Babylon 5 Universum


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Babylon 5 Episodenguide


2x08 "A Race Through Dark Places"

[Der Gedankenpolizist]


 ź Synopsis :: Review :: HintergrŘnde :: Notizen :: Synchrobug :: Zitate :: Eure Meinung (6)  

Regie:
Jim Johnston
Drehbuch:
J. Michael Straczynski

Hauptdarsteller:
Bruce Boxleitner (Captain John Sheridan)
Claudia Christian (Cmdr. Susan Ivanova)
Jerry Doyle (Michael Garibaldi)
Mira Furlan (Delenn)
Richard Biggs (Dr. Stephen Franklin)
Andrea Thompson (Talia Winters)
Stephen Furst (Vir Cotto)
Bill Mumy (Lennier)
Mary Kay Adams (Na'Toth)
Andreas Katsulas (G'Kar)
Peter Jurasik (Londo Mollari)

Gaststars:
Apesanahkwat (Telepath)
Diane Dilascio (Telepath)
Brian Cousins (Rick)
Walter Koenig (Bester)
Gianin Loffler (Lurker)
Eddie Allen (Mann)
Kathryn Cressida (Barkeeper)
Judy Levitt (Psi-Polizistin)
Christopher Michael (Sch├╝tze)
William Allen Yound (Jason Ironheart)

 Kurzinhalt
Psi-Cop Bester erscheint auf der Station. Er hat die Information, dass sich hier die Zentrale f├╝r eine Fluchthilfeorganisation f├╝r abtr├╝nnige Telepathen befindet. Er ersucht die Stationsf├╝hrung um Mithilfe. Botschafterin Delenn indessen bittet Sheridan um private Unterst├╝tzung.


 Inhalt
Captain Sheridan und Ivanova sprechen ├╝ber das Stationsbudget. Die EA wolle Miete f├╝r die Quartiere, sagt Ivanova. Sheridan ist emp├Ârt und verbietet auch ihr, auf diese unversch├Ąmte Forderung einzugehen.

Marskolonie: Bester verh├Ârt ein Psi-Corps Mitglied. Er will Informationen ├╝ber die Fluchthilfeorganisation f├╝r abtr├╝nnige Telepathen. Da er keine Antworten erh├Ąlt, entrei├čt er dem Mann die Gedanken und t├Âtet ihn dabei. Die Zentrale der Organisation, erf├Ąhrt er so, sei auf Babylon 5.

Delenn bittet Sheridan um seine Hilfe bei ihrem Bestreben, die Menschen besser kennenzulernen und zu verstehen. Sie m├Âchte mit ihm Essen gehen, um sich dann ├╝ber Allt├Ągliches zu unterhalten. Sie verabreden sich f├╝r den Abend.

Bester trifft auf der Station ein. Die Fluchthilfeorganisation, erkl├Ąrt er dem F├╝hrungsstab, sei ein Sicherheitsrisiko, ihr m├╝sse das Handwerk gelegt werden.

Der F├╝hrungsstab diskutiert Besters Anliegen. Garibaldi findet den Wunsch legal. Er habe manchmal Angst vor den Telepathen, gesteht er. Sheridan best├Ątigt, dass es schwierig sei, die Geister, die man mit der Gr├╝ndung des Psi-Corps gerufen habe, wieder los zu werden. Garibaldi solle Bester unterst├╝tzen und im Auge behalten. Ivanova empfiehlt Sheridan, sich mit Besters Akte zu befassen, damit er wisse, mit wem er es zu tun habe. Besonders verweist sie auf die Sache mit Ironheart (Mind War/die Macht des Geistes).

Unterdessen schlendert Bester mit Talia Winters ├╝ber den Zocalo. Er sei zuversichtlich, dass man seinen Forderungen nachkomme, l├Ąsst er sie wissen. Pl├Âtzlich nimmt er eine Stimme wahr: "M├Ârder, M├Ârder!" Sie seien hier sagt Bester zu Talia, die allerdings nichts vernommen hat.

Ein abtr├╝nniger Telepath berichtet seinen Genossen, dass Bester da sei, was sie ja fr├╝her oder sp├Ąter erwartet h├Ątten. Sie m├╝ssten ihn t├Âten, das sei der einzige Ausweg.


FŘr alle, die mehr wissen m÷chten, steht eine ausfŘhrliche Inhaltsangabe bereit.

 Episodenreview
von Gisa von Delft

Wenn Al Bester ins Spiel kommt kann die Episode nicht schlecht sein. Die mit Walter K├Ânig so brillant besetzte Figur b├╝rgt eigentlich schon f├╝r Qualit├Ąt.

So bekamen wir dann auch eine fesselnde Episode zu sehen, die die Angst der "Normalen" vor den Telepathen, wie auch die Konflikte der Telepathengruppen sehr sch├Ân verdeutlicht. Wieder mal aus dem vollen Leben gegriffen: sie sind anders, aber das reicht ja noch lange nicht aus, um auch zusammen zu halten. Auch hier wieder wollen welche besser sein und die Weisheit mit L├Âffeln gefressen haben, und vor allem auch genau wissen, was f├╝r die anderen gut ist - und notfalls all das auch gewaltsam durchsetzen.

Auch Dr. Franklin und seine F├╝rsorge f├╝r Benachteiligte wurde gut untergebracht in dieser Folge, ebenso wie die Ann├Ąherung von Delenn und Sheridan, und die von Susan und Talia.

Nicht zuletzt bekamen wir auch noch unsere Schmunzler mit der Miete-f├╝rs-Quartier Einlage.

Leider steht diese, an sich recht gute, Folge retrospektiv etwas "im Regen", da die Entwicklung Talias in dieser Richtung nicht mehr gebraucht wird.

 HintergrŘnde
Erstmals in der Serie wird hier schon durch die ├Ąu├čeren Umst├Ąnde (Restaurant) transportiert, dass die Beziehung zwischen John Sheridan und Delenn nicht zwangsl├Ąufig eine rein berufliche Beziehung bleiben muss. Und dabei zeigt sich, dass sich die beiden eben nicht nur als Captain und Botschafterin, sondern auch auf menschlicher Ebene verstehen - f├╝r gerade diese beiden Personen angesichts ihrer Vergangenheit durchaus nicht vorhersehbar. Dabei darf Delenn auch erstmals in dieser Serie lachen.

Der Focus des Dramas in dieser Folge liegt diesmal in der Geschichte der abtr├╝nnigen Telepathen, die Babylon 5 als Durchgangsstation benutzen. Hier w├Ąre eigentlich der offensichtliche Weg gewesen, wenn sich herausgestellt h├Ątte, dass Susan Ivanova diejenige vom Stationspersonal ist, die hier mitmacht - eine Finte, der auch Michael Garibaldi zun├Ąchst auf den Leim geht. Dass es dann schlie├člich Dr. Franklin ist, ist Straczynskis Hang zu ungew├Âhnlichen Wegen zuzuschreiben - immerhin ist dies einer der seltenen F├Ąlle, in dem der betroffene Schauspieler, Rick Biggs schon von Anfang an davon wusste- nach seiner Aussage hatte ihn Straczynski schon beim Casting davon in Kenntnis gesetzt.

Den Charakter des Alfred Bester hatte Straczynski bereits seit seinem ersten Auftritt in der Episode 1x06 "Mind War (Die Macht des Geistes) zur├╝ckbringen wollen, die Storyline um die abtr├╝nnigen Telepathen bot die willkommene Gelegenheit dazu. Darsteller Walter Koenig hatte damit eigentlich nicht mehr gerechnet: "Nachdem ich in Mind War schon als Killer dargestellt wurde, rechnete ich nicht damit, zur├╝ck kommen zu d├╝rfen. (...) Aber ich habe Joe und die Art, wie sein Hirn arbeitet, untersch├Ątzt."

F├╝r Talia Winters ist mit dieser Episode endg├╝ltig Schluss mit ihrer Loyalit├Ąt zum Psi-Corps, eine Entwicklung, die sich bereits fr├╝her abgezeichnet hatte, denn schon in der Episode "Mind War" hatte sie Jason Ironheart geholfen. Aber erst hier wird ihr endg├╝ltig klar, was das Psi-Corps f├╝r eine d├╝stere Organisation ist und bricht mit ihm - logische Folge ist, dass sie sich der Person zuwendet, die sie in dieser Frage am Besten verstehen kann: Susan Ivanova.


 Notizen am Rande...
Die Szene, in der sich Talia Winters zu Susan Ivanova wendet, sorgte f├╝r einige Aufregung am Set. In der endg├╝ltigen Fassung legt Talia ihre Psi-Corps-Brosche und die Handschuhe ab, doch Zweiteres stand nicht im Skript. Regisseur Jim Johnston wollte hier am Skript bleiben, doch Andrea Thompson probte den Aufstand: "Ich habe gesagt 'Ruf Joe an, ich denke das ist wirklich wichtig um zu zeigen, wie sie die Barrieren zwischen sich und Susan abbaut.' Das ist so ein Punkt, an dem man als Schauspielerin stur bleiben muss, auch wenn alle rundrum dann sagen 'Oh Mann, ist die schwierig. Die h├Ąlt ja den ganzen Laden auf und wir wollen doch alle heute noch nach Hause.' Und man muss stur bleiben und sagen: 'Nein, das ist wirklich wichtig. Alles andere kann ich durchgehen lassen, aber das muss so bleiben'. Da wir Joe zuerst nicht erreichen konnten, haben wir es dann in beiden Versionen gedreht - und dann, direkt bevor wir weggingen, kam Joe und stimmte mir zu. Das tat verdammt gut."

Walter Koenig geb├╝hrt ebenfalls die Ehre, das Skript durch eigene Einf├Ąlle verbessert zu haben. In seiner letzten Szene dieser Episode z├Âgert er einen Moment und schaut zu Talia - man sieht Zweifel auf seinem Gesicht, dann geht er weiter - auch davon stand eigentlich nichts im Skript. "Ich habe Joe darauf aufmerksam gemacht, dass Bester doch ziemlich eingeseift wurde. Ihn dann einfach gehen zu lassen, h├Ątte daf├╝r gesorgt, dass wir das Element der Bedrohung in diesem Charakter verloren h├Ątten. Also war meine Anregung, dass er beim Verlassen der Station sich umdreht und so zu Talia schaut, als ob er doch nicht alles so ganz abkauft."

Mira Furlan konnte sich erneut nicht auf den ersten Blick mit dem Skript anfreunden. Sie war der Meinung, dass Delenn hier unbeholfener sein m├╝sste, da sie sich auf v├Âllig unbekanntem Terrain bewegte. Doch Straczynski war der Meinung, dass dies durchaus auch gut gehen kann und man nicht jedes Klischee bedienen m├╝sse, was Mira Furlan schlie├člich auch so sah. Dazu kam, dass Straczynski bef├╝rchtete, dass dadurch zu viel Comedy in der Folge sein k├Ânnte - dieses Genre war ja bereits mit der Frage der Mieth├Âhe f├╝r die Quartiere versorgt. Mit der Mietgeschichte wollte Straczynski aber nicht reine Comedy haben, sondern auch zwei weitere Dinge erreichen: "Erstens wollten wir diese Serie immer geerdet halten - und B├╝rokratie ist nun mal Realit├Ąt. Damit konnte man auch mal Alltagsprobleme auf der Station zeigen - nicht jeder Kampf muss um das Schicksal der Galaxie gehen. Und Sheridan wird als Mann von Prinzipien gezeigt - er k├Ąmpfte um jeden Quadratzentimeter seines Quartiers mit genauso viel Enthusiasmus wie er gegen die Schatten k├Ąmpfen wird."