|
Babylon 5 Episodenguide |
1x22 "Chrysalis"
[Chrysalis]
| « |
|
» |
 |
|
 |
|
Es ist Ende Dezember 2258. Ein Streit den Londo und G’Kar in der Ratssitzung um den Quadranten 37 führen, gipfelt in Londos Worten: "Wenn die Narn so weiter machen, werden sie bald keinen Planeten mehr haben, den sie schützen können." G’Kar verlässt daraufhin wutentbrannt den Raum.
Sicherheitschef Garibaldi spricht gerade mit einigen Leuten, als ein schwer verletzter Mann auf ihn zu gestolpert kommt. Es gelingt ihm noch, eine Nachricht zu übermitteln, bevor er stirbt. "Sie müssen sie stoppen", sagt er. "Sonst werden sie ihn töten... " Garibaldi erklärt Sinclair und Ivanova, dass der Mann, Steven Petrov, ein Informant von der Untersten Ebene war. Garibaldi wird aufgetragen, der Warnung nachzugehen.
Später verfolgt Sinclair in seinem Quartier gemeinsam mit seiner Verlobten Catherine Sakai in den Nachrichten einen Bericht über eine interstellare Besuchsreise auf der sich Präsident Santiago gerade befindet. Ein Sprecher des Präsidenten habe angedeutet, heißt es, Santiago würde am Neujahrstag von Io aus eine politische Grundsatzrede halten. Vermutliche ginge es um die Beziehungen zwischen Menschen und Außerirdischen, die Santiago während seiner Amtszeit noch verbessern wolle.
Londo und Vir diskutieren die Probleme, die die Centauri mit den Narn haben. Londo ist verärgert, da er den Narn Quadrant 37 wird überlassen müssen. Da erhält Londo einen Anruf von Mr. Morden. Sie vereinbaren ein Treffen im Garten, um über "das Problem" zu sprechen.
In ihrem Quartier baut Delenn unterdessen wieder an der Kristallskulptur, an der sie schon lange arbeitet. Sie fragt Lennier, ob er bei Botschafter Kosh gewesen sei, was er bejaht. Ob er ihre Bitte genau übermittelt habe und was er gesagt hätte? Lennier antwortet: "Er sagte nur ein Wort, er sagte: Ja." Daraufhin geht Delenn eilig hinaus.
Auf der Untersten Ebene findet Garibaldi jemanden, der Informationen über Petrov hat. Er habe vor einer Woche mit ihm zusammen einen Raumfrachter beladen. Über die Ladung wisse er nichts. Der Mann, der sie angeheuert hat, hieße Devereaux und treibe sich wahrscheinlich im Kasino herum. Als er Petrov zum letzten Mal sah, sei der gerade auf dem Weg zu Garibaldi gewesen. Er habe irgendetwas erfahren, und Todesangst gehabt.
Derweil treffen sich Londo und Morden im Garten. Er wolle ihm helfen, versichert Morden. Seine Geschäftspartner seien der Meinung, dass Londo, eine Persönlichkeit mit großen Talenten, in einer Position sei, die seinen Fähigkeiten nicht gerecht werde. Sie würden das sehr gerne ändern. Londo ist der Überzeugung, es könne nichts geändert werden, aber Morden schlägt vor, es zu versuchen. Morden bietet an, das Problem Quadrant 37 für die Centauri zu lösen. Londo solle seiner Regierung meldet, dass er sich um die Sache kümmere. Londo will den Preis dafür wissen. "Wir verlangen nichts, Botschafter", antwortet Morden schlicht. "Aber irgendwann in der Zukunft, wenn wir unser Versprechen gehalten haben, bitten wir Sie um einen kleinen Gefallen. Das ist alles." Damit geht er.
Delenn betritt Koshs Quartier. Sie holt einmal aus der Atemmaske Luft, packt sie dann weg und sagt. "Ich bin hergekommen, so wie ich es sagte. Kosh, ich habe große Zweifel. Ich muss wissen, ob es wahr ist. Ich muss es mit meinen eigenen Augen sehen." Kosh sagt nichts. Stattdessen erstrahlt ein helles Licht aus dem Schutzanzug, der sich zu öffnen beginnt. Man sieht Delenn lächeln. Sie dankt ihm und sagt, sie werde das Versprechen halten. So, wie sie jetzt noch sei, würde er sie nie wieder sehen.
Garibaldi findet Devereaux im Kasino. Er zwingt ihn, mitzukommen und Petrov zu identifizieren. Devereaux warnt Garibaldi, dass das hier eine Nummer zu groß für ihn sei.
Unterdessen soll Vir, der es kaum glauben kann, der Centauri-Regierung mitteilen, dass Londo sich persönlich um das Problem mit Quadrant 37 kümmern werde.

Sinclair besucht G’Kar in dessen Quartier. Er möchte, dass die Narn den Centauri Zugeständnisse machen. Als G’Kar das ablehnt bittet Sinclair ihn, noch einmal nachzudenken, da er der Meinung sei, sie stünden an einem Scheideweg und er fürchte eine falsche Entscheidung. G’Kar möge für sein eigenes Volk wie für die Centauri die richtige Entscheidung treffen. "Wir alle tun das, was wir tun müssen", erwidert G'Kar und bittet Sinclair zu gehen.
Garibaldi erhält die Nachricht, dass Devereaux und die zwei Männer, die bei ihm waren, verschwunden sind. Garibaldi informiert Sinclair, dass er herausgefunden habe, das Devereaux's PPG keine Seriennummer auf dem Spulenkern hätte. Nur Agenten der Erdsicherheit erhalten unregistrierte PPGs. Garibaldi vermutet, dass etwas Ernstzunehmendes im Gange sei.
Im Quadranten 37 werden zahlreiche Narn-Schiffe und auch ein Außenposten von mysteriösen, spinnenförmigen Raumschiffen zerstört.
Da in der Kontrollzentrale nicht viel zu tun ist, sieht Ivanova sich die Nachrichten an. Der Vizepräsident, heißt es, sei wegen einer Virusinfektion zur Erde zurückgeflogen, der Präsident setze inzwischen seinen Flug zum Jupiter fort.
Garibaldi dagegen hat etwas zu tun. Eines der Schiffe, das Petrov beladen hatte, konnte wegen Maschinenschadens die Station nicht verlassen. Garibaldi inspiziert die Ladung wobei sein Adjutant ihm zu Hilfe kommt. Sie finden Sender, die auf eine Störfrequenz eingestellt sind, mit der man beinahe jeden Kanal lahm legen kann. In einer anderen Kiste befindet sich ein Triangulationssystem, mit dem man den optimalen Platz für die Transmitter bestimmen kann. Das Gerät ist auf den Transfer der Station Io eingestellt und die Störsender auf die Goldkanäle von Earth Force 1. Garibaldi nimmt über seinen Com-Link Kontakt mit Sinclair auf. "Jeff, Schwierigkeiten. Ultraviolette Priorität." Sie würden sich im Konferenzraum treffen. Er läuft los. Nachdem er gegangen ist, benutzt sein Adjutant ebenfalls seinen Kommunikator. "Hier Blau Alpha, " sagt er, " bereithalten!" Garibaldi trifft auf dem Weg auf Devereaux und seine Leute. Garibaldi versucht, sie zu verhaften, wird jedoch von seinem Adjutanten, der ihm gefolgt ist, in den Rücken geschossen.
Sinclair und Ivanova warten eine Weile auf Garibaldi. Da er nicht ankommt und sich nicht meldet lässt sich nur schließen, dass etwas nicht in Ordnung ist. In dem Moment kommt Delenn herein. "Hallo Commander, " sagt sie, "ich glaube, das kennen Sie noch." Sie zeigt ihm das Triluminarium. Sinclair bestätigt. Er erinnere sich also, was während der Entscheidungsschlacht geschehen sei? Sinclair sagt, er erinnerte sich undeutlich. Sie hätten eine Menge zu besprechen, stellt Delenn nun fest, auch wenn sie dadurch beider Leben riskiere. Er müsse einiges erfahren. Sinclair gibt ihr zu verstehen,, dass es ein ungünstiger Zeitpunkt sei, da sie Garibaldi nicht finden könnten. Darauf bittet Delenn ihn: "Kommen Sie in mein Quartier und ich werden Ihnen sagen, soviel ich kann. Aber bitte warten Sie nicht zu lange, Commander. Gewisse Dinge sind in Bewegung geraten und mir bleibt nicht mehr viel Zeit übrig." Dann geht sie.
Während Garibaldi sich unter großen Schmerzen zum Fahrstuhl schleppt, bringt Na'Toth G'Kar die schlechten Nachrichten über den Quadranten 37. Es gäbe weder Aufzeichnungen, noch Überlebende. G'Kar stellt fest: "Das waren auf keinen Fall die Menschen. Und die Centauri haben nicht die Mittel. Die Vorlonen kommen auch nicht in Frage. Und die Minbari würden so etwas nicht tun. Alle anderen bekannten Welten sind nicht stark genug für einen solchen Schlag. Irgendwo im All muss es noch jemanden geben, Na'Toth."
Als ein paar Stationsbewohner zu einer Silvesterfeier gehen wollen, finden sie Garibaldi bewusstlos im Fahrstuhl. Delenn indes beendet gerade den Bau ihrer Kristallkonstruktion. Lennier fragt traurig, ob es keinen anderen Weg gäbe. "Was geschehen muss wird geschehen", sagt Delenn. "Valen hat diesen Tag angekündigt. Wir haben kein Recht, uns der Prophezeiung in den Weg zu stellen." Dann nimmt sie das Triluminarium und fügt es zur Vollendung der Skulptur ein. Es beginnt, weiß zu leuchten, dann leuchtet die ganze Skulptur. Eine Ecke des Raumes füllt sich mit Fasern, die aus der Skulptur kommen.
Ein Notfallteam bringt Garibaldi ins Medlab, wo wegen der schweren inneren Verletzungen eine Operation vorbereitet wird. Garibaldi, der kurz zu Bewusstsein kommt, flüstert Sinclair, der an seiner Seite ist, eine wichtige Information zu: "Sie wollen den Präsidenten töten. Am Transferpunkt Io. Warne sie!" Sinclair stürzt hinaus und Dr. Franklin beginnt mit seiner Arbeit.
Sinclair kommt in die Kontrollzentrale und fragt Ivanova, ob sie in der Lage war, zur Earthforce 1 durchzukommen. Sie berichtet, alle Kanäle, einschließlich der Goldkanäle seien gestört. Sie kämen auch nicht über zivile Kanäle zur Erdzentrale durch. Da sie aber ISN empfangen, können sie sich ein Bild von der Lage machen. Die Reporterin berichtet, dass der Präsident vor zehn Minuten mit seiner Neujahrsansprache beginnen wollte, es aber noch nicht getan habe. Man empfängt ein Notsignal. Plötzlich explodiert die Earth Force 1. Reporterin: "Wir erfahren soeben, dass die Station Io Sanitätsschiffe gestartet hat, aber es scheint so gut wie ausgeschlossen, dass irgend jemand diese fürchterliche Explosion überlebt hat." Alle sind fassungslos, der Bildschirm wird ausgeschaltet.
Sinclair ordnet nun an, dass das Medlab rund um die Uhr vom Sicherheitsdienst bewacht wird. Sie hätten nur einen Namen, Devereaux, und er brauchte alle Informationen, die über ihn zu bekommen seien, gibt Sinclair Anweisung, und als er geht sieht man, dass er mit Garibaldis Adjutanten gesprochen hat. Garibaldis Attentäter lächelt und sieht durch die Scheibe in den Behandlungsraum.
Im Garten findet ein erneutes Treffen zwischen Londo und Morden statt. Londo ist empört über die Vernichtung der vielen Narn. "Ich wusste nicht, dass Sie das berührt", reagiert Morden. "Zehntausend, Hunderttausend, eine Million, wo liegt da der Unterschied? Es waren Narn, Botschafter. Ihre Todfeinde." Londo ist immer noch unzufrieden. In Kreisen der Centauri-Regierung würde sein Name lobend erwähnt, bemerkt Morden. Man sei ihm dankbar. Er habe eine Blamage verhindert, ohne einen Krieg auszulösen. Man sei auf ihn aufmerksam geworden. Das sei doch das Ziel dieser ganzen Aktion gewesen. Man habe große Pläne mit ihm. „Wir sehen uns wieder,“ sagt er und geht.
Sinclair versucht, einen Erdsenator davon zu überzeugen, dass der Präsident ermordet wurde, es gelingt ihm jedoch nicht. Es sei ein Reaktorunfall gewesen, wiederspricht er, man möge in dieser Angelegenheit Stillschweigen wahren, um unbegründeten Gerüchten keinen Vorschub zu leisten.
Garibaldis Attentäter und nun Stellvertreter ruft einige andere Sicherheitsbeamte zu sich. Devereaux und dessen Leute liegen tot auf dem Boden. Als er sie befragen wollte, erklärt der Adjutant, hätten sie auf ihn geschossen und er habe in Notwehr gehandelt. Einer der Sicherheitsmänner stellt fest, Devereaux's PPG sei kalt, was nicht sein könne, wenn er gefeuert hätte. Er zieht seine Bemerkung jedoch zurück, als er den ungnädigen Blick seines Vorgesetzten sieht. Unterdessen beginnt Dr. Franklin, Garibaldi zu operieren.
Sinclair ist inzwischen in einer Bar und verfolgt dort in den Nachrichten die Einführung Vizepräsident Morgan Clarks in das Amt des Präsidenten. Als er sich umdreht, sieht er Botschafter Kosh. "So fängt es also an", stellt Kosh fest, und: "Sie haben jemanden vergessen." Da ihm einfällt, was Kosh meint, rennt Sinclair zu Delenns Quartier. Lennier starrt in die Ecke und sagt ihm, er käme zu spät. In der Ecke des Raumes befindet sich ein großer, weißer, leuchtender Kokon. "Delenn verwandelt sich." sagt Lennier, er wisse nicht, in was.
Na'Toth kann G'Kar in dessen Quartier nicht finden. Als sie seinen Namen ruft wird eine aufgezeichnete Nachricht abgespielt. Er teilt ihr darauf mit, dass er die Station verlassen habe wegen eines Verdachtes, der den Angriff auf Quadrant 37 betrifft. Er fliege zum Heimatplaneten und werde sich melden. Sie möge dem Commander sagen, er habe Recht, sie befänden sich an einem Scheideweg, es gäbe kein Zurück.
Im MedLab will Londo mit Ivanova zusammen auf den Ausgang von Garibaldis Operation warten. Er gesteht Susan: "Er kann manchmal lästig werden, aber ich würde ihn sehr vermissen, wenn er ..." Sie beobachten die Operation, der auch Garibaldis Attentäter schweigend zusieht.

Mr. Morden sitzt in seinem Quartier, vor ihm stehen seltsame, schwarze, schemenhafte Gestalten. Er denke, sagt Morden, er sei so weit. Für ihr Vorhaben sei er der Richtige. Er hege keinen Verdacht. Wenn die Zeit reif sei würde Botschafter Mollari genau das tun, was sie wollen.
Sinclair sitzt indes trübsinnig in seinem Quartier. Nichts sei mehr so, wie es war, sagt er zu Catherine.
Lennier hält im Kerzenlicht Wache bei Delenn.
|
|
|