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Babylon 5 Episodenguide |
2x09 "The Coming Of Shadows"
[Schatten am Horizont]
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Auf Centauri Prime beschließt der Imperator, obgleich er sich in schlechtem Gesundheitszustand befindet, nach Babylon 5 reisen.
Botschafter G’Kar hält diesen Besuch für indiskutabel, da der Vater des Imperators für viel Blutvergießen verantwortlich war. Sheridan hält ihm entgegen, dass der jetzige Imperator damit nichts zu tun, ja sogar vieles wieder gut gemacht habe. Es böte sich für G’Kar eine gute Gelegenheit, mit dem Imperator zu sprechen. Außerdem sei es gut für den Status der Station. G’Kar ist empört und nicht bereit, einzulenken.
Lord Refa spricht mit Londo über den Imperatorbesuch. Londo soll eine ausgearbeitete Rede halten, in der die schlechte Regierungsführung des Imperators kritisiert wird. Refa beschreibt die geplanten Intrigen gegen den Ruf des Imperators, der ohnehin nicht mehr lange zu Leben habe. Als Refa fort ist fragt Londo Vir, ob er unzufrieden sei mit dem was er gehört habe. Vir bejaht diese Frage. Dann, sagt Londo, seien sie einer Meinung.
Unterdessen trifft der Imperator mit seinem Gefolge auf Babylon 5 ein. Sheridan und die Führungscrew begrüßen ihn. Sie reichen sich die Hände zur Freundschaft. Der Imperator lobt die Bemühungen der Station. Er befragt Dr. Franklin über den Vorlonen. Er selbst habe noch nie einen gesehen. All ihre Expeditionen ins Vorlonenreich seien gescheitert.
G´Kar spricht mit einem Vertreter des Kha’Ri über einen Plan. Es gäbe, sagt er, keine Zweifel mehr und keine Ungewissheit, er sei entschlossen ihn während des Empfangs auszuführen. Es gäbe drei Möglichkeiten: Entweder der Imperator und er würden gemeinsam sterben, oder der Imperator würde sterben und er beende sein Leben im Gefängnis, oder er würde versagen und getötet.
Der Imperator unterhält sich derweil mit dem Captain. Er will wissen, warum Sheridan auf der Station sei und in der Uniform, ob es seine freie Entscheidung war. Sheridan antwortet, er habe sich für den planetaren Militärdienst entschieden, weil er nach dem Krieg etwas zum Ausgleich habe tun wollen. Er hätte festgestellt, sagt der Imperator, dass er nie die Freiheit hatte, zu entscheiden. Er sei in eine vorbestimmte Position hineingeboren worden. Nun, am Ende seines Lebens frage er sich, was er versäumt habe. Sheridan lässt ihn wissen: "Mein Vater hat mich gelehrt, jeden Augenblick des Lebens so zu leben, als ob er der letzte des Lebens wäre. Er sagte, wenn du liebst, liebe ohne Einschränkung und wenn du kämpfst, kämpfe ohne Furcht. Er nannte das den Weg des Kriegers." Er müsse nur sehr wenig bereuen, stellt er fest. Der Imperator bekennt, es reiche für ein ganzes Leben, soviel habe er versäumt, soviel vergessen. Er habe Schmerz und viel Blutvergießen gesehen. Er frage sich, wofür das alles. "Die Vergangenheit prägt uns, die Gegenwart verwirrt uns und die Zukunft ängstigt uns. Das Leben zerrinnt unaufhaltsam, Minute für Minute. Ein Nichts im riesigen, grenzenlosen Weltall", resümiert er. Aber noch, sagt er, sei Zeit, die vielleicht letzte Gelegenheit zu ergreiffen um etwas Außergewöhnliches zu tun, und das sei seine feste Absicht.
Währenddessen instruiert Garibaldi die Sicherheitskräfte, da ihm ein Besucher der Station aufgefallen ist.
G´Kar verfügt seinen letzten Willen.
Der Empfang für den Imperator beginnt. Sheridan stellt fest, dass Kosh fehle. Dafür erscheint G´Kar. Er wolle sich anhören, erklärt er, was der Imperator zu sagen habe.
Unterdessen hält Garibaldi im Korridor den auffälligen Besucher fest, der nichts dazu sagen will, warum er sich dauernd in Garibaldis Nähe aufhält. Der Mann wird inhaftiert.
Auf dem Weg zum Empfang bricht Imperator Turhan zusammen. Im Medlab berichtet Dr. Franklin ihm, dass seine Regierung wünsche, dass er sofort nach Centauri Prime gebracht würde. Es sei ohne Bedeutung, wo er sterbe, stellt der Imperator ungerührt fest. Er bittet Franklin, jemandem eine Botschaft zu übermitteln. Er bäte keinen seiner eigenen Leute darum, da die Gefahr bestünde, dass sie ihren Empfänger dann nie erreiche.
Refa und Londo beschließen, angesichts der Lage ihre Gegner auf Centauri Prime zu überflügeln um die Oberhand zu gewinnen. Londo murmelt sinnierend: "Wählen Sie nur das Ziel aus..."; zu Refa sagt er, es gäbe da eine Narn-Kolonie in Quadrant 14, die würden sie zurückerobern. Man benötige dazu eine riesige Streitmacht, gibt Refa skeptisch zu bedenken. Er würde sich um alles kümmern, verspricht Londo.
Er weist Vir an, Mr. Morden zu suchen. Vir versucht vehement, Londo von dieser Idee abzubringen, aber Londo sagt, er habe keine andere Wahl. Wenn er diesen Weg einschlüge, versucht Vir es noch einmal, gäbe es kein zurück. Ob er Morden selbst suchen müsse, fragt Londo aufgebracht. Nein, sagt Vir, er ginge und suche ihn. Aber eines Tages würde er Londo an diese Unterhaltung erinnern und vielleicht werde er dann alles verstehen. Er verstünde jetzt schon alles, erwidert Londo, da könne Vir versichert sein. Morgen um diese Zeit befänden sie sich im Krieg mit den Narn und der Große Schöpfer möge ihm verzeihen.
G´Kar berichtet seinem Partner auf Narn aufgebracht, er sei fest entschlossen gewesen und dann besitze dieser Mann die Frechheit, totkrank zu werden.
Nun erscheint Dr. Franklin bei G´Kar. Der Imperator hätte ihn gebeten, G´Kar eine Nachricht zu überbringen: Es täte ihm leid. G´Kar ist irritiert. Der Imperator sei trotz seines schlechten Gesundheitszustandes gekommen, fährt Franklin fort, um sich auf neutralem Boden offiziell bei einem Repräsentanten der Narn zu entschuldigen für alles, was sein Volk den Narn angetan habe. Es werde erst Frieden geben, wenn sie versuchten, das begangene Unrecht wieder gutzumachen. Diese Entscheidung, habe der Imperator gesagt, sei die erste freie seines Lebens gewesen. Tief erschüttert sagt G´Kar: "Das habe ich nicht gewusst." Das sei die Tragik an der ganzen Geschichte, stellt Franklin fest.
Unvermittelt hat Londo eine Vision seiner Zukunft: Er sieht spinnenartige Raumschiffe über Centauri Prime, sieht, wie er zum Imperator gekrönt wird, und sich selbst und G´Kar als alte Männer, die sich gegenseitig umbringen. Er erwacht mit den Worten: "Es hat begonnen".
Quadrant 14: Man sieht Bilder furchtbarer Zerstörung herbeigeführt durch schwarze, spinnenartige Raumschiffe.
Londo berichtet Refa, dass die Narn es jeden Augenblick erfahren müssten, ihre Streitkräfte seien bereit, anzugreifen. Refa sagt, er habe auf dem Heimatplaneten noch ein kleines Hindernis zu beseitigen, es sei besser, wenn Londo weiter nichts darüber erfahre. Damit verschwindet er.
G´Kar stürmt vehement auf Londo zu. Er habe ihn gesucht sagt er und greift ihm an den Kragen. Er könne alles erklären, windet sich Londo. Dass sei nicht nötig, erwidert G´Kar, sie zwei nähmen jetzt einen Drink. Londo folgt ihm verwirrt. Man würde nicht jeden Tag durch eine Erleuchtung beglückt, lässt G´Kar ihn wissen. Was er gerade erfahren habe ließe ihn hoffen, dass es doch noch eine friedliche Lösung für sie gäbe. Er sei der Überzeugung gewesen, die Centauri seien nur fähig zu zerstören und zu morden, aber es gäbe doch noch einen Rest Anstand in ihren Genen, nicht viel, aber es sei ein Anfang. Er wolle auf den Imperator trinken und vielleicht auch noch auf Londos Gesundheit. Londo dankt G´Kar völlig irritiert.
Quadrant 14: Narnschiffe springen in aus dem Hyperraum. Ein Pilot berichtet: "Alles verschwunden, alles zerstört, wer kann das nur getan haben?" Er erfährt, dass Kriegsschiffe der Centauri gescannt wurden. Die Narn greifen die überlegenen Centauri-Schiffe an.
Centauri Prime: Premierminister Malachi wird von einer Truppe abgeführt.
Der inhaftierte Mann, der eine auffällige Brosche trägt, will mit Garibaldi sprechen. Er sei seinetwegen hier, sagt er. Er habe eine Nachricht für ihn. Er überreicht Garibaldi einen Datenkristall der alle Fragen beantworten würde. Auf dem Kristall ist eine Nachricht von Jeffrey Sinclair. Er berichtet, dass sein Auftrag auf Minbar über den eines Botschafters hinausginge. Eine große Finsternis, die einige Minbari schon seit langem erwarten, würde auf sie zukommen.
Unterdessen erfährt Sheridan, von dem Angriff der Centauri im Quadranten 14.
Sinclair informiert Garibaldi über die Ranger, eine Gruppe aus Menschen und Minbari, zu der auch der Überbringer gehöre. Diese Armee bereite sich auf den Kampf vor und beobachte alles, was sich, vor allem in der Randzone, täte. Sie seien seine Augen und Ohren. Wenn Garibaldi sie sähe, sähe er ihn.
G´Kar erfährt über StellarCom von dem Angriff, die Tausenden von Toten und die Unbegreiflichkeit der Vorgänge. "Ich habe ihm meine Hand gereicht, aber er hat mich betrogen. Er hat alles gewusst!" G´Kar ist außer sich.
Sinclair bittet Garibaldi, seinen Männern jede mögliche Unterstützung zu gewähren. Für weitere Informationen sei es noch zu früh. Er solle sich an die Vorlonen halten und sich vor den Schatten hüten, sie schlügen zu, wenn man es nicht erwarte.
G´Kar randalliert im Botschaftersektor auf dem Weg zu Londo. Sheridan erscheint mit einem Sicherheitstrupp. Es gelingt ihm, den verzweifelten G´Kar zu stoppen.
Im Medlab gesteht der Imperator Dr. Franklin, dass er noch den Wunsch habe, einen Vorlonen kennenzulernen. Kosh erscheint. Wie das alles Enden werde, möchte der Imperator von ihm wissen. "In einem großen Brand", antwortet Kosh.
Im Besprechungsraum wollen Ivanova und Sheridan von Garibaldi wissen, wieso er seinem Informanten traue. Er habe die besten Empfehlungen, reagiert Garibaldi, mehr könne er nicht sagen, da er es versprochen habe. Und er solle hochbrisanten Informationen trauen, wenn er nicht wisse, woher sie kämen, gibt Sheridan zu bedenken. Er könne Garibaldi jetzt befehlen, seine Quelle zu nennen. Ja, sagt Garibaldi, und dann könne er ihm nie wieder etwas anvertrauen, denn einer seiner Vorgesetzten könne ihm auch befehlen zu reden. Sheridan lächelt. Garibaldi berichtet von der unbekannten Macht, die etwas plane. Vermutlich habe sie die Centauri in Quadrant 14 unterstützt. Wenn es so sein sollte, warnt Sheridan, dürfe keiner etwas davon erfahren. Wenn der Informant Recht habe, könnten sie das dem Gegner gegenüber taktisch verwenden.
Refa und Londo stehen am Lager des sterbenden Imperators. Refa berichtet vom Erfolg in Quadrant 14. Es fehle nur noch des Imperators Zustimmung. Der Imperator gebietet Londo, näher zu kommen und flüstert ihm etwas zu, dann stirbt er. Was er gesagt habe, will Refa wissen. "Ihr sollt so weitermachen. Führt mein Volk zu den Sternen, wo es hingehört", vermeldet Londo. Die hinter ihm stehenden Seherinnen schauen sich verwundert an. Die Männer verlassen das Medlab. Refa fragt, was er wirklich gesagt habe. Londo: "Refa und Mollari sind verdammt." Nun, stellt Refa lakonisch fest, für die Unsterblichkeit müsse man schon einen Preis zahlen.
Sheridan sucht G´Kar auf, der jetzt einen überaus ruhigen Eindruck macht, und lädt ihn zu einer Ratssitzung ein, wo man eine Möglichkeit besprechen wolle, ihm zu helfen. G´Kar bedankt sich dafür, dass Sheridan ihn aufgehalten habe und sagt sein Erscheinen zu.
Auf der Sitzung wird Londo nach den überlebenden Narn befragt. Sie müssten dort bleiben, sagt Londo, man würde sie umschulen, jedoch nicht missbrauchen. Sheridan gibt bekannt, dass Beobachter von der Erde entsandt würden. Sie würden auch versuchen, zu erfahren, wie den Centauri dieser Schlag gelungen sei, und es sicherlich herausbekommen. Er könnte seine Regierung, lenkt Londo ein, mit einiger Anstrengung sicher davon überzeugen, dass sie der Narnbevölkerung freien Abzug zum Heimatplaneten gewähren sollte, dann sei die Maßnahme ja wohl überflüssig. Sheridan bestätigt das.
G´Kar wird um seine Stellungnahme gebeten. Seine Regierung, gibt er bekannt, habe verlauten lassen, dass sie nicht hinnehmen könne, dass ihre größte Kolonie vernichtet worden sei. Sie habe den Centauri vor zwei Stunden offiziell den Krieg erklärt.
Refa berichtet Londo, dass nach einigen Rangeleien zwischen verschiedenen Familien der Neffe des Imperators, der die Zukunft so sähe wie sie, Anspruch auf den Thron erhoben habe. Das erste Mal seit 100 Jahren befänden sie sich wieder auf dem richtigen Weg, dank Londos Hilfe. Die Regierung würde sich ihm gegenüber als Dankbar erweisen. Damit geht er. Vir will wissen, warum Londo keinen Anspruch auf eine Position bei Hofe erhoben habe, sein Ziel sei doch, eines Tages Imperator zu werden. Das sei nicht sein Wunsch, sagt Londo, an seine Vision denkend. Er ziehe es vor, hinter den Kulisen tätig zu sein. Auch da könne man viel erreiche, aber mit viel geringerem Risiko.
Der Ranger verabschiedet sich und verspricht Garibaldi, ihm, solange er ihre Existenz geheim halte, Informationen zukommen zu lassen. Wer außer ihm noch wisse, dass er hier sei, will Garibaldi noch erfahren. Nur eine Person, antwortet der Ranger lediglich.
Delenn legt in ihrem Quartier lächelnd einen Datenkristall ein. Die Einspielung beginnt mit den Worten: "Ich grüße Sie, verehrte Freundin."
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