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Krimi



Das Canossa-Virus

rezensiert von Ralf »Searge« Pappers

Freie Hörspiele hat es immer schon gegeben, dafür ist diese Hobby viel zu spannend und interessant. Außerdem besitzt Deutschland eine große Hörspielvergangenheit und Kultur, die vor allem nach dem Krieg einen ungeheuren Aufschwung nahm. Und so gab es immer Privatpersonen die Hörspiele produzierten, egal in welcher Art und Weise.
In letzter Zeit nimmt die freie Hörspielszene rasant zu, wie die diversen Hobby-Label und Vereinigungen beweisen. Als Beispiel seien die MindCrusher Studios genannt, die mit meist sehr guter Qualität zeigen das man sich hinter kommerziellen Produktionen nicht zu verstecken braucht. Oder auch das Hörspielprojekt, das eine Vielzahl an Genres bedient, ebenfalls mit erstaunlicher hoher Qualität. Daneben gibt es Privatpersonen, die kommerzielle Hörspiele produzieren lassen und die diese zum freien Download im Internet anbieten.

Genau solch eine Produktion wollen wir uns heute einmal anschauen. Es handelt dich dabei um die spannende Krimigeschichte „Das Canossa-Virus“ der Kanzlei Dr.Bahr. Einem, wie er selber zugibt, begeisterten SF- und Hörspiel-Fan. Für „Das Canossa-Virus“ hat er sich eine Menge Profis an Land gezogen. Das Drehbuch stammt von Arne Sommer, Regie führte Uwe Hiob und der Hauptsprecher Detektiv Schmitt ist Bodo Primus. Die Geschichte handelt vom Diebstahl des Internet, was sich zuerst einmal etwas merkwürdig anhört. Aber auf unterhaltsame Art und Weise wird dem Hörer vor Augen... nee, vor Ohren geführt, welche Auswirkungen es in der heutigen Zeit haben könnte, wenn genau dieses Szenario einmal geschehen würde.

Natürlich hat es sich Dr.Bahr nicht nehmen lassen angemessen auf seine Kanzlei hinzuweisen, immerhin ist er der Auftraggeber. Und das im doppelten Sinne. Einmal für das Hörspiel und einmal im Hörspiel für Detektiv Schmitt. Das ist aber nicht weiter aufdringlich. Er hat sogar einen kleinen Auftritt zu Anfang. Dann entwickelt sich die Geschichte, ganz so wie der Untertitel es verheißt, klassisch wie ein Film-Noir.

Bei seinen Nachforschungen stößt der Detektiv schnell auf eine heiße Spur. Immer wieder taucht der Begriff „Canossa“ auf und Schmitt folgt ihm. Dabei entwickeln sich seine Nachforschungen auch immer mehr zu einem Trip in die eigene Vergangenheit. Das ganze Hörspiel erinnert in seiner Machart unglaublich an Klassiker aus der Film-Noir Zeit. Der einsame Detektiv, der einen Auftrag erhält, sich die Zähne daran verbeißt, weil seine Ehre gepackt wird und er immer tiefer in einen Strudel aus Verbrechen und eigener Vergangenheit gerät. Das erinnert stark an einen Sam Spade Roman und ist auch wohl auch bewusst so angelegt. Wer diese Klassiker mag, wird dieses Hörspiel mögen. Großartige Sprecher, ein gelungenes Drehbuch und eine hervorragende Umsetzung. Für Krimi-Fans ein muss und das auch noch kostenlos.

"Das Canossa-Virus"
von Arne Sommer
Regie von Uwe Hiob
Sprecher: Bodo Primus
Hörspiel, Internet
Kanzlei Dr.Bahr 2005

Weitere Werke von Arne Sommer:
 - Peter Lundt und das Keuchen des Karpfens

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