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Babylon 5 Episodenguide |
3x20 "And The Rock Cried Out, No Hiding Place"
[Tod eines Intriganten]
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Auf der Station gehen die Kriegsvorbereitungen weitergehen. Da jetzt klar ist, dass man die Schatten blockieren kann, werden Telepathen verschiedenster Rassen rekrutiert und den Schiffen der Armee des Lichts zugewiesen. G'Kar besteht darauf, dass jeder Telepath einen Narn, der sich notfalls auch für ihn aufopfern würde, zur Seite gestellt bekommt.
Londo erklärt Vir, dass G'Kar schon zu lange dem Zorn der Centauri entkommen sei. Vir ist entsetzt, dass Londo sich um seine Rache sorgt, während sich alle anderen mit der Bedrohung der gesamten Galaxis beschäftigen.
Ivanova ist froh über die Anwesenheit von Bruder Theo und seinen Mönchen, die für eine gewisse Stabilität in der herrschenden Verunsicherung sorgen. Sie begleitet ihn zur Andockbucht um einige, anderen Glaubensrichtung angehörende Kollegen von ihm, die gerade eintreffen, zu begrüßen. Mit dem Baptisten-Prediger Reverend Dexter sofort in ein kleines, rivalisierend-humorvolles Wortgerangel verfallend ist Bruder Theo aufrichtig erfreut ihn, Rabbi Mayer, einen buddhistischen Mönch und einen islamischen Kollegen zu sehen.
Erschöpft und gereizt ist Captain Sheridan in seine Überlegungen vertieft, als Delenn zu ihm kommt. Ivanova habe sie wissen lassen, dass er quengelig sei, berichtet sie. Da habe sie im Wörterbuch nachgeschlagen und einen Verweis zu dem Wort „nörgelig“ erhalten, von dem zu „vergnatzt“ weitergeleitet würde, das dann wiederum mit dem Verweis zu „quengelig“ erklärt werde. Sheridan, der sich damit nicht wirklich aufmuntern lassen kann, ein eindeutiges Zeichen dafür, wie erholungsbedürftig er eigentlich ist, schildert seine Sorgen. Die Strategie der Schatten mache gar keinen Sinn. Das Timing und die Orte der Angriffe schienen zufällig und unlogisch, aber die einzelnen Angriffe seien taktisch sehr logisch. Er äße nicht richtig, habe seit Koshs Tod nicht gut geschlafen und leide unter Alpträumen, die ihm die Haare zu Berge stehen ließen. Dann sähe er ja aus wie ein Centauri, versucht Delenn noch einmal ihn durch Humor von seiner Verbissenheit loszureißen. Nun drängt sie ihn dazu die Neuankömmlinge beim Dinner an diesem Abend zu treffen, was er schließlich zusagt. „Minbarinervensäge“ ruft er ihr hinterher, als sie den Raum verlässt, „Erdenquengler“, quittiert sie.
Eine andere Ankunft betrifft die Centauri: Lord Refa und Minister Virini beziehen Quartier auf der Station. Londo beschreibt gerade Vir seinen Plan, G'Kar zu fangen indem Vir G´Kar zutragen solle, dass dessen frühere Assistentin Na'Toth auf der Heimatwelt der Narn gefangen gehalten wird. G'Kar würde dann nach Narn fliegen um sie zu retten und von Londos Agenten gefangen genommen. Vir lehnt dieses Vorhaben entschieden ab, aber Londo droht ihm, als Strafe Virs Familie zu erniedrigen und zu zerstören, sollte er sich weigern. So bleibt ihm keine Wahl.
Minister Virini ist gekommen um in dem Zwist zwischen Mollari und Refa zu vermitteln und gegebenenfalls zu entscheiden, welches der Häuser den Vorrang haben soll. Schmeichelnd wie immer trägt Lord Refa vor, wieso sein Haus besser sei, als das Mollaris. Der Botschafter habe zu viel Zeit unter den Außerirdischen verbracht, sagt er, und wäre nicht länger loyal.
Vir, der sich erbärmlich fühlt, macht sich auf zu G'Kar, während Londo dem Minister erklärt, dass alles bald klar sein würde, da er das Imperium von einer fort fahrenden Peinlichkeit befreien würde. Vir trägt G´Kar sein angebliches Wissen vor. Als er das Quartier verlässt, ist er sichtlich bedrückt. Als er den Fahrstuhl wieder verlassen will, wird er von Centauri-Wachen gefangen und von Lord Refa verhört. Er versucht Widerstand zu leisten, worauf ein Telepath die Informationen aus seinem Gedächtnis reißt. Vir bleibt in elender Verfassung zurück.
Beim Essen erfährt Sheridan, dass die religiösen Führer dem organisierten Widerstand der Erde angehören und gekommen sind, um Nachrichten und Informationen zu überbringen. Bevor er geht fragt Reverend Dexter, ob er auf der Station einen Gottesdienst abhalten dürfe. Sheridan stimmt zu, auch wenn Bruder Theos in gewohnt humorvoll-rivalisierendem Ton Widerspruch einlegt.
Reverend Dexter findet Sheridan spät immer noch arbeitend in seinem Büro vor und beginnt ein Gespräch. Nach und nach nähert er sich der Frage, mit wem Sheridan seine Verantwortung teile. Sheridan spricht von Ivanova und Garibaldi. Das meine er nicht, gibt Dexter zu verstehen. Mit wem er darüber reden könne, will er wissen, denn das würde ihn sehr entlasten. Er habe im Erd-Minbari-Krieg oft festgestellt, dass die Offiziere, die alles allein zu tragen versuchten, sich immer mehr isoliert hätten. Sie seien unzufrieden geworden. „Quengelig...“ wirft Sheridan ein. Das sei ein guter Ausdruck dafür, stimmt Dexter zu. Am Ende käme dann auch keiner mehr mit seinen Sorgen zu ihm, weil man ihn nicht noch mehr belasten wolle. „Und nun“, mutmaßt Sheridan, „wollen Sie, dass ich mit meinen Sorgen zu Gott gehe?“ „Wenn Er an Ihre Tür klopft, brauchen Sie weder mich, noch jemand anderes um zu wissen, was das für ein Geräusch war“, reagiert Dexter. Dann sieht er Sheridan prüfend an und sagt, er, Sheridan wisse, dass sie ihn liebe, dass könne man ihr deutlich ansehen. Sheridan reagiert ärgerlich. Delenn, sagt er, habe selber genug mit allem zu tun, er könne sie nicht noch mehr belasten. Nun erzählt der Reverend wie zufällig die Geschichte, wie er und seine Frau einst zusammengefunden hätten und wie sehr es ihm oft geholfen habe, sie an seiner Seite zu haben. Dann verlässt er den Raum und Sheridan sieht sehr nachdenklich aus.
Z minus 13 Tage
G'Kar blickt hinaus in die verwüstete, von einem fortwährenden staubigen Wind heimgesuchte frühere Narn-Hauptstadt und erklärt einem anderen Narn seine Mission in den geheimen Höhlen unter der Stadt. Die oberen Ruinen wurden dieweil renoviert und ausgestattet um wie der Palast des Centauri Imperators auszusehen. Lord Refa ist gerade dort angekommen und bittet Lord Drego um die Bereitstellung einiger Wachen die ihm bei der Gefangennahme G'Kars behilflich sein sollen.
Sheridan sitzt mit Delenn im Kriegsraum, wo sie auf der Karte die Angriffe der Schatten verfolgen. Delenn bedauert, auch keine Idee zu deren Strategie zu haben, aber Sheridan sagt, es sei manchmal schon gut, wenn einem nur jemand Gesellschaft leiste. Als sie sich gemeinsam einige Simulationen vorspielen lassen, finden sie plötzlich heraus, was die Schatten vorhaben. Sie sparen bewusst Gebiete aus mit ihrer Präsenz, in denen sich dann Flüchtlinge sammeln, weil sie sich dort sicher wähnen. Dann können sie zuschlagen und so Angst und Schrecken verbreiten. „Ich würde es genauso tun,“ stellt Sheridan erfreut fest. "Was?" ruft Delenn entsetzt. Er versucht zu erklären, dass sie wie der Feind denken müssten, sie findet jedoch, dass sie das niemals zulassen dürften, packt ihn am Arm und zieht ihn, obwohl er ununterbrochen protestiert, aus dem Kriegsraum und sagt ihm, dass er dringend eine Pause brauche.
G'Kar und seine Narn kommen im Untergrund voran. Refa und seine Wachen folgen ihnen in einen Hinterhalt. Refa freut sich hämisch: "Sie haben soeben die letzten Schritte als ein freier Narn getan!" lässt er G´Kar wissen.
Auf der Station beginnt Reverend Dexter in dem Gottesdienst seine Predigt. Man würde ständig vor dem Feind gewarnt, wer das eigentlich sei, die Fremden? "Genau genommen ist doch jeder für den anderen ein Fremder", behauptet er. "Unser größter Feind ist die Furcht. Unser größter Feind ist die Ignoranz. Und auch derjenige, der uns einreden will, wir müssten alle hassen die anders sind als wir."
In den Katakomben von Narn befielt Refa derweil seinen Wachen G'Kar aufzugreifen. Er ist sichtlich verunsichert als sie sich nicht bewegen. Dann holt G'Kar einen Holoprojektor mit einer Aufzeichnung von Londo hervor, der erklärt, das die Wachen ihm treu ergeben seien und dass er sich jetzt an Refa, der ihm die Frau, die er liebte nahm, rächen werde. Auch seine anderen Vergehen zählt er auf. Dafür dass er, Londo, 2000 eingekerkerte Narn freiließe, habe G'Kar Refa, der persönlich für die Bombardierung Narns und den Tod von 5 oder 6 Millionen Narn verantwortlich sei, gefangen genommen. Er hätte ihn mühelos auch auf der Station töten können, aber auf diese Weise könne er auch sein Haus diskreditieren. Einen Datenkristall hochhaltend ermahnt G'Kar seine Narn, dass jener bei Refa gefunden werden und der Kopf unversehrt bleiben müsse, damit er identifiziert werden könne.
"No hiding place!" stimmt die Gospelsängerin in der Stationskapelle an, die Gemeinde fällt fröhlich ein. -Refa flüchtet einen Korridor hinunter direkt in die Arme dort wartender Narn.- "There's no hiding place down here!" -Er rennt verzweifelt den Weg zurück.- "You know the sinner's gonna be runnin' at the knowledge of their fate!" -Refa läuft in eine Gruppe erwartungsvoller Narn - "They'll be runnin' trying to find a hiding place when it comes their time to die!" Auch die Minbari stimmen jetzt in den Gesang ein. "No hiding place on the mountain..." - Refas Kopf geht unter in einem Meer von gefleckten Köpfen, die Narn schlagen erbarmungslos auf auf ihn ein, während G'Kar zusieht und dann geht.
Mollari gibt den Datenkristall, der bei Refas Leiche gefunden wurde, Minister Virini und erklärt, dass Refa die Narn-Widerstandsbewegung unterstützt habe um den Ruf des Imperators zu unterminieren und so selber dem Thron näher zu kommen. Er hätte alle gegeneinander ausgespielt zu seinem eigenen Nutzen. Der Minister mag es zunächst kaum glauben, ist aber schließlich doch überzeugt. Londo habe sich das Wohlwollen des Imperators verdient, lässt er ihn wissen. Er wolle stets nur dienen, erklärt Londo unterwürfig und verlässt mit Vir den Raum. Vir ist wütend und gekränkt, weil Londo ihn benutzt und belogen habe. Natürlich habe er dass, erklärt Londo ihm, dieses Vorgehen sei notwendig gewesen, da Refa einen Telepathen bei sich hatte, so durfte Vir nur wissen, was Refa erfahren sollte. Vir ist dennoch nicht besänftigt. Sie hätten ihn umbringen können, stellt er fest. Nein, widerspricht Londo, dazu sei er zu unwichtig. „Aber wichtig genug um für Sie zu lügen!“ schleudert er Londo entgegen. Er hätte geglaubt, Londo zu kennen, sagt Vir, aber das sei wohl ein tragischer Irrtum gewesen. Damit wendet er sich ab und lässt Londo betroffen blickend zurück.
Delenn ist mit Sheridan an Bord des Whitestars. Ob sie ihm nun endlich sagen würde, worum es ginge will er wissen. Sie habe eine Überraschung für ihn, sagt sie. Nun, da sie die Ziele der Schatten kennen würden, könnten sie eine Großoffensive starten. Er solle wissen, welche Mittel ihm dafür zur Verfügung stünden. Sie befiehlt, ein Raumfenster zu öffnen. Sheridan blickt auf eine beeindruckende Menge von Whitestar-Schiffen. Ihre Whitestar sei nur ein Prototyp gewesen. Die Minbari hätten jedoch unermüdlich gearbeitet und nun die erste vollständige Flotte fertig gestellt. Sheridan ist überwältigt. Er wisse nicht, was er sagen solle, erkennt er. Delenn legt ihm ihre Hand auf den Mund - er müsse gar nichts sagen - worauf er sie in die Arme nimmt und sie einander vor dieser überwältigenden Kulisse zum ersten Mal küssen.
Z minus 10 Tage.
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