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Logan wurde zum Präsidenten vereidigt und hat immer mehr Schwierigkeiten, wichtige und vor allem richtige Entscheidungen zu treffen. Die CTU hat einen Mann gefangen nehmen können, der möglicherweise Marwan kennt und weiß, wo sich dieser aufhält, doch ein Verhör ist nicht so einfach wie Anfangs gedacht. Marwan hat sich derweil einen Atombombe beschaffen können…
Die CTU erfährt, dass Logan zum Präsidenten vereidigt wurde. Jack ruft aus der Wüste in der CTU an und muss erfahren, dass die Seiten unter anderem Pläne eines Atomwaffentransports beinhalten, welcher gegenwärtig im vollen Gange ist.
Auch Marwan findet recht schnell heraus, wo man den Transport am besten abfangen kann. Er gibt Anweisungen an seine Männer, ihm die Atombombe zu beschaffen und macht sich selbst auch auf den Weg.
Chloe unterbricht ein Gespräch zwischen Michelle und Tony und berichtet, dass ein gewisser Yosik Khatami soeben seine Kreditkarte an einer Tankstelle benutzt hat. Yosik Khatami steht möglicherweise in Kontakt mit Marwan.
Michelle schickt Curtis und ein CTU Team los, um Yoisk abzufangen.
Aus einem Helikopter ruft Jack Audrey an und erfährt, dass viele Atomwaffe,n die nun abtransportiert werden, demontiert wurden, einige aber auch nach dem Zugunglück am gestrigen Morgen wieder zurückgerufen wurden.
Danach berichtet Audrey, dass Pauls Zustand stabil ist, er aber eine sehr harte Zeit vor sich haben wird.
Logan wird auch eigenen Wunsch in den unterirdischen Bunker des Weißen Hauses evakuiert und hat von dort eine Konferenz mit dem Team der CTU. Mike muss Logan während des Gesprächs aus der Patsche helfen. Nach dem Gespräch äußert Tony seine Bedenken darüber, ob Logan ein geeigneter Präsident ist. Doch Buchanan meint, dass Logan nur etwas mehr Zeit benötigt – Zeit, die man im Moment nicht hat, merkt Tony an.
Chloe findet Yosiks Auto auf Satellitenbildern.
Michelle und Buchanan ziehen sich zurück, um den Einsatz von Curtis genauer durchzugehen. Unterwegs äußert sich Buchanan, dass Tony womöglich nicht in der Verfassung sei, weiterhin Befehle auszuführen. Michelle ist jedoch nicht dieser Meinung und ignoriert Buchanans Einwände.
Während Curtis mit seinem Team in Bereitschaft ist, trifft sich Yosik mit Joe Prado. Beide gehen zusammen auf ein Boot.
Nachdem Curtis festgestellt hat, dass der zweite hinzugekommene Mann nicht Marwan ist, schickt er seine Leute los, um die beiden festzunehmen.
Yosik bemerkt das CTU Team und ruft Marwan an, um ihm zu sagen, dass er entdeckt wurde. Kurz darauf wird er von Joe erschossen. Danach geht er zu den Agents und sagt, er musste Yosik erschießen, weil dieser versucht hat, sein Boot zu stehlen.
Das gesamte CTU Team schaut sich die Ansprache von Präsident Logan an. Audrey unterbricht die Agents und sagt, dass einer der nuklearen Transporter seinen Checkpunkt nicht planmäßig erreicht hat. Der Transporter enthält einen nuklearen Sprengsatz.
Die CTU informiert sofort Mike Novick.
Derweil wird der Sprengsatz von den Terroristen auf einen Laster verladen.
Im Bunker muss Logan von dem gestohlenen Sprengsatz erfahren. Begeistert ist er davon nicht.
In der CTU kommt Prado an und wird in einen Verhörraum gebracht. Michelle will, dass Curtis das Verhör durchführt.
Während des Verhöres zeigt sich Prado wie zu erwarten stur. Agent Richards, der Folterspezialist, wird hinzugeholt und bereitet eine Injektion vor. Doch Buchanan unterbricht das Verhör und ruft Curtis und Michelle heraus. Der Rechtanwalt von Prado ist angekommen und gibt vor, ein Dokument zu besitzen, das Prado vor Verhören schützt. Buchanan will, dass Michelle und Curtis mit ihm kooperieren, während er mit dem Justizministerium in Kontakt tritt.
Jack kommt in der CTU an und kann nicht fassen, dass der Richter meint, Prado kann nicht festgehalten werden, weil er nicht als Terrorist gilt.
Jack geht in den Verhörraum und unterhält sich mit dem Anwalt kurz alleine. Er zeigt sich wenig kooperativ. Er will der CTU Prado weder für ein Verhör hier lassen noch will er erzählen, von wem er weiß, dass Prado überhaupt verhaftet wurde.
Buchanan und Jack rufen beim Präsidenten an und erklären, dass der Hauptverdächtige nicht wegen Amnestie befragt werden darf. Präsident Logan meint, er werde keine Sonderregelung bewilligen. Weder Mike Novick noch Jack und Buchanan sind von dieser Entscheidung begeistert.
Jack bittet Buchanan darum, Prado dennoch zu verhören, jedoch erst sobald dieser das Gebäude verlassen hat. Jack will seine Kündigung einreichen mit dem Hintergedanken, dass die CTU nicht für seine Taten belangt werde kann, sobald er Zivilist ist.
Marwan ruft den Fahrer des Lastwagens an, welcher die Atombombe mit sich führt. Er sagt, dass er sich mit dem Mann, der den Abschusscode hat, treffen soll.
Jack nimmt sich einen Elektroschocker und verlässt das Gebäude. Er antwortet Audrey nicht, als sie fragt, wohin er geht.
Prado wird aus dem Verhörraum hinausgebracht. Als er das Gebäude verlassen hat, verabschiedet sich sein Rechtsanwalt von ihm. Ein US-Marshal, der Prado begleitet, wird von Jack mit einem Elektroschocker in die Bewusstlosigkeit getrieben. Danach kettet Jack Prado mit Handschellen im Auto an und fängt an, ihm seine Finger zu brechen. Als Jack auch noch ein Messer an Prados Kehle hält, redet er endlich: Marwan befindet sich im Osten der Innenstadt. Danach schlägt Jack Prado bewusstlos…
von Christian Siegel
Dass „24“ als auf dem Republikaner-Sender Fox ausgestrahlte Serie natürlich zumeist weniger mit regierungskritischen Tönen aufwarten kann, einen Hauch Hurra-Patriotismus und insbesondere die „Erlaubt ist, was notwendig ist“-Mentalität der derzeitigen amerikanischen Regierung vertritt, ist nichts neues – und auch wenn es mir nicht unbedingt gefällt, im Rahmen einer fiktiven TV-Serie habe ich gelernt, damit zu leben. Aber was man bei dieser Folge aufgeführt hat, hat leider meinen Toleranzlevel als „liberaler“ Bürger deutlich überschritten. Die Unverfrorenheit und Respektlosigkeit, mit der hier über Amnesty International (deren Name natürlich aufgrund von rechtlichen Aspekten fast bis zur Unkenntlichkeit in „Amnesty Global“ verändert wurde) hergezogen wurde, schlägt selbst die schlimmsten „Amerika ist ja so toll“- und/oder „Folter ist ok, sofern ihr einen WIRKLICH triftigen Grund dafür habt“-Momente der gesamten Serie.
Der Anwalt der Organisation wird als uneinsichtiger, naiver Trottel dargestellt, der die CTU bei der Arbeit behindert und damit gar eventuell dafür verantwortlich wäre, wenn aufgrund seiner Einmischung die Atombombe nicht mehr rechtzeitig ausfindig gemacht und gestoppt werden kann. Zusätzliche verheerende Symbolik erhält die Folge dann schließlich dadurch, dass Amnesty Global durch die Terroristen selbst auf den Plan gerufen wird – diese die Organisation also dazu benutzen wollen, die CTU aufzuhalten – und Amnesty Global ist natürlich einfältig genug, darauf reinzufallen. Von der Tatsache mal abgesehen, dass es schon ein wenig unrealistisch ist, wie schnell der Anwalt von AG zur Stelle war – vor allem angesichts der Tatsache, dass es mitten in der Nacht ist.
Doch selbst wenn man von dieser äußerst fragwürdigen Darstellung der Menschenrechtsorganisation absieht, war diese Folge wohl die bisher schwächste Folge der Staffel. Tatsache ist: Es passiert einfach nicht wirklich etwas. Die Terroristen besorgen sich einen atomaren Sprengkopf, die CTU schnappt sich einen weiteren Verdächtigen, und Jack plagt sich mit dem Amnesty Global-Vertreter rum – das war’s auch schon. Somit haben wir hier einen lupenreinen Lückenfüller vor uns – was um so stärker auffällt, als das wir in der 4. 24-Staffel bisher dankbarerweise von eben solchen verschont wurden. Während die letzten Folgen selbst in etwas langsameren und weniger spannenden Phasen noch mit guten, kurzen Einzelszenen und Charaktermomenten aufwarten konnten, wird ähnliches leider diesmal ebenfalls eingespart.
Das einzige Trostpflaster war die recht nette Handlung rund um Präsident Logan. Auch wenn es mittlerweile allzu deutlich wird, dass wir hier einen entscheidungsschwachen Präsidenten haben, der dem Bild, das die Republikaner von John Kerry vermitteln wollten, ziemlich nahe kommt, und man damit natürlich die öffentliche Meinung in Richtung eines „starken“ Präsidenten wie unseren lieben Dublya manipuliert wird – es gefällt mir, dass wir endlich mal keinen sicheren und souveränen Präsidenten sehen, sondern jemanden, der mit der Situation heillos überfordert scheint – eine nette Abwechslung nach all den Jahren der unerschütterlichen Palmerschen 24-Herrschaft.
Davon abgesehen gab es bei dieser Folge aber leider nicht das geringste positive zu vermelden. Es bleibt nur zu hoffen, dass dies nicht der Einstieg zu einem längeren Durchhänger war und die Formkurve schon bald wieder nach oben zeigt. Mit dem bevorstehenden Showdown im Nachtclub und der Differenzen zwischen Präsident Logan und Jack Bauer scheint zumindest entsprechendes Potential gegeben...
Fazit: Episode 18 war die erste richtig schwache Folge dieser Staffel – was vor allem an ihrem „Lückenfüll“-Charakter und der arg polemischen Kritik an Amnesty International liegt...
| R.I.P. - Die Verluste in dieser Episode |
- Yosik Khatami (Joe Prado)
- Crew des Nuklearen Transporters; Anzahl unbekannt (Marwans Handlanger)
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