Babylon 5 Universum


:: Ein Guide zum Guide


:: Staffel Eins
:: Staffel Zwei
:: Staffel Drei
:: Staffel Vier
:: Staffel Fünf


:: Staffel Eins


:: Staffel Eins


:: 3x01 Matters Of Honor
:: 3x02 Convictions
:: 3x03 A Day In The Strife
:: 3x04 Passing Through Gethsemane
:: 3x05 Voices Of Authority
:: 3x06 Dust To Dust
:: 3x07 Exogenesis
:: 3x08 Messages From Earth
:: 3x09 Point Of No Return
:: 3x10 Severed Dreams
:: 3x11 Ceremonies Of Light And Dark
:: 3x12 Sic transit Vir
:: 3x13 A Late Delivery From Avalon
:: 3x14 Ship Of Tears
:: 3x15 Interludes And Examinations
:: 3x16 War Without End, Part I
:: 3x17 War Without End, Part II
:: 3x18 Walkabout
:: 3x19 Grey 17 Is Missing
:: 3x20 And The Rock Cried Out, No Hiding Place
:: 3x21 Shadow Dancing
:: 3x22 Z'ha'dum


Babylon 5 Episodenguide


3x20 "And The Rock Cried Out, No Hiding Place"

[Tod eines Intriganten]


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 Synopsis
Auf der Station gehen die Kriegsvorbereitungen weitergehen. Da jetzt klar ist, dass man die Schatten blockieren kann, werden Telepathen verschiedenster Rassen rekrutiert und den Schiffen der Armee des Lichts zugewiesen. G'Kar besteht darauf, dass jeder Telepath einen Narn, der sich notfalls auch fĂŒr ihn aufopfern wĂŒrde, zur Seite gestellt bekommt.

Londo erklÀrt Vir, dass G'Kar schon zu lange dem Zorn der Centauri entkommen sei. Vir ist entsetzt, dass Londo sich um seine Rache sorgt, wÀhrend sich alle anderen mit der Bedrohung der gesamten Galaxis beschÀftigen.

Ivanova ist froh ĂŒber die Anwesenheit von Bruder Theo und seinen Mönchen, die fĂŒr eine gewisse StabilitĂ€t in der herrschenden Verunsicherung sorgen. Sie begleitet ihn zur Andockbucht um einige, anderen Glaubensrichtung angehörende Kollegen von ihm, die gerade eintreffen, zu begrĂŒĂŸen. Mit dem Baptisten-Prediger Reverend Dexter sofort in ein kleines, rivalisierend-humorvolles Wortgerangel verfallend ist Bruder Theo aufrichtig erfreut ihn, Rabbi Mayer, einen buddhistischen Mönch und einen islamischen Kollegen zu sehen.

Erschöpft und gereizt ist Captain Sheridan in seine Überlegungen vertieft, als Delenn zu ihm kommt. Ivanova habe sie wissen lassen, dass er quengelig sei, berichtet sie. Da habe sie im Wörterbuch nachgeschlagen und einen Verweis zu dem Wort „nörgelig“ erhalten, von dem zu „vergnatzt“ weitergeleitet wĂŒrde, das dann wiederum mit dem Verweis zu „quengelig“ erklĂ€rt werde. Sheridan, der sich damit nicht wirklich aufmuntern lassen kann, ein eindeutiges Zeichen dafĂŒr, wie erholungsbedĂŒrftig er eigentlich ist, schildert seine Sorgen. Die Strategie der Schatten mache gar keinen Sinn. Das Timing und die Orte der Angriffe schienen zufĂ€llig und unlogisch, aber die einzelnen Angriffe seien taktisch sehr logisch. Er Ă€ĂŸe nicht richtig, habe seit Koshs Tod nicht gut geschlafen und leide unter AlptrĂ€umen, die ihm die Haare zu Berge stehen ließen. Dann sĂ€he er ja aus wie ein Centauri, versucht Delenn noch einmal ihn durch Humor von seiner Verbissenheit loszureißen. Nun drĂ€ngt sie ihn dazu die Neuankömmlinge beim Dinner an diesem Abend zu treffen, was er schließlich zusagt. „MinbarinervensĂ€ge“ ruft er ihr hinterher, als sie den Raum verlĂ€sst, „Erdenquengler“, quittiert sie.

Eine andere Ankunft betrifft die Centauri: Lord Refa und Minister Virini beziehen Quartier auf der Station. Londo beschreibt gerade Vir seinen Plan, G'Kar zu fangen indem Vir GÂŽKar zutragen solle, dass dessen frĂŒhere Assistentin Na'Toth auf der Heimatwelt der Narn gefangen gehalten wird. G'Kar wĂŒrde dann nach Narn fliegen um sie zu retten und von Londos Agenten gefangen genommen. Vir lehnt dieses Vorhaben entschieden ab, aber Londo droht ihm, als Strafe Virs Familie zu erniedrigen und zu zerstören, sollte er sich weigern. So bleibt ihm keine Wahl.

Minister Virini ist gekommen um in dem Zwist zwischen Mollari und Refa zu vermitteln und gegebenenfalls zu entscheiden, welches der HĂ€user den Vorrang haben soll. Schmeichelnd wie immer trĂ€gt Lord Refa vor, wieso sein Haus besser sei, als das Mollaris. Der Botschafter habe zu viel Zeit unter den Außerirdischen verbracht, sagt er, und wĂ€re nicht lĂ€nger loyal.

Vir, der sich erbĂ€rmlich fĂŒhlt, macht sich auf zu G'Kar, wĂ€hrend Londo dem Minister erklĂ€rt, dass alles bald klar sein wĂŒrde, da er das Imperium von einer fort fahrenden Peinlichkeit befreien wĂŒrde. Vir trĂ€gt GÂŽKar sein angebliches Wissen vor. Als er das Quartier verlĂ€sst, ist er sichtlich bedrĂŒckt. Als er den Fahrstuhl wieder verlassen will, wird er von Centauri-Wachen gefangen und von Lord Refa verhört. Er versucht Widerstand zu leisten, worauf ein Telepath die Informationen aus seinem GedĂ€chtnis reißt. Vir bleibt in elender Verfassung zurĂŒck.

Beim Essen erfĂ€hrt Sheridan, dass die religiösen FĂŒhrer dem organisierten Widerstand der Erde angehören und gekommen sind, um Nachrichten und Informationen zu ĂŒberbringen. Bevor er geht fragt Reverend Dexter, ob er auf der Station einen Gottesdienst abhalten dĂŒrfe. Sheridan stimmt zu, auch wenn Bruder Theos in gewohnt humorvoll-rivalisierendem Ton Widerspruch einlegt.

Reverend Dexter findet Sheridan spĂ€t immer noch arbeitend in seinem BĂŒro vor und beginnt ein GesprĂ€ch. Nach und nach nĂ€hert er sich der Frage, mit wem Sheridan seine Verantwortung teile. Sheridan spricht von Ivanova und Garibaldi. Das meine er nicht, gibt Dexter zu verstehen. Mit wem er darĂŒber reden könne, will er wissen, denn das wĂŒrde ihn sehr entlasten. Er habe im Erd-Minbari-Krieg oft festgestellt, dass die Offiziere, die alles allein zu tragen versuchten, sich immer mehr isoliert hĂ€tten. Sie seien unzufrieden geworden. „Quengelig...“ wirft Sheridan ein. Das sei ein guter Ausdruck dafĂŒr, stimmt Dexter zu. Am Ende kĂ€me dann auch keiner mehr mit seinen Sorgen zu ihm, weil man ihn nicht noch mehr belasten wolle. „Und nun“, mutmaßt Sheridan, „wollen Sie, dass ich mit meinen Sorgen zu Gott gehe?“ „Wenn Er an Ihre TĂŒr klopft, brauchen Sie weder mich, noch jemand anderes um zu wissen, was das fĂŒr ein GerĂ€usch war“, reagiert Dexter. Dann sieht er Sheridan prĂŒfend an und sagt, er, Sheridan wisse, dass sie ihn liebe, dass könne man ihr deutlich ansehen. Sheridan reagiert Ă€rgerlich. Delenn, sagt er, habe selber genug mit allem zu tun, er könne sie nicht noch mehr belasten. Nun erzĂ€hlt der Reverend wie zufĂ€llig die Geschichte, wie er und seine Frau einst zusammengefunden hĂ€tten und wie sehr es ihm oft geholfen habe, sie an seiner Seite zu haben. Dann verlĂ€sst er den Raum und Sheridan sieht sehr nachdenklich aus.

Z minus 13 Tage

G'Kar blickt hinaus in die verwĂŒstete, von einem fortwĂ€hrenden staubigen Wind heimgesuchte frĂŒhere Narn-Hauptstadt und erklĂ€rt einem anderen Narn seine Mission in den geheimen Höhlen unter der Stadt. Die oberen Ruinen wurden dieweil renoviert und ausgestattet um wie der Palast des Centauri Imperators auszusehen. Lord Refa ist gerade dort angekommen und bittet Lord Drego um die Bereitstellung einiger Wachen die ihm bei der Gefangennahme G'Kars behilflich sein sollen.

Sheridan sitzt mit Delenn im Kriegsraum, wo sie auf der Karte die Angriffe der Schatten verfolgen. Delenn bedauert, auch keine Idee zu deren Strategie zu haben, aber Sheridan sagt, es sei manchmal schon gut, wenn einem nur jemand Gesellschaft leiste. Als sie sich gemeinsam einige Simulationen vorspielen lassen, finden sie plötzlich heraus, was die Schatten vorhaben. Sie sparen bewusst Gebiete aus mit ihrer PrĂ€senz, in denen sich dann FlĂŒchtlinge sammeln, weil sie sich dort sicher wĂ€hnen. Dann können sie zuschlagen und so Angst und Schrecken verbreiten. „Ich wĂŒrde es genauso tun,“ stellt Sheridan erfreut fest. "Was?" ruft Delenn entsetzt. Er versucht zu erklĂ€ren, dass sie wie der Feind denken mĂŒssten, sie findet jedoch, dass sie das niemals zulassen dĂŒrften, packt ihn am Arm und zieht ihn, obwohl er ununterbrochen protestiert, aus dem Kriegsraum und sagt ihm, dass er dringend eine Pause brauche.

G'Kar und seine Narn kommen im Untergrund voran. Refa und seine Wachen folgen ihnen in einen Hinterhalt. Refa freut sich hÀmisch: "Sie haben soeben die letzten Schritte als ein freier Narn getan!" lÀsst er GŽKar wissen.

Auf der Station beginnt Reverend Dexter in dem Gottesdienst seine Predigt. Man wĂŒrde stĂ€ndig vor dem Feind gewarnt, wer das eigentlich sei, die Fremden? "Genau genommen ist doch jeder fĂŒr den anderen ein Fremder", behauptet er. "Unser grĂ¶ĂŸter Feind ist die Furcht. Unser grĂ¶ĂŸter Feind ist die Ignoranz. Und auch derjenige, der uns einreden will, wir mĂŒssten alle hassen die anders sind als wir."

In den Katakomben von Narn befielt Refa derweil seinen Wachen G'Kar aufzugreifen. Er ist sichtlich verunsichert als sie sich nicht bewegen. Dann holt G'Kar einen Holoprojektor mit einer Aufzeichnung von Londo hervor, der erklĂ€rt, das die Wachen ihm treu ergeben seien und dass er sich jetzt an Refa, der ihm die Frau, die er liebte nahm, rĂ€chen werde. Auch seine anderen Vergehen zĂ€hlt er auf. DafĂŒr dass er, Londo, 2000 eingekerkerte Narn freiließe, habe G'Kar Refa, der persönlich fĂŒr die Bombardierung Narns und den Tod von 5 oder 6 Millionen Narn verantwortlich sei, gefangen genommen. Er hĂ€tte ihn mĂŒhelos auch auf der Station töten können, aber auf diese Weise könne er auch sein Haus diskreditieren. Einen Datenkristall hochhaltend ermahnt G'Kar seine Narn, dass jener bei Refa gefunden werden und der Kopf unversehrt bleiben mĂŒsse, damit er identifiziert werden könne.

"No hiding place!" stimmt die GospelsĂ€ngerin in der Stationskapelle an, die Gemeinde fĂ€llt fröhlich ein. -Refa flĂŒchtet einen Korridor hinunter direkt in die Arme dort wartender Narn.- "There's no hiding place down here!" -Er rennt verzweifelt den Weg zurĂŒck.- "You know the sinner's gonna be runnin' at the knowledge of their fate!" -Refa lĂ€uft in eine Gruppe erwartungsvoller Narn - "They'll be runnin' trying to find a hiding place when it comes their time to die!" Auch die Minbari stimmen jetzt in den Gesang ein. "No hiding place on the mountain..." - Refas Kopf geht unter in einem Meer von gefleckten Köpfen, die Narn schlagen erbarmungslos auf auf ihn ein, wĂ€hrend G'Kar zusieht und dann geht.

Mollari gibt den Datenkristall, der bei Refas Leiche gefunden wurde, Minister Virini und erklĂ€rt, dass Refa die Narn-Widerstandsbewegung unterstĂŒtzt habe um den Ruf des Imperators zu unterminieren und so selber dem Thron nĂ€her zu kommen. Er hĂ€tte alle gegeneinander ausgespielt zu seinem eigenen Nutzen. Der Minister mag es zunĂ€chst kaum glauben, ist aber schließlich doch ĂŒberzeugt. Londo habe sich das Wohlwollen des Imperators verdient, lĂ€sst er ihn wissen. Er wolle stets nur dienen, erklĂ€rt Londo unterwĂŒrfig und verlĂ€sst mit Vir den Raum. Vir ist wĂŒtend und gekrĂ€nkt, weil Londo ihn benutzt und belogen habe. NatĂŒrlich habe er dass, erklĂ€rt Londo ihm, dieses Vorgehen sei notwendig gewesen, da Refa einen Telepathen bei sich hatte, so durfte Vir nur wissen, was Refa erfahren sollte. Vir ist dennoch nicht besĂ€nftigt. Sie hĂ€tten ihn umbringen können, stellt er fest. Nein, widerspricht Londo, dazu sei er zu unwichtig. „Aber wichtig genug um fĂŒr Sie zu lĂŒgen!“ schleudert er Londo entgegen. Er hĂ€tte geglaubt, Londo zu kennen, sagt Vir, aber das sei wohl ein tragischer Irrtum gewesen. Damit wendet er sich ab und lĂ€sst Londo betroffen blickend zurĂŒck.

Delenn ist mit Sheridan an Bord des Whitestars. Ob sie ihm nun endlich sagen wĂŒrde, worum es ginge will er wissen. Sie habe eine Überraschung fĂŒr ihn, sagt sie. Nun, da sie die Ziele der Schatten kennen wĂŒrden, könnten sie eine Großoffensive starten. Er solle wissen, welche Mittel ihm dafĂŒr zur VerfĂŒgung stĂŒnden. Sie befiehlt, ein Raumfenster zu öffnen. Sheridan blickt auf eine beeindruckende Menge von Whitestar-Schiffen. Ihre Whitestar sei nur ein Prototyp gewesen. Die Minbari hĂ€tten jedoch unermĂŒdlich gearbeitet und nun die erste vollstĂ€ndige Flotte fertig gestellt. Sheridan ist ĂŒberwĂ€ltigt. Er wisse nicht, was er sagen solle, erkennt er. Delenn legt ihm ihre Hand auf den Mund - er mĂŒsse gar nichts sagen - worauf er sie in die Arme nimmt und sie einander vor dieser ĂŒberwĂ€ltigenden Kulisse zum ersten Mal kĂŒssen.

Z minus 10 Tage.