Babylon 5 Universum


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Babylon 5 Episodenguide


2x12 "Acts Of Sacrifice"

[Auf dem Pulverfass]


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Regie:
Jim Johnston
Drehbuch:
J. Michael Straczynski

Hauptdarsteller:
Bruce Boxleitner (Captain John Sheridan)
Claudia Christian (Cmdr. Susan Ivanova)
Jerry Doyle (Michael Garibaldi)
Mira Furlan (Delenn)
Richard Biggs (Dr. Stephen Franklin)
Andrea Thompson (Talia Winters)
Stephen Furst (Vir Cotto)
Bill Mumy (Lennier)
Mary Kay Adams (Na'Toth)
Andreas Katsulas (G'Kar)
Peter Jurasik (Londo Mollari)

Gaststars:
Paul Williams (Taq)
Christopher Darga (Narn)
Glenn Morshower (Franke)
Ian Abecrombie (Correlilmurzon)
Paul Ainsley (Centauri)
Jennifer Anglin (Narn-Offizier)
Joshua Cox (Techniker)
Jeff Conaway (Zack Allan)
Sandey Grinn (Narn-Captain)
David Sage (Centauri-Händler)
Kathryn Cressida (Barfrau)

 Kurzinhalt
Da die Centauri nun auch zivile Ziele der Narn angreifen, bittet G'Kar um Unterstützung durch die Erd-Allianz. Ebenso ersucht er Delenn um Hilfe. Unterdessen muss sich Ivanova um den Vertreter der Lumati kümmern, die an einem Bündnis mit der Erde interessiert sind und sich auf Babylon 5 über die Menschen informieren wollen.


 Inhalt
Botschafter G'Kar bittet über Captain Sheridan die Erd-Allianz um Unterstützung gegen die Centauri, die nun auch zivile Ziele angreifen. Sheridan verspricht, sich mit seiner Regierung in Verbindung zu setzen. Botschafterin Delenn, die G'Kar ebenfalls um Hilfe ersucht, lehnt militärisches Eingreifen von vorneherein entschieden ab.

Auf der Station kommt es zu Streits und Pöbeleien zwischen Narn und Centauri. Ein Narn wird von einschreitenden Sicherheitsoffizieren erschossen, da er sich den Anordnungen widersetzt. Sheridan fordert G'Kar sehr deutlich auf, seine Leute als Repräsentant seiner Regierung in Schach zu halten, da sie sich auf der Station auf neutralem Territorium befänden. Die Narn folgen G´Kars Anweisungen jedoch nicht, es wird sogar ein Centauri getötet.

Das hoch entwickelte Volk der Lumati ist interessiert an einem Bündnis mit der Erde. Ein Vertreter dieses Volkes besucht Babylon 5. Ivanova soll sich um ihn kümmern. Die Begrüßung verläuft etwas seltsam, da der Lumati-Vertreter Correlilmurzon nicht selber spricht, sondern seinen telepatischen Begleiter Taq statt seiner reden lässt. Er spräche erst dann, wenn die Menschen sich als würdig erweisen würden.


Für alle, die mehr wissen möchten, steht eine ausführliche Inhaltsangabe bereit.

 Episodenreview
von Gisa von Delft

Narn und Centauri, eine offenbar unendliche Geschichte. Da wird wieder etwas, das auch hier und heute gut gekannt ist, in die Galaxis verlegt. Und wenn es heiß genug her geht, taugt auch der Prophet im eigenen Land nichts mehr, dann kocht es in allen Töpfen über (hier wieder in den Intergalaktischen Töpfen, aber schauen wir doch einfach mal in den Nahen Osten oder, näher noch, auf den Balkan…). Ein wenig Leid möchte G’Kar einem schon tun, so allein wie er dasteht.

Da tritt wieder die Stärke der Serie zutage: man fühlt mit. Delenn hat sicher Recht, wenn sie sagt, sobald sie stark genug seien, würden dann die Narn die Centauri bekämpfen - und doch fühlt man mit G’Kar in diesem Moment. Ebenso wie mit Londo, der feststellt, dass es auf dem Gipfel einsam ist. Dass man sich in solchen Momenten nichts sehnlicher wünscht als einen Freund. Interessant finde ich, dass Garibaldi offenbar das Potential zu einem Freund hat – nicht nur für Londo, auch für seinen Widersacher, wie wir später noch sehen werden. Vielleicht hat Garibaldi tatsächlich die Gabe, alle mit ihren kleinen Macken einfach so sein zu lassen, wie sie sind. Darüber hinaus umgibt er sich nicht mit diesem Hauch von Unnahbarkeit, wie die anderen der Stationscrew. Ich könnte mir irgendwie vorstellen, mit ihm eine Runde Karten zu spielen, bei Sheridan oder Franklin fiele mir das schwerer.

Zitat John Sheridan: "Regierungen lassen sich von pragmatischen Erwägungen und nicht von ihrem Gewissen leiten." Ein bemerkenswerter Satz, den ich so einfach noch einmal wirken lassen möchte…In der Hilfsaktion für die Narn zeigt sich wieder Sheridans Talent, auf außergewöhnliche Situationen außergewöhnlich zu reagieren. Er entscheidet sich auf jeden Fall, etwas zu tun für die, die unschuldig betroffen sind und auch Delenn schließt sich dem an. Eine gute Idee, einfach das zu tun, was man tun kann.

Sex nach Art der Menschen…ja mei…musste das denn sein? Die Geschichte um ein hoch entwickeltes Volk, das streng der Darwinistischen Lehre folgt, ist wirklich höchst interessant - und höchst brisant. An dieser Stelle auf keinen Fall abzuhandeln, aber ein gutes Thema für heiße Diskussionen. Bis zu dem Vertragsabschluss in dieser Episode auch sehr gut präsentiert – der Doc mit den "ungewöhnlichen Ansichten" oder die Szene in Downbelow, das hat wirklich was – aber die Geschichte mit dem Sex…da kommt wirklich der Holzhammer und zerschmettert die gute Idee mit einem Schlag. An sich gefallen mir die humoristischen Einlagen und eine solche mit Ivanova zu kreieren passt auch. Aber was hier passiert ist einfach abstrus und albern. Sollte ein hoch entwickeltes Volk wohl auf die Idee kommen, eines der an sich archaischsten Rituale für eine solche Aktion zu wählen? Abstrus! Das was dann daraus gemacht wurde, dieser Balztanz von Ivanova…albern!

Schade um die gute Idee, und wenn schon das Thema Sex (klar, darf natürlich auch mal sein in einer Serie, in der alle möglichen Facetten des Lebens gezeigt werden) dann doch lieber wie in der Episode „GROPOS/Die Schlacht um Matok“ oder die entsprechenden G’Kar Szenen aus der 1./2. Staffel etwas ausgebauter, wenn es denn um Sex zwischen den Völkern gehen soll. Das hier war – nach meinem Erachten – einfach nur Müll.

 Hintergründe
Der Episodentitel "Acts Of Sacrifice" (siehe auch Synchrobugs) ist das durchgehende Thema dieser Episode, verschiedene Charaktere sollen sich aufopfern, um ihr jeweiliges Ziel zu erreichen. Für Londo Mollari bedeutet das, gegen einen Narn, der einen Centauri getötet hat (relative) Milde walten zu lassen, für G'Kar ist es nötig, sein "neues Gesicht" zu zeigen und wider alle Wut zu versuchen, den Frieden auf der Station zu erhalten. Auch Susan Ivanovas Umgang mit den Lumati ist unter diesem Aspekt zu sehen.

Dabei kam es J. Michael Straczynski vor allem darauf an, Londos tragisches Schicksal zu zeigen, wie sich Peter Jurasik erinnert: "Um Londos Tragik auf dem Gipfel seiner bisherigen Macht zu zeigen, musste Joe ihn zu einem Punkt bringen, an dem sich ihm die problematischen Konsequenzen seines bisherigen Handelns auf zwischenmenschlicher Ebene zeigen. Und da bot es sich an, diesen Charakter, der in der ersten Staffel eigentlich nur als lustiger Typ, der gerne mit Freunden unterwegs ist, gezeigt wurde, in eine Situation zu bringen, in der er zum ersten Mal in der Serie spürt, wie einsam es rund um ihn geworden ist."


 Notizen am Rande...
Wie es zu der dann doch etwas seltsamen Szene zwischen Susan Ivanova und Correlimurzon gekommen ist, daran erinnern sich J. Michael Straczynski und Claudia Christian:
Claudia Christian: "Ich hatte Joe gebeten, mir doch bitte eine Comedy-Szene zu schreiben - ein "boom shuck-a-lucka-lucka" mit den Lumati hatte ich dabei allerdings nicht im Sinn."
Joe Straczynski: "Und ich habe geantwortet 'Bist du sicher, dass du diese Bitte äußern willst?' und sie sagte 'Ja'. Also habe ich mir einen Weg überlegt, wie ich die Situation mit den Lumati mit Comedy auflösen kann - sie wollte Spaß und sie bekam ihn. Denn das ist die allererste Regel dieser Serie: 'Sei vorsichtig damit, um was du bittest, denn ich werde es dir geben und es wird aber möglicherweise nicht ganz das sein, das du dir dabei vorgestellt hast'"
Claudia Christian: "Und das hatte ich mir überhaupt nicht so vorgestellt. Ich sage 'Entschuldigung, dass ich darum gebeten habe'. Ich hatte um ein wenig Comic Relief für den Charakter gebeten, denn - Jesus! - ihre Mutter stirbt, ihr Vater stirbt, ihr Bruder ist tot, sie ist Russin, sie ist Jüdin, sie ist verklemmt, sie ist militaristisch, sie ist diszipliniert - gib ihr doch ein wenig Leichtigkeit. Und er kommt damit, mit "boom shuck-a-lucka-lucka" und dem ganzen Zeug mit den Lumati. Er hat es geschrieben, ich hab es gespielt und jetzt ist es halt da. Aber ich muss zugeben, dass es Spaß gemacht hat und es sehr sehr positive Reaktionen von den Fans gegeben hat - sie liebten es."