Babylon 5 Universum


:: Ein Guide zum Guide


:: Staffel Eins
:: Staffel Zwei
:: Staffel Drei
:: Staffel Vier
:: Staffel Fünf


:: Staffel Eins


:: Staffel Eins


:: 4x01 The Hour Of The Wolf
:: 4x02 Whatever Happened To Mr. Garibaldi?
:: 4x03 The Summoning
:: 4x04 Falling Toward Apotheosis
:: 4x05 The Long Night
:: 4x06 Into The Fire
:: 4x07 Epiphanies
:: 4x08 The Illusion Of Truth
:: 4x09 Atonement
:: 4x10 Racing Mars
:: 4x11 Lines Of Communication
:: 4x12 Conflicts Of Interests
:: 4x13 Rumors, Bargains and Lies
:: 4x14 Moments of Transition
:: 4x15 No Surrender, No Retreat
:: 4x16 The Exercise Of Vital Powers
:: 4x17 The Face Of The Enemy
:: 4x18 Intersection In Real Time
:: 4x19 Between The Darkness And The Light
:: 4x20 Endgame
:: 4x21 Rising Star
:: 4x22 The Deconstruction Of Falling Stars


Babylon 5 Episodenguide


4x02 "Whatever Happened To Mr. Garibaldi?"

[Der Letzte des Kha'Ri]


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 Synopsis
Dr. Franklin spricht auf sein persönliches Logbuch. 14 Tage seien seit dem Verschwinden von Sheridan, neun von dem Garibaldis vergangen. Die Liga sei auseinander gefallen, alle bereiteten sich auf ihren Heimatwelten auf den nächsten Schlag vor, der für endgültig gehalten würde. Ihm, sagt Franklin, fiele außer verständnisvollem Zuhören und trösten nichts mehr zu tun ein.
Nun erscheint Lennier im Medlab und bittet Dr. Franklin, unbedingt nach Delenn zu schauen.

Sheridan scheint irgendwo im schwarzen Nichts zu schweben, gehalten von den langen Armen eines mächtigen,riesigen Lichtwesens, dessen hallende Stimme immer wieder zwei Fragen stellt: "Wer bist du?" und "Was willst du?" Er erwacht auf dem Boden der Höhle liegend und der Fremde fragt ihn, ob er geträumt habe. Sheridan stellt fest, das sie versuchen müssten, zu fliehen, da sie dort in den Höhlen gefangen seien und es die erste Pflicht eines Gefangenen sei, zu fliehen. Ah, stellt der Fremde fest, dann sei es also die Pflicht eines Gefangenen der Liebe, in die Einsamkeit zu fliehen und ein Gefangener der Freude müsse in die Traurigkeit fliehen. Der Fremde teilt Sheridan mit, sein Name, den er ja wissen wolle, sei Lorien. Er formuliert noch einige philosophische Fragen und Erkenntnisse, gipfelnd in der Frage, was wohl zuerst dagewesen sei, das Wort, das das Universum geschaffen habe, oder der Gedanke hinter dem Wort? Dann stellt er aber fest, dass Sheridan wohl im Augenblick kein Interesse an den großen Fragen habe, da er darüber nachdenken müsse, wer er sei. Ob er Gedanken lesen könne, will Sheridan verblüfft wissen. Diese Frage solle er besser nicht stellen, erwidert Lorien, da es darauf nie eine gute Antwort gäbe. Er könne ihm aber sagen, WAS er sei: tot. Sheridan reagiert mit Ungläubigkeit, doch Lorien fragt ihn, ob er, der er nun seit einigen Tagen hier sei, keinen Hunger oder Durst verspüre, was Sheridan verneint, und ob noch Blut in seinen Adern fließe. Sheridan versucht, seinen Puls zu ertasten, was ihm jedoch nicht gelingt. „Du bist ohne Frage sehr tot“, stellt Lorien fest.
Das Letzte, woran er sich erinnere, überlegt Sheridan, sei, dass er in einen Abgrund gesprungen sei, er sei unglaublich lange gefallen. Wenn der Sturz beendet sei, stellt Lorien nun fest, dann sei er tot. Wenn er noch stürze, sei es ein Traum. Oder er befände sich dazwischen. Zwischen was, will Sheridan wissen.
"Zwischen zwei Sekunden", sagt Lorien. "Wenn wir geboren werden, erhalten wir eine endliche Anzahl von Sekunden. Jedes Ticktack der Uhr vermindert unsere Zeit. Tick, eine Möglichkeit sich zu freuen, ist vergangen; Tack, ein einziges Wort beendet einen Pfad und zeigt einen neuen. Tick, tack, tick, tack, die Zeit läuft uns beständig davon. Deine ist so gut wie verbraucht. Du befindest dich zwischen zwei Sekunden, verloren im grenzenlosen Niemandsland von Tick und Tack. Tick, das ist noch dein Leben, tack, na ja, es war ein gutes Leben, wenn auch sehr kurz, tick, tack, tick, tack, tick, tack, ..."
Sheridan packt Lorien und fragt ihn, was los sei und ob er hinter allem stecke. "Wer sind Sie?" fragt er ihn und erinnert sich plötzlich erkennend an seinen Traum.
"Jetzt bist du schon etwas näher dran. Ja, ich kann es ganz deutlich sehen. Aber ich weiß nicht, ob näher an Tick, oder näher an Tack. Nur die folgende Zeit wird es uns weisen. Und hier, zwischen zwei Sekunden, haben wir alle Zeit der Ewigkeit," lässt Lorien ihn wissen.

G'Kar betritt auf Zathran 7 eine Kneipe. Er setzt sich zu einem Mann, dem er sagt, er habe gehört, dass jener anderswo ein Teil eines Kampffliegers Klasse Starfury an einen Händler verkauft habe. Er wolle Informationen darüber. Der Mann sagt, es sei Bergungsgut gewesen und daher legal, aber G'Kar will wissen, woher es genau kam, da es zu dem Kampfflieger gehört, den Garibaldi flog. Der Mann möchte nicht darüber sprechen, aber G'Kar besteht darauf, mehr zu erfahren. Da mischt sich der Barkeeper in das lauter werdende Gespräch ein und versucht, G'Kar hinauszuwerfen, was G'Kar sich nicht gefallenlassen will. Als die Situation zu eskalieren beginnt meldet sich hinter G´Kar Beistand: Marcus aktiviert seinen Kampfstab, und im Verlauf eines kleinen Gefechts können beide in dem Durcheinander entkommen. Zwei Centauri-Wachen die zum Barkeeper treten werden von ihm hinterher geschickt, während er sich mit einer dritten unterhält.

Nach wiederholtem Leuten öffnet Delenn die Tür ihres Quartiers und Franklin kommt herein. Sie fragt ihn, ob es ein Problem gäbe, er jedoch will wissen, ob das bei ihr der Fall sei, da sie seit einer Woche nichts gegessen oder getrunken habe. Er wisse, dass die Minbari im Fasten ihre Trauer ausdrücken und sich so auch seelisch reinigen wollten. Für gewöhnliche Minbari sei das lange Fasten nichts Besonderes, aber sie sei nun halb Mensch und es könne ungesund für sie sein und sie würde so niemandem damit nützen. Delenn sagt, durch ihr Fasten werde der Gerechtigkeit genüge getan. An allem was passiert sei, trüge sie die Schuld. Sie erklärt Franklin, dass sie Sheridan zu sehr geliebt und zu wenig vertraut hätte. Sie habe ihn beschützen wollen und nichts von Annas Existenz gesagt. So habe er nicht die Möglichkeit gehabt, sich frei zu entscheiden. Sie erklärt Franklin, ihr Fasten werde weitergehen. Sollte Sheridan tatsächlich tot sein, würde sie ihn wiedersehen, wie sie es vor langer Zeit versprochen habe "an einem Ort, wo keine Sorgen existieren." Franklin bleibt keine Wahl, als sie mit ihrer Trauer zurück zu lassen.

Marcus kommt in ihr Versteck und berichtet G'Kar, dass die Centauri-Wachen immer noch nach ihnen suchten. G'Kar weiß nicht, warum das so ist, und Marcus erklärt, genau deshalb mache er sich Sorgen. Wenn er sich um alles Sorgen machen würde, was er nicht verstünde, stellt G'Kar fest, hätte er viel zu tun. Warum er hergekommen sei, will G´Kar wissen. Er sei gekommen, um sich um ihn zu kümmern, falls er in Schwierigkeiten gerate. Marcus erklärt sich bereit, an G´Kars Stelle nach weiteren Informationen zu suchen, da jener viel zu schnell auffallen würde und die Wachen begierig seien, ihn zu finden. Sie reden über den Kampf und Marcus` Kampfstab, den G'Kar etwas übertrieben findet. Marcus hält das jedoch für einen echten Fall von Stabneid. Marcus fragt G'Kar, warum er bereit sei, soviel für Garibaldi zu riskieren und G'Kar sagt, Garibaldi sei sein Freund und er habe noch niemals zuvor einen Freund gehabt, der kein Narn war. Marcus erklärt nun seinerseits, er helfe G´Kar, weil er noch niemals einen Freund hatte, der ein Narn war. Nun fragt G´Kar, ob er sich den Kampfstab einmal ansehen dürfe. G´Kar bekommt ihn, wobei er ihn, bevor Marcus ihn warnen kann, aus Versehen ausfährt. G'Kar sagt schmunzelnd, dass ihm die Waffe sehr gut gefalle.
Die Centauri-Wachen zeigen dem Barkeeper Fotos von Narn, die an dem Streit in der Bar beteiligt gewesen sein könnten. Schließlich zeigt jener auf das Foto von G'Kar. Die Wachen stellen fest, dass sei der letzte noch in Freiheit befindliche des Kha'Ri und erklären dem Wirt, dass eine Belohnung für dessen Ergreifung - tot oder lebendig - ausgesetzt sei.
Der Mann mit dem G´Kar in der Bar sprach, erwacht aus dem Schlaf, weil Wasser auf sein Gesicht tropft. Marcus steht mit einem Glas über ihm und gibt ihm zu verstehen, dass er um jeden Preis wissen will, woher er das Stück des Kampffliegers bekommen habe.

Delenn betritt Sheridans Quartier, wo Franklin auf Anordnung von Ivanova gerade dabei ist, Sheridans persönliche Sachen durchzusehen. Er fand etwas, das Delenn seiner Meinung nach sehen sollte. Er übergibt ihr einen Datenkristall und lässt sie allein.
Delenn legt den Kristall ein und sieht das persönliche Logbuch Sheridans vom 14. Mai 2260. „Nachdem wir uns von der Erde losgesagt haben, ist die Situation hier ziemlich chaotisch. Das habe ich nicht gewollt. Ehrlich gesagt, es macht mir Angst, aber es musste sein. Jetzt ist es meine Aufgabe, die Situation in den Griff zu kriegen, sie in etwas Positives zu verwandeln. Mein Dad hat immer gesagt, dass ist der einzige Weg, den Schmerz zu überwinden: man ergibt sich nicht, kämpft nicht dagegen an, man verwandelt die Situation in etwas Positives. Er hat auch immer gesagt, wenn du in einen Abgrund stürzt, kannst du ruhig versuchen zu fliegen, denn du hast nichts zu verlieren. In gewisser Weise geht es mir auch so mit Delenn. Während des Krieges habe ich gegen Minbari gekämpft und habe viele getötet, ich sah auch, wie viele meiner Freunde durch Minbari getötet wurden. Ja, und nun bin ich in eine Minbari-Frau verliebt, lange Zeit wollte ich mir das nicht eingestehen. Aber in dem Moment, wo mein Herz es erkannt hatte, musste ich die Tatsache einfach akzeptieren. Ich bin von einer hohen Klippe in einen Abgrund gestürzt, aber wenn ich in Delenns Augen sehe, bestärkt mich das in dem Glauben, ich könnte tatsächlich fliegen."

Marcus hat erfahren, dass der Mann die Position von Garibaldis Kampfflieger von „Interplanetare Expeditionen“ erhalten habe, und dass der Informant ein Zehntel des Verkaufspreises erhalte. G'Karbeschließt, sich an die Fundstelle des Schiffes zu begeben, um dort nach weiteren Informationen zu suchen. Marcus solle zurückgehen nach Babylon 5, um dort nach der Person bei „Interplanetare Expeditionen“ zu suchen, damit würde er ihm am meisten helfen, da er die Ressourcen von Babylon 5 benötige. Marcus geht fort, und G'Kar legt sich hin um zu schlafen. G'Kar wacht auf, als er Schritte hört und draußen Personen registriert. Als sie sich nähern, packt er seine Waffe, schießt ein paar Mal, wird dann jedoch selber niedergeschossen und fällt bewusstlos zu Boden.

Delenn hat die Ranger zusammenkommen lassen und teilt ihnen mit, dass sie jetzt, obgleich sie bisher eher im Verborgenen gewirkt hätten, einen Schlag führen müssten, der als Beispiel für alle anderen dienen werde. Lennier erklärt, dass die Liga der blockfreien Welten sich aufgelöst habe und dass sie die finden müssten, die immer noch an ihre Sache glaubten. Delenn sagt, sie würden sieben Tage auf weitere Schiffe warten, und dann Z'ha'dum anzugreifen. Sie hätten nur eine kleine Erfolgschance, aber sie müssten es dennoch versuchen, denn sonst seien sie ohnehin verloren. Sie erzählt den Rangers, ein Freund habe gesagt, wenn man in einen Abgrund fiele könne man ruhig versuchen zu fliegen, diese Möglichkeit gäbe sie ihnen jetzt.

Centauri Prime: Es klopft hartnäckig an Londos Tür, er öffnet jedoch erst, nachdem er sich einen kleinen Dolch gegriffen hat, den er hinter seinen Rücken hält. Draußen steht der Minister und sagt, der Imperator fordere Londos unverzügliche Anwesenheit im Thronsaal. Londo, der ein Nachtgewand trägt, zieht sich erst um und macht sich dann auf den Weg zum Thronsaal. Imperator Cartagia ist wütend über die Verzögerung, aber Londo teilt ihm mit, dass er sich aus Respekt vor seinem Imperator erst ordnungsgemäß habe kleiden wollen. So besänftigt lässt Cartagia ihn wissen, dass er ein Geschenk für ihn habe. Londos Zögern lässt er nicht gelten, seine Geschenke weise man nicht zurück, außerdem wisse er, dass Londo darauf schon lange gewartet habe. Cartagia läutet ein Glöckchen und zwei Centauri-Wachen kommen mit G'Kar herein, der ein Joch trägt. Er solle zu ihrer Belustigung dienen, lässt Cartagia den völlig konsterniert blickenden Londo wissen, und solle sterben, wenn er nicht mehr amüsant sei. Londo, obgleich offensichtlich gar nicht begeistert, beschließt Cartagia für das Geschenk zu danken. Cartagia fragt G'Kar, ob er etwas zu sagen habe. Ob er wisse, wo sich Garibaldi aufhalte, reagiert G´Kar, aber Cartagia fragt nur: „Wer?“

Unterdessen befindet Garibaldi sich in einer Art Zelle in der er offensichtlich beobachtet wird. Er schlägt wütend gegen Tür und Wände. Eine Stimme befiehlt ihm, aufzuhören, da er sich sonst verletzen könnte. Garibaldi fragt, warum das schlimm sei, und die Stimme antwortet nur, sie habe ihre Befehle. Garibaldi fragt, von wem diese Befehle kommen, aber das will ihm die Stimme nicht sagen, sie will nur wissen, was passiert sei, nachdem er Babylon 5 verlassen habe, aber Garibaldi behauptet beharrlich, dass er sich nicht erinnern könne. Seine Körperdaten, erfährt er nun, würden verraten, dass er nicht die Wahrheit sage. Garibaldi fängt wieder an, wütend zu toben, aber man fragt ihn immer wieder, was passiert sei. Garibaldi besteht immer noch darauf, sich an nichts erinnern zu können. Garibaldi schlägt nun seinen Stuhl und die Lampen im Raum in Stücke. Sein Ausbruch wird aber schnell durch einströmendes Gas beendet, das ihn bewusstlos werden lässt. Die Tür zu dem Raum öffnet sich und jemand mit einer Maske über einer Psi-Corps-Uniform kommt in den Raum.

Centauri Prime: Londo betritt G'Kars Zelle. Es sei töricht von G'Kar gewesen, stellt er fest, Babylon 5 zu verlassen, da er dort Asyl genossen habe. Er sei verfolgt worden, sobald er weggegangen sei. Wenn er hätte sterben wollen, hätte er, Londo, dies übernehmen können, bemerkt er ein wenig sarkastisch. Auf Centauri Prime werde er nicht so einfach davonkommen, Cartagia würde ihn foltern lassen und wie ein Spielzeug behandeln. G'Kar werde Tage, Wochen oder Monate leiden, und wenn es soweit wäre, würde er einen sehr langsamen, schmerzhaften Tod sterben, indem seine Organe, eines nach dem anderen, aus dem Körper entfernt würden. Die Vorstellung müsste Londo doch gefallen, sagt G´Kar, aber Londo lässt ihn mit ernstem Gesicht wissen, dass dies gewiss nicht der Fall sei. Er würde niemandem ein solches Schicksal wünschen. Cartagia sei ein Monster, das entfernt werden müsse. G'Kar könnte das Werkzeug sein, mit dem dies erreicht werden könne, allerdings müsse er zunächst furchtbar leiden, was Londo nicht zu verhindern vermöge. Er müsse alles ertragen, bis der richtige Zeitpunkt gekommen sei, an dem Londo handeln könne. Ob er ihm helfen werde, fragt er G´Kar, aber dieser antwortet nicht. Londo steht auf um hinauszugehen, da teilt ihm G'Kar den Preis für seine Hilfe mit: Wenn er helfe die Centauri von Cartagia zu befreien, müsse Londo Narn befreien. Londo verspricht G'Kar, das werde er tun, und verlässt die düstere Zelle, wobei ein grelles Licht auf G'Kar fällt.

Sheridan, der immer noch durch die Tunnel läuft, entdeckt die Reste des Feuers das er nach dem Aufwachen gemacht hatte. Ihm wird klar, dass er im Kreis gelaufen ist, und Lorien bemerkt, dass wir das letztendlich alle tun. Es müsse einen Ausweg geben, ist sich Sheridan sicher, aber Lorien sagt, der einzige Ausweg sei, sich Tack zu ergeben. Sheridan antwortet, er könne nicht sterben, da er kämpfen müsse, um den Tod von Milliarden zu verhindern. "Furchtbar, wenn die eigenen Kinder sich bekriegen, ich habe die anderen gewarnt. Das war sinnlos, sie wollen nie hören." stellt Lorien fest. "Ihre Kinder?", fragt Sheridan. "Das ist metaphorisch zu verstehen, ich meine die Nachkommen. Es sind Kinder oder auch jüngere Geschwister.
"Und wie lange sind Sie schon hier?"
"Eine lange Zeit, eine sehr lange Zeit. Ich war schon alt, als die MolekĂĽle eurer Welt sich vereinten und Namen bekamen wie Erde und Wasser und Fisch und Mensch."
"Sie sind einer der Allerersten."

"Nein, nicht einer der Allerersten, ich bin der Allererste."

Warum Lorien, der doch einen Ausweg von Z'ha'dum kennen müsse, so lange hier geblieben sei, will Sheridan wissen. Lorien sagt, er warte auf jemanden, und Sheridan sei der erste, der bis hierher gekommen wäre. Sheridan fragt, ob die Schatten über ihn Bescheid wüssten, und Lorien sagt: ja, deshalb kämen sie immer wieder nach Z'ha'dum zurück, sie dächten, sie würden Respekt zeigen, aber sie verstünden nicht. "Früher war das anders, aber das war vor einer langen Zeit, vor einer Million Jahre." Sheridan, stellt fest, dass Lorien nicht so alt aussähe. Im Moment nicht, gibt jener zurück. Sheridan versteht jetzt, dass sein Traum von Lorien kam. "Weißt du, dass in dir ein Vorlone ist?" fragt Lorien. "Na ja, zumindest ein Teil." Sheridan erinnert sich: "Sie können nach Z'ha'dum fliegen, aber Sie werden sterben," und "Springen Sie, springen Sie jetzt ..." "Kosh ...", ruft Sheridan aus. "So heißt er. Ich glaube, wir sind uns begegnet, vor langer Zeit," bestätigt Lorien. "Er sagte mir, ich soll springen, berichtet Sheridan, „wusste er, dass ..." "Dass ich hier bin?“ fährt Lorien fort, „höchstwahrscheinlich." "Erstaunlich.“ sagt Sheridan. Lorien erklärt: "Vorlonen können einen Teil ihres Bewusstseins abtrennen und anderen Organismen eingeben. So können sie unerkannt durch die Galaxis reisen und die Augen und Ohren anderer benutzen. Kosh ist in dir und er ist Teil deines Problems, der andere Teil bist du selbst. Ihr beide klammert euch an das Leben, ihr beide habt Angst, euch fallen zu lassen. Ihr beide müsst die Bürde des Lebens ablegen. Ihr müsst euch beide Tack ergeben." "Das kann ich nicht", sagt Sheridan, "die anderen brauchen mich ..."
"Du kannst den Tod nicht abweisen“, stellt Lorien fest, „nur weil du nicht weißt, wie es ohne dich weitergehen soll. Das ist kein Grund. Du hängst nicht am Leben, sondern du hast Angst vor dem Tod. Du bist zwischen diesen beiden Polen gefangen, du kannst weder vor noch zurück. Deine Freunde brauchen dich in dem Zustand, in dem du bist, wenn dich die Angst verlassen hast, wenn du weißt, wer du bist, wieso du da bist und was du willst. Wenn du nicht länger nach Gründen für deine Existenz suchst, sondern einfach nur existierst." "Das kann ich nicht!“ widerspricht Sheridan. „Ich weiß nicht, wie man diesen Zustand erreichen soll." "Dann kann ich dir leider nicht helfen“, sagt Lorien, „du wirst auf ewig zwischen Leben und Tod gefangen sein. Du musst dich fallenlassen, ergib dich dem Tod, dem Tod des Fleisches, dem Tod der Furcht. Tritt bis an den Rand des Abgrunds und stürze dich hinunter." "Es wird dunkler", sagt Sheridan und um ihn herum beginnt das Licht zu verschwinden.
"Ich weiß, du bist nahe mein Freund, ganz nahe. Leicht lässt sich etwas finden, für das zu sterben sich lohnt. Hast du etwas, für das es sich lohnt, zu leben?"
"Ich kann Sie nicht mehr sehen ..."
"So soll es sein."
"Wenn ich nun falle, weiĂź ich, dass Sie mich auffangen?"
"Ich habe dich schon einmal aufgefangen."
"Und wenn der Tod siegt?"
"Ich kann kein Leben erschaffen, aber ich kann den noch verbliebenen Lebensfunken schĂĽren. Vielleicht habe ich keinen Erfolg..."
"Aber ich kann hoffen?"
Während die Welt um ihn herum vollkommen verschwindet, hallen die Worte Loriens nach: "Hoffnung ist alles, was wir haben."
Sheridan fühlt seinen Sprung in den Abgrund noch einmal, während Loriens hallende Stimme ihn fragt "Hast Du etwas, wofür es sich lohnt zu Leben?"
Während er fällt, erinnert er sich an eine andere Stimme, die vor langer Zeit, auf dem Whitestar zu ihm sagte: "Schlaf jetzt, ich werde wachen und dich auffangen, wenn du fällst."
"Delenn!" ruft Sheridan.
Womit er Lorien, der vor Sheridans Körper auf dem Boden des Abgrunds steht, die Antwort gegeben hat.