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Abenteuer



Karl May: Unter Geiern

rezensiert von Ralf »Searge« Pappers

In seinem Schaffen hat Karl May eine Menge an Romanen geschrieben. Unter anderem auch Fortsetzungsromane, die sich damals Kolportageromane nannten. Diese Romanart war eine Vertriebsart, die in den 1880er Jahren recht geläufig war. Eigene Verkäufer gingen von Haus zu Haus um die Romane in Fortsetzungen zu verkaufen. Auch Karl May verdiente sich so seinen Lebensunterhalt. Um diesem Schreibmarathon zu entkommen, entschloß sich May ein weiteres Standbein aufzubauen, was weniger Schreibarbeit und mehrZufriedenheit für ihn als Schriftsteller bringen sollte. So entstanden Beispielsweise die Geschichten „Der Sohn des Bärenjägern“ und „Der Geist des Llano Estakado“. Diese beiden Geschichten wurden in einem Buch zusammengefaßt und im Münchmeier-Verlag beispielsweise in der Serie „Karl May’s Illustrierte Werke“ herausgebracht. Im Karl May Verlag firmiert dieses Buch seit 1914 unter dem Titel „Unter Geiern“ als Band 35. Und genau dieses Buch gibt es nun als ungekürze Lesung, mit Heiko Grauel.

Dazu muß natürlich gesagt werden das es sich dabei nicht um eine sogenannte Reiseerzählung handelt, sondern eher um ein Buch für die Jugend, der als normaler Roman geschrieben wurde und nicht in der Ich-Form. Schade eigentlich. Aber diese geschaffenen Wild West Geschichten, die von May in den Jahren 1886/87 geschrieben wurden, sind, wie Beispielsweise „Der Schatz im Silbersee“, ebenso frisch und unterhaltsdam verfasst worden, wie seine Reiseerzählungen. Als Fan dieser Werke ist es schon ein wenig merkwürdig sie zu lesen. Nichtsdestotrotz sind sie spannend geschrieben und wimmeln vor skurrilen Charakteren, wie dem „Hobble-Frank“ oder dem „dicken Davy“ und seinem Partner dem „Langen Jemmy“.

Heiko Grauel liest mit professioneller Stimme und so hat man, wenn man vorher Beispielsweise schon „In den Kordelleren“ gehört hat, einen Bezugspunkt, trotz der Abwesenheit des Ich-Erzählers. Zwar handelt es sich um zwei getrennte Erzählungen, aber einige der Charaktere tauchen in beiden Geschichten auf, was sie doch wieder zu einer Einheit bindet. Auch im „Bärentöter“ und im „Llano Estakado“ fabuliert May auf das Schönste und erschafft eine ganz eigene Welt in seinem so typischen Erzählstil. Zu Beginn der zweiten Geschichte wirkt dies manchmal doch recht langegezogen und man tud sich an der ein oder anderen Stelle ein wenig schwer, weil es doch ein bißchen zu viel wird, aber dann kommt er auch hier wieder in Fluß und das Abenteuer fesselt den Hörer. Im Gegensatz zum bereits genannten Hörbuch scheint Grauel das Vortragstempo etwas angezogen zu haben, denn zu Anfang beider Geschichten ist er doch wesentlich flotter als in der Südamerika-Geschichte. Auch hört man an der ein oder anderen Stelle den Neuanstaz beim Lesen, was sich aber für die Unterhaltsamkeit nicht Negativ auswirkt. Unter optischen Gesichtspunkten werden diese Hörbücher im typischen Grün des Karl May Verlages gestaltet. Leider ist die Schriftanordnung auf dem CD-Rücken unterschiedlich, was sich im Regal nicht ganz so schön anschauen läßt. Der Sammler wird dies sofort bemerken.

Insgesamt machen die satten 16 Stunden Hörvergnügen wieder eine Menge Spaß und bringen auf diese Weise und einem modernen MP3-Datenträger eine Menge Unterhaltung und Kurzweiligkeit auf einer Silberscheibe.

"Karl May: Unter Geiern"
von Karl May
Sprecher: Heiko Grauel
Hörbuch, CD
Karl May Verlag

Weitere Werke von Karl May:
 - Karl May: In den Kordilleren
 - Old Surehand

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