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Babylon 5 Universum


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Babylon 5 Episodenguide


2x21 "Comes The Inquisitor"

[Das Verhör des Inquisitors]


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 Synopsis
G'Kar versucht von einer Treppenstufe des Zocalo aus, Unterstützung für die Sache der Narn zu erhalten. Er warnt eindringlich davor, dass die Centauri ihren Eroberungsfeldzug nach der Besetzung der Narn-Heimatwelt nicht beenden würden. Doch so recht zuhören will ihm niemand und die, die ihm zuhören, sind der Meinung, dass der Konflikt zwischen Narn und Centauri nichts mit den Menschen zu tun habe und sie daher auch nicht besorgt sein müssten. Dafür zeigt ein anderer Narn, dass ihm G'Kars Auftritt missfällt und bittet ihn zu einem Treffen.

Delenn trifft in einem Korridor auf Kosh, und fragt ihn, warum er nach ihr verlangt habe. Kosh eröffnet ihr, dass die Vorlonen einen Inquisitor für sie senden. Auf ihre Frage hin, wie sie wissen werde, wer der Inquisitor sei, antwortete er: "Sie werden es wissen, wenn sie überleben."

In Sheridans Büro sitzen sich der Captain und Delenn gegenüber. Lennier steht an Delenns Seite und Sheridan zeigt sich verdutzt über Delenns Wunsch, dass jemand, der sie besuchen komme, ohne Zwischenfälle durch den Zoll gelassen werden soll. Sie sagt weder, um wen es sich dabei handelt, noch, was der Grund seines Besuches sei und entschuldigt sich dafür, so viel zu verlangen. Lennier ist es schließlich, der Sheridan einen Hinweis gibt, indem er meint, Kosh habe "Zweifel". Sheridan wird hellhörig, da er der Meinung ist, dass alles, was die Vorlonen irgendwie besorgt, ihn auch etwas angehe. Delenn sagt ihm daraufhin, dass Kosh sich ihretwegen nicht sicher sei und Lennier erklärt, dass Kosh schlicht wissen wolle, ob die richtigen Leute zur rechten Zeit am rechten Platz seien. Sheridan will Delenn nun helfen, was diese aber ablehnt, da sie das, was nun zu tun sei, alleine tun müsse und sie dem aus freien Stücken zugestimmt habe. Sheridan dürfe auf keinen Fall eingreifen, egal was passiere.

Während G’Kar nun bei einem Waffenhändler verschiedene Waffen bestellt, kommt ein Vorlonenschiff durch das Hyperraumsprungtor. Auf Babylon 5 angekommen, entsteigt diesem ein im viktorianischen Stil der 1880er-Jahre gekleideter Mann. Er wirkt nicht gerade freundlich, alles was er dem ihn erwartenden Captain Sheridan sagt ist ein „Ich glaube, ich werde erwartet.“ Auf dem Weg über den Zocalo erklärt der Fremde, dass er im Jahre 1888 in London, 14B Heresford Lane, gelebt habe, von den Vorlonen „gefunden worden“ sei und von diesen „alles gesagt“ bekommen habe. Er müsse nun eine Befragung durchführen und habe wenig Zeit.

Garibaldi fragt unterdessen G’Kar in der Bar, ob dieser Waffen zu kaufen versucht habe. G’Kar antwortet, er wisse, dass der Sicherheitschef niemals Fragen stelle, deren Antwort er nicht schon kenne. Garibaldi erklärt G’Kar daraufhin, dass der Captain zwar seine Unterstützung versprochen habe, dies aber keine offen illegalen Dinge wie Waffenhandel auf Babylon 5 selbst beinhalte. Jedoch gibt er G’Kar einen Datenkristall mit Informationen über einen alten Bekannten Garibaldis, der nun in Sektor 90 einen Transferpunkt betreibt. Dieser wird, um Garibaldi einen Gefallen zu tun, alle Anforderungen von G’Kar abwickeln – und zwar kostenlos. Auf G’Kars Frage, warum er das tue, antwortet Garibaldi: „Weil Sie mich nicht angelogen haben.“ G’Kars Anmerkung, dass er es doch ohnehin gewusst haben müsse, konntert Garibaldi mit der Bemerkung, dass er, wie G’Kar gesagt habe, niemals ein Gespräch starte ohne zu wissen, wohin dieses führen wird, er aber immer ein wenig Raum lasse, so dass ihn sein Gegenüber enttäuschen könne. Er dankt G’Kar dafür, ihn nicht enttäuscht zu haben und die beiden gehen auseinander.

Delenn läuft derweil durch einen Korridor, der zu einer großen Tür führt und unterhält sich dabei über den Com-Link mit Sheridan. Dieser sagt ihr, dass der, auf den sie warte, nun auf der Station sei und sie in Grau 19 erwarte. Auf seine erneute Frage, ob sie wirklich (alleine) durch „all dies“ gehen wolle, versichert sie ihm, dass dem so sei und betritt den Raum hinter der Türe, wo die Stimme Sebastians, den man nicht sieht, ihr sagt, dass sie stehen bleiben solle. Auf seine Aufforderung legt sie sich zwei schwere Armbänder an und bekommt gesagt, dass sie diese jederzeit ablegen könne. Sollte sie das aber tun, so stünde sie dann vor den Vorlonen als der kommenden Aufgabe nicht gewachsen da.

Nach einer Rückversicherung, ob sie das verstanden hat, was Delenn mit deutlich spürbarer Angst bejaht, fragt er sie, wer sie sei („Who are you?“ – die Frage der Vorlonen). Ihrer Antwort „Ich bin Delenn“ begegnet er mit der Wertung „Inakzeptable Antwort“, da er ihren Namen schon kenne. Erneut fragt er sie, wer sie sei – und wieder sagt sie „Delenn“, was ihn dazu veranlasst, durch die Armbänder sehr schmerzhafte Stromstöße zu schicken. Während sie nun geschockt auf die Armbänder sieht, wird ihr eröffnet, dass bei jeder Wiederholung einer inakzeptablen Antwort die „Strafe verschärft“ würde – und fragt erneut, wer sie sei.

Delenn versucht es mit der nächsten Antwort – „Ich bin die Botschafterin von Minbar“ – Sebastian akzeptiert auch diese Antwort nicht, denn dies sei nur ihr Titel – und wiederholt die Frage erneut. Als sie dann ansetzen will, wessen Tochter sie sei, gibt er ihr einen heftigeren Stromstoß und sagt erneut, dass diese Antwort inakzeptabel sei. Während er um sie herum stolziert, erklärt er ihr, was für ein bemitleidenswertes Geschöpf sie sei, wenn sie nicht einmal eine so einfache Frage beantworten könne – wenn ihr nur Titel einfielen und Dinge, die andere Leute sagen. Bei dieser Befragung, so sagt er, könne sie sogar sterben, da sie im Glauben, auserwählt zu sein, alles riskieren müsse im Vertrauen darauf, dass das Universum sie nicht sterben lassen würde.

Vir Cotto betritt derweil in Gedanken einen Aufzug, ohne zu merken, dass dieser schon belegt ist – mit G’Kar. Die ganze Fahrt über starrt dieser in stumm an, bis Vir sich bei ihm entschuldigt. Er sagt ihm, wie sehr er wünsche, etwas tun zu können und dass er sogar versucht habe, „sie“ zu warnen, ihm aber nicht zugehört worden sei. G’Kar zieht ein Messer und schneidet sich in die Hand, so dass Blut auf den Boden tropft. Im Rhythmus der fallenden Tropfen sagt er „Tot, tot, tot, tot, tot, tot, tot, tot, tot, tot, tot! Wie entschuldigen Sie sich bei denen?“ Vir Cotto wimmert, dass er das nicht könne, worauf hin G’Kar meint, dann könne er nicht vergeben und davon geht.

In Grau 19 verhöhnt Sebastian Delenn mittlerweile in ihrem Glauben, auserwählt zu sein, eine Bestimmung zu haben. Er fordert sie auf, nach dem Universum zu rufen. Als sie dem keine Folge leistet, schickt er wieder einen Stromstoß durch ihre Armbänder, so dass sie vor Schmerz erneut schreit – befriedigt meint er, er sei nun gespannt, ob das Universum antworten werde. Auf die Frage, warum sie hier sei, antwortet Delenn, dass sie von Kosh zu ihm geschickt worden sie. Woraufhin Sebastian entgegnet, das sei die Antwort auf die falsche Frage. Er wolle wissen, warum sie jetzt, an diesem Ort und in diesem Leben sei. Delenn antwortet, dass sie eben hatte hier sein sollen. Die Frage, ob sie sich da sicher sei, kontert sie damit, dass das nicht wichtig sei, denn wenn sie glaube, dass sie aus einem bestimmten Grund da sei und die Welt anderer Meinung sei, dann sei die Welt im Irrtum. Sebastian fragt daraufhin, ob sie jemals erwogen habe, dass dann vielleicht sie im Irrtum sei und die Welt richtig liege, was sie mit einem „Ja, manchmal“ beantwortet. Erstmals zeigt sich Sebastian überrascht und meint, dass dann ja noch Hoffnung für sie bestehe. Er wendet sich ab und gewährt ihr als „Belohnung“ zehn Minuten Pause.

G’Kar erklärt unterdessen den auf der Station anwesenden Narn, dass er ein Untergrundkommunikationsnetz entwickle und dass die bestellten Waffen teurer gewesen seien als gedacht. Ein Narn fragt nun, wie diese Waffen denn bei ihnen ankommen sollen, was G’Kar mit dem Hinweis, sein Wort solle genügen, versucht abzutun. Doch der Narn gibt so schnell nicht auf und zweifelt G’Kars Fähigkeit, sein Versprechen zu halten, an – nichteinmal Nachrichten kämen nach Narn durch. In dieser Situation bleibt G’Kar nur ein riskantes Angebot: Entweder er schafft es, binnen 24 Stunden eine Nachricht von der Familie dieses Narn zu diesem zu bringen und bleibt der unangefochtene Anführer der Narn oder er werde zurücktreten.

In Grau 19 ist Delenns zehnminütige Pause mittlerweile vorbei und Sebastian versucht sie unter Einsatz von heftigsten Stromstößen dazu zu bringen, zuzugeben, dass sie sich geirrt habe und nicht die Auserwählte sei, die sie zu sein glaubte. Delenn widersteht den Schmerzen und greift Sebastian ihrerseits unter Aufbietung aller verbliebenen Kraft bei seiner Ehre ein. Dieser lässt sich davon nicht beirren und führt ihr seine große Macht vor, indem er ihr Herz langsamer schlagen lässt..

G’Kar wendet sich nun an Sheridan, um seine Aufgabe zu erfüllen, die Nachricht von einer bestimmten Familie zu übermitteln. Er gibt Sheridan einen Datenkristall mit den Informationen über die zu kontaktierende Familie, Sheridan verspricht zu tun, was er kann und bittet Garibaldi sofort nach G’Kars Abgang darum, die Rangers dafür einzusetzen. Garibaldi verspricht Sheridan seinerseits, sein Bestes zu geben, woraufhin Sheridan meint, das sei auch alles, was er wolle.

Lennier hat sich mittlerweile in den „Verhörraum“ gekämpft und findet Delenn dort alleine und bewusstlos am Boden liegen. Er setzt sie auf, doch sie schickt ihn weg, da sie versagt habe, wenn sie den Ort verlasse, auch wenn sie nach wie vor nicht weiß, was Sebastian wirklich von ihr will. Lennier verlässt den Raum, als das Klicken von Sebastians Spazierstock zu hören ist und beeilt sich Sheridan zu finden, um diesem zu sagen, dass er sich gegen Kosh auflehnen solle. Er fügt hinzu, dass er glaubt, dass der Inquisitor Delenn umbringen werde.

In Grau 19 versucht Delenn nun verzweifelt, die Kontrolle über ihren Köper wiederzuerlangen, als Sheridan den Verhörraum betritt, seine PPG zieht und Sebastian auffordert, Delenn in Ruhe zu lassen. Sebastian fragt, warum, bekommt darauf aber nur die Antwort, dass er Sheridans Aufforderung einfach Folge leisten solle. Sebastian fragt ihn, was Delenn ihm bedeute, doch Sheridan meint, er müsse seine Fragen nicht beantworten, was Sebastian mit einem „Nein, das müssen sie nicht“ und der Entsendung eines Feuerballs beantwortet, der Sheridan gegen die Wand schleudert.

Im folgenden Szenenbild sieht man ihn gefesselt an einen vertikalen Rahmen stehen. Seine Jacke fehlt und sein Hemd ist ein wenig geöffnet. Sebastian wendet sich nun mit einigen Fragen an ihn, da er keinen Grund sieht, Sheridan von den Überlegungen der Vorlonen auszunehmen. Sheridan antwortet ihm mit einem „Fahr zur Hölle“.

Sebastian antwortet ihm, dass dies hier die Hölle sei und fragt Sheridan weiter – mit jeder Frage gibt er diesem eine Art virtuellen Schlag. Delenn schreitet ein und schreit „Genug!“ Sebastian sei ihretwegen gekommen und solle Sheridan also gehen lassen. Wenn er jemanden nehmen wolle, dann solle er sie nehmen. Sebastian dreht sich überrascht um und fragt Delenn, was Sheridan ihr bedeute, was diese aber damit kontert, dass das Sebastian nichts angehe. Sheridan ruft dazwischen, dass Delenn Sebastian nicht zuhören solle sondern so schnell wie möglich abhauen solle. Sebastian meint, dass nur eine Bewegung Sheridans Leben auslöschen würde – oder Delenns.. Er fügt hinzu, dass er gedacht habe, dass Delenn eine Bestimmung habe und fragt, ob diese Bestimmung nicht ein Leben wert sei. Delenn antwortet darauf hin, dass wenn sie falle, jemand anders ihren Platz einnehmen werde. Was dann mit ihrer großen Mission los sei, fragt Sebastian und Delenn sagt, dass dies – das Leben – ihre Mission sei. Ob eines oder eine Milliarde sei dabei unerheblich.

Sebastian fragt sie daraufhin, ob sie sich also willentlich opfere, was Delenn bejaht. Noch einmal versucht er sie, umzustimmen und führt ihr vor, dass sie nun ohne Ruhm sterben werde und ohne, dass ihr Name gefeiert werde. Sie werde nun alleine, unbemerkt und vergessen sterbe. Doch mit einer plötzlichen Gelassenheit erklärt ihm Delenn, dass ihr Körper nur eine Hülle sei und Sebastian sie weder berühren noch verletzen könne. Sie habe keine Angst. Auf einmal flackert ein Lichtstoß aus Sebastians Spazierstock und als dessen Helligkeit nachlässt, sind Delenns Fesseln ebenso verschwunden wie Sheridans Fesseln und Sebastian selbst. Ungläubig stehen die beiden voreinander und fallen sich dann in die Arme.

Als sich die Drucktür öffnet und die beiden darauf zu gehen, kommt Sebastian wieder herein und teilt ihnen mit, dass sie nun gehen könnten – sie hätten beide bestanden. Sie seien die Auserwählten („No greater love hath a man than he lay down his life for his brother“) und nach Jahrhunderten der Suche sei sein Job nun beendet, während der ihre erst beginne. Sie sollten sich aber eines bewusst sein in der heraufziehenden Dunkelheit: Sheridan und Delenn seien die richtigen Leute am richtigen Ort zur richtigen Zeit. Dann verlässt er die beiden.

Im Kontrollzentrum beauftragt Sheridan dann Ivanova damit, in den Erdgeschichtsdateien nach einem Namen und einer Adresse zu suchen: 14B Heresford Lane, London, ungefähr 1888. Name: Sebastian, wobei er nicht wisse, ob das der Vor- oder Nachname sei. Ivanova quittiert dieses Nichtwissen mit einer hochgezogenen Augenbraue und der Bemerkung, dass dies einige Zeit dauern könnte.

G’Kar bringt nun den Narn die versprochene Nachricht von der vermissten Familie, die er in der Frist erhalten hatte. Seine Autorität unter den Narn ist damit wieder hergestellt, sie werden ihm weiterhin folgen.

In der Bucht 25 trifft Sheridan auf den reisefertigen Sebastian. Er teilt diesem mit, dass er einige Nachforschungen getätigt habe und die Adresse und den Namen bestätigt bekommen habe. Die Aufzeichnungen indizierten, dass Sebastian ohne jede Spur am 11. November 1888 verschwunden sei – dies sei ein sehr interessantes Datum, da das der Morgen nach dem letzten einer ganzen Serie von Morden im East End von London gewesen sei. Sebastian antwortet, dass die Stadt damals in Chaos und Unmoral verfallen sei, und dass damals ein Zeichen habe gesetzt werden müssen. Ein Zeichen, das in Blut geschrieben war, damit es alle Welt verstanden habe. Und um seine „heilige Sache“ zu verfolgen, habe er schreckliche und unaussprechliche Dinge getan. Die Welt habe ihn verdammt, aber das sei nicht wichtig gewesen, da er geglaubt habe, dass er im Recht und die Welt im Irrtum gewesen sei. Er habe geglaubt, der himmlische Bote gewesen zu sein, er habe geglaubt, auserwählt zu sein.

Die Vorlonen hätten ihn dann gefunden und ihm das furchtbare Ausmaß seines Irrtums, seines Verbrechens und seiner Anmaßung gezeigt. Er habe zur Strafe 400 Jahre in den Diensten der Vorlonen gearbeitet – in einem Job, für den er, wie die Vorlonen meinten, wie geschaffen gewesen sei. Er hoffe nun, dass sie ihn endlich sterben ließen. Nachdem Sheridan meint, dass dies weise sein könnte, wünscht ihm Sebastian noch viel Glück in seiner „heiligen Sache“. Er wünsche Sheridan, dass dessen Entscheidungen bessere Ergebnisse brächten als seine, der er nicht als Reformer, nicht als Prophet, nicht als Held, nicht einmal als Sebastian in Erinnerung geblieben sei. Sondern nur – als Jack.