|
Babylon 5 Episodenguide |
4x03 "The Summoning"
[Rückkehr vom Schattenplaneten]
| « |
|
» |
 |
|
 |
|
Ivanova bittet Delenn um einen Whitestar, um weitere der Allerersten zu suchen und sie für den Kampf gegen die Schatten zu gewinnen. Delenn stellt ihr Marcus als Begleiter und Minbari-Übersetzer zur Verfügung, da Ivanovas zwar behauptet, inzwischen Minbari gelernt zu haben, aber ein derart krauses Zeug redet, dass es allenfalls zur Belustigung reicht, die sich Delenn und Marcus jedoch nicht anmerken lassen. Ivanova akzeptiert das, obgleich sie nicht begeistert ist.
Centauri-Prime: Londo und Vir sehen zu, wie G'Kar in einem Narren-Kostüm zur Belustigung von Imperator Cartagia gequält und lächerlich gemacht wird. Er hat seit drei Tagen nichts getrunken und gegessen, und sieht ziemlich übel aus. Cartagia und sein Hofstaat vergnügen sich an diesem Treiben. Vir und Londo jedoch wenden sich angewidert ab.
Ivanova und Markus hatten bisher noch kein Glück, obwohl der Sektor in dem sie suchen Allererste beherbergen könnte, da es hier viele verlassene Welten gibt. Susan ist deprimiert, Marcus versucht sie aufzumuntern, indem er an ihren Erfolg bei Sigma 957 erinnert. Sie fliegen nun in den Sektor 87, in welchem mehrere Schiffe gottähnliche Erscheinungen gemeldet haben. Es könnte sich dabei um Allererste handeln, vermutet Marcus.
Unterdessen berichtet Zack Allen Delenn, dass man seit Tagen nichts mehr von G'Kar gehört habe. Was er jedoch weiß ist, dass G'Kar auf das Transportschiff gehen wollte, das Garibaldis Kampfflieger gefunden hatte. Delenn bittet Zack darum, diese Spur zu verfolgen, da sie aufgrund des bevorstehenden großen Angriffs auf Z'ha'dum keine weiteren Schiffe und Leute entbehren könne. Zack will sich sofort, solange die Spur noch heiß ist, mit einer Starfury-Staffel auf den Weg machen.
Centauri Prime: Im Garten des Palastes erörtern Vir und Londo die Frage, ob man den Imperator wegen seines Größenwahns und seiner Grausamkeit ermorden darf, was Vir jedoch kategorisch ablehnt. Er hofft an den Imperator appellieren zu können. In dem Moment taucht Cartagia auf und schildert die grausame Folterung G'Kars. Enttäuscht stellt er fest, dass er trotzdem nicht einmal geschrieen habe. Seine Hände sind voll Blut. Er konstatiert, dass er G'Kar töten werde, wenn jener seinen Stolz nicht aufgäbe, auch wenn er ihn eigentlich Londo zum Geschenk gemacht hätte. Dann gießt er das blutige Wasser, in dem er seine Hände spülte, auf eine Pflanze. Als Cartagia mit seinem Gefolge verschwunden ist, sagt der zutiefst schockierte Vir voller Hass, dass er sich geirrt habe und dieses Monster getötet werden müsse.
Zack hat den besagten Transporter geortet und fliegt mit einigen Shuttles und Starfurys von Babyon 5 aus los.
Delenn sucht Lyta, die einen ziemlich desolaten Eindruck macht, in ihrem Quartier auf, um Informationen über die Vorlonen zu erhalten. Sie wurden gebeten, in sieben Tagen an dem Angriff auf Z'ha'dum teilzunehmen, antworteten jedoch nicht darauf. Lyta offenbart Delenn, die Vorlonen hätten etwas Größeres vor, und würden dabei keine Rücksicht auf die jungen Völker nehmen. Sie wisse jedoch nichts Genaues, denn der neue Botschafter der Vorlonen ließe sie nichts erfahren und sei sehr desinteressiert an den Menschen. Delenn bittet Lyta den Vorlonen zu fragen, um das Risiko einer bösen Überraschung beim Angriff auf die Schatten zu so klein wie möglich zu halten. Lyta gibt zwar zu, sie habe Angst zu fragen, will es aber dennoch tun.
Die Staffel mit Zack Allen hat den Transporter gefunden. Zack versucht ihn zu stoppen. Als die Besatzung auf seine Warnungen nicht reagiert, lässt er kurz auf das Schiff feuern. Der Antrieb wird zwar beschädigt, bleibt aber funktionstüchtig. Eine Rettungskapsel wird gestartet, was Zack zunächst für ein Ablenkungsmanöver hält. Doch dann explodiert das Schiff, obwohl es kaum beschädigt war und es gibt keine Überlebenden. Zack befiehlt die Bergung der Kapsel. In der Kapsel liegt Garibaldi, bewusstlos unter einer Art Plastikfolie. Eine Stimme sagt: "Kontakt wurde hergestellt. Das Programm wird gestartet." Garibaldi wird nach Babylon 5 gebracht und sogleich im Medlab behandelt. Sein Zustand ist kritisch, aber nicht lebensbedrohlich. Zack ist allerdings verwundert und skeptisch wegen der Umstände von Garibaldis Rettung. Es sei, meint er, zu viel Glück im Spiel gewesen.
Im Quartier des Vorlonen-Botschafters steht Lyta mit diesem in telepathischem Kontakt. Er beendet das Ganze wiedermal sehr abrupt und Lyta versucht erneut, ihm klarzumachen, wie unangenehm das für sie ist. Auch fragt sie ihn, was er vor ihr verberge, warum die Vorlonen sich in letzter Zeit so seltsam verhalten. Als er nicht reagiert wird sie wütend. Sie erwarte Respekt von ihm, sagt sie. Kosh macht sich darüber nur lustig und wendet sich ab, woraufhin sie ihn scannt. Kosh merkt es sofort, dreht sich um und fügt ihr einen heftigen Energiestoß zu, der sie zu Boden schleudert. Als sie sich erholt hat, verlässt sie schweigend, aber offenbar nicht mehr ganz unwissend, das Quartier.
Centauri Prime: Londo redet auf G'Kar ein, nur ein einziges Mal für den Imperator zu schreien. Er brauche G'Kar als lebenden Verbündeten, nicht als toten Märtyrer. Trotz aller Überredungsversuche, ist jener nicht bereit, seinen Stolz abzulegen und dem Imperator Genugtuung zu verschaffen. Londo zeigt durchaus Verständnis dafür, dass es G´Kar sehr schwer fallen würde, seinen Stolz zu überwinden, ist aber auch verärgert, weil er weiß, das sie ihr Ziel so nicht erreichen können.
Marcus beginnt zum Zeitvertreib, denn trotz der unglaublichen Technik dauert es immer noch lange, entfernte Ziele zu erreichen, eine Unterhaltung mit Ivanova. Was sie tun würde, wenn sie, nur mal angenommen, diesen Krieg gewonnen hätten, will er wissen. Sie würde nach St. Petersburg reisen, erzählt sie, um das Grab ihres Vaters zu besuchen. Ob dort jemand auf sie warte, fragt Marcus. Ivanova verneint, will aber ihrerseits wissen, wie das bei Marcus aussehe. Es gäbe da eine Frau, gesteht er ihr, die aber noch nichts davon wisse... Als Ivanova ihn erstaunt ansieht sagt er, er wolle nichts falsch machen. Dann, bemerkt Ivanova, müsse es ja eine ganz besondere Frau sein, was Marcus aus tiefster Überzeugung bestätigt. Außerdem, lässt er sie wissen, sei sie die Erste... Ivanova kann nicht glauben, dass sie das richtig verstanden hat. Er wolle damit andeuten, hakt sie nach, dass er noch nie mit einer... Das sei richtig, bestätigt er, er sei zuvor nie der richtigen Frau begegnet. Dann könne man ja nur hoffen, bemerkt Ivanova, nicht ahnend, dass er die ganze Zeit von ihr spricht, dass diese Frau das zu schätzen wisse. Das hoffe er auch stellt Marcus schmunzelnd fest. Und sie habe immer gedacht, sinniert sie, die Allerersten seien etwas Besonderes. Er habe etwas entdeckt, unterbricht Marcus mit Blick auf die Scannerbilder. „Was denn, ein Einhorn?“ wirft Ivanova ein, besinnt sich dann aber und wird ernst. Ermöglicht durch die vorhandene Vorlonen-Technologie, haben sie ein Distorsionsfeld geortet, eine Art künstlich erzeugte Tasche im Hyperraum. Dieses Feld wäre das perfekte Versteck für Allererste. Sie fliegen hinein. Was sie finden ist unglaublich: Eine gewaltige Vorlonen-Flotte versteckt sich darin, mit vielen großen, mehrere Meilen langen Vorlonen-Kreuzern und einem gewaltigen Schiff von unbekannter Bauart und unbekanntem Zweck.
Im Medlab erwacht Garibaldi nach einem Traum über seine Entführung und sein Verhör in der Beton-Zelle aus dem Koma. Er kann sich an nichts erinnern und meint, er sei nur ein paar Stunden fort gewesen. Als Zack ihm erklärt, dass es zwei Wochen waren, ist er sehr verstört. Auf seine Frage nach Sheridan erfährt er, dass jener auf Z'ha'dum gestorben sei.
Delenns Probleme, die Völker für einen Angriff gegen die Schatten zusammenzuhalten, werden immer größer. Viele halten es für reinen Selbstmord, und haben Angst vor einem Vergeltungsschlag der Schatten. Sie erfährt, dass es eine Demonstration gegen ihre Pläne auf dem Zocalo geben solle, und beschließt, sich dort den Zweiflern zu stellen.
Centauri Prime: Londo und Vir werden mitten in der Nacht geweckt und in einen geheimen Raum im Palast geführt. Sie finden Cartagia und G'Kar vor, jener an eine Säule gefesselt. Cartagia erwähnt, dass er gerne in dem Raum sei, um zu denken und seine Zukunft als Gott zu planen. Eine Wache mit einer Elektropeitsche kommt dazu. Die Schläge dieser Peitsche werden mit jedem Mal heftiger und beim 40ten Schlag wird sie G'Kar töten. Man würde jedoch sofort aufhören, wenn jener einen Schrei von sich gäbe. Vir und Londo können das Auspeitschen kaum mit ansehen, und Londo gibt G'Kar mit Gesten immer wieder zu verstehen, dass er endlich schreien müsse. Schließlich - kurz nach dem 39ten Schlag - schreit G'Kar. Cartagia ist zufrieden und beendet die Prozedur.
Der Whitestar kehrt nach Babylon 5 zurück. Ivanova gibt in der Kommandozentrale die Anweisung, nach Lyta zu suchen und die Frequenzen im Sektor 70/60/70 abzuhören.
Lennier informiert Delenn, dass es soweit ist und sich die Vertreter der Völker auf dem Zocalo treffen.
Ein unbekanntes Schiff passiert das Hyperraumsprungtor. In der Kontrollzentrale verlautet, dass es nicht auf Kontakt reagiere, aber den Code für die Andocksequenz kenne. Ivanova fürchtet, dass die Vorlonen sie entdeckt haben könnten und ihnen gefolgt sind. Sie ruft Alarm Rot aus und massenhaft Sicherheitsleute stürmen zur Andockbucht.
Unterdessen trifft Delenn auf dem Zocalo ein, gerade als ein Drazi auf einer Empore mit seiner Rede beginnt. Er enthüllt, dass die Minbari einen Erstschlag gegen Z'ha'dum planen, und damit ihrer aller Leben aufs Spiel setzen würden. Die übrigen Vertreter der Völker sind bestürzt.
Auch Garibaldi zieht seine Uniform an und geht zur Andockbucht. Als Zack ihn zurückschicken will, antwortet er: "Geben sie sich keine Mühe. Sie können keinen Mann entbehren, der mich ins Bett zurückbringt". Immer mehr Sicherheitsleute strömen herbei und versorgen sich mit Waffen.
Auf dem Zocalo berichtet der Drazi, dass seit Sheridans Flug zum Schattenplaneten keine Angriffe mehr erfolgt seien, und mutmaßt, dass sich die Schatten eventuell wieder zurückzögen und man mit ihnen Verhandeln könne, wenn man sie in Ruhe lasse. Delenn meldet sich nun zu Wort und prophezeit weitere Angriffe.
Die Beförderungskabine senkt sich auf den Boden des Ankunftsbereichs. Es ist nicht zu erkennen, wer sich darin befindet. Die Sicherheitsleute, unter ihnen Zack Allen und Garibaldi, halten ihre Waffen im Anschlag. Die Tür gleitet auf und in den Gesichter der Sicherheitsbeamten macht sich Staunen breit. Garibaldi starrt mit offenem Munde, ehe er sagt: "Ich glaube nicht, was ich sehe."
Delenn, die sich vehement für einen Angriff auf Z'ha'dum ausspricht, wird von einigen Leuten angegriffen die Lennier jedoch zurückschlagen kann.
Man sieht, wie jemand eine Treppe hochsteigt.
Ein Brakiri meldet sich zu Wort und sagt, Delenn wolle aus Trauer um Sheridan alle ins Verderben stürzen. Bisher sei niemand von Z’ha’dum zurückgekehrt, und kein Feind der Schatten könne überleben. Genau in diesem Moment betritt John Sheridan die Empore. Der Drazi starrt ihn an und entschuldigt sich stammelnd damit, dass man ihn für tot hielt, worauf Sheridan antwortet: "Ich war tot. Aber jetzt bin ich hier."
Sheridan lässt die Versammelten wissen, dass die Schatten weder Götter noch unbesiegbar sind, und er den Kampf gegen sie überlebt und viele getötet habe. Er will den Wahnsinn dieser Kriege ein für alle mal beenden, nicht nur für die nächsten Tausend Jahre, sondern für immer, und zwar mit der größten Flotte aller Zeiten, zusammengestellt aus den Schiffen aller jungen Völker. Nicht für eine Schlacht, sondern um die Galaxie dauerhaft und nachhaltig zu verändern. Man könne die Schatten besiegen, jedoch nur wenn alle zusammenarbeiten. Er setzt die Tatsache, dass er der Einzige ist, der jemals von Z'ha'dum zurückkehrte, ein, um die Völker für sich zu gewinnen. Die Botschafter stimmen euphorisch zu, es setzt frenetischer Jubel ein. Dann gesteht er Delenn, die inzwischen auf die Empore gekommen ist, seine Liebe an der sich auch nichts ändern würde, wenn das Universum zwischen ihnen stünde.
Derweil sucht Ivanova Lyta, da sie sich nicht gemeldet hatte, in ihrem Quartier auf. Lyta erkennt sofort, dass auch sie von der Vorlonen-Flotte weiß. "Sie wissen es also“, sagt sie, „ es hat angefangen!"
In Sheridans Büro erklären er und Lorien nunmehr Delenn, Lennier, Garibaldi und Franklin die Hintergründe der gegenwärtigen Situation: Die alten Völker verließen die Galaxie, um Platz für die Jüngeren zu schaffen. Zwei von ihnen blieben zurück, um jene zu beobachten, ihnen zu helfen und sie zu schützen: die Vorlonen und die Schatten. Sie hatten jedoch gegensätzliche Vorstellungen, wie die Evolution der jüngeren Völker vorangetrieben werden konnte. Die Vorlonen schworen auf Disziplin und Ordnung, die Schatten auf Konflikte und Kriege, um die Völker zu stärken. Zunächst war das kein Problem, denn beide Seiten respektierten einander, hielten sich an die Regeln und mischten sich nicht bei den anderen ein. Sheridan, der Garibaldis Skepsis registriert, fragt ihn, was er habe. Garibaldi äußert seine Bedenken gegenüber dem Unbekannten, der ihm recht seltsam vorkommt. Sheridan stellt ihn als Lorien vor und lässt durchblicken, dass er ein Allererster ist. Sheridan bittet Garibaldi, Lorien zu vertrauen, jener jedoch ist ärgerlich, weil er immer allen vertrauen solle, denen Sheridan vertraut. Schließlich aber beruhigt Garibaldi sich. Sheridan erklärt nun weiter, dass irgendwann eine der beiden Seiten entschied, nur ihr Weg sei der richtige. Daher rührten die dauernden Konflikte und Krisen. Und die jüngeren Völker stünden nun zwischen den Fronten.
Jetzt betreten Ivanova und Marcus mit Lyta zusammen den Raum. Ivanova begrüßt Sheridan überaus herzlich. Dann eröffnen sie ihre Entdeckung im Hyperraum und berichten, sie hätten die Vorlonen-Flotte bis zu einer Schattenkolonie im Sektor 70 verfolgt, die von den Vorlonen vollständig zerstört worden sei. Der ganze Planet, Arkata VII, auf der sich die Kolonie befand, wurde vernichtet, erklärt Lyta. Selbst Lorien reagiert mit überraschter und ärgerlicher Mine. Lyta teilt weiter mit, die Vorlonen seien zu der Überzeugung gelangt, dass die Schatten und alle ihre Verbündeten ausgelöscht werden müssten. Ob dabei die jüngeren Völker auch vernichtet werden, interessiere sie nicht mehr. Sheridan vermutet, dass die Schatten wohl bald mit der gleichen Härte zurückschlagen werden. Die Aussichtslosigkeit der Lage stellt sich deutlich dar: Sie stehen zwischen den Fronten dieses Krieges und um ihn zu beenden müssten die jungen Völker nicht nur gegen die Schatten, sondern nun auch noch gegen die Vorlonen kämpfen. Lyta verdeutlicht jedoch, wenn nichts dagegen unternommen würde, wären in einem Umkreis von 70 Lichtjahren bald alle bekannten Planeten zerstört und alle jungen Völker ausgelöscht. Nach ihrer Schilderung können alle Anwesenden nur noch nachdenklich Schweigen.
Die Vorlonen-Flotte mit dem gewaltigen Planetenzerstörer fliegt unterdessen weiter durch den Hyperraum.
|
|
|