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Babylon 5 Episodenguide |
2x01 "Points Of Departure"
[Die Feuerprobe]
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Nahe Babylon 5 wird die Trigati, ein Schiff mit seit 12 Jahren abtrünnigen Minbari-Kriegern, gesichtet. Ein Minbarikreuzer ist auf die Suche nach ihr losgeschickt worden um einzugreifen, falls die Trigati Kampfhandlungen aufnähme. Captain John Sheridan, der sich mit dem Erdenkreuzer Agamemnon in der Nähe befindet, erhält von General Hague, dem Chef des Generalstabes der Earth-Force, den Befehl mit dem Minbarikreuzer Kontakt aufnehmen um bei der Suche zu helfen. Da es Sheridan als Einzigem gelungen sei, im Erd-Minbari-Krieg ein Minbari-Schiff zu zerstören, könne er es im Ernstfall wieder schaffen. Darüber hinaus, so erfährt er, solle er auf direkten Befehl des Präsidenten auf Babylon 5 eine zusätzliche Aufgabe übernehmen.
Susan Ivanova, derzeit Kommandierende der Station macht eine „Bestandsaufnahme“: Präsident Santiago ist seit acht Tagen tot, Commander Sinclair wurde vor fünf Tagen ohne vorherige Ankündigung zur Erde zurückbeordert, Sicherheitschef Garibaldi liegt nach dem Attentat noch im Koma und Botschafterin Delenn befindet sich in einem Kokon.
Nun erfährt Ivanova von General Hague, dass Sinclair nicht auf die Station zurückkehren wird. Er sei auf Wunsch der Minbari als Botschafter nach Minbar geschickt worden. Captain Sheridans ‚zusätzliche Aufgabe’ wird nun klar: er trifft als neuer Stationskommandant auf Babylon 5 ein. Ivanova kennt ihn bereits, vor einigen Jahren dienten sie gemeinsam auf der Transferstation Io.
In Delenns Quartier erhält Lennier, der Delenns Kokon bewacht, Besuch von Hedronn, einem Mitglied des Grauen Rates, der sich selbst von Delenns Zustand überzeugen will. Lennier erklärt er: "Wie ich selbst sehen kann, hat sie es also tatsächlich getan. Sie ist in diesem Kokon. Wir wollten, dass sie wartet. Wir sagten ihr, die Prophezeiung würde sich von allein erfüllen. Nun müssen wir den eingeschlagenen Weg weiter beschreiten. Ich habe mit den anderen Ratsmitgliedern gesprochen. Die Trigati ist in diesem Sektor gesichtet worden. Sollte es notwendig sein, musst du den Menschen das sagen, was wir dir gesagt haben. Es wird Zeit, dass sie die Wahrheit erfahren."
Sheridan erklärt Ivanova, es sei der Wunsch des verstorbenen Präsidenten gewesen, dass er die Station führe. Beide sind sich der Ambivalenz hinsichtlich Sheridans Tat im Erd-Minbari-Krieg bewusst. Aus Sicht der Menschen ein Held, wird er von den Minbari als "Sternenkiller" bezeichnet. Ivanova führt ihn herum und erstattet ihm in ihrer sarkastischen Art Bericht über die Botschafter und Vorgänge auf der Station, worauf Sheridan bemerkt: "Ein interessantes Plätzchen ist das hier." Sheridan will nun auf die Kommandobrücke gehen und vor der Crew seine "Glücksbringerrede" halten. Das, erklärt er Ivanova, müsse er innerhalb der ersten 24 Stunden tun.
Hedronn bemerkt bei den Botschafterquartieren den Minbari-Krieger Kalein. Als er ihm folgen will wird Hedronn von Kalein bedroht. Der Graue Rat, sagt jener, habe sie betrogen. Er habe erfahren, dass Sheridan das Kommando bekommem habe. Hedronn erwidert, die Wünsche des Grauen Rates seien ignoriert worden. Kalein lässt Hedronn gehen, nicht aber ohne ihm zu raten, die Station zu verlassen solange es noch Zeit wäre.
Auf der Kommandobrücke sind alle versammelt und hören Sheridans "Glücksrede". Zunächst erzählt er über den Dalai Lama, den er mit 21 Jahren besuchte. Nach einem schlichten Abendessen habe der Dalai Lama gefragt, ob er verstanden hätte. Er sagte, er habe nicht. "Ein guter Anfang", habe da der Dalai Lama gesagt, "und wenn du so weiter machst, wirst du eines Tages in der Lage sein zu erkennen, dass du nicht verstehst." Als er gerade etwas über Abraham Lincoln sagen will wird er unterbrochen. Ein Minbari, heißt es, wünsche ihn zu sprechen.
Als er versucht, in den Grünen Sektor zu kommen, wird Kalein von einem Sicherheitsbeamten angehalten. Kalein überwältigt ihn und stielt dessen Waffe.
Der Minbari, der Sheridan sprechen wollte, ist Hedronn. Er informiert Sheridan über Kalein, der mit seinem Kreuzer nach dem Krieg ins Exil gegangen sei, weil er sich betrogen gefühlt habe. Hedronn gibt Sheridan zu verstehen, dass er, wie viele andere Minbari auch, dessen Ernennung zum Kommandanten von Babylon 5 nicht akzeptieren könne. Sheridan, der im Krieg durch eine List das Minbari-Flaggschiff "Schwarzer Stern" zerstörte, sei für den Tod vieler der besten ihrer Krieger verantwortlich. Mit den Worten: „Wenn für diese Station Gefahr besteht, dann tragen ganz alleine Sie die Verantwortung!" verlässt Hedronn den Raum.
Sheridan und Ivanova lassen sich die Aussagen Heronns noch einmal durch den Kopf gehen und ihnen wird klar, dass die Minbari-Krieger sich an Delenn rächen wollen, die für die Kapitulation gesorgt hatte, was die Krieger als Betrug ansehen. Mit dieser Erkenntnis eilen sie los. Als Kalein gerade mit der Waffe in Delenns Quartier ist, tritt Sheridan ein und stellt ihn zur Rede. "Sie wissen genau, dass ein Minbari niemals einen Minbari umbringen würde." reagiert Kalein. Als ein weiterer Wortwechsel keine Klarheit über seine Motive bringt, wird er verhaftet.
Nun klärt Lennier Sheridan über die Ereignisse am Ende des Krieges auf, mit dem Hinweis, dass er darüber informiert sein müsse. Er redet über Sinclair. Man habe seinerzeit festgestellt, dass er eine Minbariseele habe (diese Ereignisse sind genauer nachzulesen in „In the Beginning/Der erste Schritt“). Dieses Phänomen sei inzwischen bei vielen Menschen festgestellt worden. "Unser Glaube sagt“, erklärt Lennier, „dass jede Generation von Minbari wiedergeboren wird, und zwar in der nachfolgenden Generation. Wird jemandem die Seele genommen, ist eine Wiedergeburt unmöglich und die Gesamtzahl der Minbari wird dadurch verringert. Tatsache ist, in den letzten zweitausend Jahren wurden in jeder folgenden Generation weniger und weniger Minbari geboren. Die, die geboren wurden, schienen der vorangegangenen Generation kaum noch ebenbürtig zu sein. Es war, als würden unsere unsterblichen Seelen für immer entschwinden. In der letzten Schlacht endlich entdeckten wir, wohin unsere Seelen entschwanden. Sie gingen zu Ihnen. Minbariseelen erlangen teilweise oder auch vollständig in menschlichen Körpern eine Wiedergeburt." Man habe darüber geschwiegen, da die Völker für diese Erkenntnis noch nicht bereit seien. Der Krieg sei beendet worden, um die eigenen Seelen nicht zu gefährden. Diese Erkenntnis hätte ihre ganze Gesellschaft zerstören können, fährt Lennier fort, daher hätten sie auch ihren Generälen nicht sagen können, warum sie so überraschend kapitulierten. Als Sheridan fragt, warum Lennier das Schweigen jetzt breche, antwortet er: „Weil sich große Änderungen anbahnen. Commander Sinclair war der erste Mensch. Weitere werden folgen."
Sie werden nun von einem Ruf aus der Kommandozentrale unterbrochen. Vor der Station sei die Trigati gesichtet worden. Einer der Krieger wirft der Stationsführung vor, den Kommandierenden ihres Schiffes widerrechtlich verhaftet zu haben. Man fordert die Freilassung und startet Kampfflieger. Sheridan gibt zu verstehen, dass er dieses als kriegerischen Akt betrachte und schickt ebenfalls eine Fliegerstaffel los. Der Krieg habe längst begonnen, gibt man zurück, und es blieben ihnen nur noch die Ehre und der Tod. Sheridan wundert sich, warum die Minbari Kriegshandlungen provozieren, obwohl bisher niemand zu Schaden gekommen sei.
Die Erklärung ergibt sich, als der Sicherheitsdienst meldet, man habe Kalein gefunden, der sich selbst getötet habe. Plötzlich versteht Sheridan, dass die Minbari versuchen, der Station das Auslösen der Kriegshandlungen in die Schuhe zu schieben. Sheridan ruft die Kampfflieger zurück. Über Laser-Com schickt Sheridan eine Nachricht ins All, die die Trigati nicht abhören kann. Die Kampfflieger der Trigati fliegen nun auch unverrichteter Dinge zum Mutterschiff zurück. Ein anderes Minbari-Schiff trifft ein, das damit auf Sheridans Ruf reagiert. Sheridan erklärt Ivanova, dass die Besatzung der Trigati hatte sterben wollen, da sie als Abtrünnige nicht mehr in die Heimat zurück konnten. Er sei der Richtige gewesen, um dieses Werk auszuführen, so wäre er noch mehr in Verruf gekommen und die Minbarikrieger hätten als Märtyrer dagestanden.
Der Kommandant des anderen Schiffes befiehlt der Trigati, sich zu ergeben und sie an Bord zu lassen, aber die Trigati verweigert mit dem Wort: „Ehre“ und zerstört sich darauf selbst. Der Kommandant des anderen Minbarschiffes lässt Sheridan wissen: "Für Sie war es nur ein taktisches Problem, das gelöst werden musste. Für die Minbari ist der Vorfall eine Tragödie. Viele von uns haben die Mannschaftsmitglieder der Tragati als Helden gesehen. Man wird ihren Tod betrauern. Und Ihren Namen wird man sich merken, Captain Sheridan." Damit verschwindet der Minbari-Kreuzer wieder durch das Sprungtor.
Später in seinem Quartier lässt Sheridan Ivanova an seinen Zweifeln teilhaben: "Zu Anfang dachte ich," sagt er, "Kommandant auf Babylon 5, das ist eine große Chance. Aber jetzt frage ich mich, ob ich richtig gehandelt habe. Wäre ich nicht auf der Station, wäre das mit der Tragati vielleicht nicht passiert. Durch meine Gegenwart, durch meine Taten im großen Krieg habe ich Babylon 5 in ernsthafte Schwierigkeiten gebracht. Wie sagte doch Hedronn vom Rat der Grauen: wenn Gefahr für die Station besteht, tragen Sie die Verantwortung. Vielleicht hat er Recht. Ich habe mit dem Präsidenten gesprochen. Außer uns weiß er als einziger Mensch, warum die Minbari kapitulierten. Er glaubt nicht daran, dass ihre Seelen in Menschen wiedergeboren werden und ehrlich gesagt, ich glaube es auch nicht. Die Minbari glauben es, deshalb hatten sie geholfen, Sinclair zum Kommandanten der Station zu machen und jetzt zum Botschafter auf ihrer Welt. Er war ihr erster menschlicher Kontakt, ihm vertrauen sie. Vertrauen sie mir? Ich weiß es nicht. Mit Sinclair als Kommandant wäre das Ganze vielleicht nicht geschehen."
Lennier berichtet Delenn, dass er Sheridan nicht alles über die Prophezeiung habe sagen dürfen. Nicht, dass die große Finsternis käme, die nur aufzuhalten sei, wenn sich beide Seiten der Seele vereinen würden. Er hoffe das, wie behauptet, die Bewohner der Erde es früh genug allein herausfinden würden. Denn wenn sie sich irrten würde das keiner von ihnen überleben. Er verabschiedet sich und verlässt den Raum. In dem Kokon raschelt es und es scheint, als ginge die Verpuppung langsam zu Ende.
Ivanova, Dr. Franklin und Keffer sprechen im "Earhart's" über die Ereignisse auf der Station. Franklin und Ivanova bestätigen Keffer, dass der neue Captain schon ganz okay sei. Eigentlich sollte Sheridan sie hier auf einen Drink treffen, aber Franklin hat mitgekriegt, dass er auf die Kommandobrücke ging.
Sheridan will seine "Glücksbringerrede" noch zu Ende bringen, bevor es zu spät ist. Er tut dies zwar vor der leeren Kommandozentrale, aber noch gerade rechtzeitig.
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