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Auf der Kommandobrücke von Babylon 5 wird das Funksignal eines unbekannten Raumschiffes empfangen. Dabei handelt es sich um die „Copernicus“, ein Raumschiff der Erde, das vor über 100 Jahren gebaut wurde.
Auf der Kommandobrücke wird das Funksignal eines unbekannten Raumschiffes empfangen, dass sich Babylon 5 nähert. Ein Wartungsroboter wird losgeschickt um es zu untersuchen. Dabei entdeckt dieser den Namen des Schiffes „Copernicus“. Captain John Sheridan fällt auf, dass es sich um ein Erkundungsschiff der Erde handelt, dass zu einer Zeit eingesetzt wurde, als die Hyperraum Technologie noch nicht zur Verfügung stand. Diese Technologie, war den Menschen vor ungefähr hundert Jahren von den Centauri übergeben worden.
Währenddessen nimmt Sicherheitschef Garibaldi einen Mann fest, Amis, der auf dem Zocalo das jüngste Gericht und das Kommen der Armee der Finsternis verkündet.
Sogenannte Schläferschiffe wie die „Copernicus“ waren üblicherweise mit Einfrierungskapseln ausgestattet, um es der Besatzung trotz der langsamen Geschwindigkeit zu ermöglichen, weit entfernte Ziele zu erreichen. Es besteht also die Möglichkeit, dass sich an Bord noch lebende Menschen aus der Vergangenheit befinden. Beim Betreten des Schiffes findet man auch tatsächlich zwei Tiefgefrierkapseln. Ein Besatzungsmitglied ist jedoch schon tot und bei dem zweiten werden die Lebenszeichen schwächer. Als die Kapsel geöffnet wird, um die darin befindliche Frau ins Medlab zu überstellen, scheint etwas zu entweichen. Im Medlab scheint die Frau geschwächt aus einem Alptraum aufzuwachen.
Ivanova untersucht in der Zwischenzeit das Raumschiff, um die Todesursache des Mannes herauszufinden. Dabei stellt sie fest, dass alle Computer einwandfrei arbeiten, und auch keine Fehlfunktionen an der Kapsel zu entdecken sind. Alles deutet auf einen Mord hin.
Für alle, die mehr wissen möchten, steht eine ausführliche Inhaltsangabe bereit.
von Sven Bösking
Trotz des theoretisch spannenden Konzeptes ist dies doch eine eher schwache Episode. Das diese Meinung anscheinend auch von anderen geteilt wird, sieht man unter anderem daran, dass der Autor der Episode, Scott Frost, nie wieder gebeten wurde, eine Episode für Babylon 5 zu schreiben.
Was stimmt an dieser Episode nicht? Erstens ist sie für die Gesamthandlung unnötig. Obwohl Z'ha'dum und die Schatten erwähnt, bzw. angedeutet werden, kann man dieser Episode nur entnehmen, das sie ihre Kräfte sammeln, was auch vorher bekannt war. Dieses Wesen, das hier eingeschleppt wird, oder andere seiner Art, spielen im Laufe der Handlung keine Rolle. Gab es überhaupt andere seiner Art? Wurden sie vielleicht im Laufe des ersten Krieges ausgelöscht? Da keine dieser Fragen beantworte wird, und es auch für spätere Folgen keine Bedeutung hat, bleibt eine übliche 'Monster der Woche Folge', die unter dem Mantel, dass es ja ein Krieger der Schatten sei, der unbedingt nach Z'ha'dum will, versteckt wird. Dadurch soll wohl der Anspruch erhoben werden, doch zur großen Handlung dazu zu gehören.
Zweitens spielen die meisten Hauptcharaktere nur eine untergeordnete Rolle, so dass man über sie nichts Neues erfahren kann. Dadurch entsteht ein Gefühl der Beliebigkeit, diese Folge kann mit minimalem Aufwand auch in einem anderen Sci-Fi Universum spielen.
Die Tatsache, dass Dr. Franklin hier einer Frau nach deren langer "Auszeit" einige geschichtliche Fakten mitteilt, erlaubt es der Serie, einige Fakten ins Gedächtnis zurück zu holen. Beispielsweise, dass es die Centauri waren, die als erste fremde Rasse mit den Menschen Kontakt aufgenommen hatten. Ähnlich die Funktion dessen, was Amis als "Charakterhintergrund" für diese Folge bekommen hat - dies erlaubt, den Erd-Minbari-Krieg nochmals aufzugreifen.
Die ursprünglich angedachte Prämisse für diese Episode war, dass gezeigt werden sollte, wie ein ehemaliger Diener der Schatten auf der Station ankommt - auf seinem Weg nach Z'ha'dum. Als Scott Frost die Geschichte dann ausarbeitete, wurde das zu einem kleinen Teil des Ganzen, der Schwerpunkt verlagerte sich auf die zwei Charaktere auf der Kopernikus, von dem sich das Alien ernährt hatte. Doch diese Verlagerung, die nach wie vor die langsam aufkeimende Dunkelheit im Hintergrund entwickelt, fand den Beifall von J. Michael Straczynski: "Ich denke, der Autor hat das sehr gut entwickelt."
Richard Biggs hatte so seine Probleme mit dem Skript der Episode: "Ich hab nicht so recht gewusst, was da dahinter steckte. Ob Dr. Franklin sich zu der Frau hingezogen fühlt oder ob er sich schuldig fühlt, weil er sich zu ihr hingezogen fühlt oder ob er nur eine Arzt-Patienten-Beziehung zu ihr haben möchte. Und ich wusste nicht, ob sie sich zu ihm hingezogen fühlt oder nur um ihren Ehemann trauert. Also bin ich zu Joe gegangen, der mir gesagt hatte, dass es genau um diese feinen Linien geht. Dass er möchte, dass sich die Zuschauerschaft fragt, ob Franklin seine Gefühle daran hindern, einer Patientin ein Arzt zu sein - und dann versuchte ich das zu spielen."
Gaststar Dwight Schultz, den man wohl nach wie vor am Besten als "Mad Murdock" aus dem "A-Team", aber auch aus zahlreichen Gastauftritten in "Star Trek: Voyager" kennt, kam bei der Stammcast sehr gut an. Jerry Doyle, der die meisten Szenen mit ihm hatte: "Ich bin kein großer TV-Seher. Also kannte ich auch das A-Team nicht und auch nicht Dwight. Aber ich sage Euch: Dwight kam rein und hat mich schlicht umgeworfen. Er war so unglaublich gut. Ein super Typ, ein wahnsinnig guter Schauspieler."
Was das Aussehen des Aliens betrifft, gibt Regisseur Mario DiLeo zu, dass er sich da von dem Science-Fiction-Film "Forbidden Planet" (Alarm im Weltall) aus dem Jahre 1956 hat inspirieren lassen, in dem das unsichtbare Alien auf eine ähnliche Weise sichtbar wird - letztlich war dies ein Kompromiss zwischen ihm und den Produzenten: "Sie wollten, dass sich etwas materialisiert, beispielsweise eine Hand. Das wiederum wollte ich nicht, also kam ich mit dieser Idee - und sie akzeptierten es."
- Episodentitel "Der unsichtbare Feind"
Originaltitel: "The Long Dark" (Das lange Dunkel)
- (Mariah stellt fest, dass sie nicht weinen kann)
Franklin: "Dieser Schock war einfach zu groß für Sie."
Original: "Long term stasis dries the tear-ducts."
- (Franklin im Gespräch mit Sheridan und Garibaldi)
Franklin: "Sie glauben diesem Amis anscheinend."
Original: "All this on the word of a lurker?"
- (Garibaldi, als Amis ihm den Ort zeigt, wo er das Wesen gefunden hat)
Garibaldi: "Was war da?" Amis: "Die Vergangenheit."
Original: "What did it look like?" Amis: "The past."
- (Amis und Garibaldi beim Gespräch in der Gefängniszelle)
Amis: "Ich war bei einer Einheit." Garibaldi: "Sie waren also bei den Bodentruppen."
Original: "[I was] just a GroPo." Garibaldi: "I figured you for a ground pounder. Me too."
(Anmerkung: Die Ground Pounders - GroPos - sind eine Elitetruppe der Erdstreitkräfte. Nach ihnen ist auch die 32. Folge "GROPOS" benannt.)
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Amis: "Hear me, O Lord and the rest of you miserable sinners and you non-humanoid types! Judgment day is comin', and it don't care what you look like, and I have seen it! An Army of Darkness, Soldiers of the Devil, or somethin' like that! We're all in great danger! A pox upon this station!" (G'Kar kommt vorbei und Amis sprint auf in zu) "You! A sound tree cannot bear evil fruit, unless it's got bad roots!"
G'Kar (schüttelt ihn ab): "Oh, please, don't I have troubles enough?" (geht schnell weg)
Amis (folgt ihm): "I have walked in the valley of..."
G'Kar: "Good! Keep on walking!" (sie passieren Londo Mollari, der sich darüber amüsiert)
Londo: "Hurry, Ambassador, he's gaining!" Amis wendet sich Londo zu)
Amis: "You with the hair!"
Londo: "Oh, jeez!" (rennt weg, während Garibaldi kommt)
Garibaldi: "Now, unless you have a class C missionary license, it's time for a little R&R!" (führt Amis ab)
Amis: "No, you can't! You can't! There is no shelter, it's coming!"
Garibaldi: "Riiight!"
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Garibaldi: "Just got the message. Any idea where it's from?"
Ivanova: "We're still trying to identify the design. But wherever it's been, it's taken a hell of a beating."
Garibaldi: "Why didn't it use the jumpgate?"
Sheridan: "That's what we're trying to figure out."
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Garibaldi: "You all right?"
Amis: "I never felt better. I'm a picture of health. Where am I? Oh, God! What did I do this time?"
Garibaldi: "You don't remember?"
Amis: "Well, I've found that life is, in general, much easier if I forget most of the things that happen to me."
Garibaldi: "Well, you were about to accuse the Centauri ambassador of being in league with the Devil, which might not be far from the truth."
Amis: "My head hurts!"
Garibaldi: "We had to put you out."
Amis: "Oh, I was that bad!"
Garibaldi: "You were standing in the middle of the plaza, yelling that the day of judgment was coming."
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Ivanova: "Captain, we just got finished analyzing the database on board the Copernicus. It took us a while to go through a hundred years of routine entries, but so far everything she told us checks out."
Sheridan: "I think we kind of figured that out by now."
Ivanova: "Not entirely. There's one more thing I figured you ought to know. According to the ship's log, the Copernicus lost ten percent of its oxygen when it passed by a moon in Sector 18 by 70 by 59."
Sheridan: "Which would've been caused when that thing came aboard."
Ivanova: "Exactly. But when it left that sector, it was heading on a new course. That thing must have been more intelligent than we thought. Fortunately, it didn't know that the ship was also programmed to make contact with any signals it came across. Otherwise, it would've just gone right by, and we never would've known it was there."
Sheridan: "You said the ship was reprogrammed to a new destination."
Ivanova: "Yeah."
Sheridan: "So where was it going?"
Ivanova: "It was heading for the Rim, toward the exact place where Ambassador G'Kar told us an ancient enemy was gathering its forces."
Sheridan: "Z'ha'dum."
Ivanova: "You think it's a coincidence?"
Sheridan: "A few weeks ago, I probably would've said yes. But now, no. Something's going on, Commander."
Ivanova: "I know. And between you and me, it's scaring the hell out of me."
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