Babylon 5 Universum


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:: Staffel Eins


:: Staffel Eins


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:: 2x05 The Long Dark
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:: 2x09 The Coming Of Shadows
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:: 2x19 Divided Loyalties
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Babylon 5 Episodenguide


2x09 "The Coming Of Shadows"

[Schatten am Horizont]


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Regie:
Janet Greek
Drehbuch:
J. Michael Straczynski

Hauptdarsteller:
Bruce Boxleitner (Captain John Sheridan)
Claudia Christian (Cmdr. Susan Ivanova)
Jerry Doyle (Michael Garibaldi)
Mira Furlan (Delenn)
Richard Biggs (Dr. Stephen Franklin)
Andrea Thompson (Talia Winters)
Stephen Furst (Vir Cotto)
Bill Mumy (Lennier)
Mary Kay Adams (Na'Toth)
Andreas Katsulas (G'Kar)
Peter Jurasik (Londo Mollari)

Gaststars:
Ed Wasser (Morden)
Michael O'Hare (Botschafter Sinclair)
Fredric Lehne (Ranger)
Jeff Conaway (Zack Allan)
Ardwright Chamberlain (Botschafter Kosh)
Malachi Throne (Premierminister der Centauri)
William Forward (Lord Refa)
Turhan Bey (Imperator der Centauri)
Neil Bradley (Kha'Mak)
Kim Strauss (Narn-Pilot)
Jonathan Chapman (Narn-Pilot)
Brian Michael McGuire (Zollwache)

 Kurzinhalt
Obgleich er sich in einem schlechten Gesundheitszustand befindet, beschließt der Imperator der Centauri, nach Babylon 5 zu reisen. Captain Sheridan hält es für eine Chance zu einem versöhnenden Gespräch, G'Kar jedoch ist empört und nicht bereit sich darauf einzulassen.


 Inhalt
Auf Centauri Prime beschließt der Imperator, obgleich er sich in schlechtem Gesundheitszustand befindet, nach Babylon 5 reisen.

Botschafter G’Kar hält diesen Besuch für indiskutabel, da der Vater des Imperators für viel Blutvergießen verantwortlich war. Sheridan hält ihm entgegen, dass der jetzige Imperator damit nichts zu tun, ja sogar vieles wieder gut gemacht habe. Es böte sich für G’Kar eine gute Gelegenheit, mit dem Imperator zu sprechen. Außerdem sei es gut für den Status der Station. G’Kar ist empört und nicht bereit, einzulenken.

Lord Refa, der ebenfalls zu Gast ist, spricht mit Londo über den Imperatorbesuch. Londo soll eine ausgearbeitete Rede halten, in der die schlechte Regierungsführung des Imperators kritisiert wird. Refa beschreibt die geplanten Intrigen gegen den Ruf des Imperators, der ohnehin nicht mehr lange zu Leben habe. Als Refa fort ist fragt Londo Vir, ob er unzufrieden sei mit dem was er gehört habe. Vir bejaht diese Frage. Dann, sagt Londo, seien sie einer Meinung.

Unterdessen trifft der Imperator mit seinem Gefolge auf Babylon 5 ein. Sheridan und die Führungscrew begrüßen ihn. Sie reichen sich die Hände zur Freundschaft. Der Imperator lobt die Bemühungen der Station.

G´Kar spricht mit einem Vertreter des Kha'Ri über einen Plan. Es gäbe, sagt er, keine Zweifel mehr und keine Ungewissheit, er sei entschlossen ihn während des Empfangs auszuführen.

Der Imperator unterhält sich derweil mit dem Captain. Er will wissen, warum Sheridan auf der Station sei und in der Uniform, ob es seine freie Entscheidung war. Er hätte festgestellt, sagt der Imperator, dass er nie die Freiheit hatte, zu entscheiden. Er sei in eine vorbestimmte Position hineingeboren worden. Nun, am Ende seines Lebens frage er sich, was er versäumt habe. Aber noch, sagt er, sei Zeit, die vielleicht letzte Gelegenheit zu ergreiffen um etwas Außergewöhnliches zu tun, und das sei seine feste Absicht.

Währenddessen instruiert Garibaldi die Sicherheitskräfte, da ihm ein Besucher der Station aufgefallen ist.

G´Kar verfügt seinen letzten Willen.


Für alle, die mehr wissen möchten, steht eine ausführliche Inhaltsangabe bereit.

 Episodenreview
von Gisa von Delft

Wow! In dieser Episode, die den Staffeltitel trägt, geht es denn auch richtig zur Sache, vor allem zur Sache "Londos Abgang in die Unterwelt". Es ist sehr beeindruckend inszeniert, wie der Imperator und Londo minutiös aneinander vorbei arbeiten, wie Londo der Versuchung erliegt, obgleich er weiß, dass es falsch ist, wie Vir versucht, ihn vom Abgrund zurück zu reißen.

Doch selbst das wird noch übertroffen durch die Szenen mit G'Kar. Es hat mich völlig mitgerissen, wie G'Kar, zunächst bereit, sein eigenes Leben auf´s Spiel zu setzen um sein Volk zu rächen, plötzlich diese Kehrtwendung zu absoluter Hoffnung und Zuversicht erfährt, auf der Stelle bereit ist, alles gut werden zu lassen und dann mit einem absolut brutalen Schlag in eine überaus hässliche Realität katapultiert wird.

Beeindruckend dargestellt das Ganze von Andreas Katsulas und Peter Jurasik - da stockte einem förmlich der Atem!

Und dann erfahren wir, nach dieser Achterbahnfahrt, auch noch von Sinclair und seinen Rangern - besser und mitreißender geht es wohl kaum noch.

Wenn diese Episode nicht fünf Sterne verdient hat, weiß ich´s auch nicht mehr...

 Hintergründe
Diese Folge ist die, mit der die Haupthandlung der Serie, erstmals durchschimmernd in 1x13 "Signs And Portents (Visionen des Schreckens)", so richtig beginnt. Die Schatten wagen sich so weit wie nie aus der Deckung und beginnen einen Krieg an der Seite (?) der Centauri, wodurch die Machtverhältnisse in der Galaxie völlig aus dem Gleichgewicht geraten. Ab hier gibt es keinen Weg mehr zurück - festgemacht wird dies, wie in der Serie üblich an den Charakteren.

Nicht nur dass, wie in der Review erwähnt, Londo Mollari auf dem "Weg in die Unterwelt" ist, auch G'Kar verändert sich in dieser Folge dramatisch. Andreas Katsulas: "Während man anfangs noch den "alten", aus der ersten Staffel bekannten, G'Kar sieht, der alles in schwarz-weiß sieht und denkt, alle Centauri seien böse, ändert sich das im Laufe dieser Folge. Anfangs kann er nur denken 'Wir müssen die Centauri umbringen. Wie zerstört man sie am geschicktesten? Indem man ihren Anführer umbringt.' Es ist [dieses Interview stammt aus der Zeit vor dem zweiten Irakkrieg, d. Red.], als ob die USA sagen würden 'Wir müssen den irakischen Präsidenten Saddam Hussein aus dem Verkehr ziehen. Denn nur er verursacht unsere Probleme.' Es ist diese dumme Art von Schwarz-Weiß-Denken. Als ihm dann Dr. Franklin eröffnet, dass der Imperator der Centauri gekommen sei, um persönlich eine Botschaft des Friedens zu überbringen, ändert das für G'Kar alles. Er hört auf einmal das, was er am allerwenigsten erwartet hätte und da kommt dann die Facette seines Charakters durch, dass er in einem solchen Fall sein Schwarz-Weiß-Denken ablegen kann, weil er erkennt, dass jemand anders etwas von größerem Edelmut getan hat, als jede seiner Handlungen. Das ist für die Entwicklung seines Charakters von sehr großer Wichtigkeit und es verkündet sozusagen das Auftauchen des neuen G'Kar."

Erstmals visuell zu sehen ist, wohin das Ganze für Londo Mollari führen wird - in Gestalt seines Traumes. Für Peter Jurasik war das dann auch das erste Mal, dass er seinen Charakter als Imperator spielen durfte.


 Notizen am Rande...
Peter Jurasik erinnert sich an ein Memo von J. Michael Straczynski nach dieser Folge, in dem dieser sagte: "Das ist unsere bisher beste Folge, das ist der Level, den wir jede einzelne Woche zu erreichen versuchen sollten." Jurasik: "Ich habe darauf - nur halb im Scherz - geantwortet 'Nun, es wäre auch toll, wenn wir jede Woche so gute Drehbücher bekämen.' Der Punkt meiner kleinen Spitze ist, dass es wirklich eine gemeinsame Sache ist. Wenn wir ein großartiges Skript bekommen, dann merkt jeder, dass er mehr geben kann. Und diese Folge ist wie ein Benchmark für die Serie geworden - aus eben diesen Gründen. Es war, als ob jeder seither einen Zahn zugelegt hätte."

Auch zu der im Review hervorgehobenen Szene mit Andreas Katsulas hat Jurasik einen Kommentar abgegeben: "Viele Leute sagen, dass sie diese Szene sehr mochten und es war eine Szene, wie ich viele mit Andreas hatte. Er bringt immer neue und aufregende Energie in eine Szene und man muss nur seine Augen und Ohren weit offen halten, weil man nicht weiß, was er nun Neues bringt. Viele sagen, dass das von uns beiden eine großartige Szene war, aber ich saß eigentlich nur da, hatte meine Augen und Ohren weit auf und nahm das auf, was Andreas tat. Er hat sehr viel Intensität in diese Szene gebracht, so dass Londos Reaktion schlicht meine auf sein Spiel war - ich war schlicht und ergreifend wie weggeblasen von seinem Auftritt."

Für diese Episode gab es einen Hugo-Award für "Best Dramatic Presentation Of The Year", was die Serie überhaupt erst in den Blickpunkt mancher SF-Fans rückte. Straczynski dazu: "Als sie Babylon 5 aufriefen und ich aufstand, dachte ich für einen Moment 'Wír haben ein Erdbeben', so viel Lärm war im Saal. Er bebte buchstäblich. Ich merkte dann, dass die Fans mit den Füßen stampften, wie wild klatschten und sich die Lunge aus dem Leib schrien. Sogar die Leute um mich herum, andere SF-Autoren, die die Serie nicht kannten, schauten überrascht und dachten wohl 'Was zur Hölle ist das alles?' Das war schon eine Art Schock für manche, in welchem Umfang die Fans der Serie sich darum sorgten, dass wir diesen Preis bekamen." Es war jedenfalls der Zeitpunkt, an dem die Serie ihren Platz unter den wichtigeren Serien des Genres gefunden hatte.