Um die Station herum hat sich eine riesige Flotte von Schiffen der jüngeren Völker versammelt. Auf Narn wollen Londo und Vir nunmehr zur Tat schreiten und bei Coriana 6 erhalten die Ranger einen wichtigen Auftrag.
Vor der Station hat sich bereits ein riesiges Aufgebot an Kriegsschiffen der jüngeren Völker versammelt und es werden immer noch mehr, während die Schatten nun reagieren und ihrerseits Planetenzerstörer einsetzen. Captain Sheridan und Ivanova schauen sich fassungslos die Aufzeichnungen an.
Auf Narn trifft Londo sich im Geheimen mit einigen führenden Köpfen der Centauri und erklärt ihnen die eingetretenen Umstände, die ein schnelles Handeln bezüglich Imperator Cartagias unausweichlich machen.
Ivanova soll noch einmal losfliegen um die noch fehlenden Allerersten zu suchen. Sie willigt allerdings erst ein, nachdem sie Sheridan das Versprechen abnimmt, bei der großen Schlacht auf jeden Fall dabei sein zu können.
Unterdessen will Imperator Cartagia seine makaberen Spielchen auf den Höhepunkt treiben, und nun ist der Einsatz von Londo und Vir gefragt...
Für alle, die mehr wissen möchten, steht eine ausführliche Inhaltsangabe bereit.
von Gisa von Delft
Wieder eine erfreuliche Episode. Das Niveau der vorangegangenen Folgen wird beibehalten, man muss ihnen nicht nachtrauern – was ich nach der Rückkehr Sheridans ein wenig befürchtet hatte. Das mag damit zu tun haben, dass die zwei durchgehenden Handlungsstränge konsequent – ohne überflüssiges Beiwerk – verfolgt werden.
Interessant ist die Wendung, dass Vir das Attentat vollziehen muss und damit natürlich nicht fertig wird. Schön auch Londos Charakterisierung Virs die deutlich zeigt, dass eine Veränderung, oder besser, eine Entfaltung bei beiden stattgefunden hat. Hier ist wieder eine der Qualitäten der Serie deutlich zu sehen: die Charaktere sind alles andere als statisch und eindimensional.
Die Reaktion G’Kars auf seine Artgenossen ist unglaublich gut inszeniert und untermauert seinen Wandel - eine sehr gelungene Darstellung.
Wirklich spannend und erfreulich ungewöhnlich bleibt auch die Entwicklung um die "Riesen im Sandkasten". Mir gefällt die Idee, dass sich nun keiner mehr an eines der mächtigen Völker hängt, sondern sich alle gemeinsam gegen sie stellen und ihre Kräfte gebündelt einsetzen.
Mal sehen, wie das ausgeht…
- Episodentitel "Tyrannenmord"
Original "The Long Night" (Die lange Nacht)
- Am Ende dieser Episode macht Sheridan einen Eintrag in sein Logbuch
Sheridan: "...An dem Tag als ich das Kommando auf Babylon 5 übernahm, fand ich auf dem Schreibtisch meines Büros eine Notiz, die jemand für mich dahin gelegt hatte. Es waren die Worte eines Dichters und ich erinnere mich noch genau an die letzten Zeilen: Obwohl wir nicht mehr die Stärke besitzen, durch die in früheren Zeiten Erde und Himmel bewegt werden konnten, sind wir doch immer noch eine Gruppe fest entschlossener Menschen, zwar geschwächt durch die Zeit und die Schläge des Schicksals, aber weiterhin von dem starken Willen beseelt, stehts zu suchen, stehts zu finden und niemals aufzugeben."
Original: "...When I took command of Babylon 5, I found a note on my desk. Someone had left it there for me. It was a poem by Tennyson. I still remember the last part of it: And tho' we are not now that strength which in old days moved earth and heaven, that which we are, we are,- one equal temper of heroic hearts, made week by time and fate, but strong in will to strive, to seek, to find, and not to yield."
(Anmerkung: Das Ende des Zitat aus Tennysons Gedicht "Ulysses" kennen wir bereits aus dem Pilotfilm, denn dort sagte Commander Sinclair zu Delenn etwas korrekter: "...Das ist unser Ziel, wie einer unser Dichter einst gesagt hat, zu streben, zu suchen, zu finden, und nicht zu weichen." Die Nennung des Dichters, die im Deutschen fehlt, ist deshalb so wichtig, weil der Zuschauer dadurch weiß, dass Sinclair derjenige war, der die Notiz auf dem Schreibtisch hinterließ. Cathrine Sakai erwähnte in der Folge "Angriff auf G'Kar" auch noch einmal, dass der Dichter Tennyson zu Sinclairs Lieblingsdichtern gehört.)
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