Babylon 5 Universum


:: Ein Guide zum Guide


:: Staffel Eins
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:: Staffel Eins


:: Staffel Eins


:: 2x01 Points Of Departure
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:: 2x03 The Geometry Of Shadows
:: 2x04 A Distant Star
:: 2x05 The Long Dark
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:: 2x07 Soul Mates
:: 2x08 A Race Through Dark Places
:: 2x09 The Coming Of Shadows
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:: 2x17 Knives
:: 2x18 Confessions And Lamentations
:: 2x19 Divided Loyalties
:: 2x20 The Long, Twilight Struggle
:: 2x21 Comes The Inquisitor
:: 2x22 The Fall Of Night


Babylon 5 Episodenguide


2x01 "Points Of Departure"

[Die Feuerprobe]


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 Synopsis
Nahe Babylon 5 wird die Trigati, ein Schiff mit seit 12 Jahren abtrĂŒnnigen Minbari-Kriegern, gesichtet. Ein Minbarikreuzer ist auf die Suche nach ihr losgeschickt worden um einzugreifen, falls die Trigati Kampfhandlungen aufnĂ€hme. Captain John Sheridan, der sich mit dem Erdenkreuzer Agamemnon in der NĂ€he befindet, erhĂ€lt von General Hague, dem Chef des Generalstabes der Earth-Force, den Befehl mit dem Minbarikreuzer Kontakt aufnehmen um bei der Suche zu helfen. Da es Sheridan als Einzigem gelungen sei, im Erd-Minbari-Krieg ein Minbari-Schiff zu zerstören, könne er es im Ernstfall wieder schaffen. DarĂŒber hinaus, so erfĂ€hrt er, solle er auf direkten Befehl des PrĂ€sidenten auf Babylon 5 eine zusĂ€tzliche Aufgabe ĂŒbernehmen.

Susan Ivanova, derzeit Kommandierende der Station macht eine „Bestandsaufnahme“: PrĂ€sident Santiago ist seit acht Tagen tot, Commander Sinclair wurde vor fĂŒnf Tagen ohne vorherige AnkĂŒndigung zur Erde zurĂŒckbeordert, Sicherheitschef Garibaldi liegt nach dem Attentat noch im Koma und Botschafterin Delenn befindet sich in einem Kokon.

Nun erfĂ€hrt Ivanova von General Hague, dass Sinclair nicht auf die Station zurĂŒckkehren wird. Er sei auf Wunsch der Minbari als Botschafter nach Minbar geschickt worden. Captain Sheridans ‚zusĂ€tzliche Aufgabe’ wird nun klar: er trifft als neuer Stationskommandant auf Babylon 5 ein. Ivanova kennt ihn bereits, vor einigen Jahren dienten sie gemeinsam auf der Transferstation Io.

In Delenns Quartier erhĂ€lt Lennier, der Delenns Kokon bewacht, Besuch von Hedronn, einem Mitglied des Grauen Rates, der sich selbst von Delenns Zustand ĂŒberzeugen will. Lennier erklĂ€rt er: "Wie ich selbst sehen kann, hat sie es also tatsĂ€chlich getan. Sie ist in diesem Kokon. Wir wollten, dass sie wartet. Wir sagten ihr, die Prophezeiung wĂŒrde sich von allein erfĂŒllen. Nun mĂŒssen wir den eingeschlagenen Weg weiter beschreiten. Ich habe mit den anderen Ratsmitgliedern gesprochen. Die Trigati ist in diesem Sektor gesichtet worden. Sollte es notwendig sein, musst du den Menschen das sagen, was wir dir gesagt haben. Es wird Zeit, dass sie die Wahrheit erfahren."

Sheridan erklĂ€rt Ivanova, es sei der Wunsch des verstorbenen PrĂ€sidenten gewesen, dass er die Station fĂŒhre. Beide sind sich der Ambivalenz hinsichtlich Sheridans Tat im Erd-Minbari-Krieg bewusst. Aus Sicht der Menschen ein Held, wird er von den Minbari als "Sternenkiller" bezeichnet. Ivanova fĂŒhrt ihn herum und erstattet ihm in ihrer sarkastischen Art Bericht ĂŒber die Botschafter und VorgĂ€nge auf der Station, worauf Sheridan bemerkt: "Ein interessantes PlĂ€tzchen ist das hier." Sheridan will nun auf die KommandobrĂŒcke gehen und vor der Crew seine "GlĂŒcksbringerrede" halten. Das, erklĂ€rt er Ivanova, mĂŒsse er innerhalb der ersten 24 Stunden tun.

Hedronn bemerkt bei den Botschafterquartieren den Minbari-Krieger Kalein. Als er ihm folgen will wird Hedronn von Kalein bedroht. Der Graue Rat, sagt jener, habe sie betrogen. Er habe erfahren, dass Sheridan das Kommando bekommem habe. Hedronn erwidert, die WĂŒnsche des Grauen Rates seien ignoriert worden. Kalein lĂ€sst Hedronn gehen, nicht aber ohne ihm zu raten, die Station zu verlassen solange es noch Zeit wĂ€re.

Auf der KommandobrĂŒcke sind alle versammelt und hören Sheridans "GlĂŒcksrede". ZunĂ€chst erzĂ€hlt er ĂŒber den Dalai Lama, den er mit 21 Jahren besuchte. Nach einem schlichten Abendessen habe der Dalai Lama gefragt, ob er verstanden hĂ€tte. Er sagte, er habe nicht. "Ein guter Anfang", habe da der Dalai Lama gesagt, "und wenn du so weiter machst, wirst du eines Tages in der Lage sein zu erkennen, dass du nicht verstehst." Als er gerade etwas ĂŒber Abraham Lincoln sagen will wird er unterbrochen. Ein Minbari, heißt es, wĂŒnsche ihn zu sprechen.

Als er versucht, in den GrĂŒnen Sektor zu kommen, wird Kalein von einem Sicherheitsbeamten angehalten. Kalein ĂŒberwĂ€ltigt ihn und stielt dessen Waffe.

Der Minbari, der Sheridan sprechen wollte, ist Hedronn. Er informiert Sheridan ĂŒber Kalein, der mit seinem Kreuzer nach dem Krieg ins Exil gegangen sei, weil er sich betrogen gefĂŒhlt habe. Hedronn gibt Sheridan zu verstehen, dass er, wie viele andere Minbari auch, dessen Ernennung zum Kommandanten von Babylon 5 nicht akzeptieren könne. Sheridan, der im Krieg durch eine List das Minbari-Flaggschiff "Schwarzer Stern" zerstörte, sei fĂŒr den Tod vieler der besten ihrer Krieger verantwortlich. Mit den Worten: „Wenn fĂŒr diese Station Gefahr besteht, dann tragen ganz alleine Sie die Verantwortung!" verlĂ€sst Hedronn den Raum.
Sheridan und Ivanova lassen sich die Aussagen Heronns noch einmal durch den Kopf gehen und ihnen wird klar, dass die Minbari-Krieger sich an Delenn rĂ€chen wollen, die fĂŒr die Kapitulation gesorgt hatte, was die Krieger als Betrug ansehen. Mit dieser Erkenntnis eilen sie los. Als Kalein gerade mit der Waffe in Delenns Quartier ist, tritt Sheridan ein und stellt ihn zur Rede. "Sie wissen genau, dass ein Minbari niemals einen Minbari umbringen wĂŒrde." reagiert Kalein. Als ein weiterer Wortwechsel keine Klarheit ĂŒber seine Motive bringt, wird er verhaftet.

Nun klĂ€rt Lennier Sheridan ĂŒber die Ereignisse am Ende des Krieges auf, mit dem Hinweis, dass er darĂŒber informiert sein mĂŒsse. Er redet ĂŒber Sinclair. Man habe seinerzeit festgestellt, dass er eine Minbariseele habe (diese Ereignisse sind genauer nachzulesen in „In the Beginning/Der erste Schritt“). Dieses PhĂ€nomen sei inzwischen bei vielen Menschen festgestellt worden. "Unser Glaube sagt“, erklĂ€rt Lennier, „dass jede Generation von Minbari wiedergeboren wird, und zwar in der nachfolgenden Generation. Wird jemandem die Seele genommen, ist eine Wiedergeburt unmöglich und die Gesamtzahl der Minbari wird dadurch verringert. Tatsache ist, in den letzten zweitausend Jahren wurden in jeder folgenden Generation weniger und weniger Minbari geboren. Die, die geboren wurden, schienen der vorangegangenen Generation kaum noch ebenbĂŒrtig zu sein. Es war, als wĂŒrden unsere unsterblichen Seelen fĂŒr immer entschwinden. In der letzten Schlacht endlich entdeckten wir, wohin unsere Seelen entschwanden. Sie gingen zu Ihnen. Minbariseelen erlangen teilweise oder auch vollstĂ€ndig in menschlichen Körpern eine Wiedergeburt." Man habe darĂŒber geschwiegen, da die Völker fĂŒr diese Erkenntnis noch nicht bereit seien. Der Krieg sei beendet worden, um die eigenen Seelen nicht zu gefĂ€hrden. Diese Erkenntnis hĂ€tte ihre ganze Gesellschaft zerstören können, fĂ€hrt Lennier fort, daher hĂ€tten sie auch ihren GenerĂ€len nicht sagen können, warum sie so ĂŒberraschend kapitulierten. Als Sheridan fragt, warum Lennier das Schweigen jetzt breche, antwortet er: „Weil sich große Änderungen anbahnen. Commander Sinclair war der erste Mensch. Weitere werden folgen."

Sie werden nun von einem Ruf aus der Kommandozentrale unterbrochen. Vor der Station sei die Trigati gesichtet worden. Einer der Krieger wirft der StationsfĂŒhrung vor, den Kommandierenden ihres Schiffes widerrechtlich verhaftet zu haben. Man fordert die Freilassung und startet Kampfflieger. Sheridan gibt zu verstehen, dass er dieses als kriegerischen Akt betrachte und schickt ebenfalls eine Fliegerstaffel los. Der Krieg habe lĂ€ngst begonnen, gibt man zurĂŒck, und es blieben ihnen nur noch die Ehre und der Tod. Sheridan wundert sich, warum die Minbari Kriegshandlungen provozieren, obwohl bisher niemand zu Schaden gekommen sei.

Die ErklĂ€rung ergibt sich, als der Sicherheitsdienst meldet, man habe Kalein gefunden, der sich selbst getötet habe. Plötzlich versteht Sheridan, dass die Minbari versuchen, der Station das Auslösen der Kriegshandlungen in die Schuhe zu schieben. Sheridan ruft die Kampfflieger zurĂŒck. Über Laser-Com schickt Sheridan eine Nachricht ins All, die die Trigati nicht abhören kann. Die Kampfflieger der Trigati fliegen nun auch unverrichteter Dinge zum Mutterschiff zurĂŒck. Ein anderes Minbari-Schiff trifft ein, das damit auf Sheridans Ruf reagiert. Sheridan erklĂ€rt Ivanova, dass die Besatzung der Trigati hatte sterben wollen, da sie als AbtrĂŒnnige nicht mehr in die Heimat zurĂŒck konnten. Er sei der Richtige gewesen, um dieses Werk auszufĂŒhren, so wĂ€re er noch mehr in Verruf gekommen und die Minbarikrieger hĂ€tten als MĂ€rtyrer dagestanden.

Der Kommandant des anderen Schiffes befiehlt der Trigati, sich zu ergeben und sie an Bord zu lassen, aber die Trigati verweigert mit dem Wort: „Ehre“ und zerstört sich darauf selbst. Der Kommandant des anderen Minbarschiffes lĂ€sst Sheridan wissen: "FĂŒr Sie war es nur ein taktisches Problem, das gelöst werden musste. FĂŒr die Minbari ist der Vorfall eine Tragödie. Viele von uns haben die Mannschaftsmitglieder der Tragati als Helden gesehen. Man wird ihren Tod betrauern. Und Ihren Namen wird man sich merken, Captain Sheridan." Damit verschwindet der Minbari-Kreuzer wieder durch das Sprungtor.

SpĂ€ter in seinem Quartier lĂ€sst Sheridan Ivanova an seinen Zweifeln teilhaben: "Zu Anfang dachte ich," sagt er, "Kommandant auf Babylon 5, das ist eine große Chance. Aber jetzt frage ich mich, ob ich richtig gehandelt habe. WĂ€re ich nicht auf der Station, wĂ€re das mit der Tragati vielleicht nicht passiert. Durch meine Gegenwart, durch meine Taten im großen Krieg habe ich Babylon 5 in ernsthafte Schwierigkeiten gebracht. Wie sagte doch Hedronn vom Rat der Grauen: wenn Gefahr fĂŒr die Station besteht, tragen Sie die Verantwortung. Vielleicht hat er Recht. Ich habe mit dem PrĂ€sidenten gesprochen. Außer uns weiß er als einziger Mensch, warum die Minbari kapitulierten. Er glaubt nicht daran, dass ihre Seelen in Menschen wiedergeboren werden und ehrlich gesagt, ich glaube es auch nicht. Die Minbari glauben es, deshalb hatten sie geholfen, Sinclair zum Kommandanten der Station zu machen und jetzt zum Botschafter auf ihrer Welt. Er war ihr erster menschlicher Kontakt, ihm vertrauen sie. Vertrauen sie mir? Ich weiß es nicht. Mit Sinclair als Kommandant wĂ€re das Ganze vielleicht nicht geschehen."

Lennier berichtet Delenn, dass er Sheridan nicht alles ĂŒber die Prophezeiung habe sagen dĂŒrfen. Nicht, dass die große Finsternis kĂ€me, die nur aufzuhalten sei, wenn sich beide Seiten der Seele vereinen wĂŒrden. Er hoffe das, wie behauptet, die Bewohner der Erde es frĂŒh genug allein herausfinden wĂŒrden. Denn wenn sie sich irrten wĂŒrde das keiner von ihnen ĂŒberleben. Er verabschiedet sich und verlĂ€sst den Raum. In dem Kokon raschelt es und es scheint, als ginge die Verpuppung langsam zu Ende.

Ivanova, Dr. Franklin und Keffer sprechen im "Earhart's" ĂŒber die Ereignisse auf der Station. Franklin und Ivanova bestĂ€tigen Keffer, dass der neue Captain schon ganz okay sei. Eigentlich sollte Sheridan sie hier auf einen Drink treffen, aber Franklin hat mitgekriegt, dass er auf die KommandobrĂŒcke ging.

Sheridan will seine "GlĂŒcksbringerrede" noch zu Ende bringen, bevor es zu spĂ€t ist. Er tut dies zwar vor der leeren Kommandozentrale, aber noch gerade rechtzeitig.