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24 - was ist das?


von Björn Kluger

Als FOX TV am 6. November 2001 die Serie 24 ausstrahlte hatte wohl niemand mit dem Erfolg gerechnet, der die Serie mit einem Schlag zur erfolgreichsten Serie der letzten Jahre machte. Das Geheimnis des Erfolges: Ein für TV-Serien revolutionäres Konzept, das bisher nur in einigen wenigen Filmen Verwendung fand, für Serien aber zunächst als nicht realisierbar erschien: Die gesamte Serie spielt in Echtzeit. Jede Staffel umfasst 24 Folgen von jeweils einer Stunde Dauer, so dass der Zuschauer im Laufe einer Staffel einen Tag im Leben der Charaktere erlebt.

Doch worum geht es eigentlich in der Serie?

Um Mitternacht erhält die Anti-Terror-Einheit des FBI, die CTU einen Hinweis, dass noch im Laufe dieses Tages ein Anschlag auf Senator Palmer verübt werden soll. Palmer befindet sich in Los Angeles, da dort an diesem Tage die Präsidentschaftsvorwahlen stattfinden. Da Palmer außerdem der erste Afroamerikaner ist, der eine wirkliche Chance hat, ins Weiße Haus zu ziehen, erlangt die Angelegenheit eine besondere Bedeutung. Seine Ermordung könnte in einem Aufstand enden. Von nun an liegt es an dem - von Kiefer Sutherland hervorragend gespielten - CTU-Agenten Jack Bauer, das Leben des Senators um jeden Preis zu schützen und außerdem eine Verschwörung in den eigenen Reihen aufzudecken, die von den selben Leuten unterstützt wird, die den Senator tot sehen wollen. Erschwert wird die Sache dadurch, dass die Attentäter Jacks Tochter Kim in ihre Gewalt gebracht haben und ihn so zusätzlich unter Druck setzen.

Da es sich bei der Geschichte um einen spannenden Thriller handelt, gewinnt der Faktor Zeit eine unglaubliche Bedeutung. Szenen die normalerweise in Filmen übersprungen würden - wie Autofahrten im dichten Stadtverkehr - erlangen so eine unglaubliche Bedeutung. Jede Minute die verstreicht, kann ein Leben kosten.

Auch dies ist eine Neuerung in der amerikanischen Serienwelt:
Man hat aufgeräumt mit dem großen Ensemble aus Hauptcharakteren, das in den einzelnen Folgen von Gästen bereichert wird. Jeder in dieser Serie ist ersetzbar und kann sterben. Und nicht wenige erleiden dieses Schicksal. Ebenso kann man sich bei niemandem sicher sein, auf wessen Seite er eigentlich steht - überall lauern Verräter.

Natürlich kennt man einige der Ideen schon. Bereits Johnny Depp wurde in "Gegen die Zeit" mit seiner entführten Tochter erpresst, eine Senatorin zu ermorden und auch in diesem Falle wurde der Film in Echtzeit gedreht um die Ausweglosigkeit des Vaters zu verdeutlichen. Die Umsetzung der Handlungsstränge in 24 ist jedoch so genial gelungen, dass man über altbekanntes genauso gern hinwegsieht, wie über die zum Teil übertriebene B-Story um Jacks Familie.

Ein weiterer Trick der Produzenten besteht außerdem im häufigen Gebrauch von Splitscreens, um gleichzeitig ablaufende Geschehnisse zeigen zu können. So beobachtet man zum Beispiel eine Verfolgungsjagd und befindet sich in beiden Fahrzeugen gleichzeitig. Der Splitscreen zeigt außerdem am Ende jeder Episode in welcher Lage sich die einzelnen Personen befinden, bevor die Sendung von der bedrohlich tickenden Digitaluhr beendet wird.

In Amerika startet im Oktober bereits die dritte Staffel der Serie die inzwischen das Zugpferd von FOX geworden ist.