Babylon 5 Universum


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Babylon 5 TV-Filme


1x05 "The Legend Of The Rangers"

[To Live And Die In Starlight]


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Regie:
Mike Vejar
Drehbuch:
J. Michael Straczynski

Darsteller:
Dylan Neal (David Martel)
Andreas Katsulas (G'Kar)
Alex Zahara (Dulann)
Myriam Sirois (Sarah Cantrell)
Dean Marshall (Malcolm Bridges)
Warren Takeuchi (Kitaro 'Kit' Sasaki)
Jennie Rebecca Hogan (Na'Feel)
Mackenzie Gray (Kafta)
David Storch (Tafeek)
Enid-Raye Adams (Firell)
Gus Lynch (Tirk)
Alien Captain (Stimme)
Todd Sandomirsky (Tannier)
Andrew Kavadas (Gregg)
Simon Egan (Minbari Crewman #1)
Bernard Cuffling (Sindell)
Artine Brown (Minbari Crewman #2)

 Kurzinhalt
David Martel steht kurz davor, aus den Rangers ausgeschlossen zu werden, nachdem er bei einem Gefecht zum Schutz seiner Crew das Weite suchte. Damit hatte er gegen den Grundsatz der Rangers, niemals vor einem Kampf zurück zu weichen, verstoßen. Doch ein alter Bekannter setzt sich sehr für den jungen Ranger ein.


 Inhalt
Nachdem David Martel, ein Ranger, sich dazu entschieden hat, in einer aussichtlosen Kampfsituation aufzugeben und das Leben seiner Crew zu retten, muss er sich dafür verantworten, da er damit gegen die goldene Regel der Ranger verstoßen hat, niemals vor einem Kampf zurück zu weichen.

Derweil bekommt G'Kar den Auftrag, eine geheime Mission zu Leuten zu begleiten, die eventuell mehr über eine kürzlich entdeckte Rasse wissen könnten, während David noch auf das Urteil über sein Handeln wartet. Ein anderer Ranger, Tannier, zeigt ihm dabei deutlich, dass er seine Handlungsweise verachtet, was zu einem Streit führt, der in einem Kampf endet, den David gewinnt.

Danach erzählt David Sarah, wie gerne er Ranger sei und aus welchen Gründen. Auch teilt er ihr mit, dass sie eine der besten Ranger sei und es ihm eine Ehre sei, mit ihr gedient zu haben. Dann verlässt er sie, um das Urteil des Rates zu erfahren - und man sieht, dass G'Kar das gesamte Gespräch zwischen David und Sarah mitgehört hatte.

Sindell ist gerade dabei, David seinen Ausschluss aus den Rangers mitzuteilen, als G'Kar den Raum betritt und ein flammendes Plädoyer für Davids Verbleib bei den Rangers hält...


Für alle, die mehr wissen möchten, steht eine ausführliche Inhaltsangabe bereit.

 Episodenreview
von Matthias Pohlmann

Wie kann eine Kritik diesem Film gerecht werden, der eigentlich ein Pilotfilm zu einem neuen Babylon 5-Spinoff werden sollte? Man stelle sich nur mal vor, eine Kritik zum Pilotfilm von Babylon 5 zu schreiben ohne all das Hintergrundwissen, das man aus den nachfolgenden 110 Folgen ziehen konnte.

Daher will ich zunächst auf einige Kritikpunkte eingehen, die mir beim Surfen durch die Weiten des Internets zu diesem Film aufgefallen sind und meine Meinung dazu darlegen:


  • "Delenn hat in der Folge "The Deconstruction Of Falling Stars (In hundert Jahren, in tausend Jahren)" keinen Krieg gegen "Die Hand" erwähnt, also kann der nicht vorgesehen gewesen sein oder war völlig unbedeutend."
    Es kann natürlich sein, dass "Die Hand" eine nachträgliche Erfindung von JMS ist, nur wissen kann man das nicht. Wer sagt denn, dass "Die Hand" nicht bespielsweise an der Seite der Drakh im "Drakh-Krieg" gekämpft haben? Der Film spielt gerade mal zwei Jahre vor "Crusade" - eine Serie wäre also in der dritten Staffel in die Crusade-Linie eingetreten.

  • "'Die Hand' kann nicht so mächtig sein, dass die Schatten gegen sie wie Insekten wirken."
    Erstens: Wer sagt das?, zweitens: Man sollte nie vergessen, dass die einzigen Informationen, die man nach dem Abschluss dieses Films über "Die Hand" hat, aus dem Munde von Kafta stammen, der ihnen treu ergeben ist. Das klingt nicht viel anders als ich mir eine Aussage der Drakh über die Schatten (vor dem Schattenkrieg) vorgestellt hätte. Dass "Die Hand" irgendwie zu besiegen sein muss, ist ja auch gesagt worden - denn irgendwer muss sie ja für Millionen von Jahren "weggesperrt" haben.

  • "Dem Film fehlt das 'B5-Feeling', da (außer G'Kar) keine Stammcharaktere aus Babylon 5 vorkommen."
    Der Film sollte auch kein "B5-Feeling" auslösen, sondern eine neue Serie vorbereiten und neue Charaktere einführen. Je mehr Stammcharaktere aus Babylon 5 dabei sind, umso weniger achtet man aber auf die neuen, noch unbekannten Charaktere. Insofern ist G'Kar als Verbeugung vor den B5-Fans doch völlig ausreichend.

  • "Der Hyperraum sieht ungewohnt/schlecht aus."
    Nach Angaben von JMS standen alle Vorlagen aus Babylon 5-Zeiten nicht mehr zur Verfügung, es musste alles neu gemacht werden. Außerdem ist der "neue" Hyperraum mir sogar lieber, da er düsterer und bedrohlicher wirkt.

  • "Das Waffensystem der Liandra ist völliger Blödsinn."
    Auf den ersten Blick mag dies so scheinen, aber letztlich passt dieses Waffensystem eher zu den Rangers als ein von einem Computer gesteuertes System. Letzteres wäre zwar weniger kräfteaufreibend gewesen, dieses Argument ist aber keines, das einen Ranger überzeugen würde, denn für die Ranger ist ein Kampf immer noch "Mann gegen Mann". Die Lösung, dieses System dann 20 Jahre alt sein zu lassen, erscheint mir überzeugend.


Dies vorausgeschickt nun einige eigene Eindrücke zu diesem Film.

Dieser TV-Film hatte bei mir als bekennendem B5-Junkie natürlich schon deshalb "einen Stein im Brett", weil er endlich Neues aus dem B5-Universum brachte. Aber auch unabhängig davon fand ich ihn sehr faszinierend. Ein Pilotfilm soll doch in erster Linie spannend erzählt sein (sehr gut gelungen), eine Geschichte anreißen, über die man gerne mehr erfahren würde (ich würde doch zu gerne irgend etwas über "Die Hand" erfahren - und sei es in Buchform. Auch die neue Rasse, zu der Minister Kafta gehört hat mein Interesse geweckt) und Charaktere vorstellen, die neugierig auf ihren Hintergrund machen (Dies ist hier zumindest für die Charaktere David Martel, Sarah Cantrell, Dulann und Malcolm Bridges gelungen - aber auch für Na'Feel, Tirk und Kitaro Sasaki, die mir etwas zu kurz kamen, ist nach dem Film zumindest nichts verloren). An der schauspielerischen Leistung gibt es meiner Meinung nach gar nichts auszusetzen - im Gegenteil: Vergleicht man die Leistungen der "Newbies" hier mit denen aus "The Gathering (Spacecenter Babylon 5)", dem B5-Piloten oder mit "A Call To Arms (Waffenbrüder)", dem (Backdoor-)Piloten zu "Crusade", so stehen Dylan Neal, Myriam Sirois, Alex Zahara & Co. doch sehr gut da. Innerhalb der B5-Filme steht dieser Film für mich auf Rang zwei, gleichauf mit "A Call To Arms (Waffenbrüder)" - knapp hinter "In The Beginning (Der erste Schritt)".

 Hintergründe
Was man objektiv über "Die Hand" zu wissen scheint, ist, dass sie vor einer Milliarde Jahren aus dem normalen Universum ausgesperrt wurden und seitdem nach einem Weg zurück suchten. Alle anderen verbreiteten Informationen über diese Rasse stammen aus dem Munde eines ihrer Diener, sind also mit größter Vorsicht zu genießen.

G'Kar ist offensichtlich nach Beendigung seiner Reisen mit Lyta Alexander (zumindest auch) wieder auf Babylon 5 tätig. Seine genaue Tätigkeit bleibt aber unklar, er hat aber offensichtlich Einfluss auf Präsident Sheridan.


 Notizen am Rande...
Es gibt gewisse Diskrepanzen in der Angabe darüber, in welchem Jahr dieser Film genau spielt. Laut JMS spielt er drei Jahre nach "Objects At Rest (Der letzte Blick zurück)", also 2265. Laut offizieller SciFi-Homepage spielt er aber 2264, was durchaus Konsequenzen dafür hat, ob es eine interessante Frage ist, was G'Kar damit meinte, als er sagte, Lyta sei "gone" (fort). 2264 wäre das spannend, 2265 ist Lyta Alexander nach allgemeiner B5-Ansicht tot.

Der Film sollte, wie schon mehrfach erwähnt, eigentlich eine neue Serie namens "Babylon 5: The Legend Of The Rangers" einleiten. Der US-SciFi-Channel startete dann auch eine relativ teure Werbekampagne, hatte aber das Pech des 11. September 2001, in dessen Folge sich die Footballspiele in den USA verschoben. Dadurch war just zu dem Zeitpunkt, als dieser Film ausgestrahlt wurde, ein Playoff-Spiel der NFL, was die Einschaltquoten nachhaltig beschädigte. Dass die wenig erbaulichen Einschaltquoten eindeutig an dem zeitgleichen Spiel lagen, lässt sich an Hand der Quoten in der Zeitzone, in der das Spiel beim Start des Films schon zu Ende war, nachweisen - dort waren die Quoten nämlich exzellent. Dazu kam, dass der US-SciFi-Channel sich 2002 ohnehin etwas von Space-Shows wegbewegen wollte, eine Ausrichtung, die er schon 2003 wieder aufgab - siehe u.a. "Battlestar Galactica" oder "Andromeda".