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Michelle muss mit ansehen, wie Gael immer stärkere Schmerzen hat. Derweil wird der Präsident von Stephen Saunders erpresst und Jack findet heraus, wer der Terrorist ist…
Die Gäste im Hotel werden immer panischer. Vor dem Hotel bauen die Leute vom Gesundheitsamt ihre Ausrüstung auf. Damit die ganze Angelegenheit etwas mehr unter Kontrolle gerät, schickt Michelle die Gäste in ihre Zimmer und droht bei Zuwiderhandlung mit unangenehmen Folgen. Alle Gäste gehen auch in ihre Zimmer – bis auf die Frau des Mannes, den Michelle umbringen musste.
Jack instruiert Chase, sich mit der CTU in Verbindung zu setzen, Alvers ein weiteres Mal zu verhören und so herauszufinden, woher der Terrorist Jack kennt.
Derweil muss Palmer die wohl schwerste Entscheidung seiner Amtszeit fällen – kooperiert er mit den Terroristen oder lässt er den Großteil der Amerikaner töten?
Michelle unterhält sich mit Phillips. Dieser fragt, ob jeder im Hotel sterben wird. Michelle denkt, dass es ein paar Leute hier gibt, die gegen das Virus immun sind, zumindest statistisch. Danach telefoniert sie mit Tony. Er versucht, sie ein wenig zu beruhigen, da Michelle noch immer durcheinander ist, einen Gast umgebracht zu haben. Tony bittet Michelle Alvers, nach einer Beschreibung seines Auftraggebers zu fragen.
Alvers meint, er kenne den Mann nicht. Er hat ihn nur ein einziges Mal in Chinatown getroffen und gibt Michelle eine wage Beschreibung.
In der CTU stellt Chloe nun anhand dieser Beschreibung einige Fotos zusammen und schickt sie an Alvers zur Identifizierung. Dieser kennt jedoch keines der Gesichter.
Jack will, dass Chloe auch „tote“ Leute mit aufführt. Alvers erkennt einen der Männer und Jack kann ihn schließlich als Stephen Saunders identifizieren. Er war ein MI-6 Agent, der von der britischen Regierung in Jack Bauers Team überstellt wurde, als Jack den Kosov- Einsatz hatte, um Victor Drazen zur Strecke zu bringen.
Palmer hat ein Gespräch mit seinem Sicherheitschef. Er bittet,
+3 Highways und Flughäfen zu sperren. Wayne hat jedoch berechtigte Einwände – eine Massenpanik wäre unvermeidlich. Palmer bewilligt deshalb nur die Vorbereitung der Schließung der Flughäfen.
Das Gespräch wird durch einen Anruf von Saunders unterbrochen. „In zehn Minuten soll der Secret Service ein Paket von der anderen Straßenseite abholen“. Das sind seine einzigen Worte, bevor Saunders wieder auflegt.
Jack ruft einen Freund, Trevor Tomlinson, beim MI-6 an. Dieser berichtet, dass nur noch einer von Saunders alten Kontakten noch lebt – Diana White.
Im Hotel beginnt Dr. Duncan die Virentests an den Personen. Es wird cirka zwei Stunden dauern, bis die Ergebnisse vorliegen.
Palmer erhält vom Secret Service das Paket, in welchem sich ein Handy befindet, welches nicht geortet werden kann. Kurz nachdem Palmer es erhalten hat, klingelt es. Saunders fordert Palmer auf, die Worte „the sky is falling“ in einer Pressekonferenz in den nächsten 30 Minuten zu verwenden.
Trotz Waynes Einwände beruft Palmer die Konferenz ein.
Jack macht sich auf den Weg zu Diana White. Er vermutet, dass Saunders die USA dafür verantwortlich macht, dass er beim Kosovo-Einsatz gefangen genommen wurde.
Chappelle unterbricht ein Gespräch zwischen Kim und Tony. Er will, dass Tony auf alle Eventualitäten vorbereitet ist und sich vorrangig um die Terroristen kümmert. Chappelle bittet Tony, einige Bankkonten von Amador zu überprüfen.
Jack und Chase brechen in das Haus von Diana White ein und können sie stellen. Sie will ihren Anwalt sprechen, doch Jack meint, dass ihre Rechte beim MI-6 nicht gelten.
Michelle trifft auf Gael, der am ganzen Körper blutet. Er fühlt schuldig, den Virus nicht gestoppt zu haben. Als Michelle ihm ihre Waffe anbietet, damit er sich das Leiden ersparen kann, lehnt er ab. Nachdem Michelle ihm versprochen hat, seine Familie zu benachrichtigen, geht sie davon…
Palmer beginnt mit der Pressekonferenz und teilt der Nation mit, dass auf eine höhere Alarmstufe gegangen wurde. Dabei verwendet er den Satz von Saunders und beendet die Konferenz.
Beim MI-6 angekommen, taucht auf einmal ein Helikopter auf, der auf das Gebäude schießt. Diana wird erschossen, Trevor kann mit letzter Kraft sagen, wo genau die Daten von Saunders gespeichert sind.
Sofort rennen Jack und Chase los. Sie finden im Serverraum einige Leichen und eine Bombe. Jack schafft es, die Festplatte zu entfernen, vor diese detoniert.
Michelle ruft Tony an und erzählt, das Gael qualvoll gestorben ist. Sie will, dass er die Selbstmordkapseln ins Hotel bringen lässt.
Chappelle sieht, wie Tony die Kapseln holt. Er lässt ihn weitermachen, obwohl es gegen die Vorschriften verstößt.
Saunders Assistent berichtet, dass Jack entkommen ist, die Festplatte aber zerstört sei. Dann muss Saunders erfahren, dass Chappelle kurz davor ist, ihn zu finden.
Der Präsident bekommt erneut einen Anruf von Saunders – er fordert, bis 07:00 Uhr die Leiche von Chappelle zu haben…
von Christian Siegel
Auch in dieser Folge wird wieder ein konstant hohes Niveau von Spannung und Dramatik geboten. Besonders berührend und erschreckend ist Gaels letztes Gespräch mit Michelle und die Szene danach, als sie Tony darum bittet, Selbstmordpillen ins Hotel zu bringen. Für Spannung sorgt insbesondere die neue Spur zu Saunders, welche die CTU verfolgt. Nach einer gewohnt gut inszenierten Schießerei im MI6-Gebäude gelingt es Jack schließlich quasi in letzter Sekunde, das Gebäude vor der Explosion zu verlassen. Interessant und überraschend jedoch das erstaunlich frühe Ableben der Saunders-Bekannten - hier ist es "24" wirklich mal wieder gelungen, mich kalt zu erwischen.
Positiv fällt zudem auf, dass Palmer nun endlich wieder in die Haupthandlung integriert ist - wirkten seine bisherigen separaten Handlungsstränge doch etwas aufgesetzt. Es ist wirklich interessant und teilweise auch frustrierend (auf eine positive Art und Weise) mit anzusehen, wie er wohl oder übel den Wünschen des Erpressers nachgeben muss, da er sonst das Leben von tausenden Amerikanern gefährden würde. Sehr interessant ist auch, dass Michelle bisher noch keine Anzeichen einer Infektion zeigt. Sollte sie etwa tatsächlich dagegen immun sein, oder wollen uns die Macher hier nur in Sicherheit wiegen, damit uns die Diagnose dann um so härter trifft?
Am Ende serviert man uns dann wieder einmal eine wirklich fiese Wendung und einen harten Cliffhanger rund um die Forderung von Saunders, ihm Chapelle's Leiche zu liefern. Allerdings muss ich auch gestehen, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass mich sein Tod sonderlich berühren würde, gehörte er doch, gelinde gesagt, noch nie zu meinen Lieblingsfiguren der Serie. Im Gegensatz zu Mason, der mir trotz seiner ganzen Schwächen, der teilweise wenig sympathischen Entscheidungen und seiner kritischen Einstellung zu Jack schon in der 1. Staffel durchaus sympathisch war und sich in der 2. Staffel dann vor seinem Tod endgültig zu einem meiner Lieblingscharaktere gemausert hat, ist für mich Chapelle einfach nur der dumme, unkooperative und unsympathische Chef, der Jack und Co. in den vorangegangenen Staffeln eigentlich nur laufend Steine in den Weg und sie bei ihrer Arbeit behindert hat. Im Gegensatz zu Mason konnte ich seine Einstellung und sein Verhalten nie so recht nachvollziehen, vermutlich auch deshalb war er mir schon immer absolut unsympathisch und so eine Art männliche Sherry.
Auch in dieser Folge wurde mein Eindruck gleich zu Beginn wieder mal bestätigt, als er zu Tony meint er solle Michelle einfach abschreiben - dass er mit diesem Verhalten nicht gerade meine Sympathien gewinnt, dürfte wohl verständlich sein. Da hilft es auch nichts wenn er ein paar Folgen zuvor Jack angeboten hat, beim Bericht zur Drogensucht ein Auge zuzudrücken und hier in dieser Episode schließlich der Ausgabe der Selbstmordpillen zustimmt. Einigen mag dies bereits genügen, um ihnen eine andere Seite von Chapelle zu zeigen und ihn zumindest ansatzweise sympathisch zu machen, aber so leid es mir tut, da kann ich nicht so recht zustimmen. Zwei nette, menschliche Gesten sind mir einfach viel zu wenig, um 65 Folgen Arschlochtum auszugleichen. Und so bin ich zwar schon durchaus gespannt, wie Palmer auf diese Forderung reagieren wird und ob es gelingt, Chapelle's Leben zu retten... aber sonderlich mitfühlen tue ich nicht.
Fazit: Eine tolle Folge mit gut inszenierter Action, spannenden Entwicklungen, einigen berührenden Momenten und einem fiesen Cliffhanger.
| R.I.P. - Die Verluste in dieser Episode |
- cirka 20 Mitarbeiter des MI-6 Büros (Helikopteranschlag)
- Diane White (Helikopteranschlag)
- 2 Handlanger von Saunders (Jack Bauer)
- Agent Gael Ortega (Folge der Virusinfektion)
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