Babylon 5 Universum


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Babylon 5 Episodenguide


2x07 "Soul Mates"

[Drei Frauen f├╝r Mollari]


 ź Synopsis :: Review :: HintergrŘnde :: Notizen :: Synchrobug :: Zitate :: Eure Meinung (9)  

Regie:
John C. Flinn, III
Drehbuch:
Peter David

Hauptdarsteller:
Bruce Boxleitner (Captain John Sheridan)
Claudia Christian (Cmdr. Susan Ivanova)
Jerry Doyle (Michael Garibaldi)
Mira Furlan (Delenn)
Richard Biggs (Dr. Stephen Franklin)
Andrea Thompson (Talia Winters)
Stephen Furst (Vir Cotto)
Bill Mumy (Lennier)
Mary Kay Adams (Na'Toth)
Andreas Katsulas (G'Kar)
Peter Jurasik (Londo Mollari)

Gaststars:
Keith Szarabajka (Matthew Stoner)
Lois Nettleton (Daggair)
Blair Valk (Mariel)
David L. Crowley (Lou Welch)
Carel Stuycken (H├Ąndler)
Jane Carr (Timov)
Brian Michael McGuire (Mann)

 Kurzinhalt
Auf der Station erscheinen die drei sehr unterschiedlichen Ehefrauen Botschafter Mollaris, die noch nicht wissen, warum sie zu ihm zitiert wurden. Au├čerdem kommt ein Mann nach Babylon 5, mit dem Talia Winters in der Vergangenheit zu tun hatte.


 Inhalt
Vir Cotto wartet am Zoll auf die drei Ehefrauen Londos, die er in Empfang nehmen soll. Es erscheint jedoch lediglich Timov, eine ziemlich schnippische Person.

Unterdessen berichtet Garibaldi Captain Sheridan von einem Mann namens Stoner, der auf der Station eingetroffen sei. Er habe irgendwie sein Misstrauen geweckt, deshalb wolle er mehr ├╝ber ihn herausfinden. Nun kommt Talia Winters dazu. Sie kenne Matt Stoner, sagt sie, sie sei mit ihm verheiratet gewesen.

Londo am├╝siert sich derweil in einer Bar. Timov, inzwischen in Londos Quartier, ist ungehalten, weil Londo nicht auftaucht. Daf├╝r erscheint Daggair, Londos zweite Gattin und die beiden Damen giften sich eine Weile an.

Sheridan bietet Talia an, da sie schlie├člich sowas wie Freunde, oder doch zumindest Kollegen seien, sich bei ihm ├╝ber ihre Beziehung zu Stoner auszusprechen.

Botschafterin Delenn verlangt nach Commander Ivanova. Als sie im Botschafter-Quartier ankommt ist Delenn sehr ungehalten. Ihr Haar, schimpft sie, weigere sich zu kooperieren. In der Tat sieht sie ziemlich zerzaust aus. Sie bittet Susan inst├Ąndig, ihr zu helfen. Susan meldet der Zentrale, sie habe einige Zeit mit einem Notfall zu tun, und macht sich ans Werk.

W├Ąhrenddessen erz├Ąhlt Talia Sheridan ihre Geschichte. Sie und Matt seien zusammen beim Psi-Corps gewesen und man habe sie veranlasst zu heiraten, da ihre Gene ├╝beraus kompartibel seien. Das sei nat├╝rlich ein gro├čer Fehler gewesen. Nach der Annulierung der Ehe habe Matt, unterst├╝tzt durch gute Kontakte, das Corps verlassen.

Der arme Vir muss zwischen den Fronten der beiden Frauen die Stellung halten. Da endlich erscheint Londo und l├Ąsst die Frauen erfahren, warum er sie auf die Station gebeten hatÔÇŽ


FŘr alle, die mehr wissen m÷chten, steht eine ausfŘhrliche Inhaltsangabe bereit.

 Episodenreview
von Gisa von Delft

Sch├Ân, sch├Ân! Ich mag sie, die Centauri-Geschichten und auch diese, mit den wunderbar unterschiedlichen Frauen, hat mir gefallen. Auch Vir kam wieder nett zur Darstellung zwischen all dem Gezicke, und Londo sowieso. Au├čerdem hat die Handlung noch Spannung mit sich gebracht und eine Querverbindung zu G'Kar und seiner Vorliebe f├╝r -tja, wie sagt man das nun - au├černarnische Frauen.

Gut gefallen hat mir auch, dass hier einmal Delenn f├╝r die Lacher sorgt - und Lennier mit seinem Blick auf die Lockenwickler, sehr gelungen das.

Nun gut, Talias Zweifel am Corps sollen sich mehren, aber die Geschichte mit dem Empathen fand ich denn doch etwas weit hergeholt, ein Wermutstropfen in der ansonsten sehr gef├Ąlligen Episode.

 HintergrŘnde
In dieser Episode lernt man die drei Ehefrauen von Londo Mollari kennen, die er in Episode 1x07 "The War Prayer (Angriff der Au├čerirdischen)" bereits als "Pest, Hungersnot und Tod" beschrieben hatte - es oblag Peter David in seinem ersten Babylon 5-Skript, diese Beschreibungen mit Leben zu f├╝llen. "Ich brauchte jemand, der gute Dialoge schreiben kann und damit die Szenen zwischen Londo und seinen Frauen hinbekommt", begr├╝ndet J. Michael Straczynski die Wahl Peter Davids. Dieser wiederum schaute auf Grund eines Ratschlages von Harlan Ellisson, dem Creative Consultant der Serie, vor dem Schreiben des Drehbuches den Film "The Women" (Die Frauen, 1939) an, was helfen sollte, die Pers├Ânlichkeiten der Frauen zu erfassen. Danach nahm er die drei Beschreibungen Londos und bastelte daraus Charaktere. Aus Famine (Hungersnot) entstand Timov, aus Pestilence (Pest) entstand Daggair - und aus Death (Tod) entstand Mariel, die bewusst mit dem s├╝├člichsten Namen ausgestattet wurde: "Sie ist die, auf die man besonders auf passen muss. Sie ist s├╝├č, sie l├Ąchelt - und sie wird dich t├Âten."

Wichtig war J. Michael Straczynski bei dieser Episode auch, nochmal die liebenswerten und helleren Seiten des Charakters Londo Mollari zu zeigen, der im weiteren Verlauf der Serie immer dunklere Momente bekommt - daher war die gezeigte Party auch ein "Muss".


 Notizen am Rande...
Der Name Timov ist ein Wortspiel Peter Davids - wenn man es umdreht, wird "vomit" (Kotze) draus. Jane Carr, die Timov spielt, merkte dies erst mitten bei den Dreharbeiten, als es ihr jemand unter die Nase rieb, was f├╝r einiges Am├╝sement am Set sorgte.

Mit Jane Carr zu spielen war f├╝r Peter Jurasik ein Geschenk - die beiden kannten sich bereits aus der Comedyserie "Dear John" (Mein lieber John), wo Jurasik einige Gastauftritte hatte. Das zweite Highlight f├╝r ihn an dieser Episode war, mit John C. Flinn III als Regisseur zu arbeiten: "John macht ansonsten (als ├ťberwacher der Kameraarbeit) einen so fantastischen Job, dass ich, wann immer er eine Folge inszeniert, drei Mal h├Ąrter arbeiten m├Âchte. Ich denke, wenn ich mich an die Serie erinner, dass ich vielleicht ab und an zu stark gepusht habe, um es ihm recht zu machen."

Thema dieser Episode sind auch Delenns Probleme mit ihrem nun teilweise menschlichen K├Ârper - sei es in Sachen Haarewaschen oder in Sachen Menstruation. Mira Furlan meinte dazu: "Ich konnte damit gar nichts anfangen, ich dachte, das w├╝rde Delenn demystifizieren, das sei zu banal, unter ihrer W├╝rde. Dann habe ich mich mit Joe und mit Peter David besprochen und wir haben viel diskutiert und dabei hat es irgendwann 'Klick' bei mir gemacht und ich dachte mir 'Ok, dann versuche ich das mal aus einer anderen Perspektive heraus' und es hat gut geklappt. Und ich lag offensichtlich falsch, denn diese Episode ist f├╝r viele Fans die Lieblingsepisode schlechthin. Daraus hab ich gelernt, dass man da offener sein muss. Wenn man sagt 'Mein Charakter w├╝rde das niemals sagen', so wei├č man das einfach nicht. Denn es ist wie bei realen Menschen, bei denen man denkt, sie w├╝rden etwas niemals tun und dann tun sie es doch - wir widersprechen uns halt dauernd selbst." Doch den Dialog, der ihre Menstruationskr├Ąmpfe thematisiert, mag sie nach wie vor nicht: "Ich hab' sie angefleht, das rauszunehmen. Das ist so einfacher Humor, M├Ąnnerhumor und darin liegt f├╝r mich ├╝berhaupt nichts Witziges."

Doch f├╝r Peter David, Vater dreier T├Âchter, war dies die logische Fortschreibung eines bereits eingeschlagenen Weges der Geschichte. "Ich dachte mir, oh Gott, wenn sie menschlich ist - wie menschlich ist sie? Wenn sie denkt, dass das Klarkommen mit den Haaren schwer ist, wie um alles in der Welt k├Ânnte man einem Alien dann die Menstruation erkl├Ąren? Das ist der Grund, warum der Dialog ins Skript kam." Und auch Straczynski zeigte sich begeistert von der Idee, so dass Mira Furlan keine Streichung erreichen konnte. JMS: "Das sorgt f├╝r von mir erw├╝nschte Spekulationen: Wenn Delenn ihre Tage bekommen kann, bedeutet das nun, dass sie ein menschliches Kind geb├Ąren kann?"

Erneut gab es wie in der Episode zuvor einige Irritationen bez├╝glich des Weges der Beziehung von Michael Garibaldi und Talia Winters. Straczynski war sich nach wie vor nicht sicher, ob er den Weg einer sich zwischen den beiden entwickelnden Liebesbeziehung wirklich gehen wollte, so dass einige entsprechenden Szenen und Dialoge nicht ihren Weg in die Endfassung fanden: "Naja, Jerry Doyle machte Druck in diese Richtung, Andrea Thompson machte ebenfalls Druck in diese Richtung und Larry DiTillio auch. Aber ich war mir nicht sicher, ob ich Garibaldi dahin bringen w├╝rde, denn ich hatte andere Pl├Ąne f├╝r ihn. Und ein Teil meines Kopfes sagte mir, dass uns Talia m├Âglicherweise nicht mehr sehr lange als Charakter zur Verf├╝gung stehen k├Ânnte - ich hatte da einfach so ein Gef├╝hl in diese Richtung. Daher dachte ich mir, ich stelle es jedenfalls erstmal zur├╝ck und denke weiter dar├╝ber nach."