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Rezension

Der neue Steampunk-Comic

Steam Noir

von Marcus Offermanns

Mit Steam Noir - Das Kupferherz ist dem Cross Cult-Verlag im Oktober 2011 ein beachtlicher Start seiner neuen Steampunk-Comicreihe gelungen. Seit Juni 2012 geht nun die schwierige Suche nach dem mechanischen Organ in Band Nummer zwei weiter und gestaltet sich um einiges komplizierter, als es das Protagonisten-Dreigespann wohl zunächst gedacht hat. Die verzwickte Story bleibt weiter spannend und gewinnt zusehends an Tiefe. Steam Noir fesselt, unterhält und macht Lust auf mehr. Vor allem weil das Kreativteam hinter den bunten Seiten die zahlreichen Steampunk-Elemente gekonnt einsetzt, sind die Bände ein Hit.

Ein Schlüsselfaktor für das tadellose Funktionieren der Geschichte ist die Authentizität der Handlungswelt. Fans des Fantastischen können ohne große Umschweife in eine Welt voller mysteriöser Figuren und Mensch-Maschinenhybriden eintauchen. Handlungsort ist das Großreich Landsberg, eine mehrteilige Planetenscholle aus Stein und Metall, die in einer Welt aus undurchsichtigem Äther-Nebel schwebt. Landsberg ist in mehrere Territorien unterteilt, Steam Noir spielt in der Hafenstadt Schierling, die zum Staat Januskoogen gehört. Im Äther um die Reiche der Menschen schwebt die unbekannte Welt Vineta, Heimat der Seelen. Wenn ein Mensch stirbt, tritt seine Seele zu diesem Ort über, kann aber unter bestimmten Voraussetzung in die Menschenwelt zurückkehren. Ein Treffen von Seelen und Lebenden hat für letztere stets schlimme Folgen. Da die Schollen-Kontinente in ständiger Bewegung innerhalb des Äther-Nebels sind, verändert sich ihre Position häufig. Da Seelen für Lebende gefährlich sind - weil sie eine sogenannte Verzerrung auslösen, bei der Menschen Extremitäten verlieren oder sogar sterben können - wurde der Leonardsbund gegründet. Eine undurchsichtige Organisation, die sich - je nach Abteilung - auf extreme Art und Weise um die Seelen kümmert. Die menschliche Welt fürchtet sich zudem vor den Blinden Tagen, einer Konstellation bei der die Vineta-Scholle so nah an Landsberg heranrückt, dass durch die Verzerrung Landstriche verwüstet und Städte zerstört wurden. Dies soll zunächst als Grundlage ausreichen.

Hauptcharaktere der Geschichte sind Heinrich Lerchenwald, ein Bizarromant genannter Ermittler des Leonardsbundes, der die Mystik der Seelen erforschen will. Anders als seine Kollegen schlägt sein Herz als Wissenschaftler für eine Koexistenz aller. Zusammen mit dem Maschinen-Mann Richard Hirschmann und der koketten Ermittlern Frau D. wird Lerchenwald zu einer alten, verlassenen Villa gerufen. Ein Einbruch hat stattgefunden, die Mieterin des Hauses wurde mit Narkosegas ausser Gefecht gesetzt, aber gestohlen ist nichts. Die Ermittler entdecken Spuren einer Seele, die eine Mädchenleiche entwendet haben muss, die in einem zugemauerten Kamin versteckt war. Die gekonnte Interpretation der Spuren führt das Trio schließlich zu einem Wunderdoktor, der Spezialist für Transplantationen ist. So ersetzt er menschliche Extremitäten und Organe durch mechanische Nachbildungen. Verzerrungs-Opfer gehören zu den Patienten des ominösen Arztes und als Lerchenwald ein folgenschweres Aufeinandertreffen mit einer Seele nur mit Glück übersteht, wird auch er Zeuge der besonderen Fähigkeiten des Arztes. Kurz nachdem Lerchenwald durch Archivrecherchen tiefer in den Fall eingedrungen ist, zerhauen grantige Ermittler des Kalendarischen Ordens, eine extreme Untergruppe der Ermittlungsbehörde, seine Wohnungstür und fordern den schrulligen Lerchenwald zum Herausrücken des titelgebenden Kupferherzens auf. Jeden scheint es aus unterschiedlichen Gründen nach dem mechanische Organ zu trachten. Weshalb dies eine so wichtige Rolle spielt, bleibt zunächst unsicher. Verschiedene Interpretationsansätze können die Leser jedoch mit Fortschritt der Story entwickeln. Doch weder Lerchenwald noch der Leser weiß lange Zeit, worum es geht. Erst im Lauf des ersten Bandes wird klar, dass die Mädchenleiche wohl von bereits erwähnten Quacksalber mit dem künstlichen Organ ausgestattet wurde. Während der Ermittlungen lernen wir die Welt, ihre Bewohner und Regeln kennen. Was hier entstanden ist, ist jede Beachtung wert.

Künstler Felix Mertikat und Benjamin Schreuder, dessen Autorenjob für Band zwei Verena Klinke übernommen hat, erschaffen eine authentische Welt mit eigenem Regelwerk und historischen Dreh- und Angelpunkten. Mertikats Zeichnungen sind klasse, wirken stets realistisch und fantastisch zugleich. Ebenso zeigt sich das Charakterdesin als Stärke der Reihe. Diese allgemeine lückenlose fiktionale Realität bieten den Hintergrund für die existierende Gegenwart mit all ihren positiv wie negativ erscheinen Figuren. Erfreulicher funktioniert die Vermittlung dieser Welt, so dass auf Leserseite nach kurzer Beschäftigung der Status Quo verstanden ist. Darüber hinaus findet die Erzählung stets das richtige Tempo und dosiert die Informationen klug, was für den gewissen dramaturgische Schliff sorgt. Band zwei legt abermals Konzentration auf die Charaktere und arbeitet deren individuelle Funktion für die Geschichte heraus, was ihnen weiter Tiefe verleiht.

Außerdem lernt der Leser Neues über den Leonardsbund und die Absichten des zwielichtigen Kalendarischen Orden. Darüber hinaus weht die Autorin auf die rätselhaften Seelen und ihre Geschichte ein. Fans des Steampunk aber auch Thriller- und Krimifreunde werden den Griff zu Cross Cults neuer Serie nicht bereuen. Interessante Charaktere, eine umfangreiche Story die vor der Kulisse einer tollen und vor allem glaubwürdigen alternativen Realität spielt, sorgen für das hohe Unterhaltungsniveau. Dazu punkten beide Bände durch ihre gute Qualität: Cross Cult bringt Steam Noir als Hardcoverbände heraus, die hochwertig erscheinen. Gleiches gilt für die Papierstärke. Am Ende beider Bände finden sich diverse Extras. Wartete der Einstiegsteil mit Informationen zu Landsberg, Januskoogen und Vineta auf, enthält der Nachfolger ein vielsagendes Interview mit Verena Klinke und Extras zum Design des Comics. Beide Bücher schließen mit einer Galerie diverser Steam Noir-Impressionen, für die sich Künstler anderer Verlage verantwortlich zeigen.

Mit dem Umschlagen der letzten Seiten beginnt die Wartezeit auf den dritten Band. Die Geschichte ist derzeit auf insgesamt vier Teile ausgelegt. Auf Basis der bereits erschienen Bände kann noch einiges erwartet werden, hier ist enorm viel Platz für spannenden Stoff aus der Steampunk-Welt des deutschen Kreativteams Mertikat/Klinke.