Babylon 5 Universum


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Babylon 5 Episodenguide


2x11 "All Alone In The Night"

[Alarm in Sektor 92]


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Regie:
Mario Di Leo
Drehbuch:
J. Michael Straczynski

Hauptdarsteller:
Bruce Boxleitner (Captain John Sheridan)
Claudia Christian (Cmdr. Susan Ivanova)
Jerry Doyle (Michael Garibaldi)
Mira Furlan (Delenn)
Richard Biggs (Dr. Stephen Franklin)
Andrea Thompson (Talia Winters)
Stephen Furst (Vir Cotto)
Bill Mumy (Lennier)
Mary Kay Adams (Na'Toth)
Andreas Katsulas (G'Kar)
Peter Jurasik (Londo Mollari)

Gaststars:
Nick Corri (Lt. Ramirez)
Marshall Teague (Narn)
Robin Sachs (Hedronn)
John Vickery (Neroon)
Robert Foxworth (General Hague)
Ardwright Chamberlain (Botschafter Kosh)
Joshua Cox (Techniker)

 Kurzinhalt
Captain Sheridan bekommt Schwierigkeiten in Sektor 92, wo er Meldungen über eigenartige Phänomene und das Verschwinden von Schiffen nachgeht. Delenn hat Probleme mit dem Grauen Rat und der Führungscrew wird von General Hague eine Entscheidung abverlangt.


 Inhalt
Botschafterin Delenn erhält einen Ruf vom Grauen Rat. Es soll über ihre weitere Mitgliedschaft und ihre Botschafterstelle entschieden werden. Sie will sich allein auf den Weg machen, Lennier jedoch besteht darauf sie zu begleitet.

Aus Sektor 92 werden außergewöhnliche Erscheinungen und das Verschwinden von Schiffen gemeldet. Captain Sheridan entschließt sich, selber nachzusehen, was dort los ist. Er brauche ohnehin ein paar Flugstunden, teilt er Ivanova mit, die aber zumindest auf einer Eskorte besteht. Er sei, sagt Sheridan, rechtzeitig zur Ankunft General Hagues, der seinen Besuch angekündigt hat, zurück.

Als Sheridan gerade mit seiner Eskorte aus Sektor 92, wo er nichts Außergewöhnliches entdecken kann, zurückkehren will, springt ein unbekanntes Schiff aus dem Hyperraum. Die Starfurys werden angegriffen und bis auf eines zerstört. Sheridan kann sich mit der Überlebenskapsel retten. Er wird an Bord des fremden Schiffes geholt.


Für alle, die mehr wissen möchten, steht eine ausführliche Inhaltsangabe bereit.

 Episodenreview
von Gisa von Delft

Nun ist es soweit, Delenn muss mit den Konsequenzen ihres Handelns fertig werden. Ihre Ungeduld, oder populärer gesagt, schlechte Laune, die sie in der Folge „A Distant Star/Rettet die Cortez“noch quälte, weicht der Angst, dem Gefühl ganz allein dazustehen. Noch immer weiß sie nicht, was auf sie zukommt, ob ihre Entscheidung richtig war. Aber mit dem Weitergehen, mit dem Sichstellen scheint auch ihr Innerstes, das den Weg ja weiß, den äußeren Lärm auszugrenzen. Sie lässt sich offenbar auch nicht mehr irritieren durch Neroons Hinweis, dass sie jetzt nirgendwo mehr hingehöre. Sie geht jetzt den Weg, von dem sie weiß, dass sie ihn gehen muss, egal was da kommt. Umso schöner für sie zu hören, dass sie doch nicht ganz allein ist. Hier kriegt Lennier in seiner bedingungslosen Liebe zu Delenn etwas wirklich Anrührendes. Neroon allerdings, der einem am Ende der Episode „Legacies/Krieger wider Willen“ doch sehr offen und weitblickend erscheinen wollte, kommt hier nun wieder verbissen und gnadenlos daher. Ein interessanter Charakter…

Sheridan, dem die Arbeit auf der Station immer noch nicht wirklich zu behagen scheint, sattelt seinen Fury und freut sich auf einen kleinen Ausritt. Aber wir sind hier schließlich nicht in der Prärie und so kommt auch schon eine unbekannte Spezies und sammelt den Captain als Testobjekt ein. Aber Sheridan beweist einmal mehr seine Findigkeit. Strategisch denkend überlegt er wieder, was die Gegner wollen und wie man ihnen einen Strich durch die Rechnung machen kann. Und wieder einmal gelingt es.

Zwei Dinge aus diesen Szenen lasse ich allerdings schlicht außen vor: was diese Stribes sollten ist mir ehrlich gesagt bis heute nicht wirklich klar und da ich weder Sigmund noch Carl Gustav Konkurrenz machen möchte, werde ich mich auch nicht in Deutungen des sicherlich bedeutungsvollen Traumes ergehen. Der einzige offensichtliche Hinweis ist für mich, dass zum ersten Mal ein Bezug zu Botschafter Kosh hergestellt wird und das wird ja durch die Szene vor dem Medlab untermauert. Wofür dieser Bezug gut sein soll bleibt dann abzuwarten.

Dafür wird aber eine andere Frage geklärt. Endlich erfahren wir, was Sheridan auf Babylon 5 zu suchen hat. Und was für eine heikle Sache er künftig angehen wird. Es ist ein schönes, allerdings nicht wirklich überraschendes Ende der Folge, dass auch er nicht allein vor seiner Aufgabe steht.

 Hintergründe
In dieser Episode beginnt die besondere Beziehung von John Sheridan und Kosh, als Sheridan von Erschöpfung übermannt auf dem Alienschiff von Kosh berührt wird - diese Beziehung wird für Sheridan eine immer Wichtigere.

Dass in der gleichen Folge Delenn aus dem Grauen Rat ausgeschlossen wird, ist der Höhepunkt ihrer Entfremdung von den Minbari - ohne dass sie im Gegenzug eine wirkliche Aufnahme unter den Menschen gefunden hätte - nach Aussagen von J. Michael Straczynski sollte diese zunehmende Isolation aber auch eine zweite Funktion erfüllen: Die sich langsam entwickelnde Beziehung zwischen ihr und Sheridan glaubwürdiger zu machen.

Der einzige Minbari, der strikt loyal zu Delenn bleibt, ist Lennier. Dazu erinnert sich Bill Mumy: "Ziemlich früh in der zweiten Staffel bin ich zu Joe gegangen und meinte zu ihm 'Ich habe das Gefühl, Lennier ist in Delenn verliebt.' Er war ganz schön erstaunt und sagte 'Lass es mich erklären. Ich glaube nicht, dass er mit ihr rummachen würde oder irgend einen Schritt in dieser Richtung tun würde, dazu respektiert er sie viel zu sehr. Aber unterbewusst ist er in sie verliebt - meiner Meinung nach - und nicht nur loyal.' Und Joe meinte 'Lass mich darüber nachdenken', kam einige Zeit später wieder auf mich zu und sagte 'Ja, ich finde diese Idee klasse. Lass uns das so tun, aber halte es bitte subtil.' Und so konnte ich dieses darunter liegende Gefühl bei Lennier schon sehr früh in der zweiten Staffel in mein Spiel einbauen."

Dass nach dem eigentlichen Ende der Haupthandlung mit dem, was General Hague zu Sheridan sagt, noch einmal eine größere Wendung der Geschichte - und damit auch des Charakters John Sheridan eintritt, war von JMS genau so gewollt: "Wir haben das auch schon mit Londo Mollari so gemacht. Und bei Sheridan kam mir die das Image Bruce Boxleitners entgegen, der bis dahin für seichtere Dramarollen und lockerere Abenteurerrollen bekannt war, als er zu uns stieß. Und genau deshalb hab ich ihm Anfangs diese lächelnde Attitüde gegeben und ihn nach frischem Obst fragen lassen, so dass die Leute denken, das sei nun alles an Charakter. Ich mag es, wenn die Leute sich mit dieser Einstellung bequem eingerichtet haben und dann ziehe ich ihnen die Kuscheldecke weg, wie ich es auch schon bei Londo gemacht habe. Das war die Episode, in der dieser Prozess begann nach dem Motto 'Ihr denkt, ihr kennt diesen Charakter, aber das tut ihr überhaupt nicht'. Und das war auch der richtige Moment, das zu tun, denn wenn ich das von Anfang an gemacht hätte, dann hätte ich diesen 'Aha'-Effekt nicht erzielen können."

Der Narn, gegen den Sheridan hier kämpft, trägt den Namen Ta'Lon. Er ist kein "Einmalcharakter", sondern wird in der fünften Staffel sogar G'Kar als Botschafter der Narn auf der Station ablösen - hier wird der Charakter eingeführt.


 Notizen am Rande...
In das im Hintergrund erwähnte Schema passt auch die Einstellung von J. Michael Straczynski zu überraschenden Storywendungen, zu der hiesigen hat er eine nette Anekdote erzählt: "Ich liebe es, den Zuschauern so etwas anzutun. Sie denken 'Oh, super, alles ist vorbei, ich kann mich zurücklehnen' und dann schleiche ich mich von hinten an und haue mit dem Baseballschläger so richtig hart zu. Ich war auf einem Fantreffen in Chicago und sah die Folge mit einer größeren Gruppe von Leuten an, die sie alle zum ersten Mal sahen. Und an dem Punkt, als Hague seine Enthüllung macht, hätte man eine Stecknadel fallen hören können. Sie haben es einfach nicht kommen sehen, ich hab' sie vorher vollkommen benebelt und sie waren schlicht fassungslos, was genau die von mir erwünschte Reaktion war."

Bruce Boxleitner hat unangenehme Erinnerungen an seine Kampfszene auf dem Stribes-Schiff: "Ich bin echt beinahe zusammengebrochen, denn das war ein echtes Rohr, das war deutlich schwerer als ein Baseballschläger. Das war wirklich furchtbar stressig, damit den ganzen Tag herumzufuchteln und meine Arme reichten bis zu den Füßen, als ich nach Hause ging. Als ich das Set verließ konnte ich meine Arme überhaupt nicht mehr bewegen." Einstudiert wurde der Kampf übrigens von Gastdarsteller Marshall Teague (dem Narn), der ein Meister der Fechtkunst ist.